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Dieses Thema hat 133 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker national
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Peter Offline




Beiträge: 2.815

11.08.2015 12:19
#46 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

@patrick
Ohne direkt Drehorte zu suchen, haben wir in Dalmatien wieder Harald Reinls legendäres Gespür für die Schauplatzsuche (diesmal also Plitvice und Trogir) bestätigen können. Einfach zauberhaft. Plitvice ist ein Riesen-Naturereignis und sucht als Wasserlandschaft - zumindest europaweit - ihresgleichen. Man sagt ja dort: Erst, wenn man Plitvice kennt, hat man Kroatien besucht. Wir sind zum Glück als Gruppe mit gutem Guide angekommen und konnten uns dadurch einige vergnügliche Warte-Stunden am Kassenhäuschen ersparen. Dann starteten wir auch 'antizyklisch' ganz oben in den Park, um den Asien-Horden ein wenig ausweichen zu können. Schön war, dass dadurch die großen Highlights, Wasserfall und Silbersee, zum Schluss kamen. Als dicker Minuspunkt sind natürlich dennoch die jährlich wachsenden Menschenmassen zu notieren.
Auch der Abstecher in die Herzegowina nach Mostar war toll. Und die Altstadt von Split, noch komplett römisch, ist ebenfalls ein Ereignis. Die Hochhäuser drumherum weniger, wobei aber auffällt, dass Titos eklige Platten (wenn auch nur an einigen Stellen) in unseren Breiten schon wieder als hochmoderne Architektur und raumoptimierte Wohnkultur durchgehen könnten. Die Zeit vergeht, der Kostendruck macht´s möglich...
Die Reise als solche: Unser netter und sehr Deutschland-erfahrener Hotel-Junior-Chef erzählte uns, dass momentan in der Hauptsaison inzwischen auf jeden der 4,5 Mio Kroaten ein Tourist kommt! Irre. Das führt an der Küstenstraße inzwischen praktisch rund um die Uhr zu unfreundlichen Verkehrslagen, bei denen man schon mal Gefahr laufen kann, seinen Flug zu verpassen (konnten wir gerade noch vermeiden ).
Im letzten Jahr war die Lage im August noch spürbar weniger dramatisch, allerdings waren waren wir damals eher am Monatsende unterwegs. Als Winnetou-relevante Ziele hatten wir den Cetina-Fluß und den Krka-Park angesteuert (dazu noch das herrliche Dubrovnik und die Insel Brač).
Natürlich steht man in Dalamatien ohne Auto auch mal etwas blöd da (wobei ein Mietwagen bei Stau auch nicht wirklich hilft). Aber die Alternative, endlose Fahrerei (9 bzw. 16 Stunden in deinem Fall, obwohl du schon viel näher dran bist), ist mir etwas Mobilität vor Ort auch nicht wert. Wenn man glücklicherweise in Schlagdistanz zum Frankfurter Flughafen wohnt, wirkt der Flug nach Split in 1,5 Stunden merklich entspannend. Ist dann noch der Hauptbahnhof für Inlandsreisen genauso nah, kommt man sehr schnell auf den Trichter, das Auto im Urlaub lieber grundsätzlich daheim zu lassen.....
Fazit: Wir haben zwar inzwischen viele Sehenswürdigkeiten abgegrast, aber es kann gut sein, dass wir in zwei, drei Jahren noch ein drittes Mal nach Kroatien fliegen. Aber nie und nimmer wieder im August!

patrick Offline




Beiträge: 2.900

11.08.2015 13:16
#47 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Du sprichst mir aus der Seele. August ist für uns in Zukunft auch gestrichen. Abgesehen von der Horror-Anreise gings ansonsten mit dem Auto ziemlich gut. Mir ist da die Beweglichkeit schon recht wichtig, wegen der vielen Standortwechsel. Dann geh ich dazwischen auch gern mal Tauchen. Außerdem haben wir keinen Flughafen in direkter Nähe. Wir müssten nach Memmingen oder München fahren, was allein schon etwa 2 Stunden in Anspruch nimmt.

Auf jeden Fall gibt's in Kroatien noch einiges, was ich sehen möchte. So zum Beispiel den Paklenica-Nationalpark und natürlich auch Dubrovnik (das dann aber wohl auch eher mit dem Flieger). Die Cetina- und Zrmanja-Flüsse sind auch noch Pflichtprogramm. In Split war ich glaub ich mal als Kind mit meinen Eltern, kann mich aber nicht mehr dran erinnern. Gut gefallen hat mir übrigens auch Skradin. Ein sehr kleines, beschauliches römisches Städtchen.

Das mit den Menschenmassen in Plitvice hatten wir insofern recht gut in Griff, dass wir frühestmöglich losgezogen sind. Wir gingen die klassische Route mit großem Wasserfall und Silbersee zuerst und die oberen Seen im Anschluß. Hab auch die Fische gefilmt, indem ich meine Unterwasser-Kamera auf einen Stab geschraubt und diesen in's Wasser gehalten hab. Sind wirklich tolle Kurz-Filme dabei.

patrick Offline




Beiträge: 2.900

12.08.2015 15:50
#48 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Die Krka-Wasserfälle (August 2015)

Es folgen einige Bilder, die ich im kroatischen Krka-Nationalpark gemacht habe. Dieser umfasst einen ca.45 Km langen Flussabschnitt zwischen Knin und Skradin auf einer Fläche von ca.110 Quadratkilometer und beherbergt 860 Pflanzen- und 220 Tierarten, von denen wir einige bewundern durften. Ziel unseres Besuchs war Skradinski-Buk bei Skradin, der mit 17 Stufen und 45 Meter Länge die Hauptattraktion ist. Darüber hinaus haben wir die kleinen Roski-Fälle besucht, welche ebenfalls für zahlreiche Szenen Verwendung fanden. Gedreht wurden hier Teile von "Winnetou 1", "Old Shatterhand", "Unter Geiern", "Der Ölprinz" und "Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten".

1. Old Shatterhand reitet im gleichnamigen Film von 1964 zu Paloma Nakama am Skradinski-Buk. Das zweite Bild zeigt ganz rechts, dass auch heute eine Brücke zur anderen Seite führt. Dies ist übrigens die einzige Stelle, wo Baden erlaubt ist.



2. Dieselbe Stelle aus einer anderen Perspektive. Das erste Bild stammt wieder aus "Old Shatterhand" und zeigt Paloma Nakama, die sich zum Baden begibt. Daliah Lavi wird dabei gedoubelt.



3. Hier ist Karin Dor 1968 in "Im Tal der Toten" zu sehen. Die Bilder zeigen die kleinen Roski-Fälle damals und heute.



4. Old Surehand 1964 mit Baumann und Old Wabble in "Unter Geiern" am Skradinski-Buk.



5. Old Shatterhand 1968 in "Im Tal der Toten". Ein Blick hinab auf die Roski-Fälle. Das heutige Bild zeigt dieselbe Gegend, wurde von mir aber weiter unten, direkt am Wasser, gemacht.



6. Old Shatterhand und Nscho Tschi 1963 in Winnetou 1 an den Roski-Fällen. Das zweite Bild zeigt die Roski-Fälle heute.



7. Dieselbe Stelle aus einer anderen Perspektive, auch aus Winnetou 1. Nscho Tschi wartet auf Old Shatterhand.



8. Das erste Bild zeigt Nscho Tschi und Old Shatterhand 1963 in Winnetou 1 am Skradinski-Buk. Beim zweiten Bild bin ich mir nicht sicher, ob ich die richtige Stufe erwischt habe. Sieht so aus, dass ich etwas runter gerutscht bin.





9. Der böse Santer belauscht Nscho Tschi und Old Shatterhand, ebenfalls in Winnetou 1, an den Roski-Fällen.



10. Das erste Bild zeigt die Fischgründe der Osagen 1968 in "Im Tal der Toten". Die Stelle ist, wie auch unter Punkt 1. und 2., am unteren Ende des Skradinski-Buk damals und heute.



11. Winnetou und Old Shatterhand rudern 1968 in "Im Tal der Toten" am großen Roski-Fall vorbei. Auf dem heutigen Bild trägt er aufgrund der Hitze weniger Wasser.



12. Ein Schoschone lauert 1964 an den kleinen Roski-Fällen in "Unter Geiern" Old Surehand auf. Das zweite Bild zeigt die Gegend heute.



13. Ein Blick von weiter oben auf die Roski-Fälle 1968 in "Im Tal der Toten". Mein Bild wurde weiter unten aufgenommen



14. Der Skradinski-Buk weiter oben. Das erste Bild stammt aus "Der Ölprinz" von 1965, das zweite von 2015.



Fazit: Ein wirklich toller Nationalpark mit sehr südländischem Flair, dessen Besuch ich jedem empfehlen kann .

Peter Offline




Beiträge: 2.815

12.08.2015 16:05
#49 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Vielen Dank für den tollen Vergleichsbilder!

Zitat von patrick im Beitrag #47
.... Gut gefallen hat mir übrigens auch Skradin. Ein sehr kleines, beschauliches römisches Städtchen....

Das hübsche kleine Skradin haben wir letztes Jahr beim Krka-Besuch natürlich auch gesehen. Dort ist übrigens Bill Gates fast alljährlicher Stammgast, natürlich mit Megayacht...

patrick Offline




Beiträge: 2.900

12.08.2015 23:00
#50 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Zitat von Peter im Beitrag #49
Vielen Dank für den tollen Vergleichsbilder!

Zitat von patrick im Beitrag #47
.... Gut gefallen hat mir übrigens auch Skradin. Ein sehr kleines, beschauliches römisches Städtchen....

Das hübsche kleine Skradin haben wir letztes Jahr beim Krka-Besuch natürlich auch gesehen. Dort ist übrigens Bill Gates fast alljährlicher Stammgast, natürlich mit Megayacht...



Das mit Bill Gates wusste ich gar nicht. Wir haben den Nationalpark von Lozovac aus betreten. Da war der Zutritt zu Fuß möglich. Skradin haben wir erst hinterher besucht und bereut, dass wir nicht dort abgestiegen sind.

patrick Offline




Beiträge: 2.900

13.08.2015 07:34
#51 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Übrigens @Peter Warst du damals auch an den kleinen Roski-Fällen? Die hätten wir fast übersehen. Wir unternahmen vom Skradinski-Buk aus einen Bootstrip zur Insel Visovac und dem Roski-Slap (Einzahl). Dieser ist ja direkt am See und auf meinen Vergleichsbildern unter Punkt 11 zu sehen (Die Kanufahrt). Dort gingen wir für eine Stunde an Land und niemand sagte was von den kleinen Fällen oberhalb. Da ich anhand der Drehortbeschreibungen wußte, dass es mehrere Roski-Fälle geben muß, sind wir dann aufwärts gelaufen und direkt dran vorbei, da wir glaubten, es gebe noch größere. Am Abend habe ich den Schnitzer erkannt. Gott sei Dank war die Stelle von Skradin aus durch eine gut 20 Km lange Autofahrt recht gut auf dem Landweg erreichbar. Wie an den Bildern zu sehen ist, war das ja ein ganz wichtiger Drehort.

Peter Offline




Beiträge: 2.815

13.08.2015 11:52
#52 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Zitat von patrick im Beitrag #51
....... Warst du damals auch an den kleinen Roski-Fällen? .....

Leider nicht. Aber Deine Bilder sind ja ein ganz guter Ersatz......

patrick Offline




Beiträge: 2.900

15.08.2015 15:25
#53 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Der Ölprinz (1965)



Filmdaten:
Deutscher Titel: Der Ölprinz
Originaltitel: Der Ölprinz / Kralj petroleja
Produktionsland: Bundesrepublik Deutschland, Jugoslawien
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1965
Länge: 89 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Stab:
Regie: Harald Philipp
Drehbuch: Fred Denger
Harald Philipp
Produktion: Horst Wendlandt
Musik: Martin Böttcher
Kamera: Heinz Hölscher
Schnitt: Hermann Haller

Besetzung:

Stewart Granger: Old Surehand, Pierre Brice: Winnetou, Harald Leipnitz: Der Ölprinz, Macha Méril: Lizzy, Mario Girotti: Richard Forsythe, Walter Barnes: Campbell, Antje Weisgerber: Frau Ebersbach, Paddy Fox: Old Wabble, Heinz Erhardt: Kantor Hampel, Mavid Popović: Mokaschi, Gerd Frickhöffer: Kovacz, Veljko Maricić: Bergmann, Dušan Janićijević: Butler, Slobodan Dimitrijević: Knife, Davor Antolić: Paddy, Zvonimir Crnko: Billy Forner, Ilija Ivezić: Webster, Petar Petrović: Jimmy, Slobodan Vedernjak: John, Branko Supek: Jack, Marinco Cosić: Tobby, Vladimir Leib: Duncan, Stole Aranđelović: Bandit, Antun Nalis: Jenkins, Petar Dobric: Nitsas-Ini, Sime Jagarinec: Sohn des Mokaschi

Plot:



Der Ölprinz ist ein betrügerischer und mörderischer Geschäftsmann, der falsche Ölquellen an seine nichtsahnenden Geschäftspartner verkauft. Ein geplantes Geschäft mit dem Bankier Duncan stellt ihn vor das Problem, dass die falsche Ölquelle sich auf Indianergebiet befindet, wo sich eine Gruppe Siedler im Einvernehmen mit den Navajos und Utahs niederlassen will. Ein mit Old Surehand befreundeter Scout wird daher ermordet und durch einen falschen ersetzt, der allerdings von Old Surehand entlarvt und, bevor er reden kann, von der Finders- Bande getötet wird. Diese versucht auch, Old Surehand aus dem Wege zu räumen, doch bleibt er durch seine Gerissenheit und durch Winnetous Hilfe unversehrt. Der Ölprinz nutzt die Entlarvung des Falschspielers Forsythe aus, um diesen als Spion den Siedlern unterzujubeln. Allerdings verliebt letzterer sich in die hübsche Lizzy und schlägt sich auf die Seite von Old Surehand und Winnetou, denen er von einem geplanten Überfall der Banditen berichtet, der nun abgewehrt werden kann. Der Ölprinz hat jedoch erfahren, dass Lizzys Vater einen Sack Gold versteckt hält, den er als einziger Überlebender eines Postkutschenüberfalls vorgefunden hat und schürt beim Häuptling Mokaschi Zweifel an der Mittellosigkeit und Ehrlichkeit der Siedler. Beim Durchsuchen der Wagen wird Mokaschis Sohn von Knife, dem stummen Leibwächter des Ölprinz, durch ein Messer getötet, worauf Mokaschi Rache schwört und einen Überfall auf die Siedler ankündigt, bei dem er 50 Leben für das Leben seines Sohnes einfordert. Es gelingt Old Surehand, Knife zu töten und den Ölprinz zu fangen, nachdem dieser seinen „Geschäftspartner“ ermordet hat. Er wird den Indianern ausgeliefert. Auch kann bewiesen werden, dass Knife der wahre Mörder des Häuptlingssohnes ist, wodurch den Ölprinz seine gerechte Strafe ereilt.

Old Surehands zweiter Auftritt:



Wieder einmal musste der ursprünglich vorgesehene Old Shatterhand durch den, in der Geschichte eigentlich nicht vorkommenden, Old Surehand ersetzt werden, da Lex Barker erneut in Artur Brauners Diensten stand und „Durchs wilde Kurdistan“ ritt. Da ohnehin nicht mehr auf Romanbezug geachtet wurde, stellte dies kein nennenswertes Problem dar, zumal ja bereits „Unter Geiern“ die Kinokassen klingen ließ. Es kann davon ausgegangen werden, dass Pierre Brice sich aber wohl doch eher Lex als Partner gewünscht hätte.

Umsetzung:



Die Geschichte benutzt lediglich einige Motive des gleichnamigen Romans und geht ansonsten, wie mittlerweile üblich, eigene Wege. Nachdem sowohl Harald Reinl, als auch Alfred Vohrer anderweitig verpflichtet waren, wurde erstmals Harald Philipp als Regisseur für einen Karl-May-Film engagiert. Er folgt dabei eher dem Stil Vohrers, weshalb der Film deutlich weniger romantisch gehalten ist als Reinls Beiträge. Doch liegt das sehr wahrscheinlich auch ein bisschen an Steward Grangers Mitwirkung, der sich ja nicht unwesentlich in die Drehbüchern eingemischt haben soll. Das Auge wird mit den üblichen schönen Landschaften und das Ohr mit Böttchers mittlerweile sehr vertrauten Klängen verwöhnt. Auch die Handlung kann sich sehen lassen, obwohl „Der Ölprinz“ sicher nicht der beste Film der Reihe ist. Ursprünglich war geplant, am Schluss Old Surehand und Winnetou auf Old Shatterhand und Sam Hawkens treffen zu lassen, was aber aus Budget-Gründen gestrichen wurde. Eine Verletzung von Pierre Brice an einem Finger, der verbunden werden musste, wurde kaschiert, indem er einen Tomahawk in der Hand hält. Auch Heinz Erhardts Finger war nach eigener Aussage eine reine Quetschwunde, nachdem ihm ein Pferd hineingebissen hatte.
Leider wurde im „Ölprinz“ öfters mit Rückprojektion gearbeitet, was vor allem in den Floßszenen sehr störend wirkt. Auffallend ist, dass auch diesmal Pierre Brice von Steward Granger etwas in den Hintergrund gedrängt wurde. Da die Dreharbeiten im Frühjahr 1965 stattfanden, hatte das Team mit sehr schlechtem Wetter zu kämpfen, weshalb der Streifen, ähnlich wie "Old Shatterhand", weniger farbenprächtig wirkt.

Charaktere:



Eine sehr glaubhafte Darstellung liefert Harald Leipniz als durchtriebener, hinterhältiger und mörderischer, sich angesichts von Gefahren aber auch feige und heuchlerisch verhaltender Ölprinz ab. Sein diabolisches Grinsen setzt er dabei sehr wirkungsvoll ein. Er gibt dieser Figur wesentlich mehr Profil als der des Wallace-Kommissars.

Slobodan Dimitrijevic (1941-1999) hat hier als Knife seine erste größere Rolle, nachdem er in „Der Schatz im Silbersee“ ein zwar markantes, jedoch recht kurzes, Gastspiel hatte. Eine ähnlich größere Rolle hatte er im selben Jahr auch in dem Jerry-Cotton-Film "Mordnacht in Manhatten".

Heinz Erhardt (1909-1979) ist zwar ein begabter Komiker, bekommt in diesem Film, im Gegensatz zu dem in „Old Shatterhand“ dezent eingesetzten Bill Ramsey, jedoch zu viel Raum, was nicht wirklich in den Film passt. Seine Opern-Schwärmereien wirken ab einem gewissen Punkt einfach ermüdend. Ein etwas seltsamer Dialog ergibt sich durch Winnetous Entschuldigung bei Kantor Hampel für dessen, von Old Wabble angesprochene, „volle Hose“. Dies wäre unter Reinl wohl kaum vorgekommen.

Paddy Foxs Old Wabble ist, wie immer, sehr platt.

Mario Girotti (Terence Hill) bekommt nach seiner Mini-Rolle in „Unter Geiern“ wieder mehr Drehzeit, ist aber trotzdem kleiner angelegt als in „Winnetou 2“. Er spielt hier den Falschspieler Forsythe, der im Grunde dem Guten zugeneigt ist, und kommt dabei ein bisschen steif daher. Sein „Love Interest“ Lizzy spielt die süße Macha Meril (geb.1940). Für ihre Rolle wäre ursprünglich Marie Versini vorgesehen gewesen, die aber, zusammen mit Barker, im „wilden Kurdistan“ war.

Als Mokaschi agiert Mavid Popovic, der als Intschu-Tschuna hinreichend bekannt ist. Auch in „Old Shatterhand“ und im Mexiko-Zweiteiler hatte er Rollen.

Seinen dritten Auftritt bei May hatte der sympathische Walter Barnes, auch diesmal als Siedler.

Schauplätze:



Hauptattraktion sind wieder einmal die Krka-Fälle bei Skradin, wo die spektakuläre Floßszene gedreht wurde. Seinen besonderen Reiz übt einmal mehr der Skradinski-Buk aus. Teile der Floßszene entstanden auch in Kresevo, in Bosnien Herzegowina.

Als Chinla-See diente der künstliche Perucko Jezero bei Sinj, in den der Cetina fließt.

Die Westernstadt Tucson stand in Zupci bei Trebinje. Die Szenen mit dem Siedlertrek wurden am Ufer der Cetina bei Trilj gedreht.

Old Surehands Nachtlager war bei den Radmanove mlinice (Radman Mühlen) bei Omis und die Szene mit dem Ölprinz und Knife auf der Hängebrücke am Ruda-Fluß bei Ruda, nahe Split.

Fazit:

Der Ölprinz ist zwar nicht der Höhepunkt der Karl-May-Reihe, aber dennoch eine sehr solide Produktion, die Genre-Fans nicht enttäuscht. 4 von 5.

TV-1967 Offline



Beiträge: 410

17.08.2015 19:14
#54 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Daliah Lavi wurde in "OLD SHATTERHAND" von Gordana Zeitz-Ceko (übrigens auch in einer Reitszene) gedoubelt. Ich war übrigens auch wieder
2 Wochen (bis zum 14.08.) im sonnigen, heißen Kroatien. Ich fahre immer Sonntags gegen 4 Uhr in der früh los und heim entweder
Donnerstags oder Freitags gegen 9 Uhr. Bei 1000km komme ich auf 9,5 bis 10 Stunden. Das geht schon ganz gut. Auch verhielten sich dieses
Jahr die Grenzkontrollen Richtung Kroatien ziemlich entspannend. Selbiges gilt auch für die Situation an den Mautstellen in Zagreb. Aber
wie Ihr schon richtig erwähnt, es macht an Orten wie in Plitvice oder Krka bzw. Skradin echt keinen Spaß mehr. Ich habe auch das Gefühl
das die Touris immer mehr werden! Leider! Nochmals zurück zum Double von D. Lavi. Gordana wohnt in Sibenik und hat in diesem Jahr ihre
kleine Ferienwohnung fertig gebaut, die sie sehr gerne bei Anfragen vermieten möchte. Wenn Ihr also Interesse habt gebt ein Rauchzeichen.
Der Perucko-See (Chinla-See) liegt ja in Richtung Vrlika. Auch dort ist der "Bill Forner-Felsen" mit dem malerischen Atlas-Gebirge im Hintergrund. Ein sehr sehenswertes Motiv. Auch kann man im Perucko-See wunderbar baden. Kroatien lohnt sich auf jeden Fall.

patrick Offline




Beiträge: 2.900

17.08.2015 19:24
#55 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Zitat von TV-1967 im Beitrag #54
Daliah Lavi wurde in "OLD SHATTERHAND" von Gordana Zeitz-Ceko (übrigens auch in einer Reitszene) gedoubelt. Ich war übrigens auch wieder
2 Wochen (bis zum 14.08.) im sonnigen, heißen Kroatien. Ich fahre immer Sonntags gegen 4 Uhr in der früh los und heim entweder
Donnerstags oder Freitags gegen 9 Uhr. Bei 1000km komme ich auf 9,5 bis 10 Stunden. Das geht schon ganz gut. Auch verhielten sich dieses
Jahr die Grenzkontrollen Richtung Kroatien ziemlich entspannend. Selbiges gilt auch für die Situation an den Mautstellen in Zagreb. Aber
wie Ihr schon richtig erwähnt, es macht an Orten wie in Plitvice oder Krka bzw. Skradin echt keinen Spaß mehr. Ich habe auch das Gefühl
das die Touris immer mehr werden! Leider! Nochmals zurück zum Double von D. Lavi. Gordana wohnt in Sibenik und hat in diesem Jahr ihre
kleine Ferienwohnung fertig gebaut, die sie sehr gerne bei Anfragen vermieten möchte. Wenn Ihr also Interesse habt gebt ein Rauchzeichen.
Der Perucko-See (Chinla-See) liegt ja in Richtung Vrlika. Auch dort ist der "Bill Forner-Felsen" mit dem malerischen Atlas-Gebirge im Hintergrund. Ein sehr sehenswertes Motiv. Auch kann man im Perucko-See wunderbar baden. Kroatien lohnt sich auf jeden Fall.


@TV-1967 Vielen herzlichen Dank für diese wertvolle Info. Wir waren ja auch in Sibenik. Wenn ich das gewußt hätte...Wir hätten glatt einen Forentreff veranstalten können. Wir werden sicher im nächsten Jahr auch nochmal hinfahren. Wenn ich dich zur gegebenen Zeit bezüglich Gordana kontaktieren darf komme ich sehr gerne darauf zurück. Die hat ja sicher auch was zu erzählen. Kann sie deutsch oder englisch?

TV-1967 Offline



Beiträge: 410

17.08.2015 19:44
#56 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Sehr gerne. Sie spricht fließend Deutsch! Und begleitet z.Z. einige "Karl May-Tours".

patrick Offline




Beiträge: 2.900

17.08.2015 19:46
#57 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Zitat von TV-1967 im Beitrag #56
Sehr gerne. Sie spricht fließend Deutsch! Und begleitet z.Z. einige "Karl May-Tours".


Perfekt. Dann kann man sie auch mal für so eine Tour mieten?

TV-1967 Offline



Beiträge: 410

17.08.2015 21:09
#58 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Ja. Oder mich. Sie macht das über ein Reisebüro. Ich führe meistens einige KM-Freunde durchs Velebit-Gebirge (Tulove Grede).

patrick Offline




Beiträge: 2.900

17.08.2015 21:19
#59 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Zitat von TV-1967 im Beitrag #58
Ja. Oder mich. Sie macht das über ein Reisebüro. Ich führe meistens einige KM-Freunde durchs Velebit-Gebirge (Tulove Grede).


@TV-1967 Wann machst du das immer?

TV-1967 Offline



Beiträge: 410

18.08.2015 23:07
#60 RE: In Memoriam Pierre Brice: Die Karl May Filme Zitat · antworten

Meistens im Juni, Juli, August!

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