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Dieses Thema hat 149 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker international
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patrick Offline




Beiträge: 3.186

14.01.2018 15:23
#136 RE: Die Hammer-Filme. Britische Thriller-, Gothic-, und Gruselperlen Zitat · Antworten

Vampire Circus (Circus der Vampire, 1971)



Regie: Robert Young

Produktion: Hammer Film Productions, GB, Drehzeit: 09.08.1971 bis 21.09.1971

Mit: Adrienne Corri, Anthony Higgins, John Moulder-Brown, Lynne Frederick, Laurence Payne, Thorley Walters, Richard Owens, Elizabeth Seal, Robin Hunter, Domini Blythe, Robert Tayman, David Prowse, Skip Martin, Lalla Ward


Handlung:


Der Vampirgraf Mitterhaus versetzt ein österreichisches Dorf im 19.Jahrhundert in Angst und Schrecken. Er tötet Kinder, von deren Blut er sich ernährt, und verführt die Frau eines Lehrers. Als den Dorfbewohnern sein teuflisches Treiben zu bunt wird, beschließen sie, sich nichts mehr gefallen zu lassen. Sie fassen den Mut der Verzweiflung und können den Grafen in seinem Schloss trotz seiner unmenschlichen Kräfte unschädlich machen, indem sie ihm im Kampf einen Pfahl durchs Herz jagen. Bevor er sein Leben aushaucht, verflucht er das Dorf und vor allem dessen Kinder. Tatsächlich greift daraufhin eine unheilbare Seuche um sich und die Dorfbewohner werden unfreiwillig unter Quarantäne gestellt, indem jeden, der die Grenzen übertritt, ein Kugelhagel erwartet. 15 Jahre nach der Vernichtung des Grafen kommt ein Wanderzirkus in's Dorf, der für Abwechslung sorgen sollte. Allerdings ahnt niemand, dass es sich bei den Artisten um Vampire und deren Helfershelfer handelt, die gekommen sind, um den Grafen Mitterhaus zu rächen...

Anmerkungen:

Inspiriert durch den Erfolg der Karnstein-Filme hat Hammer dem Vampir-Genre eine weitere Alternative zum, mittlerweile ausgereizten, Dracula-Stoff beigesteuert und dabei erneut ein sehr phantasievolles Händchen bewiesen. Die Circus-Atmosphäre an sich ist Geschmackssache und vermag mich persönlich, im Vergleich zu den sonst üblichen alten Gemäuern, nicht so recht zu befriedigen. Trotzdem hat man sich sehr viel Mühe dabei gegeben, die Blutsauger möglichst gefährlich und bösartig auftreten zu lassen. Sie vermögen hier wie Geister aus dem Nichts aufzutauchen und können sich nicht nur in Fledermäuse, sondern auch Raubtiere, usw. verwandeln. Dies wird durch, bisher bei Hammer eher ungewohnte, aber trotz ihrer Einfachheit sehr wirkungsvolle Effekte umgesetzt. Die Grausamkeiten werden forciert und auch die auffallend ausgiebig gezeigten Kindermorde sind in den mittlerweile angebrochenen 70ern kein Tabuthema mehr. Man muss Letzteres natürlich insoweit relativieren, dass es sich ja um, von der Realität entrückte, Vampir-Morde handelt, die keine ernsthaften Vergleiche zu tatsächlichen Gräueltaten provozieren. Die Sex-Szenen sind freizügiger geworden, wenn auch aus heutiger Sicht freilich keine große Sache mehr. Bizarre Gestalten, allen voran eine merkwürdige und graziöse nackte Tigerfrau, werten den visuellen Reiz deutlich auf. Der Vampirbiss hält plakativer als bisher symbolisch für den Sexualakt her, was in einer überzeichneten Extase und Hörigkeit der Frauen seinen Ausdruck findet.

Trotz zahlreicher Neuerungen ist Hammers Handschrift nach wie vor unverkennbar, da von der stilistischen Grundstruktur (noch) nicht abgegangen wird und unnötige Modernisierungen außen vor bleiben. Es handelt sich auch hier um einen "Old-School-Film" der nur mit etwas mehr Blut, Sex und (einfacher) Tricktechnik angereichert ist. David Whitakers Musik folgt dem aufpeitschenden und düsteren Stil älterer Hammer-Tage.

Als muskelbepackter Vampir-Helfer hat übrigens Davie Prowse (geb.1935), der seinen über 2 Meter großen und voll durchtrainierten Körper später als Darth Vader in den Dienste von "Star Wars" stellte, einen Auftritt. In einer frühen Rolle als Teenager ist die liebreizende Lynne Frederick (1954-1994) zu sehen, deren Leben als letzte Ehefrau und Witwe des Komikers Peter Sellers einen tragischen Verlauf nehmen sollte.

Fazit:

Sehr grausame und temporeiche Horrorshow, die in jeder Hinsicht frisches Blut in das Vampir-Genre fließen lässt und hauptsächlich Darsteller präsentiert, die bisher bei Hammer noch nicht in Erscheinung getreten sind. Bei den Gewölben, die schon sehr nach Billig-Kulisse miefen, hat man sich allerdings weniger in's Zeug gelegt. Das Zirkus-Milieu ist als Schauplatz für einen Gruselfilm einerseits gewöhnungsbedürftig, andererseits wieder recht geschickt eingebracht, was im Gesamtbild 3,5 von 5 Punkten rechtfertigt.

patrick Offline




Beiträge: 3.186

21.01.2018 19:46
#137 RE: Die Hammer-Filme. Britische Thriller-, Gothic-, und Gruselperlen Zitat · Antworten

The Evil of Frankenstein (Frankensteins Ungeheuer, 1963)



Regie: Freddie Francis

Produktion: Hammer Film Productions, GB, Drehzeit: 14.10.1963 - 16.11.1963

Mit: Peter Cushing, Sandor Elès, Katy Wild, Peter Woodthorpe, Duncan Lamont, David Hutcheson, James Maxwell, Kiwi Kingston


Handlung:

Nachdem Dr.Frankenstein aufgrund seiner unethischen Experimente das Dorf, in dem er sich niedergelassen hat, verlassen muss, kehrt er mit seinem Gehilfen Hans auf sein heimatliches Schloss zurück, aus dem er einst aus den gleichen Gründen ebenfalls vertrieben wurde. Als er erkannt wird, fliehen sie in die Berge, wo sie ein taubstummes Mädchen treffen, das jene Kreatur entdeckt hat, die Frankenstein einst geschaffen hatte. Diese ist in Eis eingefroren, wird allerdings von den Männern geborgen und in Frankensteins Schloss zu neuem Leben erweckt. Frankenstein nimmt daraufhin die Dienste eines dubiosen Hypnotiseurs in Anspruch, der im Dorf ebenfalls unerwünscht ist, und sich des Monsters annehmen sollte. Allerdings missbraucht er es für seine Rache...

Anmerkungen:

"The Evil of Frankenstein" ist wohl jener Film der Reihe, der am stärksten an die alten Universal-Klassiker der 30er-Jahre erinnert. Das Monsters durfte in Punkto Aussehen erstmals an Boris Karloff angelehnt werden, kann jedoch mit dessen Interpretation weder optisch noch dem Wesen nach mithalten. Die Maske wirkt viel zu künstlich und sieht aus wie ein aufgesetzter Gipskopf, aus dem echte Augen herausglotzen. Aufgrund der Starrheit ist kein Minenspiel möglich, wie es Karloff so schön beherrschte. Der Unhold fungiert hier lediglich als Marionette und lässt den tragischen Tiefgang des künstlich erschaffenen Wesens vollständig missen. Stattdessen werden Action und Unterhaltungswert stärker akzentuiert, was im Endergebnis eine zwar eher oberflächliche, aber dennoch sehr kurzweilige, Geschichte ausmacht. Ein großer Pluspunkt ist, wie gewohnt, Peter Cushing, der einmal mehr ausgesprochen überzeugend und mit vollem Engagement bei der Sache ist. Er spielte ja grundsätzlich alle seine Rollen mit einer Hingabe, als ob es Shakespeare wäre, was ihn von vielen anderen Horror-Darstellern, vor allem aus späteren Jahren, deutlich abhebt. Neben einigen Anleihen bei Universals 30er-Jahre-Filmen erlaubt man sich hier auch einen Abstecher in eine Eislandschaft, was, wenn auch etwas anders, Teil des Romans von Mary Shelley ist.

Dr.Frankensteins Persönlichkeit, die in der Hammer-Reihe ja sehr inhomogen angelegt ist, wirkt im vorliegenden Film zwar keineswegs heilig, aber doch recht gesittet, im Vergleich zu den skrupellosen und mörderischen Tendenzen, die er in anderen Teilen zum Besten gibt. Aufgrund der begrenzten Entfaltungsmöglichkeiten eher belanglos ist Katy Wilds (geb.1941) Darstellung des taubstummen Mädchens, das Frankenstein bei sich aufnimmt. Sie wirkte übrigens 1964 auch in dem, ebenfalls von Freddie Francis gedrehten, Edgar-Wallace-Film "Das Verrätertor" in einer Nebenrolle mit.

Der Bürgermeister des Dorfes und seine Exekutivbeamten erscheinen etwas skurril und verschroben, fast schildbürgerhaft, und lassen eine leise humoristische Note durchschimmern, die durch diverse Monster-Morde in deren Reihen freilich wieder abgeschwächt wird.

Fazit:


Dramaturgisch ansprechender Film, der auf den Tiefgang des Frankenstein-Themas zwar vollständig verzichtet und dem man eine gewisse Naivität nicht absprechen kann, der jedoch keineswegs am Unterhaltungswert krankt. 4 von 5 Punkten.

patrick Offline




Beiträge: 3.186

30.01.2018 21:10
#138 RE: Die Hammer-Filme. Britische Thriller-, Gothic-, und Gruselperlen Zitat · Antworten

The Curse of the Mummy’s Tomb (Die Rache des Pharao, 1964)



Regie: Michael Carreras

Produktion: Hammer Film Productions, GB, Drehzeit: 24.02.1964 - 27.03.1964

Mit: Terence Morgan, Ronald Howard, Fred Clark, Jeanne Roland, George Pastell, Jack Gwillim, John Paul, Dickie Owen, Jill Mai Meredith, Michael Ripper



Handlung:

Im Jahre 1900 findet eine Gruppe von Archäologen in Ägypten eine Mumie, die nach England transportiert wird, wo sie von dem geschäftstüchtigen Alexander King im Rahmen eines Showprogramms ausgestellt werden sollte. Allerdings verschwindet die Mumie nicht nur spurlos, sondern wird auch noch zum Leben erweckt und startet bald einen tödlichen Rachefeldzug…

Anmerkungen:

Es handelt sich hier nach „The Mummy“ um Hammers zweiten Mumienfilm, der trotz des großen Erfolgs mit diesem Thema ungewöhnlich lange ausständig blieb. Franz Reizensteins hervorragende monumentale Musik des 1959er-Streifens wird dabei recycelt und auch die Handlung selbst ist sehr ähnlich gestrickt. Ein einbalsamierter Wiedergänger macht jenen den Garaus, die auf seine ewige Ruhe pfeiffen und hat darüber hinaus noch ein Hühnchen mit seinem deutlich hübscheren und zum ewigen Leben verurteilten Bruder zu Rupfen, was nun mit 3000 Jahren Verspätung ausgetragen wird. Letzterem ist dies mehr als Recht, da er seiner Unsterblichkeit schon lange überdrüssig ist und die Übel dieser Welt hinter sich lassen will. Aufgrund eines Fluches kann ihm nur sein mumifizierter Bruder, um dessen Bereitschaft er nicht lange bitten muss, das Lebenslicht löschen. Damit das angesteuerte "Familiendrama" nicht allzu geradlinig verläuft, kommt es, natürlich Dank einer Frau, zum Konflikt zwischen den Freaks.

Der Film ist stellenweise auffallend brutal, indem er einige für damalige Verhältnisse recht grenzwertige Verstümmelungen zeigt. Wo ein Biest ist, ist natürlich auch die Schöne nicht weit. Diese wird von Jeanne Roland (geb. 1937 oder 1942) gespielt, die gleichzeitig ihr Debut gibt und im späteren Verlauf Ihrer kurzen Karriere, die auch den Bond-Film „Man lebt nur zweimal“ verbuchen sollte, nicht mehr großartig auffiel. Sie wird übrigens per Synchro mit einem französischen Akzent ausgestattet.

Sehr schön anzusehen sind die satten 60er-Jahre-Farben. Die relativ grausame Anfangssequenz zeigt eine sehr offensichtliche Studiokulisse, was diesem und vielen anderen Filmen des Genres aber einen eigenen Charme verleiht. Die Hauptrollen sind mit Darstellern besetzt, die nicht zur etablierten Hammer-Riege gehören, aber beweisen, dass diese Filme auch ohne Cushing und Lee funktionieren können. Für den Wiedererkennungswert hält wieder einmal Michael Ripper in einer seiner vielen kleinen Rollen her und wird als Mumienwächter nach ca.15 Minuten in's Jenseits befördert. Der Zypriot George Pastell (1923-1976) wiederholt lediglich seine Rolle aus "The Mummy".

Christopher Lee hatte aufgrund seiner inzwischen deutlich gewachsenen Popularität aus verständlichen Gründen kein Interesse mehr daran, sich in Leinen einbinden zu lassen, weshalb der Stuntman Dickie Owen (1927-2015) den Zuschlag für den Monster-Part bekam. Dieser bemühte sich sichtlich darin, die Mumie ähnlich brachial auftreten zu lassen.

Ein besonderes Schmankerl ist das angewandte Techniscope-Verfahren (2,35:1), welches ein auffallend weitwinkeliges Bild ermöglicht.

Fazit:


Flott, spannend und farbenprächtig inszenierter Low-Budget-Film, wie ihn nur die Briten so rasch und geschickt runterzukurbeln verstanden. Wie bei Hammers Mumienfilmen üblich, wird zwar eine keineswegs neue, dafür aber sehr unterhaltsame, Geschichte geboten. Auch auf die Atmosphäre kann man sich verlassen. 4 von 5 Punkten.

patrick Offline




Beiträge: 3.186

15.02.2018 21:25
#139 RE: Die Hammer-Filme. Britische Thriller-, Gothic-, und Gruselperlen Zitat · Antworten

Blood from the Mummy's Tomb (Das Grab der blutigen Mumie, 1971)



Regie: Seth Holt, Michael Carreras

Produktion: Hammer Film Productions, GB, Drehzeit: 11.01.1971 - Februar 1971

Mit: Andrew Keir, Valerie Leon, James Villiers, Hugh Burden, George Coulouris, Mark Edwards, Rosalie Crutchley, Aubrey Morris


Handlung:

Ein Archäologenteam rund um Prof.Fuchs entdeckt in Ägypten einen Sarkophag mit dem einwandfrei erhaltenen Leichnam der altägyptischen Königin Tera. Der Fund ereignet sich zeitgleich mit der Geburt von Fuchs Tochter Margaret in England, bei der die Mutter stirbt. Als Margaret zur Frau heranreift, ist sie das unverkennbare Ebenbild der toten Tera. Sehr bald gerät sie mehr und mehr unter den Einfluss des Geistes der ägyptischen Königin, deren böse Macht sich in ihr entfaltet. Für all jene, die in die Grabkammer eingedrungen sind und Relikte daraus entwendet haben, sollte dies fatale Folgen haben...

Anmerkungen:

Im Gegensatz zur Erwartungshaltung, den dieser Titel wohl heraufbeschwört, handelt es sich um keinen richtigen Mumienfilm, da Königin Tera gar nicht in Leinen einbalsamiert wurde, sondern durch ihre dunkle Macht den eigenen Leichnam vor der Verwesung zu bewahren vermochte. Nachdem Hammers vorhergehende drei Mumienfilme alle ähnlich gestrickt waren, wird hier eine ganz andere Story erzählt, was aber trotzdem keinen frischen Schwung in das Thema zu bringen vermag. Die Geschichte ist nicht nur eine Abfolge von wesentlich weniger reizvollen Bildern, als von früheren Filmen her gewohnt, sondern kann auch deren Atmosphäre nicht das Wasser reichen. Der Plot ist bestenfalls durchschnittlich und zieht sich insgesamt schon etwas dröge dahin. Derartige Schwächen können auch durch die grausamen Tötungsszenen nicht kompensiert werden. Leider sind diese ziemlich kurios. Die Antwort darauf, warum ein immer sehr plötzlich einsetzender Wind, den der Fluch mitbringt, aufgeschlitzte Kehlen hinterlässt, bleibt dieser Film jedenfalls schuldig. Recht originell ist lediglich die herumkrabbelnde abgehackte Hand.

Bei der Sichtung dieses, im Ouvre wenig herausragenden, Streifens kann man sich der auflodernden Sehnsucht nach Hammers 60er-Jahren kaum mehr erwehren. Auch wenn die zwischen 1959 und 1967 gedrehten Mumienfilme sich nicht unbedingt großartig voneinander unterscheiden, um nicht zu sagen eigentlich alle gleich angelegt sind, hatten sie neben einer tollen Atmosphäre auch eine grandiose Musik und schöne Farben zu bieten, was man sich gerne ofters ansieht. All dies kommt in diesem Streifen viel zu kurz. Als Hammer-Fan darf man sich mit Fug und Recht fragen, was hier wohl passiert ist und warum die über die Jahre so sorgfältig ausgearbeitete Expertise offensichtlich über Bord gegangen ist. Dabei war der, leider während der Dreharbeiten verstorbene, Seth Holt (1923-1971) alles andere als ein Neuling, konnte er doch zehn Jahre zuvor den hervorragenden "Scream of Fear" (Ein Toter spielt Klavier) und 1965 "The Nanny" auf seinem Hammer-Konto verbuchen. Die Frage, ob der Film besser geworden wäre, hätte er ihn zu Ende drehen können, lässt Raum für Spekulationen offen. Das immerhin schon zu etwa 80 Prozent von ihm fertig gedrehte Filmmaterial deutet jedenfalls nicht darauf hin.

Auch von den Darstellern wird man nicht abgeholt. Einzig der souveräne Andrew Keir schlägt sich tapfer, vermag aber bei diesem, in nicht allzu berauschender Bildersprache dahinplätschernden, Film aus der hinteren Ecke der Hammer-Sammlung auch keine Wunder mehr zu vollbringen. Die hübsche Valerie Leon (geb.1943 oder 1945) bleibt trotz ihrer weiblichen Vorzüge eher ausdrucksschwach. Der sich in ihrem Körper vollziehende Wandel der Persönlichkeit von Margaret zu Königin Tera und umgekehrt wirkt nicht sonderlich originell gespielt. Mit ihr durfte sich Sean Connery alias James Bond übrigens 1983 in "Sag niemals nie" im Bett vergnügen.

Gaben Hammers Vampir-Filme Anfang der 70er-Jahre noch durchaus kräftige Lebenszeichen von sich, erzeugte die Neuausrichtung des Mumienthemas keinen neuen Schub, womit dessen Schicksal dann auch besiegelt war.

Das Filmteam selbst schien den Fluch von Königin Tera auf sich geladen zu haben, denn der an Stelle von Andrew Keir ursprünglich vorgesehene Peter Cushing erhielt nach nur einem Drehtag die schreckliche Nachricht vom kritischen Zustand seiner über alles geliebten Frau Helen, die noch in derselben Woche verstarb. Für Cushing war damit ein Weiterarbeiten an der Produktion ausgeschlossen. Regisseur Seth Holt erlag ca. eine Woche vor dem geplanten Ende der Dreharbeiten einem schweren Herzinfarkt und hinterließ ein chaotisch anmutendes Filmmaterial, das den nun einspringenden Michael Carreras (1927-1994) vor ein Rätsel stellte. Nachdem zuerst erwogen wurde den Film völlig neu zu drehen, beschloss Carreras sich in Holts Gedankenwelt hineinzuversetzten und dessen Stil so gut es ging zu kopieren. Unter solch widrigen Umständen wurde der Film schließlich fertiggestellt.

Fazit:

Trotz der literarischen Vorlage aus der Feder des vielversprechenden Bram Stoker, bleibt "Blood from the Mumy's Tomb" der schwächste Beitrag, den Hammer zur Störung der Totenruhe altägyptischer Könige geleistet hat. Damit bildet der vorliegende Streifen einen schmerzlichen Kontrast zu jenen Filmen, mit denen die britische Filmfirma sich ihren Namen gemacht hat. 2 von 5 Punkten.

patrick Offline




Beiträge: 3.186

23.02.2018 07:57
#140 RE: Die Hammer-Filme. Britische Thriller-, Gothic-, und Gruselperlen Zitat · Antworten

The Vampire Lovers (Gruft der Vampire, 1970)



Regie: Roy Ward Baker

Produktion: Hammer Film Productions, GB, Drehzeit: 19.01.1970 - 04.03.1970

Mit: Ingrid Pitt, Madeline Smith, Kate O’Mara, Peter Cushing, Douglas Wilmer, Pippa Steele, Jon Finch, George Cole, Ferdy Mayne, Dawn Addams, Kirsten Lindholm, John Forbes-Robertson


Handlung:

Die attraktive Vampirin Mircalla treibt in der Steiermark des 19.Jahrhunderts ihr Unwesen. Sie findet in verschiedenen Orten Unterkunft und freundet sich dort mit jungen Frauen an, die sie verführt um sich anschließend an deren Blut zu laben. Für ihre Opfer hat dies in der Regel tödliche Folgen. Eine Gruppe unerschrockener Männer nimmt daraufhin die Hilfe des Vampirjägers Baron Hartog in Anspruch, der seine Schwester rächen will und fest entschlossen ist, die verschlagene Mircalla unschädlich zu machen. Dazu begeben sie sich in das Schloss der gefürchteten Karnstein-Familie, die schon früher mit Ausnahme von Mircalla von Hartog durch Pfählen und Köpfen unschädlich gemacht werden konnte. Die Zeit drängt allerdings, da auch das jüngste Opfer bereits mit dem Tode ringt...

Anmerkungen:


Der vorliegende Film ist der erste Teil der Anfang der 70er-Jahren entstandenen Karnstein-Trilogie und bringt ein bis dahin völlig ungewohntes lesbisches Element ein. Trotz ihres späten Einstiegs bei Hammer und ihres kurzen Verweilens bei diesem Genre, sollte die gebürtige Polin Ingrid Pitt (1937-2010) zur Ikone avancieren. Als bildhübsche und auffallend wohlgeformte Vampirin Mircalla pflegt sie einen freizügigen und unverklemmten Umgang mit dem eigenen Körper, was die männlichen Zuseher in den Genuss ungenierter Nacktaufnahmen bringt. Lustmolche dürften durchaus Gefallen an ihr finden. Allerdings macht sie sich rein gar nichts aus Männern und lässt ihre Verführungskünste lediglich auf junge Mädchen los. Die gleichgeschlechtlichen Liebesszenen bleiben dabei jedoch dem Zeitgeist entsprechend recht zurückhaltend. 1970 waren sie allerdings noch ziemlich starker Tobak, was den Produzenten einen harten Kampf mit der Zensur einhandelte. Es geht Mircalla nur ein Mann in Gestalt eines Dieners in's Netz, den sie für ihre Zwecke einspannt und danach tötet.

Eigentlich war ursprünglich Goldfinger-Girl Shirley Eaton (geb.1937) für die Hauptrolle vorgesehen, doch wurde dieser Gedanke wegen ihres "fortgeschrittenen" Alters von 33 Jahren wieder verworfen. Kurioserweise wurde Ingrid Pitt im selben Jahr geboren wie Eaton. Dennoch überzeugt sie als Vampir-Maid mit jugendlicher Frische.

Der Streifen gefällt aufgrund seiner ausgeprägten Gothic-Atmosphäre. Die Horrorszenen selber sind zwar nicht übermäßig heftig aber doch angemessen. Der Charakter der Handlung ist ein eher gemächlicher. Trotzdem bleibt der Film durchwegs unterhaltsam. Die Prätitelsequenz zeigt einen ausgesprochen schaurig schönen Einstieg, wie man ihn als Fan von Gruselfilmen der alten Schule einfach lieben muss. Bei den Beiß-Szenen, die Einblick in wirklich tadellose Gebisse gewähren, sind die Münder besonders weit aufgerissen, womit wohl jeder Zahnarzt seine helle Freude hätte.

Die literarische Vorlage lieferte Joseph Sheridan Le Fanu bereits 1871/1872 und war mit seiner Vampirgeschichte 25 Jahre früher dran als Bram Stoker mit dem wesentlich bekannteren Dracula.

Peter Cushing darf dem Treiben Mircallas zwar in gewohnter Manier per Pfahl ein Ende setzen, kommt insgesamt aber etwas zu kurz. Er wurde in erster Linie seines Namens wegens engagiert, da der Film ansonsten mit keinen typischen Hammer-Stars aufwartet.

Als ironisches Detail am Rande darf noch erwähnt werden, dass der in Roman Polanskis Hammer-Persiflage "Tanz der Vampire" als Ober-Vampir agierende Ferdy Mayne (1916-1998) hier die Beisserchen am eigenen Hals zu spüren bekommt. Sehr jugendlich wirkt noch Jon Finch (1940 oder 1942 - 2012), der nur 2 Jahre später in Hitchcocks "Frenzy" in einer gewichtigeren Rolle auffallen sollte. Einen Nebenauftritt hat die schon etwas gealterte Dawn Addams (1930-1985).


Fazit:

Hammer-Film mit sehr starken Gothic-Akzenten und einer spannenden Handlung, was den großen Erfolg beim Publikum rechtfertigt. Das lesbische Element ist zwar nicht jedermanns Sache, stört aber auch nicht unbedingt. Das sich bald vollziehende Auslaufen von Hammers Kult-Ära zeichnet sich hier jedenfalls noch nicht ab. 4 von 5 Punkten.

Giacco Offline



Beiträge: 1.902

07.01.2020 14:19
#141 RE: Die Hammer-Filme. Britische Thriller-, Gothic-, und Gruselperlen Zitat · Antworten

TERROR DER TONGS (THE TERROR OF THE TONGS)
AT: GEHEIMBUND HONGKONG
GB 1961 - R: Anthony Bushell - DE: 7.4.1961 - FSK 16 - V: Columbia
Darsteller: Christopher Lee, Geoffrey Toone, Yvonne Monlaur, Brian Worth, Richard Leech, Burt Kwouk



Hongkong 1910: Der Geheimbund der Tongs regiert mit Gewalt und Mord. Als der Chinese Ming eine Liste mit den Namen sämtlicher Tong-Mitglieder in einem Buch versteckt, das er dem britischen Captain Sale als Geschenk für dessen Tochter übergibt, ist das sein Todesurteil. Chung-King, der grausame Anführer der Tongs, will verhindern, dass die Liste in die Hände seiner Gegner fällt und lässt seine Leute danach suchen. Als diese Sales Tochter Helena töten, beschließt der Captain, mit der Bande abzurechnen.



Diese eher wenig bekannte britische Hammer-Produktion wurde nicht in Schwarzweiß gedreht, sondern kommt als farbenprächtiger Gruselkrimi daher. Die Spannungsmomente sind gut dosiert und werden von der Musik effektvoll untermalt. Dass es sich um eine Studioproduktion handelt und die meisten Darsteller nur als Chinesen geschminkt wurden, merkt man zwar, doch es ist dem Film nicht abträglich. Christopher Lee kann sich in der Rolle des schurkischen Chung-King schon mal auf seine späteren Auftritte als Dr. Fu Man Chu vorbereiten. Geoffrey Toone spielt den wackeren Captain, der den Tod seiner Tochter zwar ziemlich stoisch aufnimmt, dann aber auf eigene Faust daran geht, die Bande der Tongs auszurotten. Dabei hilft ihm das attraktive Chinesenmädchen Lee, dargestellt von der Französin Yvonne Monlaur. Die Romanze, die sich zwischen beiden entwickelt, bleibt jedoch ohne Happy-end. Brian Worth macht als britischer District Commissioner gemeinsame Sache mit den Tongs, erhält dafür am Ende aber die gerechte Strafe. Die Figur des Ming, der mit seiner Namensliste eine blutige Verbrechensserie heraufbeschworen hat, wird von Burt Kwouk, einem echten Chinesen, gespielt. Er war auch in der "Pink-Panther"-Reihe sowie in Bond- und Fu- Man-Chu-Filmen zu sehen.

"Der Film spielt 1910 im britischen Hongkong und behandelt die Zerschlagung einer von Peking aus geleiteten Verbrecher-Organisation. Dem Zuschauer wird die Brutalität der Tongs mit aller noch eben möglichen Deutlichkeit vor Augen geführt. Das Blut fließt in Strömen von der farbigen Leinwand. Dabei ist der blutige Mord noch nicht der grausamste: da gibt es auch noch unblutige Methoden. Natürlich ist das Kintopp, aber gar kein so schlecht gemachter, auch wenn gelegentlich über die vordergründige Schauspielerei der auf chinesisch geschminkten Darsteller gelächelt werden kann. Action-Theater werden mit diesem Film ihr Stammpublikum nicht enttäuschen."(Film-Echo 1961)

Film-Echo-Note: 3,7 (12)
Frankreich: 765.038 Besucher

Editiert von Gubanov am 08.01.2020, 20:20 Uhr - Beitrag in bestehendes Thema integriert

Giacco Offline



Beiträge: 1.902

28.04.2020 15:14
#142 RE: Die Hammer-Filme. Britische Thriller-, Gothic-, und Gruselperlen Zitat · Antworten

CAPTAIN KRONOS - VAMPIRJÄGER (Captain Kronos - Vampire Hunter)
GB (1974) - Drehbuch & Regie: Brian Clemens - DE: 2004 (DVD)
Darsteller: Horst Janson, Caroline Munro, John Cater, Shane Briant, John Carson, Ian Hendry, Lois Daine



Während des frühen 19.Jahrhunderts werden in einer abgelegenen englischen Grafschaft mehrere junge Mädchen tot aufgefunden - auf unerklärliche Weise um Jahrzehnte gealtert. Landarzt Doktor Marcus bittet seinen ehemaligen Kameraden Captain Kronos um Hilfe. Begleitet von Professor Grost und dem Zigeunermädchen Carla, das er unterwegs aufgelesen hat, trifft der wenig später ein. Schnell stellt er fest, dass man es mit einer neuen Spezies von Vampiren zu tun hat. Diese sind nicht hinter dem Blut ihrer Opfer her, sondern hinter deren Jugend und Lebenskraft.

"Captain Kronos" wurde bereits 1972 gedreht, kam aber erst im April 1974 in die Kinos. Es war eine der letzten großen Hammer-Produktionen und ursprünglich als Serie konzipiert. Da aber der Erfolg eher bescheiden war, gab es keine Fortsetzung. Der Film orientiert sich nicht so sehr an klassischen Vorbildern, sondern überrascht mit neuen Ideen und entpuppt sich als bunter Mix aus verschiedenen Genres. Die üblichen Grusel- und Schauermomente halten sich in Grenzen, denn der Vampir, der in eine schwarze Kutte gehüllt ist, wirkt zwar durchaus unheimlich, begeht seine Taten aber - abgesehen von einer düsteren Gewitternacht - am hellichten Tag im grünen Wald. Dafür gibt es jedoch andere Schreck- und Schockmomente.
Dass die Titelrolle mit dem deutschen Schauspieler Horst Janson besetzt wurde, ist weniger erstaunlich, als es scheint. Janson hatte zuvor in mehreren britischen Kinofilmen ("Ausbruch der 28", "Zwei Kerle aus Granit", "Wiegenlied der Verdammten") mitgewirkt und Gastauftritte in populären TV-Serien absolviert und sich dadurch eine gewisse Popularität erworben. In der Rolle des furchtlosen Vampirjägers, der den Umgang mit Schwert und Degen wie kein anderer beherrscht, macht er eine blendende Figur und erweist sich hier fast schon als charismatischer Leinwandheld. John Cater ist als buckliger Professor Hieronymus Grost sein gewitzter Sidekick und die überaus attraktive Caroline Munro teilt als seine Begleiterin Carla mit ihm die Lagerstatt. Für Brian Clemens, dem Schöpfer der Kult-Serie "Mit Schirm, Charme und Melone", war es die einzige Regie-Arbeit. Dass der Film schnell wieder in Vergessenheit geriet, mag daran liegen, dass er damals vielleicht nicht den Erwartungen des Publikums entsprach. In Deutschland kam er erst gar nicht in die Kinos und erlebte seine Premiere im Jahre 2004 auf DVD.

""Captain Kronos" gehört zu den originellsten und kultigsten Vampirflicks in der Geschichte der britischen Hammer-Studios." (FILMTIPPS.at)

greaves Offline




Beiträge: 546

28.04.2020 19:59
#143 RE: Die Hammer-Filme. Britische Thriller-, Gothic-, und Gruselperlen Zitat · Antworten

Würde mir gerne mal ein paar Hammerfilme besorgen (die Draculafilme mit Christopher Lee hab ich alle).Aber wenn ich hier so durchlese,gibts schon ein paar die mich zum Kauf reizen würden. Gibts die als Blu Ray einzel oder sogar als DVD oder Blu Ray Box??

patrick Offline




Beiträge: 3.186

28.04.2020 20:24
#144 RE: Die Hammer-Filme. Britische Thriller-, Gothic-, und Gruselperlen Zitat · Antworten

Als UK-Importe gibt es schon länger Blu-Ray von Hammer, mittlerweile aber auch schon in deutsch, wie dem unteren Link entnommen werden kann. Ich habe mir gerade den Luxus gegönnt "Scream of Fear" (Ein Toter spielt Klavier), einen meiner Lieblingsfilme, auf Blu-Ray zu ordern. Billig ist er zwar nicht, aber es handelt sich ja schließlich um einen Lieblingsfilm. Den darf man ruhig doppelt haben. Solltest du ihn nicht kennen, greife zu, denn als Wallace-Fan kannst du da nichts falsch machen.

https://www.amazon.de/Satan-mit-den-lang...PT82K3AK2DVRB7C


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greaves Offline




Beiträge: 546

29.04.2020 18:18
#145 RE: Die Hammer-Filme. Britische Thriller-, Gothic-, und Gruselperlen Zitat · Antworten

@patrick ..Tönt interessant 😀👍🏻Ich danke dir!Beim Preis überlege ich mir s bei Filmen die mir gefallen auch nicht.
Hab schon dümmer Geld ausgegeben,sag ich dann😀😌😊ist so...

CIRCUS DER VAMPIRE würd mich sicher mal ansprechen.👍🏻Irgendwo hab ich gelesen das eine DVD oder blu Ray Box Ende dieses Jahres rauskommen soll..🤔

Old Rascal Offline



Beiträge: 53

29.04.2020 18:57
#146 RE: Die Hammer-Filme. Britische Thriller-, Gothic-, und Gruselperlen Zitat · Antworten

Der Film mit Strasberg ist wirklich sehr gut!!!

patrick Offline




Beiträge: 3.186

29.04.2020 20:49
#147 RE: Die Hammer-Filme. Britische Thriller-, Gothic-, und Gruselperlen Zitat · Antworten

@greaves es gibt ihn bereits als Blu Ray. Der Film bietet eine interessante Variation des klassichen Vampirthemas, ohne die typischen Charakteristika zu vernachlässigen.

https://www.amazon.de/Circus-Vampire-Blu...i/dp/B004Q8IYWI


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patrick Offline




Beiträge: 3.186

29.04.2020 20:53
#148 RE: Die Hammer-Filme. Britische Thriller-, Gothic-, und Gruselperlen Zitat · Antworten

Zitat von Old Rascal im Beitrag #146
Der Film mit Strasberg ist wirklich sehr gut!!!


Freut mich, dass er dir auch gefällt. Du hast ihn sicher im Kino gesehen. Dieses Privileg war unserer Generation leider nicht mehr vergönnt.

Old Rascal Offline



Beiträge: 53

30.04.2020 08:05
#149 RE: Die Hammer-Filme. Britische Thriller-, Gothic-, und Gruselperlen Zitat · Antworten

Zitat von patrick im Beitrag #148
Zitat von Old Rascal im Beitrag #146
Der Film mit Strasberg ist wirklich sehr gut!!!


Freut mich, dass er dir auch gefällt. Du hast ihn sicher im Kino gesehen. Dieses Privileg war unserer Generation leider nicht mehr vergönnt.


Ja natürlich:) war ein grosser Erfolg. Ich habe ihn auch in meiner Filmsammlung.

greaves Offline




Beiträge: 546

22.05.2020 21:20
#150 RE: Die Hammer-Filme. Britische Thriller-, Gothic-, und Gruselperlen Zitat · Antworten

Gibt es Angaben über die Drehorte der 7 Hammer DRACULA Filme mit Christopher Lee???

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