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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 1.028 mal aufgerufen
 Film- und Fernsehklassiker national
Peter Offline




Beiträge: 2.882

02.11.2014 12:55
Deutsche Filme 1960-1969: Top-75 Zitat · Antworten

Nun also das heißeste aller Eisen in diesem Forum: Der deutsche Film der 60er Jahre. Viel Drumherumgerede ist nicht nötig, denn jeder, der sich nicht völlig auf diese Plattform verlaufen hat, besitzt eine dezidierte Meinung zu diesem Film-Jahrzehnt - und hat mit Sicherheit eine eigene Liste im Kopf (also: raus damit! ). Nur so viel: Dem Wandel vom Kino- zum TV-Film, der in dieser Zeit eine ungeheur bereichernde Rolle gespielt hat, trage ich durch die Hinzunahme von Fernsehfilmen Rechnung. Die DEFA ist, wie der restliche deutschsprachige Raum, natürlich auch am Start. Wer die Abgrenzung zum Kinofilm oder zu internationalen Gemeinschaftsproduktionen beibehalten möchte, kann dies mit vollem Recht tun. So traue mich nun also, den ersten Wurf zu nehmen...:

- Kirmes (Staudte 1960)
- Mein Schulfreund (Siodmak 1960)
- Schachnovelle (G. Oswald 1960)
- An heiligen Wassern (Co: CH, Weidenmann 1960)
- Das schwarze Schaf (Ashley 1960)
- Der letzte Zeuge (Staudte 1960)
- Fünf Patronenhülsen (Beyer 1960)
- Faust (Gorski / Gründgens 1960)
- Die 1000 Augen des Dr. Mabuse (Co: FRA / ITA, Lang 1960)
- Der Hauptmann von Köpenick (TV, Wolffhardt 1960)
- Liebling der Götter (G. Reinhardt 1960)
- Fabrik der Offiziere (Wisbar 1960)
- Die Bande des Schreckens (Reinl 1960)
- Gaslicht (TV, ten Haaf 1960)
- Das Wunder des Malachias (Wicki 1961)
- Die Ehe des Herrn Mississippi (Co: CH, K. Hoffmann 1961)
- Sansibar oder der letzte Grund (TV, Wolffhardt 1961)
- Mörderspiel (Co: FRA, Ashley 1961)
- Schau heimwärts, Engel (TV, Olden 1961)
- Die toten Augen von London (Vohrer 1961)
- Max, der Taschendieb (Moszkowicz 1961)
- Zwei unter Millionen (Vicas 1961)
- Die Kurve (TV, Zadek 1961)
- Via Mala (P. May 1961)
- Der Fall Gleiwitz (Klein 1961)
- Der Fälscher von London (Reinl 1961)
- Die seltsame Gräfin (von Baky 1961)
- Das Geheimnis der gelben Narzissen (Co: GB, von Ratony 1961)
- Im Stahlnetz des Dr. Mabuse (Co: FRA / ITA, Reinl 1961)
- Die endlose Nacht (Tremper 1962)
- Das Gasthaus an der Themse (Vohrer 1962)
- Die glücklichen Jahre der Thorwalds (Olden / Staudte 1962)
- Die Rote (Co: ITA, Käutner 1962)
- Das Brot der frühen Jahre (Vesely 1962)
- Die Tür mit den sieben Schlössern (Co: FRA, Vohrer 1962)
- Endstation 13 Sahara (Co: GB, Holt 1962)
- Der Schatz im Silbersee (Co: JUG, Reinl 1962)
- Der Besuch (Co: FRA / ITA, Wicki 1963)
- Herrenpartie (Co: JUG, Staudte 1963)
- Kennwort: Reiher (Jugert 1963)
- Nackt unter Wölfen (Beyer 1963)
- Die Flucht (Co: JUG, Zbonek 1963)
- Geliebt in Rom (TV, P. Verhoeven 1963)
- Seelenwanderung (Erler 1963)
- Die zwölf Geschworenen (TV, Gräwert 1963)
- Der Zinker (Vohrer 1963)
- Das indische Tuch (Vohrer 1963)
- Ein Alibi zerbricht (Co: AUT, Vohrer 1963)
- Der geteilte Himmel (Wolf 1964)
- Die Physiker (TV, Umgelter 1964)
- Der Hund des Generals (TV, Wirth 1964)
- Der Hexer (Vohrer 1964)
- Tote ohne Begräbnis (TV, Wolffhardt 1964)
- Haben (TV, Hädrich 1964)
- Das Haus in der Karpfengasse (K. Hoffmann 1964)
- Flug in Gefahr (TV, Mezger 1964)
- Nachtzug D 106 (TV, Ashley 1964)
- Dr. Murkes gesammeltes Schweigen (TV, Hädrich 1964)
- Porträt eines Helden (TV, Kehlmann 1965)
- Michael Kramer (TV, Beauvais 1965)
- Radetzkymarsch (Co: AUT, TV, Kehlmann 1965)
- Winnetou III (Co: ITA / JUG, Reinl 1965)
- Der junge Törless (Co: FRA, Schlöndorff 1966)
- Top Job (Co: ITA / ESP, Montaldo 1966)
- Der Weibsteufel (Co: AUT, Tressler 1966)
- Playgirl (Tremper 1966)
- Geschlossene Gesellschaft (TV, Wirth 1966)
- Woyzeck (TV, Noelte 1966)
- Biedermann und die Brandstifter (TV, Wolffhardt 1967)
- Kleiner Mann - was nun? (TV, Kasprzik 1967)
- Das Schloß (Noelte 1968)
- Der Tod des Handlungsreisenden (TV, Klingenberg 1968)
- Zur Sache, Schätzchen (Spils 1968)
- Jagdszenen aus Niederbayern (Fleischmann 1968)
- Im Banne des Unheimlichen (Vohrer 1968)
- Katzelmacher (Fassbinder 1969)
- Der Blaumilchkanal (Co: ISR, Kishon 1969)
- Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (Co: ITA, Argento 1969)

Count Villain Offline




Beiträge: 4.516

02.11.2014 13:05
#2 RE: Deutsche Filme 1960-1969: Top-75 Zitat · Antworten

Zitat
- Die zwölf Geschworenen (TV, Gräwert 1963)



Sehr gute Wahl.

-----

Ein Toter im Beichtstuhl und Bibelverse, die weitere Morde androhen ...

Lady Bedfort und der Racheengel - seit 24.10. im Handel

patrick Offline




Beiträge: 3.234

02.11.2014 13:14
#3 RE: Deutsche Filme 1960-1969: Top-75 Zitat · Antworten

Also mir würden hier fehlen:

-Roter Kreis
-Rächer
-Der grüne Bogenschütze
-der unheimliche Mönch.
-Neues vom Hexer
-Der schwarze Abt
-Das Verrätertor
-Die blaue Hand
-Der Hund von Blackwood Castle
-Der Mönch mit der Peitsche

-Die unsichtbaren Krallen des Dr.Mabuse

-Der Würger von Schloss Blackmoore
-Der Henker von London.
-Das Phantom von Soho
-Das Ungeheuer von London City

-Winnetou I und II
-Old Shatterhand
-Der Ölprinz
-Unter Geiern
-Old Surehand
-Der Schut
-Durchs wilde Kurdistan/Im Reich des slibernen Löwen
-Winnetou und Old Shatterhand im Tal des Todes.

-Der letzte Mohikaner

-Die Niebelungen

-Die Fernseh-Vierteiler "Die Schatzinsel" und "Lederstrumpf".

-einige Jerry Cotton und Komissar X-Filme.

Peter Offline




Beiträge: 2.882

02.11.2014 13:32
#4 RE: Deutsche Filme 1960-1969: Top-75 Zitat · Antworten

Der rote Kreis ist natürlich dabei, tauchte aber bereits in der 50er-Jahre-Liste auf. Von Deinen Genannten waren Abt, Henker, Phantom - und mit Abstrichen Winnetou I & II sowie Hund am nächsten dran; aber ich wollte keine Top-100 daraus machen und habe mich spontan-schmerzlich für andere entschieden. Auswahl und umstrittener Bereich sind natürlich riesig....

Peter Offline




Beiträge: 2.882

02.05.2016 20:39
#5 RE: Deutsche Filme 1960-1969: Top-75 Zitat · Antworten

Aus gegebenem Anlass ein kleines aber wichtiges Update!

Für das - aus meiner Sicht ganz ausgezeichnete - deutsche Filmjahr 1960 ist unbedingt zu ergänzen....:

"Brücke des Schicksals": ... Ein SUPER Krimidrama!

"Brücke des Schicksals" (Thriller, BRD 1960)

Von Hannes Messemer hatte ich ja schon immer sehr viel gehalten, aber wie er diesen Film mit seiner spannungsgeladenen Reporterstudie trägt und das stetige Wachstum seiner Psychopathie sichtbar macht, ist absolut beeindruckend.

Apropos Reporter: Aus dem Nähkästchen der Praxis (okay, von vor 20 Lenzen) plaudernd, darf vielleicht folgendes angemerkt sein: Ist man eher „nebenjoblich“, auch mit anderen, weitergehenden Interessen - und nicht mit 100% Stallgeruch - bei alltäglich-typischen Reporter-Terminen unterwegs, bekommt man gern, von allen Seiten, jovial-kollegial-gönnerhaft dieses Gefühl vermittelt, einfach nicht ganz ernst genommen zu werden. Dass sich daraus, sagen wir, etwas Aggression entwickeln kann, ist durchaus vorstellbar......;-), .... wenn auch selten in solch krass dargestellter Form wie hier, in hervorragender Krimi-Dramaturgie einem seltenen psychopathologischen Charakterbild geschuldet....
Jedenfalls sind im Ansatz diese (pardon,..:) widerlichen Kollegen-Typen, die hier u. a. von H. D. Zeidler gespielt wurden, keineswegs unrealistisch. Zeidler also damals schon sehr stark. Man kennt ihn ja meist aus deutlich jüngeren Produktionen.

Überhaupt sind die Gegenparts von Messemers übersensiblem Journalisten mit dem Mega-Ego durchgehend sehr schön besetzt.
Günter Pfitzmann mit wunderbar viel Platz für seinen legeren Großstädter, erst oberflächlich, später sein Kämpferherz entdeckend, um schlimmes zu verhindern.
Bobby Todd, den ich natürlich seit seinem "Lew Norris" in den AUGEN auch immer gern sehe, leider zu selten, trägt ja durch sein prägnantes Äußeres immer eine gewisse Lebenstragik zur Schau. Ihn hätte ich damals gern in seiner "ersten Karriere" einmal gemeinsam mit Helmut Käutner auf ihrer berühmt-berüchtigten Kabarettbühne gesehen. Bin demnächst in München, muss mich aber leider mit einem Programm ohne "Die Nachrichter" einstellen ("Die Nachrichter" werden hoffentlich niemals vergessen...).

Sabina Sesselmann ist reizvoller und eine ganze Spur „vampiger“ als in ihren sonstigen, nicht allzu zahlreichen Rollen…… Meistens und gewohnheitsmäßig ist sie ja – auch stimmlich – wohl zu brav für eine eiskalte Blondine, die, ohne zu zögern, geschenkte Blumen – und bei Gelegenheit auch alle zugehörigen Männer – direkt in die Mülltonne wirft... - ... für deren hedonistische (bis gierige) Figur aber hier der ehrgeizige Model-Traum zur tödlichen Falle werden könnte.... Um diesen Gesamt-Eindruck zu verstärken, wurde Sabina Sesselmann hier sogar synchronisiert, eine interessante Maßnahme. Hätte aber vielleicht gar nicht sein müssen, denn sie bewältigt ihre Rolle wirklich ganz gut!

Überragend: Messemers Scharmützelchen mit Elisabeth Flickenschildt. Bei aller Ernsthaftigkeit auch dieser Dialoge ist das ein komödiantisch wirklich ausgereiftes Theater, jede Sekunde zwischen den beiden meisterlich gespielt. Dass die Flickenschildt nirgendwo ein adäquates Vergleichsstück gefunden hat, was zweifellos bis heute gilt, bleibt nun einfach mal so - und nicht anders - im Raum stehen.

Weiter geht´s mit Carl Lange! In kompromissloser Präsenz mit schneidender Stimme mal wieder in Perfektion - als der höchst unangenehme Boss. Man kennt ihn in einer sehr ähnlichen Rolle in "Der neue Mann", einem wirklich empfehlenswertem TV-Film von Rolf Hädrich (1965), mit schönen Rollen für Hanns Lothar und E.F. Fürbringer, die DVD ist vor einiger Zeit bei Pidax erschienen.

Tolle kleine Auftritte finden wir zum Beispiel auch von Georg Lehn als Leiermann (schöne Symbolik mit einem Äffchen, das, im Gegensatz zu allen beteiligten Menschen, instinktiv die bösen Gedanken Messemers durchschaut), Karl Lieffen als lästiger Mitreisender (der Messemer eine schöne Unfall-auf-dem-Gleisbett-Reportage - und ein wundervoll gebasteltes Alibi - versaut), Bum Krüger als feierlauniger Hühnerzüchter (der Messemer zum zweiten Mal in eine demütigende - und hochgradig realsatirisch inszenierte „Chicken“-Fotofalle tappen lässt) - und nicht zuletzt natürlich vom schlagkräftigen 'Kneipenkumpel' Günter Lamprecht (klar erkennbar damals noch ziemlich aktiver Boxer). Herrlich!

Insgesamt einfach ein ganz starker Film! Es ist mir sehr wichtig, ihn gesehen zu haben. Und auch diesmal wieder darf ich sagen, dass ich ohne Hinweise aus diesem Forum wohl nie darauf gekommen wäre. Also besten Dank nochmals!!

Und sollte jemand von euch etwas zu einem oder mehreren Filmen aus dem Zeitraum zwischen 1960 und 1969 etwas zu sagen haben, und das darf man wohl annehmen, dann also bitte nur zu, dieser Thread verzeiht alles.....

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