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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 2.321

20.08.2013 20:58
Rembrandt 7 antwortet nicht (1966) Zitat · Antworten


Deutschland / Italien / Spanien (1966)
Regie: Carlo Romitelli
Darsteller:
Lang Jeffries, Joachim Hansen, Laura Valenzuela, Christiane Maybach,
Carlo Hintermann, Mitsouko, Loredana Nusciak, Lorenzo Robledo

"In diesem Agententhriller dreht sich alles um eine Geheimformel, die ein Professor in Südamerika entwickelt hat.
Die Großmächte setzen alles daran, den Wissenschaftler und seine sensationelle Erfindung, den "Todesstrahl",
in ihre Gewalt zu bringen. Mit List und Tücke nimmt Mark Donen alias Agent R7 die Verfolgung auf." (Text aus dem Booklet)


Joachim Hansen, Lang Jeffries ..... mal Gegner, mal Partner

"Rembrandt 7" ist ein typischer Vertreter des Eurospy-Genres, das sich in den 1960er Jahren einiger Beliebtheit erfreute.
Allerdings handelt es sich hier nur um ein Fließband-Produkt, das mit dem angestrebten großen Vorbild "Bond"
in keinster Weise konkurrieren kann (was natürlich auch am weitaus geringeren Budget liegt).
Während die simple und schlicht gestrickte Story nicht weiter stört, erweist sich die Handlung schon bald als ziemlich wirr
und unübersichtlich und springt beliebig zwischen Schauplätzen wie Rio, Venedig, Malaga, Nordafrika und China hin und her.
Die Inszenierung ist eher bieder, die Kamera weitgehend uninspiriert.
Zu den Pluspunkten gehören ein paar gelungene Action-Szenen, eine aufregende Verfolgungsjagd und einige Unterwasser-Aktionen.
Da aber der Zuschauer selten die Zusammenhänge durchschaut, oft nicht weiß, um was es gerade geht und ohnehin vieles
logisch kaum nachvollziehbar ist, bleibt das Ganze trotz allen Tempos und abwechslungsreicher Locations
spannungsarm und unbefriedigend. Dennoch ist der Film - zumindest für Fans - unterhaltsam. Der von Aldo Piga komponierte
Titelsong macht Laune und erinnert an die Original-Bond-Filme.
Hauptdarsteller Lang Jeffries spielt den smarten Superagenten perfekt und sympathisch und trägt wie sein Vorbild
stets gutgeschnittene Anzüge, die auch nach wilden Schlägereien tadellos aussehen.
Die Damen-Riege ist äußerst ansehnlich: Laura Valenzuela und Christiane Maybach unterstützen unseren Helden so gut es geht,
wobei die erstgenannte ausreichend Gelegenheit bekommt, zu zeigen, wie gut sie mit einem Maschinengewehr umgehen kann.
Mitsouko, die attraktive Eurasierin, die in Paris als Schönheitstänzerin begann, arbeitet hier für den chninesischen
Geheimdienst und Loredana Nusciak ist die Vertraute des Obergangsters Kosky.
Daneben sieht man Joachim Hansen mit neuer windschnittiger Frisur mal in einer etwas anderen Rolle und Carlo Hintermann
bemüht sich, als Bösewicht zu überzeugen.
Die Schauspieler machen ihre Sache eigentlich ganz ordentlich und lassen über manche Schwächen und Ungereimtheiten
des Drehbuchs hinwegsehen.
Trashig aber unerläßlich sind auch hier z.B. die geheimnisvollen Laboratorien mit den vielen bunt blinkenden Lampen.
Und wenn der Oberschurke aus einem dicken Buch ein darin verstecktes Funkgerät herausholt, in das er dann einen
so lapidaren Satz wie "Stützpunkt 1 ruft Stützpunkt 2" spricht, dann ist das fast schon wieder Unterhaltung pur.
Fazit: Für Eurospy-Fans ist der Film okay, für alle anderen dürfte er eher schwer konsumierbar sein.


Agentin Irene (Laura Valenzuela) in Aktion

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