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Dieses Thema hat 109 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker international
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Georg Offline




Beiträge: 2.762

08.02.2014 12:24
#16 RE: THRILLER (Krimiserie von Brian Clemens, GB 1973-1976) Zitat · antworten

In der Tat. "Who killed Lamb?" ist ein "normaler" Whodunit-Krimi.

StefanK Offline



Beiträge: 897

08.02.2014 17:57
#17 RE: THRILLER (Krimiserie von Brian Clemens, GB 1973-1976) Zitat · antworten

Die elf vom ZDF synchronisierten Folgen erscheinen übrigens im Juli bei Pidax:

Thriller | Alle 11 deutsch synchronisierten Folgen der Kultserie von Brian Clemens in ungekürzter Fassung

Georg Offline




Beiträge: 2.762

08.02.2014 20:09
#18 RE: THRILLER (Krimiserie von Brian Clemens, GB 1973-1976) Zitat · antworten

Ja, das hatte ich ein paar Beiträge vorher schon ausführlich gepostet: THRILLER (Krimiserie von Brian Clemens, GB 1973-1976)
:-)

StefanK Offline



Beiträge: 897

08.02.2014 22:45
#19 RE: THRILLER (Krimiserie von Brian Clemens, GB 1973-1976) Zitat · antworten

Ups... ist mir wohl bei den letzten Postings - die sich ja eher auf die britische Box bezogen - wohl durchgegangen.

Gubanov Offline




Beiträge: 14.585

09.02.2014 15:35
#20 RE: THRILLER (Krimiserie von Brian Clemens, GB 1973-1976) Zitat · antworten



Thriller: Screamer

Episode 24 der TV-Kriminalserie, GB 1975. Regie: Shaun O’Riordan. Drehbuch: Brian Clemens. Mit: Pamela Franklin (Nicola Stevens), Jim Norton (The Man), Donal McCann (Jeff Holt), Francis White (Virna Holt), Derek Smith (Inspector Charles), Wolfe Morris (Balsam), Peter Howell (Ward), Harry Walker (Sergeant), Stephen Bateman (Station Master), Ambrosine Phillpots (Lady) u.a. Erstsendung: 4. Januar 1975.

Zitat von Thriller: Screamer
Auf dem spätabendlichen Weg vom Bahnhof zu ihren Bekannten fühlt sich die frisch aus Amerika eingetroffene Nicola sehr unwohl. Obwohl es nur eine kurze Strecke ist, hat sie das Gefühl, verfolgt zu werden. Dass ihr eine Dame im Zug von einem frei herumlaufenden Vergewaltiger in der Gegend erzählt hat, macht Nicolas Situation nur umso angespannter. Erleichtert trifft sie am Haus der Holts ein, die allerdings noch unterwegs sind. Mit dem Schlüssel unter der Matte lässt sie sich selbst herein, vergisst ihn aber im Schloss der Eingangstür. Es kommt, wie es kommen muss ...


Obwohl „Screamer“ von einer Frau und ihrem Vergewaltiger erzählt, weiß man von Anfang an nicht, auf wessen Seite man sich in diesem Fall, der sich zu einem wahren Psychoduell ausweitet, schlagen soll. Bereits das eingangs überdeutliche Misstrauen Nicolas lässt den Zuschauer auch ihr gegenüber eine gewisse Portion Skepsis walten – getreu dem Motto „Nur wer Angst hat, ist auch unsicher“. Ihr tollpatschiges Verhalten im Zug, am Bahnhof, auf dem Nachhauseweg und vor allem nach der Ankunft bei den Holts muss den Täter ja geradezu anziehen und prädestiniert Nicola als Opfer ihrer eigenen Unbeholfenheit. Nach der Tat des unbekannten Mannes wächst ihre misstrauische Ader aufgrund eines Traumas so sehr an, dass sie von jedem männlichen Wesen, das sich ihr nähert aus der Fassung gebracht wird, weil sie in ihm ihren Peiniger zu sehen glaubt.

Es versteht sich, dass die delikaten Szenen der Vergewaltigung nicht gezeigt werden. Stattdessen schafft „Screamer“ zunächst mit atmosphärischen Nachtszenen eine Stimmung der Beklemmung. Der Auftakt im Zug gerät überaus stimmungsvoll, gerade weil er – wie von den Charakteren erwähnt – zeigt, dass nicht jedes Filmvehikel dieser Art angenehm und luxuriös wie der Orientexpress ist. Im weiteren Verlauf wendet sich dann das Blatt, sodass die Kamera durchaus auch heftigere Szenen vor die Linse nimmt, die jedoch mit den Racheplänen Nicolas in Verbindung stehen. Als therapiert entlassen, verdeutlicht die Folge „Screamer“ durch ihre Porträtierung der Ärzte, dass die Halbgötter in Weiß zwar von ihrer eigenen Überlegenheit fest überzeugt sind und damit sogar polizeiliche Ermittlungen verhindern, aber ihr Handwerk letztlich doch nicht so gut verstehen, wie sie es in der ihnen eigenen Selbstüberschätzung vermuten.

Auch wenn sich der Schlusstwist lange und eigentlich offensichtlich ankündigt, so überraschte mich sein weitreichender Umfang dennoch. Er wirft noch einmal ein anderes, unvoreingenommeneres Licht auf die Episode, von der man zunächst meint, sie würde sich des Klischees des bösartigen, unkaputtbaren Deutschen bedienen. Dieser vermutete Zusammenhang funktioniert auch deshalb so gut, weil Jim Norton in seinem Erscheinungsbild mit den kurzen blonden Haaren, dem kompromisslosen, unheimlichen Gesicht und der angeblich falschen, hinterlistigen Freundlichkeit jene Merkmale kopiert, die die Engländer wohl mit dieser Spezies assoziierten.

Die mentalen Schäden, die ein Verbrechen wie Vergewaltigung beim Opfer hinterlassen kann, werden von Pamela Franklin und Jim Norton faszinierend herausgearbeitet. Die ungewöhnliche Erzählstruktur scheut sich dabei nicht, eigentlich festgesetzte Rollentypen zu hinterfragen und letztlich Unklarheit darüber aufzuwerfen, wer sich überhaupt als Täter oder als Opfer bezeichnen kann. 4,5 von 5 Punkten.

Georg Offline




Beiträge: 2.762

09.02.2014 15:57
#21 RE: THRILLER (Krimiserie von Brian Clemens, GB 1973-1976) Zitat · antworten

Screamer beginnt so schön gruselig im Zug, ich mag den Einstieg und auch den schwarzen Humor den Clemens einbaut (die alte Dame, die ungefähr sagt: "at my age I could take rape as a compliment" oder so ähnlich). Dennoch darf ich Dir verraten, dass Dir die besten Folgen noch bevorstehen und dass Du - wo Du jetzt schon 4 und 4,5 Punkte vergibst - Deine Bewertungsskala nach oben wirst öffnen müssen :-).

Gubanov Offline




Beiträge: 14.585

09.02.2014 17:00
#22 RE: THRILLER (Krimiserie von Brian Clemens, GB 1973-1976) Zitat · antworten

Dafür gibt es ja zusätzlich zur normalen Skala die von Blap eingeführten Wohlfühlpunkte, deren Anzahl von viel bis unendlich nach Belieben variiert werden kann.

Georg Offline




Beiträge: 2.762

13.02.2014 20:17
#23 RE: THRILLER (Krimiserie von Brian Clemens, GB 1973-1976) Zitat · antworten

Ein paar mehr Infos habe ich nun auf meine Seite geladen:

http://krimiserien.heimat.eu/thriller.htm

"Thriller" soll dabei der Anfang einer losen Reihe unter dem Titel "Die Krimihomepage stellt vor ..." sein, in der nichtdeutschsprachige Krimiserien vorgestellt und besprochen werden, die man unbedingt mal gesehen haben muss.

Gubanov Offline




Beiträge: 14.585

29.03.2014 10:30
#24 RE: THRILLER (Krimiserie von Brian Clemens, GB 1973-1976) Zitat · antworten



Thriller: Kiss Me and Die

Episode 13 der TV-Kriminalserie, GB 1974. Regie: John Sichel. Drehbuch: Terence Feely. Mit: George Chakiris (Robert Stone), Jenny Agutter (Dominie Lanceford), Russell Hunter (Old Fred), Anton Diffring (Jonathan Lanceford), Stephen Greif (Ben Kroom), John Sharpe (Jack Woodbridge), Peggy Sinclair (Miss Faversham), John Atkinson (Ben Hawkes), Barry James (Tom Whidden), Raymond Mason (Bill Gurney) u.a. Erstsendung: 9. Februar 1974.

Zitat von Thriller: Kiss Me and Die
Die Spur seines Bruders verschlägt Robert Stone in das verschlafene englische Dörfchen Lanceford. Außer einem Pub und einem Herrenhaus hat der Ort nicht viel zu bieten, aber das ist schon aufregend genug: In der Kneipe werden nämlich allerlei Gerüchte über unheimliche Vorgänge auf Lanceford Manor ausgetauscht. Stone vermutet, dass sein Bruder dort in ein Wespennest gestochen und deshalb verschwunden ist. Er soll damit Recht behalten, denn er wird am eigenen Körper erfahren, in welche Probleme ihn seine große Neugier bringt ...


Für Freunde des Werks von Edgar Allan Poe ist „Kiss Me and Die“ sicher eine besonders ertragreiche Angelegenheit. Wie auf MediaGems ausgeführt, „ist [dies] wahrscheinlich der (post-)modernste Thriller, da er nicht nur implizit, sondern auch explizit auf Vorbilder rekurriert [und] durch die permanenten Verweise auf das Werk Edgar Allan Poes eine metatextuelle Ebene aufweist“ [1]. Der Drehbuchautor spiegelte im Wesentlichen „Die Maske des roten Todes“, „Die Grube und das Pendel“, „Das Fass Amontillado“ und „Der Untergang des Hauses Usher“ in der Handlung der Episode wider. Dabei gelang ihm die Einbindung erstaunlich natürlich, weil er selbst im Rahmen der „Thriller“-Serie Poes überspitzte Erzählungen nicht ganz ernst nahm und teils mit Humor, teils aber auch mit harter Konsequenz auf sie verwies.

Wenn man an der Orientierung an berühmten Gruselvorlagen etwas kritisieren möchte, dann kann es nur sein, dass diese sehr geballt im dritten Teil der Geschichte auftauchen, während die ersten beiden recht ereignislos und langwierig verlaufen. Eine bessere Austarierung der Spannung hätte „Kiss Me and Die“ sehr viel mehr Wirkkraft verleihen können, denn in der letztlichen Form nehmen gerade zu Beginn die geschwätzigen und recht wenig thrilligen Pub-Szenen überhand. Auch bekommt man das Gefühl, dass es dieser Geschichte abträglich ist, wenn man die Rollenverteilung von Anfang an klar auf die Nase gebunden bekommt, aber die Treffen zwischen Robert Stone und Jonathan Lanceford nur in homöopathischen Dosen erfolgen.

Trotzdem gibt sich Anton Diffring die Ehre zu einem hervorragend fiesen Auftritt. Der verschrobene Überbeschützer und Poe-Leser im aristokratischen Gewand steht dem Schauspieler erstaunlich gut und sein deutscher Akzent fügt der Rolle eine gewisse martialische Besonderheit hinzu. George Chakiris sieht demgegenüber ein wenig blass aus, aber Jenny Argutter überzeugt in der Rolle der klassischen im Gothic-Haus eingesperrten Schönheit.

Dass diese Episode neben den einigermaßen feinsinnigen literarischen Parallelen sich auch rustikalerer Methoden zur Spannungserzeugung bedient, kann ihr in Anbetracht der generell etwas lauen Stimmung nicht einmal negativ angelastet werden: Einige Ratten kommen ebenso zum Einsatz wie eine Tellereisenfalle, die unfreundliche Zeitgenossen für größere Tiere aufgestellt hatten, die aber auch beim Menschen für „einschneidende Erlebnisse“ sorgt. Solchen etwas ekligen Szenen steht meine volle Bewunderung für die sehr glaubwürdige und aufwändige Kamera- und Kulissenarbeit während des Finales gegenüber.

Was zunächst sehr langsam anläuft, entwickelt sich zu einer formidablen Hommage an Edgar Allan Poe und dessen latent perverse Fantasie. Die Folge zeichnet sich durch einen diabolischen Anton Diffring aus, der leider gegen keinen ebenbürtigen Gegner antritt. 3,5 von 5 Punkten.

[1] Werner Schmitz: Thriller / Kiss Me and Die, MediaGems.de, Quelle

Georg Offline




Beiträge: 2.762

29.03.2014 11:35
#25 RE: THRILLER (Krimiserie von Brian Clemens, GB 1973-1976) Zitat · antworten

Ich denke, dass diese Folge eine sehr gelungene moderne Hommage an E. A. Poe ist. Das Betuliche am Anfang, soll wohl wie bei Poe auch, ein langsames Vorspiel für den starken letzten Teil sein. Sicherlich fehlt da etwas Tempo, da stimme ich mit Dir überein. Aber das Finale und die grandiose Ausstattung, die Du auch positiv hervorhebst, machen das wieder wett. Auch Anton Diffring ist ein Hochgenuss und ideal für die Rolle. Hatte zwar darüber noch nie nachgedacht, aber in der Tat spielt er die anderen an die Wand.

Gubanov Offline




Beiträge: 14.585

29.03.2014 15:15
#26 RE: THRILLER (Krimiserie von Brian Clemens, GB 1973-1976) Zitat · antworten



Thriller: One Deadly Owner

Episode 14 der TV-Kriminalserie, GB 1974. Regie: Ian Fordyce. Drehbuch: Brian Clemens. Mit: Donna Mills (Helen Cook), Jeremy Brett (Peter Tower), Laurence Payne (John Jacey), Robert Morris (Freddy Green), Eric Lander (Hans), Michael Beint (Hawkins), Anthony Dawes (Car Salesman), Bob Holness (Announcer), Ray Marioni (Waiter) u.a. Erstsendung: 16. Februar 1974.

Zitat von Thriller: One Deadly Owner
Sie kann dem Drang einfach nicht widerstehen: Obwohl es ihr Erspartes fast völlig aufbraucht, kauft Helen Cook einen weißen Rolls Royce, der nur einen Vorbesitzer hatte. Doch an den erinnert sich das Auto gut: Anstatt Helen von A nach B zu befördern, schlägt der Wagen eigene Routen ein und spielt seltsame Radiobotschaften ab. Nachdem Helen einen Schrei aus dem Kofferraum vernimmt, ist sie fest entschlossen, dem angeblichen Mord an der Frau des ersten Besitzers auf die Schliche zu kommen ...


Ob die übernatürliche Geschichte vom spukenden Auto eine Werbung oder Anti-Werbung für die britische Traditionsmarke Rolls Royce darstellt, liegt wohl im Auge des Betrachters. Deutlich spürbar ist jedoch, dass der durch die Eskapaden des Fahrzeugs sorgfältig aufgebaute Spannungsbogen „One Deadly Owner“ sozusagen im Hand(-bremsen-)umdrehen zu einer gelungenen Mordgeschichte macht. Ebenfalls langsam, aber mit sehr viel Charme setzen sich die Puzzleteile, aus deren Gesamtbild die einzig mögliche Schlussfolgerung einer Gewalttat hervorgeht, vor dem inneren Auge von Helen Cook zusammen und man kann ihre Kombinationen und düsteren Vermutungen förmlich in der eigenen Fantasie sehen.

Ich finde noch etwas ganz anderes an dieser Folge übernatürlich: Donna Mills, die die detektivisch angelegte Hauptrolle mit großer Spielfreude interpretiert und dabei eine sehr weiblich denkende und handelnde, aber zugleich starke Persönlichkeit zeichnet, weist enorme Ähnlichkeiten zu Hayley Mills in „Mord nach Maß“ auf. Obwohl ich beim Zuschauen der festen Überzeugung war, dass Donna und Hayley Mills Schwestern sein müssen, haben die beiden Schauspielerinnen außer ihrem Nachnamen (der zu allem Überfluss bei Donna Mills auch nur ein Pseudonym ist) nichts miteinander zu tun und wurden sogar auf unterschiedlichen Kontinenten geboren. Vielleicht ist die Ähnlichkeit der Charaktere gemeinsam mit der auch in „One Deadly Owner“ angesprochenen Tatsache, dass Donna Mills eine Frau im typischen Schick der damaligen Zeit ist, für die Fehlattribution verantwortlich.

Jeremy Brett, dessentwegen ich die Folge eigentlich eingelegt hatte, erweist sich über weite Strecken nur als zweite Geige in der Handlung und gibt den dauerskeptischen Realisten, der von unruhigen Geistern und verhexten Wagen nichts wissen will. Ähnlich wie im Giallo „The Psychic“ findet sich das Publikum jedoch aller Vernunft zum Trotz auf der Seite des Mediums wieder, was Brett, der als Fotograf noch wenig mit seinem späteren alter ego Sherlock Holmes gemein, dafür aber umso längere Seventies-Koteletten hat, stellenweise zu einem rechten Unsympathen degradiert.

Auf den mittlerweile obligatorischen Deutschen muss man ebensowenig verzichten wie auf schöne Nachtszenen in einer abgelegenen, verfallenen Kapelle, wo sich eine überraschende und sehr runde Auflösung abspielt, die „One Deadly Owner“ noch einmal besonders auszeichnet.

Diese ganz auf Donna Mills konzentrierte Geschichte beschreibt das Aufwickeln eines spannenden Mordfalls durch übernatürliche Hinweise. Das geschickte Strickmuster der Handlung sorgt dafür, dass die nicht so recht erklärbaren Vorfälle nicht weiter ins Gewicht fallen und man sich stattdessen auf das Schicksal von Mrs. Jacey konzentriert. 4,5 von 5 Punkten.

Georg Offline




Beiträge: 2.762

29.03.2014 15:22
#27 RE: THRILLER (Krimiserie von Brian Clemens, GB 1973-1976) Zitat · antworten

... und Brian Clemens könnte Stephen King wegen Ideenklaus verklagen: die Geschichte mit dem verhexten Auto wiederholt sich in dessen Roman Christine ganz ähnlich!

Gubanov Offline




Beiträge: 14.585

29.03.2014 15:47
#28 RE: THRILLER (Krimiserie von Brian Clemens, GB 1973-1976) Zitat · antworten

Es würde für Stephen King durchaus "in character" erscheinen, diese Serie, die ja auch in den USA gezeigt wurde, zu verfolgen. Aber immerhin ließ er sich, falls tatsächlich eine "Inspiration" stattfand, rücksichtsvolle zehn Jahre mit einer Kopie Zeit.

Ein ähnlich störrisches Auto gab es außerdem bei "Mord ist ihr Hobby" in der Episode "Ohne jede Chance" (ein Jahr nach Erscheinen des King-Romans!). Dort wird es allerdings nicht von einer unruhigen Seele, sondern durch bloße Technik ferngesteuert. Ungewöhnlich bei heutigen Sehgewohnheiten ist an der "Thriller"-Episode natürlich die so prominente Platzierung der Marke Rolls Royce. Unterdessen würden wahrscheinlich sofort alle Schleichwerbung rufen ...

Georg Offline




Beiträge: 2.762

29.03.2014 18:32
#29 RE: THRILLER (Krimiserie von Brian Clemens, GB 1973-1976) Zitat · antworten

Durchaus möglich, dass Stephen King die Folge als Inspiration genommen hat! Damit tat er nichts anderes als Brian Clemens, der sich bei den meisten Thriller-Sujets bekannter Krimistoffe bediente und diese variierte. Übrigens erwähnt Clemens ja im Bonus-Interview die Ähnlichkeit zwischen ONE DEADLY OWNER und dem King-Roman.

Die Schleichwerbung wäre heute sicherlich nicht mehr in der Form möglich! - Obwohl ich nicht weiß, wie groß die Freude bei Rolls Royce darüber war, dass ein verhextes Auto die 'Titelfigur' darstellte.

Lord Peter Offline




Beiträge: 389

30.03.2014 16:08
#30 RE: THRILLER (Krimiserie von Brian Clemens, GB 1973-1976) Zitat · antworten

Waren die ZDF-Folgen eigentlich ungeschnitten? Ansonsten sollte man Pidax unbedingt darauf hinweisen, nicht noch mal denselben Unsinn zu machen wie bei "Der Mann mit dem Koffer", wo die nicht synchronisierten Szenen einfach aus dem ungekürzten UK-Master rausgeschnitten wurden.

Wer die Serie mal antesten will, aber vor der teuren Network-Box zurückschreckt, sollte es mal mit der Box von Carlton versuchen. Diese enthält zwar nur die erste Staffel, ist aber (gebraucht) recht günstig zu bekommen, und es gibt (im Gegensatz zur Network-Box) sogar englische UT. Allerdings werden 4 der 10 Folgen auch in der Box von Pidax enthalten sein.

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