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Dieses Thema hat 80 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker international
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Gubanov Offline




Beiträge: 15.975

09.02.2013 00:00
#16 RE: Miss Fisher's Murder Mysteries (2012-...) Zitat · antworten

Miss Fishers Lieblinge (III)
Who says crime doesn’t play?


8. Away with the Fairies | Doppelmord und Druckerschwärze: Ein ausgesprochen unterhaltsamer Teil der „Miss Fisher’s Murder Mysteries“, der effektiv gefilmt ist und authentisch in die Twenties entführt. Lediglich auf Lin Chungs Bande hätte man verzichten können. 4,5 von 5 Punkten.

9. Queen of the Flowers | Tod am Strand, aber keine Ermittlungen an demselben. Dafür gibt es jede Menge girlpower und Phryne von ihrer besorgten, fürsorglichen Seite zu sehen. Sie hat Jane ins Herz geschlossen und immer seltener werden die Momente, in denen man sich fragt, warum. 4 von 5 Punkten.

10. Death by Miss Adventure | Angst um Dot und um Dr. Mac. Mit ersichtlichem Aufwand wurde einer historischen Fabrik neues Leben eingehaucht, sodass „Death by Miss Adventure“ zu den optisch (und inhaltlich) zufriedenstellendsten Folgen der Reihe zählt. 5 von 5 Punkten.

Ermittlungen im Fall Greenwood (III)

Essie Davis ist ohne Frage die ideale Besetzung für Miss Phryne Fisher. Und das, obwohl sie sich von der Frau aus dem Buch in einem Aspekt sehr unterscheidet: Ist Miss Fisher 27 Jahre alt, als sie ihre Zelte in Melbourne aufschlägt, so tat Miss Davis das mit 41. Man sieht ihr aber, und das ist keine höfliche Flunkerei, ihr Alter nicht an, sodass sich alle Bedenken, die Leser vor Ausstrahlung der Serie gehabt haben könnten, in Selbstgefallen – und in Fisher-Gefallen – auflösen. Ihre Herangehensweise an die Rolle fasst die Schauspielerin wie folgt zusammen: „I managed to read about five of the books before we began shooting. The TV show has an extra dark undercurrent to Phryne's story: the abduction of her teenage sister. Phryne has experienced so much loss and grief but lives life to the fullest. She fights for women's rights but she is a lover of men.“ [3] Produzentin Fiona Eagger lobt an Essie Davis, dass sie gleichermaßen die historische als auch die freche Seite an Miss Fisher zur Geltung bringt – quasi eine zeitlose und unsterbliche Symbiose. Was meinte Davis noch gleich über ihr alter ego? „She is so feisty and witty and goes on great adventures. She’s brave and reckless – she’s kind of like a superhero.“ [4] Und Superhelden sterben nie! Quod erat demonstrandum.

[3] Greg Callaghan: 10 Questions Essie Davis, actor, 41. The Weekend Australian Magazine. Quelle.
[4] Alexandra Spring: Behind the set of Miss Fisher’s Murder Mysteries with Essie Davis. VOGUE Australia. Quelle.

Gubanov Offline




Beiträge: 15.975

09.02.2013 11:15
#17 RE: Miss Fisher's Murder Mysteries (2012-...) Zitat · antworten



Miss Fisher’s Murder Mysteries: Blood and Circuses

Episode 11 der TV-Kriminalserie, AUS 2012. Regie: Emma Freeman. Drehbuch: Shelley Birse (Romanvorlage: Kerry Greenwood). Mit: Essie Davis (Phryne Fisher), Nathan Page (Det. John Robinson), Hugo Johnstone-Burt (Hugh Collins), Ashleigh Cummings (Dorothy Williams), Aaron Jeffery (Samson), John Wood (Mr. Jones), Gillian Jones (Elsie), Joel Tobeck (Senior Sergeant Grossmith), Nicholas Bell (Murdoch Foyle), Richard Bligh (Mr. Butler), Ruby Rees Wemyss (Jane), Victoria Thaine (Miss Parkes), Maud Davey (Doreen), Greg Stone (Mr. Sheridan), Moira Finucane (Miss Christopher) u.a. Erstsendung: 4. Mai 2012.

Zitat von Blood and Circuses
Da staunt die Besucherschar nicht schlecht: Statt familienfreundlicher Zaubertricks bekommt sie in Farrells Zirkus eine Leiche präsentiert. Und zwar in einem ziemlich desolaten Zustand – erdrosselt, in eine Zwangsjacke gesteckt, mit Messern in der Brust und einer Python um den Hals. Hoffentlich wägt Miss Fisher alle diese Gefahren ab, bevor sie undercover beim Zirkus anheuert ...


Schöne Zirkuswelt, bunte Zirkuswelt. Wo Künstler, Freaks und Dresseure zusammenkommen, sammeln sich auch immer Risiken und Verdachtsmomente an. Würde es nach den Krimiautoren dieser Welt gehen, bestünde kein Zirkus mehr unter dem Himmelszelt, weil sich in allen Artistengruppen zwangsläufig tödliche Feindschaften und Mordgelüste in einer abgeschlossenen Gemeinschaft entwickelt hätten. Eine solche Provokation liegt ja aber auch nahe, denn wo, wenn nicht in einem Zirkus, findet man eine derartige Häufung potenzieller und teilweise überaus exotischer Tötungsmöglichkeiten? Der Messerwerfer, dem ein Messer ausrutscht, die Schlangenbeschwörerin, die für einen Augenblick die Kontrolle über ihr drolliges Haustier verliert, oder die Trapezkünstlerin, die ihren Partner absichtlich in die Tiefe stürzen lässt ...

Dass sich die Serienregulären für Untersuchungen ein gewisses Risiko auf sich nehmen, ist für Zuschauer der „Miss Fisher’s Murder Mysteries“ keine Neuerung. Dass sie diesem Risiko aber tatsächlich erliegen – das gab es vorher nicht. Constable Collins, der von seinem gleichsam strengen wie verständnisvollen Vorgesetzten einem anderen cop, dem faul-feisten Senior Sergeant Grossmith, zugeteilt wird, verletzt sich bei einer Schießerei und wandelt fortan nur mehr humpelnd durch die Szenerie. Dot (unterdessen nicht mehr in dem Stadium, sich für öffentliche Anteilnahme zu schämen) eilt ihrem Freund mit Besorgnis und einer flammenden Verteidigungsrede zu Hilfe.

Eine solche Hilfe findet Phryne Fisher, die sich unter dem Namen Miss Fern in die Zirkusgemeinschaft einschmuggelt, in Kraftathlet Samson, einem guten alten Bekannten. Geht es für sie zunächst darum, ein buntes Kleid mit vielen Federn zu finden, um sich stilsicher unter die Schausteller zu mischen, so wird aus dem Spiel auch schnell bitterer Ernst für sie: Den Zirkus verbindet sie mit einschneidenden Erinnerungen an die Vergangenheit.

Wie fast jeder Detektiv, der etwas auf sich hält, bekommt auch sie es mit einem Erzschurken, einem persönlichen und überaus bedrohlichen Feind, zu tun. Die Geschichte um Murdoch Foyle gewinnt in „Blood and Circuses“ massiv an Substanz, weshalb die Folge im Vergleich zu anderen sehr düster ausfällt und ausklingt. In der Vorgängerepisode bedachte ihn Miss Fisher mit dem Wunsch, er möge in der Hölle schmoren. Man erfährt nun, dass ihm dieses Schicksal tatsächlich zuteil geworden ist – zumindest nominell. Die Unsicherheit darüber, ob ihre Version des Dr. Moriarty noch am Leben oder beim Ausbruch aus dem Gefängnis tatsächlich gestorben ist, bleibt für die Zuschauer aber noch stärker im Hinterkopf als für Phryne selbst und für Jack Robinson. Aus diesem Zwiespalt könnte sich noch eine große Gefahr entwickeln ...

Gubanov Offline




Beiträge: 15.975

09.02.2013 19:30
#18 RE: Miss Fisher's Murder Mysteries (2012-...) Zitat · antworten



Miss Fisher’s Murder Mysteries: Murder in the Dark

Episode 12 der TV-Kriminalserie, AUS 2012. Regie: Daina Reid. Drehbuch: Ysabelle Dean (Romanvorlage: Kerry Greenwood). Mit: Essie Davis (Phryne Fisher), Nathan Page (Det. John Robinson), Hugo Johnstone-Burt (Hugh Collins), Ashleigh Cummings (Dorothy Williams), Miriam Margolyes (Aunt Prudence), Travis McMahon (Bert), Anthony Sharpe (Cec), Richard Bligh (Mr. Butler), Ruby Rees Wemyss (Jane), Nicholas Bell (Murdoch Foyle), Felix Williamson (Guy Stanley), Kate Jenkinson (Isabella), John Lloyd Fillingham (Arthur Stanley), Ken Radley (Herbert Brown), Lucia Emmerichs (Young Phrynie) u.a. Erstsendung: 11. Mai 2012.

Zitat von Murder in the Dark
Eine Leiche schwimmt im Pool – im Pool von Tante Prudence! Die Verlobungsfeier ihres Sohnes Guy mit einer partywütigen Britin kann trotz des plötzlichen Todesfalles wegen der internationalen Gästeschaft nicht abgesagt werden. Phryne findet heraus, wer hinter dem Mord steckt, und muss auf der Feier, einem Kostümball, eine Entführung verhindern, die Jane und sie in große Schwierigkeiten brächte.


Drei Faktoren bestimmen diesen nächsten Schritt auf der Rechnung, die Murdoch Foyle mit Phryne Fisher zu begleichen hat. Natürlich ist der Verbrecher nicht tot, sondern hat in einem geschickten Manöver eine andere Person an seiner Stelle sterben lassen, um selbst seine Auseinandersetzung mit der Feindin aus vergangenen Tagen fortsetzen zu können. Nicholas Bell, der den Meisterverbrecher spielt, wird jenen Krimifreunden gefallen, die seinerzeit Andrew Scott als Jim Moriarty in der BBC-Serie „Sherlock“ als zu jung und zu aufgedreht empfanden. Bell alias Foyle geht im Vergleich dazu als Ruhe selbst vor, ohne die diabolische und zerstörerische Aura des Anderen vermissen zu lassen. Wo sich Moriarty brutaler Bomben bediente, spielt Foyle nicht weniger sadistisch mit ausgeprägter psychologischer Berechnung und einer Droge, die die Bewegungsfähigkeit der Menschen, die sie einnehmen, außer Gefecht setzt.

Punkt 1, der „Murder in the Dark“ auszeichnet: Der Glamour endet auch nicht in der größten Not. Nobel geht die Welt zugrunde, und die von Phryne Fisher erst recht. Auch wenn die Schatten, die sich über sie und ihre angreifbaren Freunde neigen, immer dunkler werden, so ist für rauschende Feste und wallende Kostüme noch immer genügend Spielraum. Phryne, wer sonst?, wählt für den Maskenball die Verkleidung als Cleopatra, die schönste Frau der Weltgeschichte, und versucht gleichsam, Jack die Rolle deren Liebhabers Marcus Antonius anzuvertrauen. Jane macht sich als unschuldiges Rotkäppchen auf den Weg, während das Biest in Wolfsgestalt schon auf sie wartet ...

Punkt 2: Keine Zeugenaussage ist sicher. Alle Hinweise, die es auf den Mörder gibt, besitzen eine gewisse Zweideutigkeit. Nicht zuletzt, weil der einzige, der ihn sah, Guys geistig behinderter Bruder Arthur ist, fragen sich sowohl Phryne als auch die Polizei zunächst, ob sie seinen Äußerungen unbesehen Glauben schenken sollen. Das Netz aus Lügen, Intrigen und möglichen Interpretationsvarianten, das Drehbuchautorin Ysabelle Dean schuf, fällt sehr befriedigend aus und mündet ohne große Umschweife zwangsläufig auch ins Staffelfinale, denn: Punkt 3: Der ausgefeilte Rückschlag Foyles ist im Gegensatz zu den anderen Verbrechen der „Murder Mysteries“ nicht mehr in 60 Minuten konsumierbar. Zum ersten und in der ersten Staffel einzigen Mal kommt es am Ende von „Murder in the Dark“ zu einem Cliffhanger. Der Abspann beginnt, gerade als Jack und Phryne ...

Gubanov Offline




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09.02.2013 20:00
#19 RE: Miss Fisher's Murder Mysteries (2012-...) Zitat · antworten



Miss Fisher’s Murder Mysteries: King Memses’ Curse

Episode 13 der TV-Kriminalserie, AUS 2012. Regie: Daina Reid. Drehbuch: Elizabeth Coleman, Deborah Cox (frei nach Kerry Greenwood). Mit: Essie Davis (Phryne Fisher), Nathan Page (Det. John Robinson), Hugo Johnstone-Burt (Hugh Collins), Ashleigh Cummings (Dorothy Williams), Miriam Margolyes (Aunt Prudence), Travis McMahon (Bert), Anthony Sharpe (Cec), Richard Bligh (Mr. Butler), Ruby Rees Wemyss (Jane), Matt Day (Henry Rhodes), Nicholas Bell (Murdoch Foyle), Tammy Macintosh (Dr. Mac), Nicole Nabout (Theresa Cavalli), Dennis Coard (Father O’Leary), Cassandra Magrath (Myrtle Hill) u.a. Erstsendung: 18. Mai 2012.

Zitat von King Memses’ Curse
In ihrem Kampf gegen Murdoch Foyle greift Phryne Fisher zu ihren letzten Mitteln: Eine Spur von Leichen führt sie in die Kreise von Antiquitätensammlern und Ägyptologen – hier scheint auch das Motiv für Foyles unbändige Besessenheit zu liegen. Um sie vor ihrem eigenen Wagemut zu beschützen, lässt Jack Robinson seine Freundin Phryne einsperren, doch anstatt ihrer tappt er selbst in eine fatale Falle ...


Auch wenn man hin und wieder über einige hochamüsante Augenblicke stolpert, so ist die Entwicklung seit „Blood and Circuses“ doch unübersehbar, statt leichtherziger Krimikomödien für das letzte Viertel der Sendereihe ein bedrückenderes Klima zu schaffen. Hierbei ist es unverkennbar, dass gegenüber dem originalen Schreibstil Kerry Greenwoods, der in den ersten neun Episoden der vorherrschende Einfluss für „Miss Fisher’s Murder Mysteries“ war, nun mehr und mehr eine modernere, televisionär orientierte Erzählstruktur an Oberwasser gewinnt, wie man sie auch in der immens erfolgreichen neuen Serie „Sherlock“ vorfindet. „Sherlock“ lief in Australien zum ersten Mal ab Oktober 2010, während die Miss-Fisher-Reihe im ersten Halbjahr 2011 in Auftrag gegeben wurde. Die Inspiration ist also deutlich nachzuverfolgen und gut nachzuvollziehen, denn wer konnte sich zu diesem Zeitpunkt schon der Faszination des Projekts von Steven Moffat und Mark Gatiss entziehen?

Gleichsam bedeutete die Entscheidung für den großen, alles überspannenden Showdown aber auch, sich von den Erzählmustern Greenwoods zu entfernen bzw. sie in einigen Episoden etwas freizügiger anzugehen als in anderen. Da die Autorin die Serie dennoch schätzt und in einer der auf Murdoch Foyle gemünzten Folgen, „Blood and Circuses“, sogar in einer kleinen Gastrolle als Wahrsagerin zu sehen ist, kann man davon ausgehen, dass Greenwood die ABC-Arbeit trotzdem wertschätzt. Auch das verwundert keinen Moment: Starke Scripts ergänzen sich mit starken Frauen und starken Inszenierungen.

Zeit, sich den Regisseuren der Reihe zu widmen: Drei Männer und drei Frauen sorgten dafür, dass Phryne Fisher immer im besten Licht erstrahlt und der Zuschauer ihr beim Lösen ihrer Fälle mit Freude über die Schulter schauen kann. Tony Tilse, der vor allem zu Beginn der Serie aktiv war und später Clayton Jacobson in seinen beiden Regiearbeiten unterstützte, hat ebenso wie David Caesar reichlich Vorerfahrungen im Krimigenre. Die Karriere von Filmerin Daina Reid, die die Serie sehr stilvoll zu einem vorläufigen Ende brachte, reicht sogar noch weiter, nämlich in den Schauspielbereich, in dem sie bis 2010 vor allem in Komödien tätig war. Das Bild runden Kate Dennis und Emma Freeman ab. Trotz der vielen unterschiedlichen Hände hinter der Kamera und der zahlreichen Hauptcharaktere gelang es immer wieder, vielschichtige, aber dennoch in sich und im Gesamtbild stimmige Episoden zu entwerfen, die die „Miss Fisher’s Murder Mysteries“ zu schmackhafter und teilweise gewagt-köstlicher Krimikost machten. Erwähnt werden muss also eigentlich nur noch der Swing der Zwanziger – so klingt jedes noch so gefährliche Abenteuer versöhnlich aus:

Gubanov Offline




Beiträge: 15.975

10.02.2013 00:00
#20 RE: Miss Fisher's Murder Mysteries (2012-...) Zitat · antworten

Miss Fishers Lieblinge (IV)
Who says crime doesn’t play?


11. Blood and Circuses | Schlange hin oder her: Hier erwartet das Publikum ein perfekter Miss-Fisher-Krimi mitten in der Manege. Auch wenn die Messer fliegen und blitzen, bleibt die Dame eine ganze Dame. Die halbe Dame ist tot und kurbelt damit nicht zuletzt einen polizeilichen Konkurrenzkampf an. 5 von 5 Punkten.

12. Murder in the Dark | Schon bei „Away with the Fairies“ fielen mir Ähnlichkeiten mit Sayers’ „Murder Must Advertise“ auf. Hier haben wir Teil 2: Kostümfest und Drogen; Gefahren, die überall lauern. Schön schauriger Zauber mit viel Raum für alle großen und kleinen Helden der Serie. 5 von 5 Punkten.

13. King Memses’ Curse | Turbulenter Höhepunkt und gewagter Selbstfindungsprozess mit dem größten Gegner Phrynes und schauererregenden Bezügen auf altägyptische Begräbnisrituale. Bei aller Faszination für die alte Hochkultur kann man sich doch nur über die heutige Bestattung des ganzen Körpers freuen ... 4,5 von 5 Punkten.

Ermittlungen im Fall Greenwood (IV)

Die „Miss Fisher’s Murder Mysteries“ zu verfilmen, war für ABC und Every Cloud Productions ein großes Risiko, weil die Australier auf dem Gebiet des klassischen Krimis nur wenige Erfahrungen vorweisen können. „We do true crime a lot, but that sort of slightly heightened world of murder mystery – the British do that, we don’t touch it“, wird Produzentin Fiona Eagger von der Branchenseite IF zitiert [5]. Dass sie und Koproduzentin Deborah Cox sich dennoch an das Abenteuer mit den 13 Abenteuern wagten, lag am Ende sowohl am großen Appeal der Geschichten – Jung und Alt sollten sie mögen – als auch an der moralisch sehr treffsicheren, aber trotzdem unglaublich unterhaltsamen Schreibweise Kerry Greenwoods. Die Dreharbeiten für die erste Staffel starteten im Juli 2011, wobei für jede Episode ein Budget von etwa einer Million Australischer Dollar zur Verfügung stand. Das war nicht immer leicht einzuhalten. Eagger: „I wanted every cent on screen, [...] I wanted the steam train, I wanted the plane, I wanted the ocean liner and the Hispano-Suiza. It stretched everyone, it really made people bleed.” [5]. Am Ende führten jedoch gerade diese Forderungen dazu, dass die Serie ein grandioses Rundumpaket bietet. Eben alles, was sich Kerry-Greenwood-Fans und solche, die es noch werden wollen, wünschen.



[5] Murder Most Fashionable: ABC’s Miss Fisher’s Murder Mysteries. If.com.au for Screen Content Professionals. Quelle.

Gubanov Offline




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10.02.2013 00:45
#21 RE: Miss Fisher's Murder Mysteries (2012-...) Zitat · antworten



Ein ganz persönlicher Blick unter die Hüllen von Miss Fisher

Miss Fisher weckt viele Assoziationen, ist aber doch ein ganz eigener Charakter. Sie wäre, hätte die Autorin tatsächlich in den 1920er Jahren gelebt, nicht so zu Papier (oder auf den Bildschirm) gebracht worden wie heutzutage, doch gerade diese klitzekleine Diskrepanz aus aktuellen Erzählmustern und Verhaltensweisen vor historischem Hintergrund macht den Pfiff aus, von dem Miss Fisher definitiv mehr als die allermeisten anderen Ermittler hat. Die gesamte 13-teilige erste Staffel war ein pures Vergnügen; alle Folgen spielen auf einem hohen Niveau und sind clever ausgetüftelt und aufeinander abgestimmt. Technisch brillant – wenn ich nach über 700 Minuten nicht mehr als einen für Sekundenbruchteile im Bild befindlichen Mikrofongalgen zu bemängeln habe, soll das etwas heißen – und darstellerisch auf allerhöchstem Niveau, spannen die Mordrätsel einen attraktiven Bogen zwischen Verbrechen, unbeschwertem Geschichtsunterricht, dem Lebensstil, den Freund- und Feinschaften der Zwanziger sowie geschmackvoller Freizügigkeit von heutigem Format. Ich spreche eine eindeutige Empfehlung aus für alle diejenigen, die sich auch interessieren für ... • Agatha Christie, • Dorothy L. Sayers, • Sherlock Holmes bzw. den modernen Sherlock und / oder die • Mrs.-Bradley-Mysteries.

Zwei gute Nachrichten zum Schluss meines „Australien-Ausflugs“. Die zweite Staffel ist in der Mache. Zwar stimmt nicht ganz, was im Ausgangspost zu lesen ist (es erfolgt noch keine Ausstrahlung in diesem Frühjahr), doch die Preproduction läuft schon auf vollen Touren. In acht Tagen, am 18. Februar, ist Drehstart für dreizehn weitere einstündige Abenteuer, die bis 9. August in der Kiste sein sollen. Wer nun aber erst einmal Staffel 1 kennenlernen möchte, der muss seit einigen Tagen nicht mehr nach Übersee ausweichen, sondern nur einmal durch den Kanal schwimmen. Acorn Media UK kündigt an, eine 4-DVD-Box mit allen hier besprochenen Folgen am 13. Mai diesen Jahres in Vertrieb zu bringen. Damit ist Phryne auch in Code 2 zu haben. Ein herzliches „Ta!“ meinerseits.

Rangliste der Episoden (Staffel 1)

5 von 5 Punkten: Platz 01: Folge 03 – The Green Mill Murder | Platz 02: Folge 11 – Blood and Circuses | Platz 03: Folge 10 – Death by Miss Adventure | Platz 04: Folge 01 – Cocaine Blues | Platz 05: Folge 06 – Ruddy Gore | Platz 06: Folge 12 – Murder in the Dark | Platz 07: Folge 05 – Raisins and Almonds | 4,5 von 5 Punkten: Platz 08: Folge 02 – Murder on the Ballarat Train | Platz 09: Folge 08 – Away with the Fairies | Platz 10: Folge 13 – King Memses’ Curse | 4 von 5 Punkten: Platz 11: Folge 04 – Death at Victoria Dock | Platz 12: Folge 09 – Queen of the Flowers | Platz 13: Folge 07 – Murder in Montparnasse


Sollte jemand die Serie in Zukunft genauso verschlingen wie ich oder tatsächlich irgendwer alle meine Texte gelesen haben, wird sich diejenige Person darüber freuen, mit dem neu erworbenen Wissen auch angeben zu können. Auf der Film- und Literaturrateseite Funtrivia gibt es ein niedliches Phryne-Fisher-Quiz mit zehn Fragen zu Australiens stylishstem lady detective: Klick mich!

Gubanov Offline




Beiträge: 15.975

25.04.2015 21:40
#22 RE: Miss Fisher's Murder Mysteries (2012-...) Zitat · antworten

Aktuelles zu den „Miss Fisher’s Murder Mysteries“

Weil es eine ganze Menge Neues über Miss Fisher zu erzählen gibt, erwecke ich dieses Thema endlich wieder aus seinem Dornröschenschlaf. Als ich im Februar 2013 über „Miss Fisher’s Murder Mysteries“ berichtete, war nur die erste Staffel der Serie verfügbar. Mittlerweile hat sich diesbezüglich viel getan:

  • Die zweite Staffel wurde ausgestrahlt und in Australien, Großbritannien und den USA auf DVD veröffentlicht. Ab dem 6. September 2013 zeigte ABC die Folgen 14 bis 26, die in den Monaten davor aufgenommen worden waren. Im Gegensatz zur ersten Staffel, in der fast jede Folge auf einem Roman von Kerry Greenwood basierte, wurden für die zweite Staffel nur zwei Romane und eine Reihe von Kurzgeschichten als Grundlage herangezogen. Miss Fisher ermittelt in ihren 13 neuen Fällen in Nachtclubs, in der Welt der Haute Couture, unter Boxern und Rennfahrern sowie bei Radio und Film. Außerdem gibt es eine Weihnachtsepisode. ABC kündigte die Fortsetzung unter den Slogans „The Honourable Miss Phryne Fisher is back!“ und „Every mystery needs a leading lady!“ an.
  • Die dritte Staffel ist abgedreht. Nachdem trotz guter Quoten wegen des hohen Produktionsaufwands und der angestrebten Verjüngung der Zielgruppe zunächst unklar war, ob ABC eine dritte Staffel von „Miss Fisher“ in Auftrag geben würde, konnte die Produktion weiterer Episoden im Juni 2014 bestätigt werden. Mittlerweile hat man die Dreharbeiten beendet; die Erstausstrahlung erfolgt ab dem 8. Mai 2015. Wie auch in der zweiten Staffel bleiben uns alle vertrauten Hauptdarsteller erhalten.
  • Australien ist im Miss-Fisher-Fieber. Die Ausstrahlungen bringen ABC gute Ratings; es hat sich sogar eine große Phryne-Fangemeinde etabliert. Die Miss-Fisher-Facebookseite weist über 94’000 Likes auf. Australier können den Brettspielklassiker Cluedo in einer Miss-Fisher-Version spielen und dabei herausfinden, wer Murdoch Foyle in Phrynes Haus ermordet hat. Vom 1. Mai bis 30. September wird in Melbourne die „Miss Fisher’s Murder Mysteries Costume Exhibition“ veranstaltet, die in Rippon Lea House, dem Landsitz von Aunt Prudence in der Serie, stattfindet. Besondere Events wie ein Mystery-Dinner und Diskussionsrunden mit den Kuratoren des National Trust oder den Serien-Produzenten werden unter dem Banner „Festival of Phryne“ beworben. Im Phryne-Fisher-Shop kann man Pflegeprodukte, Regenschirme oder ein Teeservice kaufen.
  • Doch was das hiesige Interesse am meisten ankurbeln dürfte: Miss Fisher hat es nach Deutschland geschafft. Vom 7. Mai bis 18. Juni 2014 liefen die 13 Folgen der ersten Staffel in synchronisierter Fassung auf dem Bezahlkanal Sony Entertainment Television. Gestern war es dann auch für Nicht-Pay-TV-Abonnenten soweit: Polyband brachte Season 1 auf 5 DVDs bzw. 3 Blu-rays mit deutschem und englischem Ton, Untertiteln, dem Bonusmaterial der anglophilen Releases sowie einem Digipak mit exklusivem Booklet in den Handel. Wer also Interesse hat, kann nun ganz unkompliziert zugreifen. Hierzulande wird Phryne Fisher mit den Worten „Scharfsinnig, sexy und souverän – die junge Miss Marple aus Melbourne“ vorgestellt. Der deutsche Serientitel lautet „Miss Fishers mysteriöse Mordfälle“, die Episodentitel scheinen hingegen im Original belassen worden zu sein.

Markus Offline



Beiträge: 646

18.06.2015 17:22
#23 RE: Miss Fisher's Murder Mysteries (2012-...) Zitat · antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #8
Die ersten vier Romane des Miss-Fisher-Zyklus schrieb Kerry Greenwood in den Jahren 1989 bis 1992. Diese sind nicht nur für anglophile Leser zugänglich, denn sie erschienen 1999 im Wunderlich-Verlag, der zur Rowohlt-Gruppe gehört, in deutscher Übersetzung von Volker Oldenburg bzw. Sabine Sauerbier unter dem Banner „Mörderische Fälle für eine Lady“. Miss Fisher erhielt im Gegensatz zu den Originalen jeweils eine prominente Nennung im Buchtitel, was vor allem im vierten Band zu einer netten Wortspielerei führt. Veröffentlicht wurden Miss Fisher und der Schneekönig (Cocaine Blues, 254 Seiten), Miss Fisher in Turbulenzen (Flying Too High, 245 Seiten), Miss Fisher unter Zugzwang (Murder on the Ballarat Train, 236 Seiten) und Miss Fisher fischt im Trüben (Death at Victoria Dock, 254 Seiten). Die im Original von McPhee Gribble, Melbourne, verlegten Romane sind in ihren deutschen Fassungen nur mehr antiquarisch erhältlich.

Ich schaue mich gerade durch die erste Staffelbox. Gefällt mir gut.
Hast du einen Roman gelesen? Wie verhalten sich die Vorlagen zu der Kürzung für das ca. 50-Minuten-Schema?

Gruß
Markus

Gubanov Offline




Beiträge: 15.975

18.06.2015 17:48
#24 RE: Miss Fisher's Murder Mysteries (2012-...) Zitat · antworten

Schön, dass dir die Serie gefällt. Wäre auf ein etwas ausführlicheres Fazit gespannt, wenn du mit der ersten Staffel durch bist.

Was die Romane angeht, so habe ich bisher leider noch keinen zu fassen bekommen. Nicht einmal der Betreiberin einer Berliner Kriminalbuchhandlung war der Name Kerry Greenwood bekannt - geschweige, dass sie die Bücher auf Lager gehabt hätte. Dabei wäre ein Vergleich durchaus interessant, nicht zuletzt auch wegen der Entwicklung der Reihe: Wie schon weiter oben erwähnt (und auch nicht untypisch für Serienproduktionen), nimmt die Anzahl der adaptierten Romane von Staffel zu Staffel ab.

Markus Offline



Beiträge: 646

30.06.2015 11:38
#25 RE: Miss Fisher's Murder Mysteries (2012-...) Zitat · antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #24
Schön, dass dir die Serie gefällt. Wäre auf ein etwas ausführlicheres Fazit gespannt, wenn du mit der ersten Staffel durch bist.

Was die Romane angeht, so habe ich bisher leider noch keinen zu fassen bekommen. Nicht einmal der Betreiberin einer Berliner Kriminalbuchhandlung war der Name Kerry Greenwood bekannt - geschweige, dass sie die Bücher auf Lager gehabt hätte. Dabei wäre ein Vergleich durchaus interessant, nicht zuletzt auch wegen der Entwicklung der Reihe: Wie schon weiter oben erwähnt (und auch nicht untypisch für Serienproduktionen), nimmt die Anzahl der adaptierten Romane von Staffel zu Staffel ab.

Das ZVAB hat einige Ausgaben im Angebot (englisch und deutsch). Ich habe "Kerry Greenwood" als Autorin eingegeben.

Nach Abschluss der 1. Staffel freue ich mich auf die nächste. Die Komplexität und Rasanz der Fälle nimmt im Laufe der Serie zu, die Figuren machen Spass, und insgesamt dachte ich: Gute Mischung! Von Historischem Setting und Rückblick-Akzenten, von Humor und Ernsthaftigkeit und von abgeschlossenen Episoden und einer horizontalen Storyline. Geradezu erfrischend, dass man die Haupt-Geschichte abgeschlossen hat; mich nervt es derzeit oft, dass die Macher mit Über-Cliffhangern fast verbissen eine Fortsetzung erzwingen wollen und die Ermittler in JEDE Geschichte existenziell involviert sein müssen. Die (Einzel-)Fälle der Miss Fisher bieten mit ihren bunten Milieus auch einen Charlie-Chan-Touch, der nicht aus der Mode kommen sollte, und sind dabei cleverer als etwa die neue Father-Brown-Serie. Sehr zu empfehlen!

Gruß
Markus

Gubanov Offline




Beiträge: 15.975

10.02.2016 20:45
#26 RE: Miss Fisher's Murder Mysteries (2012-...) Zitat · antworten

Gute Nachrichten für die Neugierigen, die noch Fans von Phryne Fisher werden wollen: Wunschliste.de berichtet, dass man die Folgen jetzt auch im Fernsehen testen können wird, bevor man zu den DVDs greift. Außerdem ist mittlerweile sicher, dass auch die zweite Staffel synchronisiert wird.

Zitat von Wunschliste.de: Einsfestival zeigt „Miss Fishers mysteriöse Mordfälle“
Der ARD-Spartenkanal Einsfestival baut sein Angebot an internationalen Serien weiter aus. Ab dem 15. März wird die australische Krimiserie „Miss Fishers mysteriöse Mordfälle“ zum ersten Mal im Free-TV gezeigt [...]. Mit durchschnittlich 650’000 Euro Kosten pro Folge stellt „Miss Fisher“ eine der teuersten Produktionen in der Geschichte des australischen Fernsehens dar. Bislang wurden drei Staffeln mit insgesamt 34 Episoden für den australischen Sender ABC1 produziert. Einsfestival zeigt die erste Staffel immer dienstags um 20.15 Uhr, die bisher nur auf dem Pay-TV-Kanal Sony Entertainment Television zu sehen war. Die zweite Staffel ist dort ab dem 30. März eingeplant.

Matze K. Offline



Beiträge: 1.053

26.03.2016 13:44
#27 RE: Miss Fisher's Murder Mysteries (2012-...) Zitat · antworten

Wir haben uns die ersten beiden Folgen auf im TV angesehen. Das Fazit: Doch sehr positiv.

Der zwanziger Jahrestil kommt sehr gut rüber. Ähnlich wie bei Hercule Poirot oder Detectei Blut. Miss Fisher ist sher vergleichbar mit Tuppens. Frech, selbstbestimmt und immer auf der Suche nach einem Fall.


leichter Spoiler:
Ihr zur Seite steht zumindestens nun bei den ersten Folgen zwei leicht "kommunistische" Helfer, ein Dienstmädchen, eine kleine "Diebin" und ein in der Armee gedienten Butler. = sehr schlagkräftige Truppe würd ich meinen :)
Spoiler - ende.


Ich bin auf jeden Fall auf die weiteren Folgen gespannt. Also für den Kriminachschub find ich das super. Hercule Poirot ist geändet, da kommt Miss Fisher genau recht. Zumal ich nur 2 Folgen der ersten Staffel gesehen habe und es wohl schon 3 Staffeln gibt :)

= bis jetzt empfehlenswert...

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Immer wenn du lügst, muss Jesus Blut weinen.
(Todd Flanders)
Wie kann Dummheit entscheiden was klug ist
(meine Frau)

Lord Peter Offline




Beiträge: 503

26.03.2016 20:11
#28 RE: Miss Fisher's Murder Mysteries (2012-...) Zitat · antworten

Ende Mai bringt Polyband übrigens auch die zweite Staffel auf DVD und BD raus!

"Miss Fisher" war eine mehr als angenehme Überraschung angesichts des immer gleich gestrickten Überangebots aus dem UK. Klar, auch hier muß unbedingt wieder Homosexualität und persönliche Involvierung des Ermittlers mit reingebracht werden, aber es geschieht zumindest auf einem angenehmen (d. h. nicht störenden) Niveau. Auch der allmächtige "Endgegner" wird überraschenderweise zum Staffelfinale erledigt, was einen ärgerlichen Cliffhanger vermeidet (der ursprünglich innovativen Serien wie "Sherlock" den Hals gebrochen hat), so daß man ohne Altlasten in die bald auch hierzulande erhältliche zweite Staffel einsteigen kann.

An die vier übersetzten Romane ist zwar dranzukommen, allerdings ist das ein ziemlich teurer Spaß, wenn man nicht zufällig eine Ebay-Auktion mit günstigen Konditionen erwischt. Aber drei habe ich inzwischen, leider fehlt mir ausgerechnet der erste Band, und man will doch gerne vorne anfangen...

Gubanov Offline




Beiträge: 15.975

31.03.2016 18:55
#29 RE: Miss Fisher's Murder Mysteries (2012-...) Zitat · antworten

Freut mich, dass es soweit ein allgemein positives Echo hier gibt.

Ich habe am Dienstag auch in eine Folge hineingeschaut und war von der Synchronisation sogar recht angetan. Für eine aktuelle Arbeit echt solide gemacht, keiner der Hauptrollensprecher wirkte nervig oder deplatziert. Ich finde zwar, dass Phryne sich auf Englisch etwas eleganter und verführerischer anhört und im Deutschen einen „handfesteren“ Eindruck hinterlässt, aber das hat den Eindruck nicht nennenswert geschmälert. Die Sprecherin ist Daniela Hoffmann, die z.B. auch in der deutschen Tonfassung von Joan Hicksons „Ruhe unsanft“ auf Geraldine Alexander zu hören war. Sehr gelungen auch Till Hagen als Butler.

Lobenswert fiel mir auf, dass das komplette Originalmaster gezeigt wurde, d.h. keine deutschen Titeleinblendungen und vollständiger Abspann. Heißt das, dass auf den Polyband-DVDs auch die Serie diesmal auch unbearbeitet enthalten ist? Sonst bevorzugt man dort ja leider eingedeutschte Titeleinblendungen.

Die deutschen Episodentitel stimmen übrigens doch nicht, wie ich oben fälschlich behauptet habe, mit den Originaltiteln überein. Wäre auch merkwürdig gewesen. Hier der „richtige“ Guide zu Staffel 1:

1. Willkommen in Melbourne (Cocaine Blues) | 2. Mord im Ballarat-Express (Murder on the Ballarat Train) | 3. Mord auf dem Tanzparkett (The Green Mill Murder) | 4. Tod im Hafen (Death at Victoria Dock) | 5. Tod durch Gift (Raisins and Almonds) | 6. Mord im Theater (Ruddy Gore) | 7. Mord in Montparnasse (Murder in Montparnasse) | 8. Tod einer Autorin (Away with the Fairies) | 9. Tod am Strand (Queen of the Flowers) | 10. Tod durch Unfall (Death by Miss Adventure) | 11. Mord in der Manege (Blood and Circuses) | 12. Mord im Dunkeln (Murder in the Dark) | 13. Der Fluch von König Memses (King Memses’ Curse)

Lord Peter Offline




Beiträge: 503

31.03.2016 23:33
#30 RE: Miss Fisher's Murder Mysteries (2012-...) Zitat · antworten

Ja, Polyband nutzte für die DVDs die unveränderten Originalmaster, die deutschen Episodentitel werden lediglich im Vorspann auf der UT-Spur eingeblendet.

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