Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Forum Edgar Wallace ,...



Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 1.000 mal aufgerufen
 Film- und Fernsehklassiker national
Gubanov Online




Beiträge: 14.539

03.02.2013 15:15
Die Männer vom K3 (1988-2003, TV) Zitat · antworten

Im Auftrag des NDR produzierte Studio Hamburg zwischen 1988 und 2001 insgesamt 38 Episoden der Krimiserie „Die Männer vom K3“ (Ausstrahlung von 1988 bis 2003). Hierbei geht es nicht um eine Gruppe von Bergsteigern, sondern um Kriminaler aus der Hansestadt Hamburg. In den Hauptrollen war stets das vierköpfige Ermittlerteam bestehend aus den Darstellern Harald Dietl, Hartmut Reck („Der unheimliche Mönch“), Wolfgang Müller („Derrick“) und Alexander Pelz zu sehen. Hier eine Übersicht über die Folgen:

1. Familienfehde | 2. Spiel über zwei Banden | 3. Schützenfest | 4. Diamanten machen Freunde | 5. Der Mann im Dunkeln | 6. Tödlicher Export | 7. Augen zu und durch | 8. Volle Deckung, Kopf runter! | 9. Auge um Auge | 10. Narkose fürs Jenseits | 11. Der Vollmondmörder | 12. Ein langes Wochenende | 13. Auf Sand gebaut | 14. Ein ganz alltäglicher Fall | 15. Halali für einen Jagdfreund | 16. Zu hoch gepokert | 17. Dreckiges Geld | 18. Tanz auf dem Seil | 19. Made in Hongkong | 20. Das dritte Mädchen | 21. Keine Chance, zu gewinnen | 22. Ein friedliches Dorf | 23. Ende eines Schürzenjägers | 24. Geschäft mit dem Tod | 25. Tomskys letzte Reise | 26. Kurz vor Mitternacht | 27. Der Deichmörder | 28. Eine saubere Stadt | 29. Zu viele Verdächtige | 30. Blutsverwandtschaft | 31. Tödliches Spiel | 32. Liebestest | 33. Tod eines Festmachers | 34. Harrys Pech | 35. Jugendliebe | 36. Tyrannenmord | 37. Freier Fall | 38. Blutrache

Und nach der gestrigen Wiederholung der Pilotfolge im NDR möchte ich mich auch gleich kurz zu meinen ersten Eindrücken äußern:

Die Männer vom K3: Familienfehde

Episode 1 der TV-Kriminalserie, 1988. Regie: Gero Erhardt. Drehbuch: Harald Vock. Mit: Harald Dietl (Feldmann), Hartmut Reck (Schöller), Wolfgang Müller (Beyer), Alexander Pelz (Kirchhoff) sowie Hansjörg Felmy, Joost Siedhoff, Sigmar Solbach, Renan Demirkan, Wolf Roth, Michael Schönborn, Daphne Wagner, Barbara Fenner u.a.

Zitat von Familienfehde
Schrecksekunde auf der Landstraße: Spediteur Heitmanns Wagen stößt frontal mit einem LKW zusammen, kommt von der Straße ab, überschlägt sich, fängt Feuer. Heitmann wird hinausgeschleudert und überlebt schwerverletzt. War das ein Anschlag, weil er seiner Belegschaft nur wenige Stunden zuvor eine Kündigung in Aussicht gestellt hatte? Nicht lange nach dem „Unfall“ stirbt Heitmann tatsächlich. Im Auto – aber diesmal mit Kugeln in der Brust. Die Männer vom K3 ermitteln.


In den Reihen der Kripo liegt der Fokus auf den seit den 1960ern deutlich gealterten Harald Dietl und Hartmut Reck – letzterer unterdessen mit weißen Haaren, beide gereift und ruhig, hin und wieder zu netten, harmlosen Späßen aufgelegt und unterdessen eher für Zigarren als für Zigaretten geeignet. Irgendwie wirken Karl Feldmann und Ecki Schöller so freundlich und betulich, dass sie nicht nur einen Kontrast zu dem brutalen Fall, mit dem sie sich beschäftigen, bilden, sondern irgendwie ganz und gar nicht in die rauhbeinige Welt von Blut, Schusswaffen und Prügelbanden hineinzupassen scheinen. Das Konzept wird deutlich: Lass den Zuschauer einen Blick auf das Böse werfen und versichere ihm dann schnell, dass Recht und Ordnung in patenten Händen liegt; in solchen, auf die man sich getrost verlassen kann.

Einfach zu begreifende Strukturen herrschen denn auch im gesamten Episodenverlauf vor. Autor Harald Vock war eben noch nie wirklich Meister feinsinniger Komplexität – woher auch, schließlich startete er seine große Schaffenszeit als Regisseur und Autor in Karl Spiehs’ Lisa-Filmschmiede. Auf diesem Niveau bewegt sich die „Familienfehde“ ganz sicher nicht, raffiniert würde ich sie aber ebenso wenig nennen. Die meisten Schauspieler, allen voran Hansjörg Felmy und Filmfrau Renan Demirkan, chargieren zu allem Überfluss auch noch so, als stünden sie nicht vor einer Fernsehkamera, sondern auf einer Theaterbühne. Wolf Roth verblasst dagegen ein wenig in der Rolle des besten Verdächtigen.

Noch hat die Serie Überzeugungsarbeit zu leisten, aber Entwicklungspotenzial ist eindeutig vorhanden. Wenn die Dialoge das nächste Mal natürlicher und die Handlung weniger klischeehaft in Szene gesetzt werden, so sollte es dem NDR gelingen, im Krimiduell gegen die süddeutschen Kollegen vom Zweiten auch ’mal einen Stich zu landen. Dem Idealbild deutschen Beamtentums fügen sich die Hanseaten nämlich ebenso formidabel wie Tappert, Lowitz oder Ode.

Mark Paxton Offline




Beiträge: 335

31.03.2013 23:14
#2 RE: Die Männer vom K3 (1988-2003, TV) Zitat · antworten

Immer wieder sehr sehenswert. Die Besetzungen und die Aufmachungen sowie die guten Geschichten und natürlich auch die Regisseure machen "Die Männer vom K3" zumindest in den ersten beiden Staffeln zu einer gelungenen Alternative zu "Derrick", "Der Alte" und "Ein Fall für zwei" jener Jahre. Übrigens darf ich daran erinnern, dass nach einmonatiger Sendepause (warum auch immer so lange?) die Reihe mit Wiederholungen im Samstagnachtprogramm des NDR ab 6.4. (also kommenden Samstag) wieder fortgesetzt wird. Es geht chronologisch mit Folge Nr. 5 weiter.

Gubanov Online




Beiträge: 14.539

19.04.2017 22:06
#3 RE: Die Männer vom K3 (1988-2003, TV) Zitat · antworten

Heute ist hier offenbar Tag der Serienankündigungen. Auch diese Krimireihe bekommt jetzt ihre wohlverdiente Heimkinoauswertung. Studio Hamburg bringt die erste Staffel (Folgen 1-8, 1988-89) auf 4 DVDs am 28. April.


Zitat von Die Männer vom K3 - Die komplette erste Staffel
Die Männer vom K3, das sind die Kriminalhauptmeister Karl Feldmann und Ecki Schöller sowie die beiden Polizeiobermeister Tommi Beyer und Pepe Kirchhoff. Ihr Einsatzort ist Hamburg, wo sie es mit Raub, Vergewaltigung oder auch Mord zu tun haben.

Sie werden gerufen, als ein Geschäftsmann in seinem Auto erschossen wird. Der Tote ist kein Unbekannter - erst kurz zuvor war er mit seinem Sportwagen an einem tödlichen Unfall beteiligt gewesen. Feldmann und Schöller glaubten zu der Zeit, dass jemand bei dem Unfall nachgeholfen hatte, mussten die Ermittlungen jedoch einstellen. Jetzt geraten die Brüder des Unternehmers ins Visier der Polizei. Auch als Gino mit seinem Restaurant auf St. Pauli zwischen die Fronten zweier Banden gerät, die Schutzgeld erpressen, ist das K3 zur Stelle. Ein weiterer Fall führt die Kommissare aufs Land, wo in einer ausgebrannten Scheune eine Tote gefunden wurde. War es Brandstiftung?

Ob dunkle Geschäfte, organisierte Kriminalität oder Mord aus Leidenschaft - die Männer vom K3 haben dem Verbrechen im Norden den Kampf angesagt.


Ankündigung bei Studio Hamburg Enterprises / DVD bei Bücher.de

 Sprung  
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen