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Georg Offline




Beiträge: 3.049

12.01.2013 10:44
Bewertet: "Sterben müssen sie alle" (1962, Merton Park) Zitat · Antworten

Sterben müssen sie alle (The Share Out)
Großbritannien 1962
Regie: Gerald Glaiser, Buch: Philip Mackie
Darsteller: Bernard Lee, Alexander Knox, Moira Redmond, William Russell, Richard Vernon, Richard Warner, John Gabriel

Der zwielichtige Privatdetektiv Mike Stafford wird nach mehreren Morden von Scotland Yard in eine Verbrecherorganisation eingeschleust, für die er die hübsche Diana Marsh ausspionieren soll. Mr. Calderwood ist der Chef der Organisation. Er kann schließlich niemandem mehr trauen ...

Nachdem ich im gerade abgelaufenen Jahr wieder mal zwei Wallace-Romane gelesen habe, von denen einer der hier als Vorlage gewählte Treffbube ist Trumpf war, habe ich mir The Share Out als nächste Merton-Park-Produktion vorgenommen. Was soll ich sagen? - Ich bin enttäuscht. Die Handlung plätschert langweilig vor sich hin, ich habe das Ende herbeigesehnt. Dieses ist immerhin ähnlich wie im Roman überraschend. Anders als bei anderen Produktionen von Merton Park ist in The Share Out die Handlung wenigstens in freien Zügen noch an die Vorlage angelehnt, jedoch hat man auf das Originellste aus dem Buch leider verzichtet: die Maskierung des Ganoven mordenden Killers, der als Treffbube auftritt und bei seinen Opfern jedes Mal eine Spielkarte als Markenzeichen hinterlässt. Eine vertane Chance, denn gerade die besonderen Maskierungen des Täters bzw. dessen Zeichen waren ja mitunter eine Eigenheit von Edgar Wallace' Romanen.
Die Handlung des Films erscheint als wenig glaubwürdig, immerhin ist Bernard Lee in einem weiteren nicht uninteressanten Auftritt als Superintendent Meredith mit dabei.

Nach der Sichtung von ungefähr 10 Merton-Park-Produktionen ist das Ergebnis für mich ernüchternd: wer diese Filme nicht kennt, versäumt in meinen Augen nicht wirklich etwas (von wenigen Ausnahmen abgesehen). Auch die Tatsache, dass viele Filme wohl nichts mit Edgar Wallace zu tun haben, sondern wie viele deutsche Produktionen den Namen missbrauchen, um Zuseher ins Kino zu locken, stört. Schließlich hat es der Schriftsteller nicht verdient, dass sich so viele, teils wirklich schwache Produktionen, sich ungerechtfertigter Weise auf ihn berufen.

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