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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 442 mal aufgerufen
 Film- und Fernsehklassiker national
Grabert Offline



Beiträge: 257

19.09.2012 11:07
Wer fuhr den grauen Ford? (1950) Zitat · Antworten

Laut ARD-Video soll am 28. September der Krimiklassiker "Wer fuhr den grauen Ford" auf DVD erscheinen! Universal bringt diesen Film aus dem Jahr 1950 auf den Markt.

Georg Offline




Beiträge: 3.086

19.09.2012 19:46
#2 RE: Wer fuhr den grauen Ford? (1950) Zitat · Antworten

Sicherlich ein sehenswerter Nachkriegskrimi, allerdings kein Whodunit.

Zitat von Georg im Beitrag Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player?
Wer fuhr den grauen Ford? (1950)
Ein passabler, realistischer Kriminalfilm aus dem Jahre 1950, in dem Otto Wernicke die Hauptrolle spielte und den er gemeinsam mit „Hafenpolizei“-Co-Regisseur Max Diekhout auch inszenierte. Der Titel evoziert fälschlicherweise einen Whodunit. Der Fahrer des grauen Fords, der bei einem Überfall auf einen Postwagen verwendet wird, ist nämlich ein junger, anständiger Mann, der von seinen perfiden Kameraden im verarmten Nachkriegsdeutschland zum Schwarzhandel gezwungen wird und eigentlich ein anständiges Leben führen will. In weiteren Rollen agieren „Hafenpolizei“-Chefermittler Til Kiwe (im Äußeren kaum anders als 12 Jahre später in besagter Krimiserie) als Ermittler, Wolfgang Neuss und Ursula Herking. Passt!

brutus Offline




Beiträge: 12.978

20.09.2012 15:33
#3 RE: Wer fuhr den grauen Ford? (1950) Zitat · Antworten

Hab ich mir jetzt zusammen mit den zeitgleich erscheinenden Falschmünzern bestellt.

Viele Grüße
Brutus

Ray Offline



Beiträge: 1.494

13.10.2018 21:51
#4 RE: Wer fuhr den grauen Ford? (1950) Zitat · Antworten

Auch dieser Thread soll ein wenig entstaubt werden...


Wer fuhr den grauen Ford? (BRD 1950)

Regie: Otto Wernicke

Darsteller: Otto Wernicke, Wolfgang Neuss, Erich Scholz, Ruth Hambrock, Til Kiwe, Ursula Herking, Hilde Sessak u.a.



Eine Bande um den "Chef" nutzt eine Spedition als Deckmantel, um ungestört LKWs auszurauben und die Beute zu verkaufen. Mitglied Penny will aussteigen, um Renate, die er kurz zuvor kennen und umgehend lieben gelernt hat, zu heiraten und mit ihr ein neues Leben zu beginnen. Der "Chef" nötigt ihn allerdings dazu, an einem letzten großen "Coup" mitzuwirken...

Dieser letzte Coup ist einem tatsächlich ausgeführten Postraub nachgebildet, der sich 1949 in Mannheim zugetragen hat. An diesem orientiert sich "Wer fuhr den grauen Ford?" stark, was sich neben inhaltlichen Überschneidungen auch an Aufnahmen an Originalschauplätzen in Mannheim und Umgebung manifestiert. Es handelt sich um die einzige Regiearbeit Otto Wernickes, der wie schon in "M" oder der 1933er-Version von "Das Testament des Dr. Mabuse" zudem die Rolle des Kriminalkommissars übernimmt. An seiner Seite agiert der später in der Serie "Hafenpolizei" ebenfalls als Ordnungshüter auftretende Til Kiwe, den "Chef" mimt Wolfgang Neuss. Die zentralen Rollen des Abtrünnigen Penny und seiner Freundin werden von den weithin unbekannten Erich Scholz und Ruth Hambrock bekleidet. Scholz übernahm später noch kleine Rollen in "Des Teufels General" und "Banditen der Autobahn", kommt aber auf insgesamt nur sechs Filmrollen. Gar nur halb so viel kann Ruth Hambrock vorweisen. Während Scholz leider sehr blass daherkommt, ist Hambrock eine ausnehmend drollige Erscheinung, die man gerne öfter im deutschen Film gesehen hätte. Der Überfall selbst ist gut in Szene gesetzt, dazu gibt es eingangs und am Ende seltene Aufnahmen der Reichsautobahn zu betrachten. Bemerkenswert aus der Retrospektive ist überdies, dass ein Bandenmitglied die Taten vor dem zweifelnden Penny damit rechtfertigt, dass der Staat schließlich auch nicht immer dem Recht entsprechend handle und seine Bürger in sinnlose Kriege schicke. Daher sei es angezeigt, sich sein eigenees Recht zu schaffen. Am Ende versucht Wernickes Kommissar Pennys Verhalten vor Renate damit zu entschuldigen, dass man seine Generation alleine gelassen habe. Außerdem sei da doch der unselige Krieg gewesen. Von diesen positiven bzw. bemerkenswerten Aspekten abgesehen, muss jedoch festgehalten werden, dass der Film einige Längen hat und dem Zuseher so eine gewisse Geduld abverlangt. Wernickes Inszenierung kann abgesehen von den actionorientierten Sequenzen kaum Akzente setzen. Die Musik Emil Ferstls (Vater vom Komponisten Erich Ferstl) bleibt weitgehend wirkungslos.

Die DVD von MORE bietet ein akzeptables Bild.


Auf Tatsachen beruhende einzig gebliebene Regiearbeit Otto Wernickes, die in einer zentralen Rolle leider fehlbesetzt ist und dem Zuschauer bisweilen arge Geduld abverlangt. Angesichts manch positiver Aspekte insgesamt 3,5 von 5 Punkten.

Havi17 Offline




Beiträge: 3.236

13.10.2018 23:31
#5 RE: Wer fuhr den grauen Ford? (1950) Zitat · Antworten

Gruss
Havi17

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