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Dieses Thema hat 140 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker international
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Lord Peter Offline




Beiträge: 481

28.02.2018 08:41
#136 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

Diese aber nicht, weil sie erst NACH der großen Arte-Nachsynchro-Aktion in einem Privatarchiv wieder aufgetaucht ist. Und an eine von Studio Canal finanzierte DVD-Synchro glaube ich nicht.

patrick Offline




Beiträge: 2.954

08.10.2018 19:22
#137 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

Staffel 5 - Episode 16: Who's Who??? ( Wer ist wer?, 05.05.1967)



Regie: John Moxey

Produktion: fertiggestellt am 18.04.1967

Mit: Patrick Macnee, Diana Rigg, Patricia Haines, Freddie Jones, Campbell Singer, Peter Reynolds, Arnold Diamond, Philip Levene, Malcolm Taylor


Mit Hilfe einer bemerkenswerten Maschine gelingt es dem feindlich gesinnten Agenten-Pärchen Lola und Basil, ihre Bewusstseine in die Körper von Steed und Mrs.Peel zu verpflanzen, während Letztere sich in den physischen Hüllen besagten Gespanns wiederfinden. Die Avengers sind nun auf's Äußerste gefordert, ihre Körper wiederzubekommen und trotz der Widrigkeit mit den vertauschten Identitäten ihre Widersacher zur Strecke zu bringen, die nun frisch und fröhlich reihenweise Kollegen in's Jenseits befördern...

In dieser Folge sehen Steed und Mrs.Peel sich mit der ungewohnten Situation konfrontiert, ihrer Körper beraubt zu sein und dadurch naturgemäß sehr schlechte Karten gegenüber ihren eigenen Leuten zu haben. Selbstverständlich fühlt sich das gegnerische Pärchen in ihren eleganten und attraktiven neuen Hüllen ausgesprochen wohl, währen Steed und Mrs.Peel alles andere als "amused" sind, wenn sie in den Spiegel blicken. Herrlich, wie der stilvolle Steed die Fassung verliert, als er die Unordnung in seiner Wohnung bemerkt - haben sich Lola und Basil dort doch recht ungehemmt ausgetobt und im wahrsten Sinne des Wortes einen "Saustall" hinterlassen. Erstmals kommen Steed und Mr.Peel sich durch einen Kuss näher, oder besser gesagt Ihre beiden Körper, die ja von den lästigen Eindringlingen beherbergt werden. Patricia Haines und Freddie Jones nehmen hier die Herausforderung an, die Verhaltensweisen der beiden Avengers zu kopieren, während Diana Rigg und Patrick Macnee die Gelegenheit haben, anders als gewohnt zu agieren. Der von dem Briten Arnold Diamond dargestellte und etwas an Dr.Frankenstein angelehnte Dr.Krelmar spricht wohl nicht ganz zufällig mit einem deutschen Akzent.

Wortwitz:

Steed, nachdem er und Mrs.Peel den auf langen Krücken aufgestützten toten Agenten-Kollegen finden: "He was a very upright fellow."

Steed, nachdem er seine von Basil konsumierten Zigarrenreste findet: "What sort of fiend are we dealing with? A man who would bite the end off a cigar is capable of anything."

Fazit:

Unterhaltsame und amüsante Science-Fiction-Folge, in der Patrick Macnee und Diana Rigg einmal aus ihren Schablonen ausbrechen dürfen und zwei anderen Darstellern die Gelegenheit geboten wird, in die Rollen des berühmten Gespanns zu schlüpfen, was natürlich nicht so einfach ist, aber bemerkenwert gut bewerkstelligt wurde.

patrick Offline




Beiträge: 2.954

11.10.2018 20:36
#138 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

Staffel 5 - Episode 17: Return of the Cybernauts (Und noch einmal Roboter, 28.09.1967)



Regie: Robert Day

Produktion: fertiggestellt am 15.06.1967

Mit: Patrick Macnee, Diana Rigg, Peter Cushing, Frederick Jaeger, Charles Tingwell, Fulton Mackay, Roger Hammond, Anthony Dutton, Noel Coleman, Aimi MacDonald, Redmond Phillip, Terry Richard


Ein Cybernaut kehrt zurück und mordet wieder was das Zeug hält. Dahinter steckt ein gewisser Paul Beresford, der Bruder des verblichenen Cybernauten-Schöpfers Dr.Armstrong. Er lässt eine Reihe heller Köpfe der Wissenschaft und Technik kidnappen, um sie als Brain-Trust für seine üblen Machenschaften einzusetzen. Sein großes Ziel ist ein persönlicher Rachefeldzug mit der grausamen Peinigung und Vernichtung von Steed und Mrs.Peel. Sie sollten bis zu ihrem Ende als geknechtete menschliche Cybernauten dahinvegetieren...

Der große Erfolg der schwarzweißen Avengers-Folge "The Cybernauts" aus dem Jahre 1965 legte es nahe, dieses beliebte Thema erneut aufzugreifen und ein weiteres mal einen metallenen Unhold mit Hut und Mantel wüten zu lassen. Ein besonderes Schmankerl ist dabei natürlich der Auftritt von Horror-Ikone Peter Cushing (1913-1994), der dem Beispiel seines Grusel-Kollegen Christopher Lee folgend auch den Weg zu den Avengers fand. Als Paul Beresford tritt er anfangs kultiviert und charmant in Erscheinung, entpuppt sich aber sehr bald als grausamer und unerbittlicher Despot, mit dem nicht gut Kirschen essen ist. Man wird dabei zweifellos an seinen Dr.Frankenstein erinnert. Auch sein ungleicher Kampf mit einem bärenstarken Geschöpf wurde im Dienste seiner Stamm-Firma Hammer schon mehrfach durchgespielt. Am Unterhaltungswert dieser Folge gibt es, wie zu erwarten ist, nicht viel auszusetzen, dennoch werden Atmosphäre und Spannung des 1965er-Vorgängers nicht erreicht. Dies liegt an dem genialen Zusammenspiel von Thrillerelementen, einer aufpeitschenden Musik und dem die Wirkung deutlich steigernden Schwarzweiß in der älteren Folge.

Man begegnet hier übrigens auch Charles Tingwell (1923-2009), der als Inspektor in den Miss-Marple-Filmen mit Margaret Rutherford in Erscheinung trat und auch in dem Hammer-Kracher "Blut für Dracula" einen Auftritt hatte. Als Cybernaut agiert der Schauspieler und Stuntman Terry Richards (1932-2014), der später Auftritte bei "Star Wars", "Indiana Jones" und "James Bond" verbuchen konnte.

Fazit:

Auch wenn diese Episode an den Einstand der Cybernauten im Jahre 1965 nicht heranreicht, wird man auf durchaus hohem Niveau unterhalten, wozu Peter Cushing einen nicht unwesentlichen Einfluss hat. Zu Beginn buhlt er sehr geschickt um die Gunst von Mrs.Peel, was Steed doch glatt ein bischen eifersüchtig macht.

Ray Offline



Beiträge: 1.098

13.10.2018 00:50
#139 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

Sehr schön, dass die Besprechungsreihe fortgeführt wird. Habe beide Folgen auch in (sehr) guter Erinnerung. Eigentlich müsste ich mich auch mal wieder den "Avengers" widmen. Allerdings ist mein DVD-Stapel mit noch nicht gesichteten Filmen aktuell recht groß, außerdem muss ich auch noch die zweite Hälfte der Tara King-Ära (erst-)sichten.

patrick Offline




Beiträge: 2.954

15.10.2018 20:31
#140 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

Zitat von Ray im Beitrag #139
außerdem muss ich auch noch die zweite Hälfte der Tara King-Ära (erst-)sichten.


Für mich wird vermutlich mit der letzten Emma-Peel-Folge Ende sein. Das Gespann Steed/Peel ist mir in dieser Serie einfach wichtig, sodass ich nicht mehr motiviert bin, mit Tara King weiterzumachen. Du darfst die weitere Staffel aber gerne besprechen, solltest du mal dazu kommen.

patrick Offline




Beiträge: 2.954

29.10.2018 20:11
#141 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

Staffel 5 - Episode 18: Death's Door (Der wahrgewordene Alptraum, 05.10.1967)



Regie: Sidney Hayers

Produktion: fertiggestellt am 07.06.1967

Mit: Patrick Macnee, Diana Rigg, Clifford Evans, William Lucas, Allan Cuthbertson, Marne Maitland, Paul Dawkins, Michael Faure, Peter Thomas, William Lyon Brown, Terry Yorke, Terry Maidment



Der ranghohe Politiker Sir Andrew wird vor einer wichtigen Konferenz von Angstvisionen geplagt, in denen er seinen Tod voraussieht, der später auch tatsächlich in der vorhergesehenen Weise eintritt. Lord Melford, der nun die Stelle des Toten bei der besagten Konferenz einnehmen sollte, erlebt schon nach kurzer Zeit dieselben Angstzustände, was sich als klarer Fall für Steed und Mrs.Peel entpuppt, die bald realisieren, dass jemand die Panikzustände von außen steuert...

Die mysteriösen Vorkommnisse in dieser Folge erinnern etwas an die Episode "Too many Christmas Trees" von 1965, in der dem armen Steed im Schlafe übel mitgespielt wird. Natürlich wittern die beiden Spürnasen recht rasch, in welche Richtung sie ermitteln müssen und nehmen sich die angebliche Traum-Welt, die den hochrangigen Herren den Schlaf raubt, einmal zur Brust. Selbstverständlich dürfen sie auch weitere Proben ihrer Wehrhaftigkeit zum Besten geben. Der unbewaffnete Steed entwickelt im Angesicht des Todes eine unorthodoxe Methode ein Projektil abzufeuern. Die Entlarvung des Täters ist alles andere als überraschend, dafür turbulent und unterhaltsam. Schmunzeln darf man über den Zweck der Konferenz, in der es um ein vereintes Europa geht, was 1967 natürlich noch ein sehr unausgereiftes Thema war. Wallace-Freunde kennen vielleicht Allan Cuthbertson (1920-1988), der im "Geheimnis der weißen Nonne" frühzeitig in's Jenseits befördert wurde, hier allerdings sein deutlich längeres Leben nicht unbedingt genießen darf.

Fazit:


Wieder einmal wird bei einer schwarzweißen 1965er-Episode abgekupfert, ohne deren Atmosphäre zu erreichen. Auch Auflösung und Bösewichter waren schon besser. Trotzdem gelingt dieser, sich auf Psychothriller-Schiene bewegenden, Folge ein recht schöner Spannungsaufbau mit einem phantasievollen Eintauchen in manipulierte Alpträume.

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