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Dieses Thema hat 104 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker international
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patrick Online




Beiträge: 2.682

21.10.2016 15:17
#76 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

Staffel 4 - Episode 10: Dial A Deadly Number (Vorsicht bei Anruf, 03.12.1965)



Regie: Don Leaver

Produktion: 11.01.1965 bis 22.01.1965

Mit: Patrick Macnee, Diana Rigg, Clifford Evans, Jan Holden, Anthony Newlands, John Carson, Peter Bowles, Gerald Sim, Michael Turbshawe, Norman Chappell, John Bailey, Edward Cast


Der Geschäftsmann Mr.Todhunter bricht bei einer Sitzung völlig unerwartet leblos zusammen. Es handelt sich bereits um den sechsten derartigen Todesfall, was auf dem Finanzmarkt markante Kursverluste zur Folge hat. Eine auffällige Gemeinsamkeit ist, dass Henry Boardman für alle als Banker fungierte, weshalb Steed bei ihm vorspricht und sich als anlegefreudiger Millionär ausgibt. Mrs. Peel besucht inzwischen einen Hersteller von Piepser-Geräten. Dort drängt sich ihr ein Verdacht auf, der sie auf die richtige Spur bringt. Es handelt sich dabei um, wie Kugelschreiber aussehende, Signalgeräte mit einer versteckten Nadel, die durch einen Anruf aktiviert wird und das Herz durchbohrt, wenn man sie in der Brusttasche trägt. Nach einem Abendessen wird Steed von zwei Motorradfahrern attackiert, kann sich aber erfolgreich zur Wehr setzten. Später stattet ihm Mr.Boardmans Gattin einen Besuch ab und vertauscht seine Taschenuhr gegen eine identisch aussehende mit explosivem Inhalt...

Nach der relativ humorvollen Vorgänger-Episode ist diese Folge deutlich ernster und es überwiegen die Krimi-Elemente. Die Empfangsgeräte, welche wie Kugelschreiber aussehen, und einen, durch Telefonanruf aktivierten, tödlichen Stich in's Herz abgeben, waren für damalige Verhältnisse sicherlich relativ weit hergeholt, erscheinen aber heute nicht mehr wirklich futuristisch und erinnern an die diversen Gadgets aus den Bondfilmen.
Auffallend ist, dass Steed sich mit der Pistole zur Wehr setzt, was innerhalb der Serie äußerst selten der Fall ist. Die entsprechende Szene würde durchaus einem harten Gangsterfilm genügen. Der Hammer-bekannte John Carson (geb.1927) erscheint als Fitch verschlagen, bedrohlich und eiskalt. Anthony Newlands ist Wallace-Fans aus "Rätsel des silbernen Dreieck" bekannt. Das Finale findet in einem sehr stimmungsvollen Weinkeller statt.

Wortwitz:

Steed zu Mr.Yuill: "What was the Name of the company?" Darauf Yuill: "Todhunters" (eines der Opfer). Darauf Steed: "It was quite a killing. That is the korrekt term, isn's it?"

Eine Angestellte von Yuill zu Steed: "This suggested scheme would need an initial investment of about 50.000 Pounds in round figures." Darauf blickt Steed die junge Dame an und erwiedert: "Round figures...?"

Steed, nachdem er von Mrs.Peel über Boardmans Gattin befragt wird: "Attractive, intelligent, expensive....and promiscuous." Darauf Mrs.Peel: "Promiscuous?" Darauf Steed: "Beyond that my lips are sealed. A true Gentleman doesn`t..." Darauf Mrs.Peel: " A true Gentleman doesn's know about a Ladys promiscuity."

Steed besucht Fitch, der seine Taschenuhr mit Sprengstoff versehen hat und sagt, während er an der Uhr herumfummelt: "Can't seem to open it. The button is stuck."

Nach dem Finale, bei dem Löcher in ein Weinfass geschossen werden, probiert Mrs.Peel den Wein und sagt: "On the dry side." Darauf Steed: "Very adaptable wine."

Fazit:

Atmosphärisch sehr dichte und ereignisreiche Episode mit einer durchaus ernsthaften Krimi-Handlung.

patrick Online




Beiträge: 2.682

26.10.2016 12:12
#77 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

Staffel 4 - Episode 11: Man-Eater of Surrey Green (Mörderischer Löwenzahn, 10.12.1965)



Regie: Sydney Hayers.

Produktion: 31.05.1965 bis 11.06.1965

Mit: Patrick Macnee, Diana Rigg, Derek Farr, Athene Seyler, Gillian Lewis, William Job, David Hutchenson, Joe Ritchie, Donald Olliver, Toby Blanshard

Die junge und hübsche Botanikerin Laura Burford verfällt urplötzlich in eine Art Trance, zertrampelt dabei zahlreiche wertvolle Pflanzen, und steigt in ein, sie erwartendes, Auto ein. Ihr Verlobter Alan Carter ist fassungslos. Darüber hinaus bleiben auch noch drei weitere Botaniker spurlos verschwunden. Steed und Mrs.Peel erfahren, dass alle vier Abgängigen sich bei dem Pflanzenzüchter Sir Lyle Peterson befinden, der eine große Anlage namens Surrey Green besitzt und bewohnt. Steed stattet ihm sogleich einen Besuch ab und trifft dort auch Laura Burford, die sich zwar höflich, aber seltsam, benimmt. Als er zurück zu seinem Wagen geht, entdeckt er einen Kaktus auf dem Fahrersitz, der sich bei näherer Begutachtung als hochgiftig erweist. Kurz darauf finden er und Mrs.Peel das Wrack einer Raumkapsel mit einem menschlichen Skelett. Sehr seltsam ist, dass die Kapsel von einer merkwürdigen Pflanze umgeben ist. Die alte Botanikerin Cynthia Sheldon untersucht diese und findet heraus, dass das Gewächs menschenähnliche Gehirnzellen besitzt und Fleischfresser ist. Darüber hinaus vermag die Pflanze auch noch, Töne auszusenden und dadurch das menschliche Bewusstsein zu dominieren. Mit schützenden Hörgeräten ausgestattet begeben sich Steed, Mrs.Peel und Cynthia Sheldon nach Surrey Green, wo sie ihr blaues Wunder erleben...

Eine hochintelligente menschenfressende Pflanze ausserirdischen Urstprungs, die darüber hinaus auch noch durch seltsame Töne das menschliche Bewusstsein manipuliert. Wer wird dabei nicht an die altbekannte amerikanische Science-Fiction-B-Film-Kost der 50er-Jahre erinnert? Doch nicht nur das; als Draufgabe gibt's auch noch Hörgeräte als Gegenmittel. Woher kennen wir das wohl? Ach ja, "Scotland Yard jagd Dr.Mabuse" lässt grüssen. Was sich dem ersten Eindruck nach so anhört wie eine, an Minderwertigkeit kaum zu überbietende, B-Film-Thrash-Granate eines längst in der Bedeutungslosigkeit verschwundenen Möchtegern-Film-Teams, nimmt Wunder, wie spannend und unterhaltsam das Stückchen doch geraten ist. Tja, die Briten können's halt so deichseln, dass auch die absurdeste Geschichte noch eine gewisse Haltung bewahrt, wofür ein großes Lob gebührt. Wie die Schlingpflanze ihre menschliche Nahrung über den Boden schleift hat schon etwas an sich und lässt durchaus ein bisschen Grusel aufkommen. Die klaustrophobische Beengtheit in dem, durch die Pflanze dominierten, Wohnsitz von Sir Lyle Peterson erinnert sogar ein bisschen an die Stimmung am Schluss von Hitchcocks "Die Vögel". Es ist natürlich naheliegend, dass das außerirdische Grünzeug durch Düngemittel gedeiht und durch Herbizide den Garaus gemacht bekommt, was dann auch als Waffe erster Wahl herhalten darf um die Welt zu retten.

Wortwitz:

Steed nach dem erfolgreichen Kampf gegen die fleischfressende Pflanze: "I'm a herbicidal maniac." (in Abwandlung des Begriffs homicidal maniac).

Am Schluss träumt Steed von einem Spaziergang im Grünen mit anschließendem Tee bei einem Freund und sagt: "He has a nursery with all sort of things. Roses, daffodils, giant climbers..." Darauf Mrs.Peel: "What as eating habit?" Darauf Steed lachend: "Strictly vegetarian."


Fazit:


Sehr Science-Fiction-lastige, aber auch besonders unterhaltsame Story, die als Hommage an die B-Filme der 50er-Jahre verstanden werden könnte.

patrick Online




Beiträge: 2.682

01.11.2016 21:29
#78 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

Staffel 4 - Episode 12: Two's a Crowd ( 2 : 1 = 1, 17.12.1965)



Regie: Roy Baker

Produktion: 12.05.1965 bis 28.05.1965

Mit: Patrick Macnee, Diana Rigg, Warren Mitchell, Maria Machado, Alec Mango, Wolfe Morris, Julian Glover, John Bluthal, Eric Lander


Die Ankunft des gefürchteten russische Spions Psev wird in England befürchtet. Niemand weis, wie er aussieht; nur die Identität seiner 4 Helfershelfer ist bekannt. Diese entdecken das männliche Model Webster, der Steed wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Allerdings pflegt er einen liederlichen Lebenswandel und zeichnet sich nicht unbedingt durch einen seriösen Charakter aus, was die Spione ausnutzen. Sie machen ihm schmackhaft, Steed zu ermorden und in dessen Rolle zu schlüpfen, damit er Zutritt zu einer wichtigen Konferenz hat...

Die vorliegende Episode dreht sich um ein ziemliches Verwirrspiel, da einerseits ein feindlicher russischer Superagent gesucht wird, der ein Phantom zu sein scheint, und andererseits ein falscher Steed in Erscheinung tritt, der es sogar fertig bringt, Mrs.Peel zu täuschen. Einfach herrlich ist dessen machohafter Auftritt mit Schnurrbart bei einer Modeschau, wo er schon einen sehr scharfen Kontrast zu Steeds typischem Auftreten zum Besten gibt. Gegen Schluss hin weis man dann tatsächlich nicht mehr ob Steed nun echt ist oder nicht. Etwas trashig wirken die Modellflugzeuge, deren sich die Agenten als Mordwerkzeuge bedienen. An Unterhaltungswert und Spannung gibt es dagegen nichts auszusetzten. Übrigens bekommt man einen noch sehr jungen Julian Glover (geb.1935) zu sehen. Man kennt ihn als Bösewicht aus dem Bond-Film "In tödlicher Mission" von 1981.

Wortwitz:

Steeds Doppelgänger zu den feindlichen Agenten: "Supposing Mrs.Peel rumbles the fact with the two Steeds." Darauf einer der Agenten: "Then there will be one less Mrs.Peel."

Mrs.Peel erklärt Steed, sie habe einen Doppelgänger von ihm gesehen. Darauf Steed: "If I had a twin, I'm sure Mother would have mentioned it."

Fazit:

Ausgesprochen phantasievoll gestaltete Doppelgänger-Geschichte, in der Patrick Macnee auch mal aus seiner typischen Steed-Haut raus kann.

patrick Online




Beiträge: 2.682

04.11.2016 16:42
#79 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

Staffel 4 - Episode 13: Too Many Christmas Trees (Weihnachten - Ein Alptraum, 23.12.1965)



Regie: Roy Baker

Produktion: 18.02.1965 bis 01.03.1965

Mit: Patrick Macnee, Diana Rigg, Mervyn Johns, Edwin Richfield, Jeanette Sterke, Alex Scott, Robert James, Barry Warren


Steed leidet während der Vorweihnachtszeit unter furchtbaren Alpträumen, in denen stets ein wenig ansprechender Weihnachtsmann auftaucht. In einem dieser Träume zeigt ihm dieser die Leiche eines ihm bekannten Agenten, über den er am nächsten Tag erfährt, dass er tatsächlich verstorben ist. Todesursache ist eine Art "Brainstorm". Mrs.Peel schlägt ihm etwas später den Besuch einer Weihnachtsfeier vor, die ein gewisser Brandon Storey in seinem Schloss veranstaltet. Auch das Gebäude kennt Steed aus seinen Träumen. Dort angekommen wird er mitten am Tag ungewöhnlich müde und zieht sich in sein Zimmer zurück, wo die Alpträume weitergehen. Kurz darauf erscheint eine gewisse Janice Crane, eine weitere Person die ihm bereits im Schlaf begegnet ist und wahrhaft übersinnliche Anlagen hat. Nach und nach stellt sich heraus, dass eine Gruppe telepathisch begabter Krimineller Steed in Richtung eines Nervenzusammenbruchs drängen will, um dann an gewisse Informationen aus seinem Bewusstsein zu gelangen...

Steed hat es in dieser Episode wirklich nicht leicht, stochern doch telepathisch veranlagte Gegenspieler in seinem Bewusstsein herum und drängen ihm gesteuerte Träume auf. Die genannte Praktik ist sehr schwarzmagisch angehaucht, was auch der Atmosphäre im Schloss entspricht. Die Traumsequenzen, wie auch zahlreiche Szenen im Anwesen, wirken sehr düster und bedrohlich. Da Steed hier zeitweise nicht ganz bei der Sache sein kann, wird Mrs.Peel umso mehr gefordert, die Dinge in die Hand zu nehmen. Brandon Storey ist ein Liebhaber der Charles-Dickens-Romane, weshalb bei der Weihnachtsfeier entsprechende historische Kostüme getragen werden, was einmal mehr den Geist einer vergangenen Epoche heraufbeschwört. Die vorliegende Episode bringt ein übersinnliches Element ein, welches vor allem von der hübschen, hier aber auch unheimlichen und hexenhaften Jeanette Sterke (geb.1934), einer britischen Schauspielerin tschechischer Herkunft, ausgeht.

Wortwitz:


Als Mrs.Peel Steed seine Weihnachtskarten reicht, stammt eine davon von Mrs.Gale, die in früheren Staffeln von Honor Blackman dargestellt wurde. Darauf Steed: "Mrs.Gale. What can she be doing in Fort Knox."

Steed, nachdem Mrs.Peel auf das Alter seines Bentley anspielt: "The quality of a ladys performance is not measured by her years."


Fazit:


Sehr interessante und atmosphärische Weihnachts-Folge mit moderaten Grusel-Elementen, einem alten Schloss, Charles-Dickens-Flair und viel Telepathie.

patrick Online




Beiträge: 2.682

08.11.2016 21:46
#80 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

Staffel 4 - Episode 14: Silent Dust (Tödlicher Staub, 31.12.1965)



Regie: Roy Baker

Produktion: 14.06.1965 - 02.07.1965

Mit: Patrick Macnee, Diana Rigg, William Franklyn, Jack Watson, Conrad Phillips, Normon Bird, Hilary Wontner, Joanne Wake, Isobel Black, Charles Lloyd Pack, Aubrey Morris, Robert Dorning


Eine englischen Grafschaft wird von einem ungewöhnlichen Vogelsterben heimgesucht. Ein Minister zeigt Steed eine abgeschotete Gegend namens Manderly, die kahl ist wie eine Wüste. Grund dafür ist ein vermeintliches Düngemittel, das in Wirklichkeit jegliches Leben zerstört. Der Erfinder des berüchtigten Mittels ist vor einigen Monaten verstorben, wie Steed von dessen Tochter erfährt. Leider ist der Killer-Dünger in die Hände einer kriminellen Gruppe geraten, die nun die Regierung damit erpressen will eine Grafschaft nach der anderen zu zerstören, sollte nicht eine beträchtliche Geldsumme an sie bezahlt werden...

Der vorliegenden Episode fehlt es irgendwie am gewissen Etwas, was man u.a. am ehesten damit begründen kann, dass man vergeblich nach skurrilen Figuren oder sonstwie interessanten Charakteren sucht. Auch Story und Schauplätze können sich nicht über das Mittelmaß erheben.Trotzdem bin ich nicht geneigt hier ein vernichtendes Verdikt auszusprechen. Neben dem Umstand, dass Steed und Mrs.Peel wie üblich in Top-Form sind, hat auch die vorliegende Folge ihre Momente. Hervorheben möchte ich diesbezüglich die relativ harten Szenen, in denen Steed angeschossen und verfolgt wird und anschließend in eine Tierfalle tritt. Als Mrs.Peel ihn verarztet halluziniert er und sieht sie als schnurrbärtigen Doktor aus dem wilden Westen und sich selbst als angeschossenen Scheriff. Übrigens lässt Mrs.Peel hier auch die Hüllen fallen, allerdings nicht für den Zuseher, sondern nur für das Mädchen, welches eine Skulptur von ihr anfertigt. Am Schluss darf ein reitender Steed das Protestschild eines Jagdgegners, ähnlich einer mittelalterlichen Turnierlanze, schwingen. Isobel Black (geb.1943) ist Hammer-Freunden natürlich als hübsche Blutsaugerin aus dem Film "Kiss of the Vampire" von 1963 bekannt.

Wortwitz:

Steed und Mrs.Peel sind auf einem Stechkahn, der von Mrs.Peel bewegt wird: Steed zu Mrs.Peel: "Tired?" Darauf Mrs.Peel: "Exhausted." Darauf Steed: "No stamina?" Mrs. Peel: "No comment."

Steed und Mrs.Peel befinden sich in einem Pub als eine junge Dame eintritt. Darauf Steed: "Let's see what I can pick up here." Darauf Mrs.Peel: "I'm sure you will PICK UP SOMETHING."

Fazit:

Alles in allem sicherlich kein Highlight, aber eine solide Unterhaltung, die man beim Genuss der Serie einfach mal mitnimmt.

schwarzseher Offline



Beiträge: 320

09.11.2016 17:38
#81 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

In der Weihnachtsfolge finde ich ein bisschen zu viel "Träumereien" Irgendwie finde ich keinen Zugang zu der Folge ???
Was mir aber bei (fast) allen Folgen auffällt ist das abrupte Ende.Oft hat man den Eindruck.....da muss doch noch was kommen...?und schon fahren sie in die Abendsonne.

patrick Online




Beiträge: 2.682

09.11.2016 20:50
#82 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

Zitat von schwarzseher im Beitrag #81
In der Weihnachtsfolge finde ich ein bisschen zu viel "Träumereien" Irgendwie finde ich keinen Zugang zu der Folge ???
Was mir aber bei (fast) allen Folgen auffällt ist das abrupte Ende.Oft hat man den Eindruck.....da muss doch noch was kommen...?und schon fahren sie in die Abendsonne.


...das sagt ja schon der deutsche Titel. Natürlich ist die Weihnachtsfolge etwas abgehoben, da Steed ja ständig telepathisch beeinflusst wird. Finde das aber ganz originell. In den Folgen wird ganz allgemein meistens recht viel reingepackt, sodass es bei der vorgegebenen Zeit von 50 Minuten gegen Schluss hin tatsächlich etwas knapp wird. Das war bei den Hammer-Filmen dieser Zeit ähnlich.

patrick Online




Beiträge: 2.682

12.11.2016 21:16
#83 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

Staffel 4 - Episode 15: Room Without A View ( Geschlossene Räume, 07.01.1966)



Regie: Roy Baker

Produktion: 15.04.1965 bis 29.04.1965

Mit: Patrick Macnee, Diana Rigg, Paul Whitsun-Jones, Peter Jeffrey, Richard Bebb, Philip Latham, Peter Arne, Vernon Dobtcheff, Peter Madden, Jeanne Roland.

Der seit zwei Jahren verschollene Physiker Wadkin taucht völlig unerwartet wieder zuhause auf und attackiert seine chinesische Frau, die gerade Gäste betreut. Er muss gewaltsam zurückgehalten werden. Es deutet alles darauf hin, dass er offenbar in der Mandschurei einer Gehirnwäsche unterzogen wurde. Steed und Mrs.Peel erfahren, dass sieben weitere Physiker auf ähnliche Weise spurlos verschwunden sind. Der, sich nach wie vor in einem Dämmerzustand befindliche, Wadkin erwähnt immer wieder die Nummer 621, woraus sich niemand einen Reim machen kann. Allerdings führt bald eine Spur zum Chessman Hotel, wo Cullen, ein alter Kollege von Wadkin, im Zimmer 621 spurlos verschwindet. Pasold, der diesen dort treffen will, sieht sich in besagtem Zimmer um und muss feststellen, dass dort wo Fenster und Tür sein sollten plötzlich eine massive Metallwand ist. Unmittelbar darauf strömt Gas aus und Pasold wird etwas später von Mrs.Peel tot aufgefunden. Diese hat mittlerweile einen Posten als Rezeptionistin im Chessman Hotel aufgenommen, um dieses im Auge zu behalten. Allerdings wird sie auf Zimmer 621 geschickt, wo sie ebenfalls plötzlich vor einer massiven Metallwand steht und durch Gas betäubt wird. Als sie erwacht befindet sie sich in einer Zelle in der Mandschurei...

Diese Folge dreht sich um ein mysteriöses Zimmer 621, in welchem reihenweise Personen verschwinden, um nur kurze Zeit später in einer Zelle einer Gehirnwäsche unterzogen zu werden, welche sich allem Anschein nach ausgerechnet in der Mandschurei befindet. Aus den Gängen hallt eine geradezu grässliche Geräuschkulisse, bestehend aus Schreien, trampelnden Schritten und Schüssen, was auf permanente brachiale Gewalt hindeutet. Der geübte Avengers-Konsument kann sich natürlich denken, was hier wirklich gespielt wird. Dies wirft aber keinen Schatten auf diese durchaus unterhaltsame Folge. Der Umstand, dass man hier wohl im Handumdrehen von einem englischen Hotel in die Mandschurei transferiert wird, regt schon zum Schmunzeln an und unterstreicht erneunt auf einfallsreiche Weise den skurrilen Charkter dieser Serie. Natürlich ist es typisch für den Zeitgeist, dass Chinesen hier als bitterböse Kommunisten dargestellt werden, deren Auftauchen nichts Gutes verheißt. Jeanne Roland (geb.1942), die hier Mrs.Wadkin spielt, wirkte übrigens in dem Hammer-Streifen "The Curse of the Mummy's Tomb" von 1964 mit.

Fazit:

Recht typische, originelle und einfallsreiche Folge mit einem zwar nicht science-fiction-lastigen, aber erfrischend unwahrscheinlichen, Plot.

patrick Online




Beiträge: 2.682

14.11.2016 17:38
#84 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

Staffel 4 - Episode 16: Small Game for Big Hunters (Afrikanischer Sommer, 14.01.1966)



Regie: Gerry O'Hara

Produktion: 16.09.1965 - 01.10.1965

Mit: Patrick Macnee, Diana Rigg, Bill Fraser, James Villers, Liam Redmond, A.J.Brown, Peter Burton, Paul Danquah, Tom Gill, Esther Anderson, Peter Thomas


Ein Mann wird mitten in England unter wildem Getrommel von Eingeborenen verfolgt und mit einem Pfeil angeschossen. Anschließend verfällt er in eine Art Schlafkrankheit und wird im Haus von Dr.Gibson, der ihn auffindet, untergebracht. Steed und Mrs.Peel untersuchen die Angelegenheit und bekommen ebenfalls seltsame Dschungeltrommeln zu hören. Darüber hinaus finden sie ein aufgemaltes Symbol vor, das sich auf einen Woodoo-Kult namens Shirenzai aus Kalaya bezieht. Schließlich verfällt auch Dr. Gibson in den todesähnlichen Schlaf. Nachforschungen ergeben, dass die Kleider, welches das erste Opfer trug, 1929 von einem gewissen Colonel Rawlings gekauft wurden, der seinen Militärdienst in Kalaya abgeleistet hat. Kurz darauf gerät Steed vor Gibsons Haus in einen Kampf mit einem waschechten Eingeborenen…

Trommeln und wilde Schreie - ein für britische Verhältnisse ungewöhlich braungebrannter Mann mit Buschmesser und Tropenkleidern läuft durch ein sumpfiges Dickicht und wird von einem Eingeborenenpfeil niedergestreckt. Auf den hier zwangsläufig erweckten Anschein, ein Dschungel-Abenteuer vor sich zu haben, folgt umgehend die Ernüchterung, nachdem ein Stein mit der Aufschrift „London 23 Meilen“ in's Bild rückt.

Auch wird Steed bald mit einem Wilden konfrontiert, was er in gewohnt cooler Manier Mrs.Peel gegenüber fast beiläufig erwähnt. Ein seltsamer Kult, die nicht verstummenden Trommeln und vieles mehr verleihen dieser Episode einen wahrlich unverkennbaren Afrika-Flair, der Daktari neidisch machen könnte. Was aber steckt dahinter? Steed sollte es erfahren, nachdem er sich zum Anwesen von Colonel Rawlings begibt. Eine gar seltsame Interpretation des Tarzanschreis bekommt man übrigens zu hören, als er sich im Finale auch noch von einer Liane schwingt. Hier der Link dazu: https://www.youtube.com/watch?v=t4ECA4j4fGo

Wortwitz:


Steed zu Mrs.Peel nach seinem mehr als merkwürdigen Zusammentreffen mit einem Eingeborenen im heimatlichen England: "Had to bother with a native. A full blown savage with a very unfriendly disposition. He was wearing war paint."

Steed, nachdem er sich, den Tarzanschrei austossend, von einer Liane schwingt: "Me Steed." darauf Mrs.Peel: "Me Emma." (anspielend auf "Ich Tarzan, du Jane.")

Steed stellt die Box mit den überaus kälteempfindlichen Tse-Tse-Fliegen in den englischen Regen hinaus und sagt: "When the temperatures fall bellow subtropical..." darauf Mrs.Peel:..."they die like flies."

Steed und Mrs.Peel befinden sich in einem Ruderboot, wobei nur Mrs.Peel rudert. Steed ruft: "Full speed ahead." Darauf Mrs.Peel: "In that case we'll have to start the other engine."

Fazit:

Dieses, mitten in England angesiedelte, Dschungelabenteuer ist derart abgedreht, dass man nicht umhin kommt es zu mögen.

Peter Offline




Beiträge: 2.731

14.11.2016 19:35
#85 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

Zitat von patrick im Beitrag #84
..... Dieses, mitten in England angesiedelte, Dschungelabenteuer ist derart abgedreht, dass man nicht umhin kommt es zu mögen....

Sehr richtig! Wenn ich an diese frühe Staffel zurück denke, habe ich an den "Afrikanischen Sommer" mit die besten Erinnerungen. Herrlich abgedreht-exotisches Killer-Setting, aber ausdrücklich scharf begrenzt und läppische 23 Meilen (nur zufällig die klassische Verschwörer-Zahl?!) von London entfernt. Herrlich humorvoll - und nebenbei sogar ein recht spannend gelungener Whodunit.

Ray Offline



Beiträge: 584

14.11.2016 22:28
#86 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

Mich hat diese Folge bis heute nicht erreichen können. Für mich gehört sie zu den schwächsten der Staffel.

Generell verspüre ich aber durch deine schönen Besprechungen große Lust, mir die Folgen mal wieder anzusehen. Vielleicht komme ich in nächster Zeit mal wieder dazu.

patrick Online




Beiträge: 2.682

14.11.2016 22:38
#87 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

Zitat von Ray im Beitrag #86

Generell verspüre ich aber durch deine schönen Besprechungen große Lust, mir die Folgen mal wieder anzusehen. Vielleicht komme ich in nächster Zeit mal wieder dazu.


Haargenau gleich geht's mir bei dir mit Wallace. Wenn man doch nur mehr Zeit hätte...

patrick Online




Beiträge: 2.682

16.11.2016 20:46
#88 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

Staffel 4 - Episode 17: The Girl from Auntie (Mrs.Peel zum ersten, zum zweiten, zum dritten, 20.01.1966)



Regie: Roy Baker

Produktion: 04.10.1965 bis 23.10.1965

Mit: Patrick Macnee, Diana Rigg, Liz Fraser, Alfred Burke, Bernard Cribbins, David Bauer, Mary Merrall, Sylvia Colleridge, Yolande Turner, Ray Martine, Maurice Browning, John Rutland


Mrs.Peel wird von einer alten Dame mit einer Spritze betäubt. Steed, der gerade aus dem Urlaub kommt, klingelt an ihrer Türe und muss zu seiner Verwunderung feststellen, dass sich eine fremde junge Dame ihm gegenüber als Mrs.Peel ausgibt. Als er diese zur Rede stellt, gesteht sie Georgie Price-Jones zu heißen und dafür engagiert worden zu sein, in die Rolle der Mrs.Peel zu schlüpfen. Es dauert nicht lange, bis sich die Leichen türmen, da praktisch jeder, der irgendwie mit dem seltsamen „Engagement“ von Georgie in Zusammenhang steht, mit einer Stricknadel erstochen aufgefunden wird. Schließlich wird auch auf Georgie selbst ein Mordanschlag von einer alten Dame verübt, dem sie aber entgehen kann. Eine Spur führt zu einem seltsamen Strick-Zirkel und in Folge zu einem kriminellen Kunsthändler, der sündhaft teure Waren aller Art verscherbelt, darunter auch Mrs.Peel…

Diese Episode enthält besonders viel Humor und erinnert sehr stark an die britischen Slapstick-Komödien der „Carry-On-Reihe“. Nicht umsonst bekleidet wohl auch Bernard Cribbins (geb.1928) hier eine Rolle. Auch Liz Frazer (geb.1930) hatte dort schon mehrere Auftritte und entspricht als Georgie dem Prototyp der dümmlich-naiven, aber wohlgeformten, Blondine und strahlt dabei sogar einen gewissen liebenswerten Charme aus. Man weis irgendwie schon im Vorhinein, dass ihr wohl nicht viel passieren wird. Besonders auffallend sind die vielen Leichen, die gar nicht mehr aufhören sich zu stapeln, was aber sehr leichtfüßig und ohne jeden Ernst inszeniert ist. Eine witzige Anspielung auf die Beatles bieten die Namen der Kostümbildner John, Paul, George und Fred, die ebenfalls das Zeitliche segnen müssen. Für einen originellen Gag hält das Wort "Auntie" her, das eine Spur in Richtung einer älteren Dame lenkt, tatsächlich aber der Name einer Person ist. Der Originaltitel ist ganz offensichtlich eine Abwandlung des Serientitels "The Man from U.N.C.L.E."

Wortwitz:

Georgie zu Steed nach dem sehr offensichtlichen Verschwinden von Mrs.Peel: „I think someone has kidnapped Mrs.Peel.“ Darauf Steed: „The same thought occured to me.“

Mr.Auntie ertappt den, vor der Mona Lisa stehenden, Steed, der sich unbefugten Zutritt verschafft hat und bedroht ihn mit einer Pistole. Darauf Steed: „I thought you were less likely to shoot me standing in front of a Da Vinci.“

Fazit:

Eine Folge mit rekordverdächtigem Body-Count, die rein komödiantisch aber trotzdem weit über den üblichen Humor hinausgeht und sich besonders wenig ernst nimmt.

patrick Online




Beiträge: 2.682

21.11.2016 20:51
#89 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

Staffel 4 - Episode 18: The Thirteenth Hole (Das 13. Loch, 28.01.1966)



Regie: Roy Baker

Produktion: 06.09.1965 - 15.09.1965

Mit: Patrick Macnee, Diana Rigg, Patrick Allen, Hugh Manning, Peter Jones, Victor Maddern, Francis Matthews, Donald Hewlett, Norman Wynne, Richard Marner


Auf einem Golfplatz wird ein Mann beim 13 Loch von einem anderen Golfspieler kaltblütig erschossen. Der Ermordete ist ein Agent, der offenbar auf einer heißen Spur war. Seine Leiche wird später an einer anderen Stelle aufgefunden. In der Wohnung des Opfers gerät Mrs.Peel in einen Kampf mit einem Maskierten, der allerdings fliehen kann. Steed und Mrs.Peel wittern bald eine Fährte, die sie zum Craigleigh-Golf-Club führt, wo sie unliebsame Bekanntschaft mit Frank Reed, dem Mörder des Agenten, machen. Er besteht darauf, um diese Zeit mit seiner Partie den Vorrang zu haben. In der Nacht begegnet die, auf dem Spielfeld herumschnüffelnde, Mrs.Peel dem Berufsgolfer Collins, der sogleich von einem, einen Golfball hinauskatapultierenden, Geschoss niedergestreckt wird und anschließend spurlos verschwindet. Schließlich deichselt Steed es, in einem Spiel gegen Frank Reed anzutreten, um festzustellen, was es mit dem ominösen 13.Loch auf sich hat. Er wird bei der Partie von der, sich hinter den Bäumen versteckten, Mrs.Peel auf nicht ganz sportliche Weise tatkräftig unterstützt. Allerdings muss er im Falle eines Sieges aus Gründen, die er noch nicht erkennen kann, aus dem Wege geräumt werden…

Steeds nicht ganz astreine Spielweise auf dem Golfplatz erinnert sehr stark an Sean Connery in dem James-Bond-Klassiker „Goldfinger“. Allerdings handelt es sich hier um einen Golfplatz, der als Tarnung für sehr ungewöhnliche Machenschaften herhalten muss. Gegenüber der vorangegangen Folge wird der, durchaus vorhandene, Humor wieder auf das gewohnte Maß zurückgeschraubt. Mrs.Peels feenhaftes Auftreten hinter Bäumen und Büschen bietet vergnügliche Unterhaltung in angenehmem Ambiente, so scheint es zumindest auf den ersten Blick. Steeds schelmischer Art kann man ebenfalls stundenlang zusehen. Um keine Ausrede verlegen, immer lächelnd und ständig bei gutem Humor, scheint er jede, für ihn peinliche, Situation professionell zu überspielen.
Der kernige Patrick Allen (1927-2006), den Hammer-Fans als Captain Collier in „Captain Clegg“ von 1962 kennen, spielt hier den gefährlichen und uncharmanten Frank Reed, welcher sich bereits in der ersten Szene als wenig zimperlicher Mörder entpuppt. Victor Maddern (1926 oder 1928?-1993) ist in Wallace-Kreisen natürlich durch seine Mitwirkung in dem Film „Rätsel des silbernen Dreieck“ ein Begriff.
Im Finale erlebt man wieder Steed und Mrs.Peel in Topform beim Kampf gegen ihre Widersacher, was von einer bereits vertrauten, flotten Musik passend untermalt wird und einmal mehr dem Charakter von Comic-Verfilmungen sehr nahe kommt. Dass ein, einer Panzerfaust ähnliches, Gerät dazu verwendet wird, Golfbälle als gefährliche Geschosse ihrem Zweck zu entfremden ist wieder einmal ein urtypischer Avengers-Gag, wie Fans ihn lieben.

Wortwitz:

Mrs.Peel zu Steed nach seinem erfolgreich manipulierten Spiel gegen Reed: "It was an auspicious victory." Darauf Steed: "Reed thought it was suspicious."

Fazit:

Flottes und unterhaltsames Abenteuer im Golfer-Millieu mit einem sehr bizarren Gadget.

patrick Online




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24.11.2016 21:01
#90 RE: Mit Schirm, Charme und Melone: the Avengers Zitat · antworten

Staffel 4 - Episode 19: Quick-Quick Slow Death (Gefährliche Tanzstunde, 04.02.1966)



Regie: James Hill

Produktion: 25.10.1965 - 12.11.1965

Mit: Patrick Macnee, Diana Rigg, Eunice Gayson, Maurice Kaufmann, Carole Gray, Larry Cross, James Belchamber, John Woodnutt, Alan Gerrard, David Kernan, Colin Ellis, Graham Armitage, Charles Hodgson, Ronald Govey, Michael Peake

Ein gegnerischer Agent wird auf der Straße bei einem Unfall schwer verletzt. Sehr ungewöhnlich ist dabei, dass er einen Kinderwagen bei sich hat, aus dem die Leiche eines erwachsenen Mannes im Abendanzug fällt. Da aus dem Agenten nichts herauszubekommen ist, dient ein Tatoo, das der Tote am Unterarm trägt, als einziger Anhaltspunkt, um dessen Identität klären zu können. Tatsächlich erfährt Mrs.Peel von einem Tätowierer, dass es sich bei der Leiche um einen gewissen Mr. Peever handelt. Nachdem es weitere Tote gibt, führt eine Spur Steed und Mrs.Peel über einen Anzugverleih und einen Schuhmacher zu einer merkwürdigen Tanzschule. Mrs.Peel lässt sich dort als Tanzlehrerin engagieren und begegnet zu ihrem großen Erstaunen einem falschen, aber quicklebendigen, Mr.Peever. Dieser bekommt jedoch, trotz seines ausgesprochen schwerfälligen Tanzbeins, noch bevor Mrs.Peel sich ausführlicher mit ihm unterhalten kann, ein Zertifikat und verlässt die Tanzschule. Dies geschieht, wie sie erfährt, öfters, und zwar immer bei Männern mit ähnlicher Persönlichkeitsstruktur. Alle sind unauffällig und gehemmt und haben weder Verwandte noch Freunde. Grund genug für Steed, sich als Köder anzubieten…

In Puncto Story handelt es sich hier ja eigentlich um eine sehr typische Folge. Die viel zu ausgiebigen Szenen auf dem Tanzparkett berauben der Episode jedoch jeglicher Atmosphäre. Grundsätzlich ist es durchaus eine Stärke dieser Serie, dass die Avengers in ständig wechselnden Umfeldern und Locations agieren. Allerdings lassen sich dadurch, je nach Auge des Betrachters wahrgenommene, Qualitätsabweichungen nicht vermeiden, was mich besagtes Tanzschul-Ambiente schmerzlich bewusst werden lässt. Auch die Begleitmusik ist dabei alles andere als ein Ohrwurm.

Erheiternd ist besonders jene Szene, in der ein Offizier, der nicht mehr sprechen kann, nachdem er fast erwürgt worden wäre, zu verstehen gibt, mit Mrs.Peel telefoniert zu haben. Als Steed verwundert fragt, wie das denn möglich war, pfeift er einen Morse-Code.

Erwähnenswert ist ferner noch die Mitwirkung von Eunice Gayson (geb.1931), Sean Connerys erstem Bond-Girl, die in „Dr.No“ und „Liebesgrüsse aus Moskau“ mitwirkte.

Fazit:

Aufgrund der etwas zu ausführlich geschwungenen Tanzbeine rein atmosphärisch eine der schwächsten Folge der 4.Staffel, trotz der inhaltlich recht ansprechenden Geschichte.

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