Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Forum Edgar Wallace ,...



Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 88 Antworten
und wurde 10.567 mal aufgerufen
 Film- und Fernsehklassiker international
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6
Gubanov Offline




Beiträge: 14.472

07.06.2012 20:57
#46 RE: Zigarre, Trenchcoat, Auto, Hund: Die Columbo-Chronologie Zitat · antworten



36.5.5. Wenn der Schein trügt (OT: Now You See Him)

• Erstsendung des Originals: 29. Februar 1976
• Erstsendung der Klaus-Schwarzkopf-Synchronisation: 24. Mai 1980 (als 25. Episode)
• Erstsendung der Horst-Sachtleben-Synchronisation*: 4. Januar 1993
Gastdarsteller: Jack Cassidy, Bob Dishy, Robert Loggia, Nehemiah Persoff, Cynthia Sykes, Patrick Culliton, George Sperdakos, Thayer David u.a. Regie: Harvey Hart. Drehbuch: Michael Sloan. Laufzeit: 85 Minuten, 1 Sekunde.


Erster Satz: „Guten Tag, Sir.“

Inhalt: Der Mann, der unter dem Decknamen „der große Santini“ als Magier, Entfesselungskünstler und Entertainer auftritt, ist in Wahrheit ein ehemaliges Mitglied der Waffen-SS. Um Unannehmlichkeiten und Erpressungen zu vermeiden, erschießt Santini den einzigen Mitwisser, seinen Manager Jerome, während einer Vorstellung. Zu dieser Zeit befindet er sich angeblich gefesselt und unter Wasser in einer verschlossenen Kiste. Doch Columbo lernt schnell, dass man nie dem Schein trauen sollte: Er greift also selbst zu einigen Tricks.

Opfer: Jesse T. Jerome (Nehemiah Persoff) – erschossen
Täter: der große Santini (Jack Cassidy)

Zeit ...
• ... bis zum ersten Mord: 16 Minuten, 18 Sekunden
• ... bis zu Columbos erstem Auftritt: 18 Minuten, 50 Sekunden

Besonderheit der Episode: Die alte Synchronisation mit Klaus Schwarzkopf eliminierte alle Hinweise auf Santinis Vergangenheit. Dagegen wurde die Beschäftigung mit Magie schon von Levinson und Link angeregt, die neben Krimis auch eine Leidenschaft für Zauberei teilten.

Columbos Bonmot: „Natürlich habe ich nicht Ihre Klasse, aber dafür ziemlich gute Resultate.“

Columbo privat: • Mrs. Columbo hat ihrem Mann zum Geburtstag einen neuen Mantel geschenkt. Er sagt, er könne darin nicht denken, und legt es darauf an, ihn zu verlieren. • Die Columbos haben Santinis Zaubertricks bereits im Fernsehen verfolgt. • Columbo hat seit jeher großes Interesse an der Zauberei. Leider sind seine eigenen Hände dafür zu klein. • Columbo liebt das Glücksspiel. Er spielt sogar auf dem Revier Karten. • Für einen Gedankentrick gibt Columbo 17,35 Dollar in einem Zauberladen aus. An einer Handguillotine ist er nicht interessiert.

Letzter Satz: „Officer!“

Kurzfazit: Für viele „Columbo“-Fans ist „Wenn der Schein trügt“ die beste Folge der gesamten Reihe. Ich möchte nicht soweit gehen, erkenne aber die großen Stärken dieser Folge gern an: Jack Cassidy liefert ein drittes Mal eine geschliffene Performance als Mörder ab – vielleicht ist es seine beste, das lässt sich aber schwer entscheiden. Der Makel liegt einzig und allein im Detail: Während ich den zweiten und dankenswerterweise letzten Auftritt von Sergeant Wilson mit Schulterzucken quittiere, frage ich mich doch ernsthaft, ob man sich nicht einen stärkeren Clou für die Überführung hätte ausdenken können. Der Mord ist Santini so jedenfalls nicht nachzuweisen. Vielleicht ist er aber auch einfach eine Nummer zu groß für Columbo?

Mordmethode
Suche nach Beweisen
Columbo-Mörder-Zusammenspiel
Humor
Überführung

Die „Columbo“-Folgen 32 bis 37 auf DVD

Gubanov Offline




Beiträge: 14.472

12.06.2012 11:28
#47 RE: Zigarre, Trenchcoat, Auto, Hund: Die Columbo-Chronologie Zitat · antworten



37.5.6. Der alte Mann und der Tod (OT: Last Salute to the Commodore)

• Erstsendung des Originals: 2. Mai 1976
• Erstsendung der Claus-Biederstaedt-Synchronisation: 28. Januar 1992 (als 43. Episode)
Gastdarsteller: Robert Vaughn, Fred Draper, Diane Baker, Wilfried Hyde-White, John Dehner, Dennis Dugan, Bruce Kirby, Joshua Bryant u.a. Regie: Patrick McGoohan. Drehbuch: Jackson Gillis. Laufzeit: 90 Minuten, 41 Sekunden.


Erster Satz: „Darling, ist das komisch!“

Inhalt: Otis Swanson, genannt „der Commodore“, ist ein Segelgenie. Seine Firma baut seit unzähligen Jahren Yachten und Boote, die zum Unmut des alten Mannes jedoch seit Kurzem vor allem statushungrige Neureiche anziehen. Seiner Familie droht er mit dem Verkauf des Betriebs. In der Nacht darauf ist er tot. Neben ihm kniet sein Schwiegersohn Charles Clay, der sich alle Mühe gibt, die Spuren des Mordes zu verwischen. Der Commodore wurde erschlagen. Clay schleift ihn auf dessen Boot und segelt hinaus aufs Meer, wo er den Leichnam über Bord wirft. Wird er mit dieser Strategie Columbo ins Rudern bringen?

Opfer: Commodore Otis Swanson (John Dehner) – erschlagen, Charles Clay (Robert Vaughn) – erschlagen
Täter: Swanny Swanson (Fred Draper)

Zeit ...
• ... bis zum ersten Mord: 6 Minuten, 57 Sekunden
• ... bis zu Columbos erstem Auftritt: 12 Minuten, 7 Sekunden

Besonderheit der Episode: Zum ersten Mal ist in „Der alte Mann und der Tod“ der Mörder dem Zuschauer bis zur Auflösung nicht bekannt. Diese ungewöhnliche Struktur wählten die Produzenten ausgerechnet für die Folge, mit der die Serie ursprünglich enden sollte. Relikt des Gott sei Dank noch abgewandten Vorhabens: die klassisch-romantische Schlussszene.

Columbos Bonmot: „Einen großen Teich haben Sie da hinterm Haus, mit einer Menge Wasser drin. Japan liegt doch in dieser Richtung?“

Columbo privat: • Columbo soll das Rauchen aufgeben, weil seine Frau Angst um die Zimmerpflanzen hat. • Columbo braucht acht Stunden Schlaf pro Nacht. • Columbo ist nicht sonderlich gelenkig.

Letzter Satz: „Ich treffe meine Frau – im Yachtclub!“

Kurzfazit: Columbo kann auch ganz anders: Was seine Fangemeinde oft nicht wahrhaben will, ist, dass dem Inspektor auch ein Whodunit gut steht. Besonders in der klassischen Kaffeekränzchenüberführung steht er seinen Mann, obwohl man hier besonders bemerkt, wie überflüssig die Figur des Assistenten Mac ist. Das Problem der Folge besteht im Umkehrschluss allerdings in dem Fehlen der spannungsgeladenen Begegnungen zwischen Columbo und dem Mörder, wodurch der Mittelteil der Episode weitgehend höhepunktslos verläuft. Wie Komponist Bernardo Segáll dann aber die letzte Kameraeinstellung untermalte, ist widerum so anrührend, dass man „Der alte Mann und der Tod“ beinah seine Schwächen verzeihen möchte.

Mordmethode
Suche nach Beweisen
Columbo-Mörder-Zusammenspiel
Humor
Überführung

Die „Columbo“-Folgen 32 bis 37 auf DVD

Es wird wieder höchste Zeit für eine persönliche Zwischenwertung:

Platz 01: 4,658 Punkte: #28 – Des Teufels Corporal
Platz 02: 4,632 Punkte: #21 – Ein gründlich motivierter Tod
Platz 03: 4,605 Punkte: #14 – Klatsch kann tödlich sein
Platz 04: 4,474 Punkte: #22 – Schreib oder stirb
Platz 05: 4,342 Punkte: #11 – Blumen des Bösen
Platz 06: 4,211 Punkte: #36 – Wenn der Schein trügt
Platz 07: 4,158 Punkte: #08 – Zigarren für den Chef
Platz 08: 4,079 Punkte: #27 – Momentaufnahme für die Ewigkeit
Platz 09: 4,053 Punkte: #02 – Lösegeld für einen Toten
Platz 10: 4,000 Punkte: #25 – Meine Tote – Deine Tote

Platz 11: 3,974 Punkte: #30 – Playback
Platz 12: 3,947 Punkte: #03 – Tödliche Trennung
Platz 13: 3,921 Punkte: #24 – Schwanengesang
Platz 14: 3,895 Punkte: #35 – Blutroter Staub
Platz 15: 3,868 Punkte: #13 – Alter schützt vor Torheit nicht
Platz 16: 3,816 Punkte: #32 – Tödliches Comeback
Platz 17: 3,789 Punkte: #04 – Mord mit der linken Hand
Platz 18: 3,684 Punkte: #06 – Mord in Pastell
Platz 19: 3,579 Punkte: #26 – Geld, Macht und Muskeln
Platz 20: 3,553 Punkte: #23 – Teuflische Intelligenz
Platz 21: 3,526 Punkte: #20 – Stirb für mich
Platz 22: 3,421 Punkte: #16 – Schach dem Mörder
Platz 23: 3,342 Punkte: #12 – Wenn der Eismann kommt
Platz 24: 3,316 Punkte: #18 – Ein Hauch von Mord
Platz 25: 3,263 Punkte: #15 – Zwei Leben an einem Faden
Platz 26: 3,158 Punkte: #10 – Etüde in Schwarz
Platz 27: 3,132 Punkte: #33 – Mord in der Botschaft
Platz 28: 3,053 Punkte: #31 – Der Schlaf, der nie endet
Platz 29: 3,026 Punkte: #05 – Mord unter sechs Augen
Platz 30: 3,000 Punkte: #07 – Schritte aus dem Schatten

Platz 31: 2,921 Punkte: #19 – Wein ist dicker als Blut
Platz 32: 2,868 Punkte: #01 – Mord nach Rezept
Platz 33: 2,868 Punkte: #37 – Der alte Mann und der Tod
Platz 34: 2,737 Punkte: #34 – Tod am Strand
Platz 35: 2,684 Punkte: #29 – Traumschiff des Todes
Platz 36: 2,605 Punkte: #17 – Doppelter Schlag
Platz 37: 2,579 Punkte: #09 – Ein Denkmal für die Ewigkeit

Gubanov Offline




Beiträge: 14.472

23.06.2012 10:56
#48 RE: Zigarre, Trenchcoat, Auto, Hund: Die Columbo-Chronologie Zitat · antworten



Staffel 6

38.6.1. Mord im Bistro (OT: Fade in to Murder)

• Erstsendung des Originals: 10. Oktober 1976
• Erstsendung der Claus-Biederstaedt-Synchronisation: 7. April 1992 (als 53. Episode)
Gastdarsteller: William Shatner, Lola Albright, Alan Manson, Bert Remsen, Walter Koenig, Danny Dayton, Timothy Carey, John Finnegan u.a. Regie: Bernard L. Kowalski. Drehbuch: Lou Shaw, Peter Feibleman (Story: Henry Garson). Laufzeit: 68 Minuten, 54 Sekunden.


Erster Satz: „Das ist absurd.“

Inhalt: Um sich seiner erpresserischen Produzentin zu entledigen, inszeniert der Schauspieler Ward Fowler, der den berühmten Fernsehdetektiv Inspektor Lucerne verkörpert, einen Raubüberfall, in dessen Verlauf er die „zufällig“ anwesende Claire Daley erschießt. Er ahnt dabei nicht, dass Inspektor Columbo ihm bald auf Schritt und Tritt folgen und den Rat des TV-Ermittlers zu jedem Ergebnis der Ermittlungen einholen wird. Was Fowler zunächst auf dem Laufenden über den Fortschritt der Polizeiarbeit hält, macht ihm bald immense Probleme: Selbst Inspektor Lucerne beginnt, sein reales Ebenbild zu verdächtigen.

Opfer: Claire Daley (Lola Albright) – erschossen
Täter: Ward Fowler (William Shatner)

Zeit ...
• ... bis zum ersten Mord: 9 Minuten, 55 Sekunden
• ... bis zu Columbos erstem Auftritt: 13 Minuten, 7 Sekunden

Besonderheit der Episode: „Mord im Bistro“ markiert den Serieneinstand von Shera Danese, die Peter Falk 1977 heiratete und noch fünf weitere „Columbo“-Auftritte absolvierte.

Columbos Bonmot: „Wo hat Mrs. Daley Sie entdeckt? Das ist etwas, was nicht einmal meine Frau weiß.“

Columbo privat: • Mrs. Columbo und ihr Gatte verpassen keine Episode der Kriminalserie „Inspektor Lucerne“. • Columbo bedauert die Wirkung seines Berufs auf seine Gesprächspartner. • Columbo hat noch nie zuvor eine 1000-Dollar-Uhr gesehen. • Die bittere Wahrheit: Inspektor Lucerne klärt mehr Verbrechen auf als Columbo. • Mrs. Columbo freut sich über Ward-Fowler-Publicity-Material. • Columbo ist fest davon überzeugt, sich 3000 Dollar für einen neuen Wagen noch eine Weile sparen zu können. • Columbo hat ein gutes Farbgedächtnis.

Letzter Satz: „Sagen Sie zu mir nicht mehr Sir.“

Kurzfazit: Bei „Mord im Bistro“ handelt es sich um eine der am meisten unterschätzten „Columbo“-Episoden. Die Wiederholung vieler Kultmotive (Alibi vom Band, Studioumgebung) wird kunstvoll mit der brillanten Idee, zwei geniale Inspektoren gegeneinander antreten zu lassen, verwoben, wobei Insider-Gags entstehen, die auf die Schwierigkeiten der „Columbo“-Serie anspielen (d.h. die Gagenforderungen Falks). Durch die Schizophrenie des Täters packen die Gespräche zwischen „Sherlock Holmes und Sherlock Holmes“, wie es in einer Szene heißt, von Mal zu Mal mehr, zumal Columbo einige hervorragende Deduktionen, z.B. das Einschussloch im Kleid der Toten betreffend, anstellt.

Mordmethode
Suche nach Beweisen
Columbo-Mörder-Zusammenspiel
Humor
Überführung


Die „Columbo“-Folgen 38 bis 45 auf DVD

Gubanov Offline




Beiträge: 14.472

24.06.2012 14:08
#49 RE: Zigarre, Trenchcoat, Auto, Hund: Die Columbo-Chronologie Zitat · antworten



39.6.2. Bei Einbruch Mord (OT: Old Fashioned Murder)

• Erstsendung des Originals: 28. November 1976
• Erstsendung der Claus-Biederstaedt-Synchronisation: 14. April 1992 (als 54. Episode)
Gastdarsteller: Joyce van Patten, Celeste Holm, Jeannie Berlin, Tim O’Connor, Jess Osuna, Peter S. Feibleman, Jon Miller, Anthony Holland u.a. Regie: Robert Douglas. Drehbuch: Peter S. Feibleman (Story: Laurence Vail). Laufzeit: 72 Minuten, 2 Sekunden.


Erster Satz: „Was ist das hier, Sir?“

Inhalt: Ihr ganzer Stolz ist das familieneigene Museum: Die altmodische Jungfer Ruth Lytton ist schockiert, als ihr Bruder Edward ihr eröffnet, er wolle das unrentable Haus schließen lassen. Ein Plan muss her: Den zwielichtigen Museumswärter Schaeffer überredet Ruth, einen nächtlichen Einbruch zu fingieren, in dessen Verlauf sie sowohl ihn als auch Edward Lytton erschießt. Für die Polizei soll es so aussehen, als hätten sich die Männer gegenseitig getötet.

Opfer: Milton Schaeffer (Peter S. Feibleman) – erschossen, Edward Lytton (Tim O’Connor) – erschossen
Täter: Ruth Lytton (Joyce van Patten)

Zeit ...
• ... bis zum ersten Mord: 16 Minuten, 7 Sekunden
• ... bis zu Columbos erstem Auftritt: 18 Minuten, 26 Sekunden

Besonderheit der Episode: Der Drehbuchautor Peter S. Feibleman macht einen Cameo-Auftritt als erstes Mordopfer.

Columbos Bonmot: „Ich fing schon an, mich wie ein Polizist zu fühlen.“

Columbo privat: • Columbo wird im Frühling von einer Allergie geplagt. • Mrs. Columbo liest begeistert die Gesellschaftskolumnen – „besonders den Briefkastenteil“. • Columbos Redseligkeit ist Strategie: Er versucht so, geschockte Angehörige zu beruhigen. • Die Columbos sammeln Antiquitäten. • Columbos Uhr kostete 30 Dollar. Sie geht nicht so genau, wie er glaubt. • Vor dem letztjährigen Urlaub ließ Columbo sich impfen. • Columbo hat nur 5 Dollar in der Brieftasche.

Letzter Satz: „Ist mir ein Vergnügen, Miss Lytton.“

Kurzfazit: Auch wenn das Script durchaus seine reizvollen Momente hat und sowohl die Indizien als auch die Reise in die Vergangenheit erfreulich hätten ausfallen können, werden die guten Ansätze durch fehlende Stringenz und Dilettantismus zunichte gemacht. Robert Douglas’ Regie ist nichts anderes als schlampig (Anschlussfehler, Studio-Szenen, die im Freien spielen sollen), der Humor der schlimmste und dümmste Ausrutscher, den sich das Columbo-Team in der ersten Ära genehmigte. So fällt eine Sichtung von „Bei Einbruch Mord“ insgesamt leider recht ärgerlich aus, vor allem da einen weder die Mörderin noch die Überführung umzustimmen vermögen.

Mordmethode
Suche nach Beweisen
Columbo-Mörder-Zusammenspiel
Humor
Überführung

Die „Columbo“-Folgen 38 bis 45 auf DVD

Gubanov Offline




Beiträge: 14.472

08.07.2012 14:11
#50 RE: Zigarre, Trenchcoat, Auto, Hund: Die Columbo-Chronologie Zitat · antworten



40.6.3. Todessymphonie (OT: The Bye-Bye Sky High IQ Murder Case)

• Erstsendung des Originals: 22. Mai 1977
• Erstsendung der Claus-Biederstaedt-Synchronisation: 21. April 1992 (als 55. Episode)
Gastdarsteller: Theodore Bikel, Samantha Eggar, Sorrell Booke, Kenneth Mars, Todd Martin, Basil Hoffman, Howard McGillin, George Sperdakos u.a. Regie: Sam Wanamaker. Drehbuch: Robert Malcolm Young. Laufzeit: 69 Minuten, 34 Sekunden.


Erster Satz: „Ich wusste gar nicht, wie klug ich bin.“

Inhalt: Mit Unterschlagungen hält man besser hinterm Berg. Sein schmutziges Geheimnis ist Oliver Brandt auch den Mord an einem Freund und Geschäftspartner wert, der ihn an anzuzeigen gedenkt. Er erschießt ihn im Club, nur ein paar Türen von der Sigma-Gesellschaft getrennt, in der beide Mitglied sind. Sie umfasst die oberen zwei Prozent der Menschheit, gemessen am Intelligenzquotienten. Columbo gehört nicht dazu, aber vielleicht kann er dem mörderischen Genie dennoch eine Lehrstunde erteilen.

Opfer: Bertie Hastings (Sorrell Booke) – erschossen
Täter: Oliver Brandt (Theodore Bikel)

Zeit ...
• ... bis zum ersten Mord: 8 Minuten, 32 Sekunden
• ... bis zu Columbos erstem Auftritt: 16 Minuten, 33 Sekunden

Besonderheit der Episode: Der kuriose Titel der Folge sollte eigentlich kein Unikat bleiben. „How to Dial a Murder“ war ursprünglich als „The Laurel and Hardy WC Fields Citizen Kane Murder Case“ geplant worden.

Columbos Bonmot: „Ich liebe meine Arbeit wirklich.“

Columbo privat: • Columbo könnte von morgens bis abends mit Modellbahnen spielen. • Mrs. Columbo ist ein Rätsel- und Puzzlegenie. Sie löst auch die Aufgabe, die Mr. Brandt ihrem Mann stellt. • Columbos Neffe will unbedingt Revisor werden. • Das Auto hinterlässt jetzt auch hässliche Ölflecken. • Mrs. Columbo muss das neue Fleckenwasser am Mantel ihres Gatten ausgerechnet an einem Regentag ausprobieren. • Was man nicht glauben mag: Columbo ist in seiner Ausbildung immer klügeren Menschen begegnet.

Letzter Satz: „Nein, niemals – ich habe ja nichts anderes gelernt.“

Kurzfazit: Mittelmaß. Die in dunkelbraune Farbtöne gegossene Folge, bei der man stellenweise das Gefühl hat, dass Universal die Stromrechnung für die Studiobeleuchtung nicht mehr bezahlen konnte, ist weder inhaltlich besonders ausgereift noch überzeugen die Mitglieder der Intelligenzgesellschaft. Ähnlich #23 lässt der Kontrast zwischen dem sowieso cleveren Columbo und dem Mörder zu wünschen übrig, zumal die Täter der Serie sich auch in anderen Episoden nicht durch besondere Dummheit auszeichnen. Mehr Reiz bietet die Waage-Münzen-Aufgabe, mit der die Columbos fürs Gehirnjogging begeistert werden.

Mordmethode
Suche nach Beweisen
Columbo-Mörder-Zusammenspiel
Humor
Überführung

Die „Columbo“-Folgen 38 bis 45 auf DVD

Gubanov Offline




Beiträge: 14.472

13.07.2012 16:07
#51 RE: Zigarre, Trenchcoat, Auto, Hund: Die Columbo-Chronologie Zitat · antworten



Staffel 7

41.7.1. Alter schützt vor Morden nicht (OT: Try and Catch Me)

• Erstsendung des Originals: 21. November 1977
• Erstsendung der Klaus-Schwarzkopf-Synchronisation: 27. Dezember 1980 (als 26. Episode)
Gastdarsteller: Ruth Gordon, Mariette Hartley, G.D. Spradlin, Charles Frank, Mary Jackson, Jerome Guardino, Marie Silva-Alexander u.a. Regie: James Frawley. Drehbuch: Gene Thompson, Paul Tuckahoe (Story: Gene Thompson). Laufzeit: 69 Minuten, 38 Sekunden.


Erster Satz: „Also, Veronica, jetzt etwas für den Frauenclub.“

Inhalt: Felsenfest ist Abigail Mitchell davon überzeugt, dass ihre geliebte Nichte von deren Mann Edmund getötet wurde, obwohl offiziell von einem Unfall die Rede ist. Die in die Tage gekommene Kriminalautorin schmiedet deshalb einen teuflischen Plan: Um den Killer leiden zu lassen, schließt sie ihn in ihren begehbaren Wandsafe ein, bis ihm der Sauerstoff ausgeht. Anschließend bietet Abigail Columbo sogar Hilfestellung an, die Wahrheit über die tödliche Nacht herauszufinden. Es wird für sie zu einer Schlitterpartie zwischen Komplimenten und versteckten Beschuldigungen.

Opfer: Edmund Galvin (Charles Frank) – im Tresor eingeschlossen und ersticken lassen
Täter: Abigail Mitchell (Ruth Gordon)

Zeit ...
• ... bis zum ersten Mord: 14 Minuten, 30 Sekunden
• ... bis zu Columbos erstem Auftritt: 16 Minuten, 56 Sekunden

Besonderheit der Episode: Die ARD strahlte „Alter schützt vor Morden nicht“ unter dem Titel „Rache ist bitter“ aus.

Columbos Bonmot: „Auch die Mörder, mit denen ich zusammenkomme, auch die mag ich sogar – manchmal.“

Columbo privat: • Columbo und seine Frau verehren Abigail Mitchells Kriminalromane, obwohl Columbo in Folge #3 behauptete, seine Frau würde solche Bücher nicht mögen. • Columbo nimmt drei Stück Zucker in den Tee. • Columbo sucht wieder einmal neue Schuhe. • Columbo widerspricht der Ansicht, sein Beruf sei deprimierend. • Columbos Vater kaufte nur einmal einen Neuwagen. • Hund wird von Columbo am Meer ausgeführt. Columbo behauptet: „Er ist dressiert.“ • Columbos Eltern sind beide tot.

Letzter Satz: „Wenn Sie bei dem Tod meiner Nichte ermittelt hätten, hätte dies nicht passieren müssen.“

Kurzfazit: Allgemeiner Konsens besteht darüber, dass es sich bei „Alter schützt vor Morden nicht“ um eine sehr starke Folge handelt. Wenn die Mordmethode auch ausgefallen und diabolisch ist wie selten sonst in der Reihe, birgt sie für die Täterin Gefahren, die sie von Anfang an hätte einkalkulieren müssen. Immerhin aber besteht durch den Zettel des Toten ein eindeutiger Beweis für Abigails Schuld, obschon diese nicht so schwer wiegt wie die eines gewöhnlichen „Columbo“-Mörders. An einem anderen Tag hätte der Inspektor die Autorin vielleicht ebenso wie Grace Wheeler Willis entkommen lassen.

Mordmethode
Suche nach Beweisen
Columbo-Mörder-Zusammenspiel
Humor
Überführung

Die „Columbo“-Folgen 38 bis 45 auf DVD

Gubanov Offline




Beiträge: 14.472

19.03.2013 11:02
#52 RE: Zigarre, Trenchcoat, Auto, Hund: Die Columbo-Chronologie Zitat · antworten

Im Gegensatz zur Wurst hat eine lange Pause nur ein Ende:



42.7.2. Mord à la Carte (OT: Murder Under Glass)

• Erstsendung des Originals: 30. Januar 1978
• Erstsendung der Klaus-Schwarzkopf-Synchronisation: 1. Januar 1983 (als 27. Episode)
Gastdarsteller: Louis Jordan, Shera Danese, Richard Dysart, Mako, France Nuyen, Michael V. Gazzo, Larry D. Mann, Antony Alda u.a. Regie: Jonathan Demme. Drehbuch: Robert van Scoyk. Laufzeit: 70 Minuten, 24 Sekunden.


Erster Satz: „Guten Tag, es begrüßt Sie wieder Paul Gérard mit seiner Sendereihe ‚Die Welt ist meine Küche‘.“

Inhalt: Als ein erpresserischer Restaurantkritiker die Macht seiner spitzen Zunge am Ende sieht, ermordet er den Restaurantchef Vittorio, der sich weigert, weiterhin Zahlungen an Paul Gérard zu leisten. Das Gift des japanischen Kugelfischs stellt hierfür die beste Methode dar, denn es ist der Polizei in Los Angeles unbekannt und absolut tödlich. Was Gérard nicht bedachte, ist, dass es sich bei Inspektor Columbo selbst um einen Gourmet handelt, der nicht nur die Spur des Mörders, sondern auch die Verlockungen von Entenaspik, gefüllten Champignons und Fugu-Sashimi aufnimmt.

Opfer: Vittorio Rossi (Michael V. Gazzo) – mit Kugelfischgift vergiftet
Täter: Paul Gérard (Louis Jourdan)

Zeit ...
• ... bis zum ersten Mord: 9 Minuten, 57 Sekunden
• ... bis zu Columbos erstem Auftritt: 11 Minuten, 34 Sekunden

Besonderheit der Episode: Die ARD strahlte „Mord à la Carte“ unter dem Titel „Lauter Feinschmecker“ aus.

Columbos Bonmot: „Kopf hoch: Es gibt mehr als einen Fisch im Ozean.“

Columbo privat: • Columbo hat alle Bücher von Paul Gérard gelesen. • Mrs. Columbo kann nicht kochen. Ihr Ehemann steht regelmäßig am Herd. Als besondere Überraschung möchte er ihr eine französische Zwiebelsauce zubereiten. • Columbo spricht fließend Italienisch. • Columbo isst nicht gern allein. • Wichtige Fragen zur laufenden Untersuchung schreibt Columbo auf Karten, die er hinter den Rasierspiegel steckt. • Columbo war als Kind oft in Chinatown und im italienischen Viertel unterwegs. Zu Hause hielt er sich vor allem in der Küche auf. • Mrs. Columbo lernt Buchführung an der Abendschule. • Columbos Vater – natürlich italienischstämmig – kochte nur, wenn Mutter Columbo im Krankenhaus zur Entbindung war.

Letzter Satz: „Ich verstehe, Sir.“

Kurzfazit: Die kurzweilige Folge beginnt mit einem etwas überstürzten Mord, dessen Methode passend zur Thematik gewählt, aber nicht unbedingt besonders raffiniert ist. Einige Fragen (wie der Täter von Vittorios Entscheidung wusste, warum die anderen Erpressungsopfer schwiegen und warum die Polizei den Flaschenöffner nicht untersuchte) bleiben bedauerlicherweise offen, was durch das solide Zusammenspiel zwischen Columbo und Gérard einigermaßen gekittet wird. Columbos Offenheit in der Schlussszene, als er zugibt, dass er den Mörder nicht mag, missfällt mir – sie erscheint als out of character.

Mordmethode
Suche nach Beweisen
Columbo-Mörder-Zusammenspiel
Humor
Überführung

Die „Columbo“-Folgen 38 bis 45 auf DVD

Gubanov Offline




Beiträge: 14.472

19.03.2013 16:00
#53 RE: Zigarre, Trenchcoat, Auto, Hund: Die Columbo-Chronologie Zitat · antworten



43.7.3. Mord in eigener Regie (OT: Make Me a Perfect Murder)

• Erstsendung des Originals: 25. Februar 1978
• Erstsendung der Klaus-Schwarzkopf-Synchronisation: 21. Oktober 1984 (als 29. Episode)
• Erstsendung der Horst-Sachtleben-Synchronisation*: 11. Januar 1993
Gastdarsteller: Trish van Devere, Laurence Luckinbill, Patrick O’Neal, Lainie Kazan, James McEachin, Ron Rifkin, Bruce Kirby, Kenneth Gilman u.a. Regie: James Frawley. Drehbuch: Robert Blees. Laufzeit: 93 Minuten, 30 Sekunden.


Erster Satz: „Coming for to carry me home – a band of angels coming after me.“

Inhalt: Kay Freestone hat sich gründlich in ihrem Liebhaber, dem Fernsehboss Mark McAndrews getäuscht: Dieser wird nach New York befördert, denkt aber gar nicht daran, die fleißige Kay mitzunehmen oder ihr wenigstens seine Stellung zu überlassen. Das kann die Frau nicht auf sich sitzen lassen und greift zur Gegenwehr. Während sie angeblich im Projektionsraum einen Rollenwechsel vornimmt, erschießt sie Mark im Büro des Senders CNC. Dann ist es nur noch eine Formsache, dass Columbo rasch auf der Bildfläche erscheint.

Opfer: Mark McAndrews (Laurence Luckinbill) – erschossen
Täter: Katherine „Kay“ Freestone (Trish van Devere)

Zeit ...
• ... bis zum ersten Mord: 21 Minuten, 17 Sekunden
• ... bis zu Columbos erstem Auftritt: 1 Sekunde

Besonderheit der Episode: Kay Freestone bricht als erste mit der Regel, dass pro Staffel nur eine allein mordende Frau zu sehen sein soll. Nach Abigail Mitchell ist sie bereits die zweite Vollstreckerin in Staffel 7.

Columbos Bonmot: „Es ist, als hätte man eine kleine Flüsterstimme im Ohr, die einem versucht zu sagen, wer es getan hat.“

Columbo privat: • Columbos Vater war Brillenträger. • Columbo hatte schon einmal Probleme mit Gallensteinen. • Columbo hat ein schlechtes Langzeitgedächtnis: Die Filmrollenwechselprozedur, die man ihm in „Ein gründlich motivierter Tod“ erklärte, hat er wieder vergessen. • Als kleiner Junge baute Columbo Modellflugzeuge. • Columbos 15-jähriger Neffe begeistert sich für Super-8-Filme. • Columbo hat fünf Brüder und eine Schwester, mit denen er in einem sehr kleinen Haus lebte. • Mrs. Columbo ist skeptisch gegenüber Ärzten. • Columbos Schwager hat Rückenprobleme. • Hund ist der aufmerksamste Fernsehzuschauer im Hause Columbo.

Letzter Satz: „Ich glaube, ich kenne den Knopf.“

Kurzfazit: Hätte Universal ebenso beherzt den Rotstift gezückt wie Kay, hätte hier ein ganz großes Highlight entstehen können. Die Szenen, die die Episode strecken, fallen leider deutlich aus dem Rahmen, verhindern aber nicht, dass einige Passagen – der Mord, das Treffen im einsamen Haus, die Suche nach der Waffe im Fahrstuhl – unglaublich spannend ausfallen. Dass Columbo es wieder einmal mit einer patenten Frau und nicht nur mit gesetzten alten Damen zu tun bekommt, gibt der Serie kurz vor ihrem ersten Ende noch einen willkommenen Frischeschub.

Mordmethode
Suche nach Beweisen
Columbo-Mörder-Zusammenspiel
Humor
Überführung

Die „Columbo“-Folgen 38 bis 45 auf DVD

Gubanov Offline




Beiträge: 14.472

19.03.2013 19:18
#54 RE: Zigarre, Trenchcoat, Auto, Hund: Die Columbo-Chronologie Zitat · antworten



44.7.4. Mord per Telefon (OT: How to Dial a Murder)

• Erstsendung des Originals: 15. April 1978
• Erstsendung der Klaus-Schwarzkopf-Synchronisation: 10. Juni 1984 (als 28. Episode)
Gastdarsteller: Nicol Williamson, Tricia O’Neil, Kim Catrall, Joel Fabiani, Frank Aletter, Ed Begley jr., Fred J. Gordon u.a. Regie: James Frawley. Drehbuch: Tom Lazarus (Story: Anthony Lawrence). Laufzeit: 69 Minuten, 29 Sekunden.


Erster Satz: „Sie werden sterben – alle, wie Sie da sind, ohne Ausnahme.“

Inhalt: Wie soll man einen Mord begehen, wenn man gar nicht am Tatort ist? Dr. Mason findet eine Möglichkeit: Er trainiert seine Hunde so, dass sie auf Telefonklingeln und die Äußerung eines bestimmten Wortes mit tödlicher Aggression reagieren. Das erwählte Opfer: Freund und Kollege Dr. Hunter, der ein Verhältnis mit Masons verstorbener Frau hatte. Inspektor Columbo besucht mit seinem eigenen Vierbeiner die Hundeschule, um herauszufinden, wie Mason die Tat durchgeführt hat.

Opfer: Dr. Charles Hunter (Joel Fabiani) – von Dobermännern angefallen
Täter: Dr. Eric Mason (Nicol Williamson)

Zeit ...
• ... bis zum ersten Mord: 9 Minuten, 24 Sekunden
• ... bis zu Columbos erstem Auftritt: 10 Minuten, 23 Sekunden

Besonderheit der Episode: „Mord per Telefon“ strotzt vor Anspielungen auf den Orson-Welles-Film „Citizen Kane“, dessen Eröffnungsszene nachgestellt und dessen zentrales Geheimnis, wer oder was sich hinter dem Namen ‚Rosebud‘ verbirgt, schamlos verraten wird.

Columbos Bonmot: „Dieser Hund könnte eine tödliche Waffe sein.“

Columbo privat: • Mrs. Columbo möchte ein Selbsthypnoseseminar bei Dr. Mason besuchen. • Mrs. Columbo bezeichnet „Citizen Kane“ als ein Meisterwerk. • Columbo will Hund als Wache für seine Frau abrichten lassen. • Columbo hört gern zu, wenn über ihn geredet wird. • Erneut darf Columbo seine Billardkünste präsentieren.

Letzter Satz: „Wie hat W.C. Fields das bloß gemacht?“

Kurzfazit: Mord mittels abgerichteter Hunde bietet zwar eine nette Abwechslung im Rahmen der Serie, allerdings wird ab Beginn der Ermittlungen ersichtlich, dass alle Spuren sofort in Richtung Dr. Masons deuten. Das führt zwar dazu, dass Columbo dem Psychiater ohne Umschweife auf die Pelle rücken und ihn am Ende mit mehreren stichhaltigen Beweisen überführen kann, gleichsam aber fehlt die intellektuelle Herausforderung für den Inspektor. Dies soll mit alten Filmreferenzen wettgemacht werden, die jedoch in „Tödliches Comeback“ mehr Herz hatten.

Mordmethode
Suche nach Beweisen
Columbo-Mörder-Zusammenspiel
Humor
Überführung

Die „Columbo“-Folgen 38 bis 45 auf DVD

Gubanov Offline




Beiträge: 14.472

19.03.2013 23:48
#55 RE: Zigarre, Trenchcoat, Auto, Hund: Die Columbo-Chronologie Zitat · antworten



45.7.5. Waffen des Bösen (OT: The Conspirators)

• Erstsendung des Originals: 13. Mai 1978
• Erstsendung der Claus-Biederstaedt-Synchronisation: 3. März 1992 (als 48. Episode)
Gastdarsteller: Clive Revill, Jeanette Nolan, Bernard Behrens, Michael Horton, Albert Paulsen, L.Q. Jones, Deborah White, Sean McClory u.a. Regie: Leo Penn. Drehbuch: Howard Berk (Story: Pat Robinson). Laufzeit: 92 Minuten, 49 Sekunden.


Erster Satz: „God save Ireland, said the heroes.“

Inhalt: Als irischstämmigem Einwohner liegt Joe Devlin viel an seiner Heimat auf der grünen Insel. Soviel, dass er bereit ist, revolutionäre Gruppen mit Waffenschmuggel von Los Angeles aus zu unterstützen. Ein Dealer versucht, Devlin und seine Freunde aufs Kreuz zu legen und muss dafür selbst eine Kugel schlucken. Devlin, der es daraufhin mit einem besonders neugierigen Inspektor Columbo zu tun bekommt, schluckt ein Glas Whiskey nach dem anderen ...

Opfer: Vincent Pauley (Albert Paulsen) – erschossen
Täter: Joe Devlin (Clive Revill)

Zeit ...
• ... bis zum ersten Mord: 15 Minuten, 51 Sekunden
• ... bis zu Columbos erstem Auftritt: 17 Minuten, 56 Sekunden

Besonderheit der Episode: Für die Produzenten bei Universal stellte „Waffen des Bösen“ anno 1978 den Abschluss der „Columbo“-Serie dar. Es sollte elf Jahre dauern, bis der Inspektor wieder zurück auf den Bildschirm kam.

Columbos Bonmot: „Es war einmal ein Mann namens Finnegan, der entfloh aus dem Knast, um zu sündigen. Er bestahl Land und Leute, machte überall Beute. Jetzt sitzt er wieder drin und darf nicht kündigen.“

Columbo privat: • Columbo und seine Frau besuchten Joe Devlins One-Man-Show, obwohl Columbo keine Poesie mag. • Columbo hat ein Stammsüßwarengeschäft an der Ecke. • Mrs. Columbo würde keine Flipperautomaten im Wohnzimmer mögen. • Mrs. Columbo ist immer für eine Überraschung gut – doch das ist ihrem Mann nicht 55 Dollar wert. • Columbo ist ein begabter, listiger Dartspieler. • Columbos Neffe ist Gewichtheber, der vor seinen Wettbewerben zur Beruhigung strickt. • Mrs. Columbo liest in der Zeitung die Todesanzeigen, das Persönliche und die Schiffsnachrichten.

Letzter Satz: „So weit – und nicht weiter!“

Kurzfazit: Es ist weder der internationale Appeal noch der dauernde Alkoholgenuss, der diese Folge zu einer untypischen und leider auch etwas unterdurchschnittlichen (zwischenzeitlichen) Abschlussfolge macht: „Waffen des Bösen“ krankt vielmehr an einem schleppenden Drehbuch mit wackeliger Auflösung. Man darf froh sein, dank der Möglichkeiten des heutigen Heimkinos nicht für elf Jahre ausgerechnet diese Episode in Erinnerung behalten zu müssen.

Mordmethode
Suche nach Beweisen
Columbo-Mörder-Zusammenspiel
Humor
Überführung

Die „Columbo“-Folgen 38 bis 45 auf DVD

Gubanov Offline




Beiträge: 14.472

19.03.2013 23:58
#56 RE: Zigarre, Trenchcoat, Auto, Hund: Die Columbo-Chronologie Zitat · antworten

Die Rangliste mit den Wertungen der Episoden wird länger und länger. Für die komplette erste Ära (1968 bis 1978) sieht sie so aus:

Platz 01: 4,658 Punkte: #28 – Des Teufels Corporal
Platz 02: 4,632 Punkte: #21 – Ein gründlich motivierter Tod
Platz 03: 4,605 Punkte: #14 – Klatsch kann tödlich sein
Platz 04: 4,474 Punkte: #22 – Schreib oder stirb
Platz 05: 4,474 Punkte: #41 – Alter schützt vor Morden nicht
Platz 06: 4,342 Punkte: #11 – Blumen des Bösen
Platz 07: 4,211 Punkte: #36 – Wenn der Schein trügt
Platz 08: 4,158 Punkte: #08 – Zigarren für den Chef
Platz 09: 4,079 Punkte: #27 – Momentaufnahme für die Ewigkeit
Platz 10: 4,053 Punkte: #02 – Lösegeld für einen Toten
Platz 11: 4,026 Punkte: #43 – Mord in eigener Regie
Platz 12: 4,000 Punkte: #25 – Meine Tote – Deine Tote

Platz 13: 3,974 Punkte: #30 – Playback
Platz 14: 3,947 Punkte: #03 – Tödliche Trennung
Platz 15: 3,921 Punkte: #24 – Schwanengesang
Platz 16: 3,895 Punkte: #35 – Blutroter Staub
Platz 17: 3,868 Punkte: #13 – Alter schützt vor Torheit nicht
Platz 18: 3,868 Punkte: #44 – Mord per Telefon
Platz 19: 3,842 Punkte: #38 – Mord im Bistro
Platz 20: 3,816 Punkte: #32 – Tödliches Comeback
Platz 21: 3,816 Punkte: #42 – Mord à la Carte
Platz 22: 3,789 Punkte: #04 – Mord mit der linken Hand
Platz 23: 3,684 Punkte: #06 – Mord in Pastell
Platz 24: 3,579 Punkte: #26 – Geld, Macht und Muskeln
Platz 25: 3,553 Punkte: #23 – Teuflische Intelligenz
Platz 26: 3,526 Punkte: #20 – Stirb für mich
Platz 27: 3,421 Punkte: #16 – Schach dem Mörder
Platz 28: 3,342 Punkte: #12 – Wenn der Eismann kommt
Platz 29: 3,316 Punkte: #18 – Ein Hauch von Mord
Platz 30: 3,263 Punkte: #15 – Zwei Leben an einem Faden
Platz 31: 3,158 Punkte: #10 – Etüde in Schwarz
Platz 32: 3,132 Punkte: #33 – Mord in der Botschaft
Platz 33: 3,053 Punkte: #31 – Der Schlaf, der nie endet
Platz 34: 3,053 Punkte: #40 – Todessymphonie
Platz 35: 3,026 Punkte: #05 – Mord unter sechs Augen
Platz 36: 3,000 Punkte: #07 – Schritte aus dem Schatten

Platz 37: 2,974 Punkte: #45 – Waffen des Bösen
Platz 38: 2,921 Punkte: #19 – Wein ist dicker als Blut
Platz 39: 2,868 Punkte: #01 – Mord nach Rezept
Platz 40: 2,868 Punkte: #37 – Der alte Mann und der Tod
Platz 41: 2,816 Punkte: #39 – Bei Einbruch Mord
Platz 42: 2,737 Punkte: #34 – Tod am Strand
Platz 43: 2,684 Punkte: #29 – Traumschiff des Todes
Platz 44: 2,605 Punkte: #17 – Doppelter Schlag
Platz 45: 2,579 Punkte: #09 – Ein Denkmal für die Ewigkeit

Gubanov Offline




Beiträge: 14.472

20.03.2013 15:37
#57 RE: Zigarre, Trenchcoat, Auto, Hund: Die Columbo-Chronologie Zitat · antworten



Die zweite Ära: Staffel 8

46.8.1. Tödliche Tricks (OT: Columbo Goes to the Guillotine)

• Erstsendung des Originals: 6. Februar 1989
• Erstsendung der Hans-Sievers-Synchronisation: 4. September 1989 (als 30. Episode)
• Erstsendung der Klaus-Schwarzkopf-Synchronisation*: 30. April 1991
Gastdarsteller: Anthony Andrews, Karen Austin, Anthony Zerbe, James Greene, Alan Fudge, Dana Andersen, Robert Costanzo, Michael Bacall u.a. Regie: Leo Penn. Drehbuch: William Read Woodfield. Laufzeit: 88 Minuten, 39 Sekunden.


Erster Satz: „Machen Sie bitte das Licht in der Kammer an.“

Inhalt: Hellseher gibt es nicht – oder etwa doch? Das Militär ist an den übersinnlichen Kräften von Elliott Blake interessiert, der in ausgeklügelten Tests beweisen soll, dass er tatsächlich Gedanken lesen kann. Über die außergewöhnliche Bewerbung gerät Blake mit einem alten Bekannten, dem Zauberkünstler Max Dyson, in Zwietracht, der weder Blakes Begabungen für echt hält noch selbst eine wirklich saubere Weste trägt. Es kommt zum Streit zwischen den Männern, an dessen Ende einer von ihnen einen Kopf kürzer ist ...

Opfer: Max „The Magnificent“ Dyson (Anthony Zerbe) – mit einer Guillotine enthauptet
Täter: Elliott Blake (Anthony Andrews)

Zeit ...
• ... bis zum ersten Mord: 20 Minuten, 42 Sekunden
• ... bis zu Columbos erstem Auftritt: 21 Minuten, 7 Sekunden

Besonderheit der Episode: Entgegen seiner ursprünglichen Bekundungen, den Trenchcoat endgültig an den Nagel zu hängen, gelang es dem Fernsehsender ABC, Peter Falk gemeinsam mit den Autoren der ersten Stunde, William Link und Jackson Gillis, umzustimmen und zu einer Rückkehr auf die Bildschirme zu bewegen. Nach langer Pause entstanden so noch einmal 24 „Columbo“-Episoden, die Falk fortan als Koproduzent unterstützte.

Columbos Bonmot: „Ich habe das Gefühl, ich stelle ‘mal wieder die falschen Fragen.“

Columbo privat: • Columbo und seine Frau haben im Urlaub einmal eine Zaubervorführung gesehen. • Columbo hat das Experiment zum Gedankenlesen mit seiner Frau wiederholt. • Columbo hat bei einem seiner Fälle noch nie so viel gelernt.

Letzter Satz: „Sie sagten, dass ich einen schlechten Henker abgeben würde.“

Kurzfazit: Das alte Auto in nebliger Nacht. Eine Zigarre, die gerade angezündet wird. Kein Zweifel: Der Inspektor hat seine Dienstpause unbeschadet überstanden. Peter Falk ist zwar deutlich gealtert, was dem Serienprinzip aber keinen Abbruch tut – im Gegenteil: Zur wohlbekannten Schusseligkeit kommt nun eine Portion Altersweisheit hinzu, die Inspektor Columbo ausgesprochen gut steht. Sein erster Fall in der sogenannten „zweiten Ära“ stellt ihn auch gleich vor mehrere schweißtreibende Proben. Spannung und ein unverwechselbarer Ausflug in die Welt der Geheimdienste sind garantiert.

Mordmethode
Suche nach Beweisen
Columbo-Mörder-Zusammenspiel
Humor
Überführung


Die „Columbo“-Folgen 46 bis 51 auf DVD

Gubanov Offline




Beiträge: 14.472

20.03.2013 20:51
#58 RE: Zigarre, Trenchcoat, Auto, Hund: Die Columbo-Chronologie Zitat · antworten



47.8.2. Die vergessene Tote (OT: Murder, Smoke and Shadows)

• Erstsendung des Originals: 27. Februar 1989
• Erstsendung der Hans-Sievers-Synchronisation: 2. Oktober 1989 (als 31. Episode)
• Erstsendung der Klaus-Schwarzkopf-Synchronisation*: 9. April 1991
Gastdarsteller: Fisher Stevens, Molly Hagan, Nan Martin, Jeff Perry, Steven Hill, Jerome Guardino, Elizabeth Ruscio, Al Pugliese u.a. Regie: James Frawley. Drehbuch: Richard Alan Simmons. Laufzeit: 90 Minuten, 33 Sekunden.


Erster Satz: „Geht’s gut, Alex?“

Inhalt: In seinem Studio wird Jungregisseur Alex Bradey von seinem ehemaligen Freund Lenny Fisher überrascht. Lenny treibt nicht die Wiedersehensfreude, sondern die Wut Tränen in die Augen, denn er hat herausgefunden, dass Alex für den Tod seiner Schwester verantwortlich war. Lenny muss nun um Alex‘ Karriere willen beseitigt werden. Wo ginge das besser als an einem nächtlichen, verlassenen Filmset?

Opfer: Leonard Fisher (Jeff Perry) – Stromschlag
Täter: Alex Bradey (Fisher Stevens)

Zeit ...
• ... bis zum ersten Mord: 22 Minuten, 12 Sekunden
• ... bis zu Columbos erstem Auftritt: 23 Minuten, 34 Sekunden

Besonderheit der Episode: Mit Alex Bradey karikiert diese 47. „Columbo“-Folge den US-Kultregisseur Steven Spielberg, der Episode #3 zur Reihe beisteuerte. Es handelt sich nicht um die ersten Anspielungen dieser Art, die auch bereits in „Teuflische Intelligenz“ (#23) zu finden sind.

Columbos Bonmot: „Ich fürchte, ich habe schon zu viel von Ihrer kostbaren Zeit in Anspruch genommen. Ich werde Sie nicht wieder belästigen.“

Columbo privat: • Mrs. Columbo wünscht sich ein Wasserbett, doch ihr Mann ist abgeneigt. • Columbo findet nicht, dass seine langwierige Arbeit ein Filmpublikum interessieren würde. • Hund hat heute Morgen drei Hundekuchen gegessen. Columbo befürchtet, er könne zu dick werden. • Columbo behauptet, er sei schwindelfrei. Aufmerksame Beobachter wissen jedoch, dass er nicht ganz frei von Schwindeln ist. • Columbos Mutter ging sehr penibel mit ihren Büchern um und verlangte das auch von ihrem Sohn.

Letzter Satz: „Es ist mir ein unheimliches Vergnügen, Sir.“

Kurzfazit: Bei diesem „Columbo“ stimmt alles: Ein selten nerviger Inspektor, ein cleverer Fall, unterhaltsame Ermittlungen und ein vertrautes Metier fügen sich gemeinsam mit anspruchsvollen Aufnahmen und einer beschwingten Musik zu einem der schönsten „Columbo“-Erlebnisse überhaupt zusammen. Dass das Duell Jung gegen Alt natürlich an den gereiften Ermittler geht, war trotz Fisher Stevens‘ sichtlichen Elans vorherzusehen.

Mordmethode
Suche nach Beweisen
Columbo-Mörder-Zusammenspiel
Humor
Überführung

Die „Columbo“-Folgen 46 bis 51 auf DVD

Gubanov Offline




Beiträge: 14.472

21.03.2013 15:40
#59 RE: Zigarre, Trenchcoat, Auto, Hund: Die Columbo-Chronologie Zitat · antworten



48.8.3. Black Lady (OT: Sex and the Married Detective)

• Erstsendung des Originals: 3. April 1989
• Erstsendung der Hans-Sievers-Synchronisation: 4. Dezember 1989 (als 32. Episode)
• Erstsendung der Klaus-Schwarzkopf-Synchronisation*: 7. Mai 1991
Gastdarsteller: Lindsay Crouse, Stephen Macht, Julia Montgomery, Peter Jurasik, Ken Lerner, Marge Redmond, Dave Florek, Harry Johnson u.a. Regie: James Frawley. Drehbuch: Jerry Ludwig. Laufzeit: 90 Minuten.


Erster Satz: „Und jetzt etwas für diejenigen, die gerade mein neues Buch ‚Der Kurtisanen-Komplex‘ lesen.“

Inhalt: Dr. Joan Allenby ist entsetzt: Obwohl sie als Sexualtherapeutin glaubt, alles über menschliche Beziehungen zu wissen, muss sie feststellen, dass ihr Freund sie mit ihrer Sekretärin betrügt. Anstatt die beiden beim Schäferstündchen zur Rede zu stellen, plant Joan eine Falle: In der Verkleidung einer Prostituierten verführt sie den promiskuitiven Lover und trifft ihm mit einer Pistole ein letztes Mal mitten ins Herz ...

Opfer: David Kincaid (Stephen Macht) – erschossen
Täter: Lindsay Crouse (Dr. Joan Allenby)

Zeit ...
• ... bis zum ersten Mord: 18 Minuten, 18 Sekunden
• ... bis zu Columbos erstem Auftritt: 21 Minuten, 25 Sekunden

Besonderheit der Episode: Wie auch die Folgen #46, #47 und #49 erlebte „Black Lady“ ihre deutsche Erstaufführung auf Video. Dort wurde Columbo von Hans Sievers gesprochen. Für die Ausstrahlungen auf RTL bestand der Sender jedoch auf der Klaus-Schwarzkopf-Stimme, sodass alle Äußerungen des Inspektors noch einmal eingesprochen wurden. Die Sievers-Synchronisation hat es allerdings auf die DVD von „Tödliche Kriegsspiele“ geschafft.

Columbos Bonmot: „Gewöhnlicher Sex muss etwas sein, wovor man die Leute bewahren sollte.“

Columbo privat: • Columbo hört die Sendung, in der Dr. Allenby über Sex spricht, im Radio und findet ihre Äußerungen „ziemlich mutig“. • Über sein eigenes Liebesleben möchte Columbo nichts verraten. • Columbo spielte als Schüler Tuba, weil kein anderes Instrument mehr übrig war. • Columbo überlegt, seiner Frau eine Handtasche zum Geburtstag zu schenken. • Columbo liebt seinen Job – keine sonderliche Überraschung. • Mrs. Columbo hat „Der Kurtisanen-Komplex“ gelesen.

Letzter Satz: „Ma’am.“

Kurzfazit: Obwohl sich aus dem Spannungsfeld zwischen Sex und amerikanischer Prüderie einige hübsche Szenen ergeben, hat es Lindsay Crouse schwer, aus dem Schatten charismatischerer Mörderinnen aus der ersten Ära zu treten. Der Folge merkt man einige Längen an, obwohl die Ermittlungen sinnvoll vonstatten gehen. Dafür passt der Humor: Sowohl das Tuba- und Wasserspiel an der Konzerthalle als auch die russische Putzfrau gingen als Klassiker in die „Columbo“-Geschichte ein. Der Rest der Folge nicht.

Mordmethode
Suche nach Beweisen
Columbo-Mörder-Zusammenspiel
Humor
Überführung

Die „Columbo“-Folgen 46 bis 51 auf DVD

Gubanov Offline




Beiträge: 14.472

22.03.2013 21:17
#60 RE: Zigarre, Trenchcoat, Auto, Hund: Die Columbo-Chronologie Zitat · antworten



49.8.4. Tödliche Kriegsspiele (OT: Grand Deceptions)

• Erstsendung des Originals: 1. Mai 1989
• Erstsendung der Hans-Sievers-Synchronisation*: 5. Februar 1989 (als 33. Episode)
• Erstsendung der Klaus-Schwarzkopf-Synchronisation: 2. April 1991
Gastdarsteller: Robert Foxworth, Andy Romano, Janet Eilber, Stephen Elliott, Lynn Clark, Michael McManus, James Lashley, Bennett Liss u.a. Regie: Sam Wanamaker. Drehbuch: Sy Salkowitz. Laufzeit: 89 Minuten, 7 Sekunden.


Erster Satz: „Morgen, Sir.“

Inhalt: Das Institut von General Jack Padget unterhält sowohl eine Denkfabrik als auch über eine Privatakademie, an der Kadetten im Schnellverfahren ausgebildet werden. In beiden Geschäftsbereichen mischt Colonel Frank Brailie ganz oben mit – und weil ein Militär-Kumpan seine Verfehlungen in den Geschäftsberichten aufdecken konnte, ergreift Brailie den letzten Strohhalm: Der Mord, den er begeht, soll wie ein Manöverunfall aussehen. Für die meisten Betroffenen tut er das auch – nur nicht für Inspektor Columbo!

Opfer: Sergeant Major Lester Keegan (Andy Romano) – erstochen und mit einem Mörserfeuer in die Luft gesprengt
Täter: Colonel Frank Brailie (Robert Foxworth)

Zeit ...
• ... bis zum ersten Mord: 18 Minuten, 12 Sekunden
• ... bis zu Columbos erstem Auftritt: 22 Minuten, 33 Sekunden

Besonderheit der Episode: Auf VHS-Kassette erschien „Tödliche Kriegsspiele“ unter dem Titel „Täuschungsmanöver“.

Columbos Bonmot: „In meinem Bericht wird schließlich auch stehen, dass es ein Unfall war. Ich frage mich: Wieso kompliziere ich alles? Was sollen diese Fragen?“

Columbo privat: • Columbo kann mindestens sieben Arten von Matsch unterscheiden. • Mrs. Columbo hält das gemeinsame Haus blitzblank sauber. • Columbo besitzt Expertenwissen über die Schlacht von Gettysburg und großen Respekt vor General Jack Padget.

Letzter Satz: „Ah, da haben wir sie!“

Kurzfazit: Die Army brachte „Columbo“ bereits die gelungenste Folge der ersten Ära, „Des Teufels Corporal“ mit Patrick McGoohan, ein, sodass es kaum verwundert, dass auch diesmal der militärische Hintergrund wieder einen passenden Rahmen für Columbos Ermittlungen bildet. Der Unterschied: Der Inspektor fügt sich diesmal deutlich besser ein, kann sogar mit Hintergrundwissen auftrumpfen. Während Robert Foxworth nicht zu den allerstärksten Gegnern gezählt werden kann, gleicht die Episode doch mit dem väterlichen, von Hans Paetsch synchronisierten General und einer überaus überzeugenden Auflösung dieses Manko aus.

Mordmethode
Suche nach Beweisen
Columbo-Mörder-Zusammenspiel
Humor
Überführung

Die „Columbo“-Folgen 46 bis 51 auf DVD

Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6
 Sprung  
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen