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Dieses Thema hat 49 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker national
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Prisma Offline




Beiträge: 7.541

20.10.2012 14:52
#46 RE: Parapsycho - Spektrum der Angst Zitat · antworten



CINERAMA ZEIGT PARAPSYCHO - SPEKTRUM DER ANGST


Zitat von Prisma im Beitrag #28
und mir fiel auf, dass ich nie eine Verleihmarke der Firma gesehen, oder eine Fanfare gehört habe, wie beispielsweise bei Constantin-Film oder Gloria.




Schön, dass es immer wieder Überraschungen gibt. Nicht nur, dass "Parapsycho - Spektrum der Angst" bereits schon eine Woche vor dem geplanten Veröffentlichungstermin erhältlich ist, und mich Motiv A und Motiv B schon heute erfreuen konnten, es ist für mich persönlich auch sehr erstaunlich, dass es immer noch etwas Neues zu entdecken gibt. Angesehen habe ich mir den Hauptfilm zwar noch nicht, dafür aber schon das Bonusmaterial, mit seltenem Bild- und Archivmaterial und dem original Kinotrailer. Die Entdeckung des Tages bleibt allerdings die schöne Cineramna-Verleihmarke mit Fanfare, die ich vorher noch nirgends gesehen hatte. Mal sehen, was dieses Material noch so hergeben wird...

Prisma Offline




Beiträge: 7.541

22.10.2012 16:50
#47 RE: Parapsycho - Spektrum der Angst Zitat · antworten



BILDVERGLEICH [REINKARNATION & TELEPATHIE / HYPNOSE]


Eigentlich ist es ja überflüssig, das Bildmaterial von Toppic-VHS mit der Bildqualität der DVD zu vergleichen, denn es wäre äußerst dürftig, wenn es keine signifikanten Verbesserungen zu erkennen gäbe. Beim Anschauen der DVD gab es wieder einige positive Überraschungen. Die Bildschärfe ist stark verbessert und auch der Kontrast ist klarer definiert, der Ton klingt bei Weitem nicht so verwaschen. Klartext heißt das, dass auf einmal mehrere Details zu erkennen sind, die jahrelang im Verborgenen blieben und mich daher besonders erfreuen. Durch das verbesserte Bild erkennt man allerdings auch, dass einige Szenen bereits bei der Herstellung des Films wohl nicht besonders vorteilhaft ausgeleuchtet wurden.





Besser ist natürlich nicht immer gleich gut. Direkt auf der DVD-Hülle findet man deswegen folgende Rechtfertigung: »Ton- und Bildqualität sind aufgrund der eingeschränkten Materiallage für diesen außergewöhnlich seltenen Film leider nicht immer optimal« Das Material weist somit unzählige Verunreinigungen auf, die mir persönlich aber völlig gleich sind. Ich habe darin schon immer einen gewissen Charme gesehen. Besonders die letzten Szenen vor dem Abspann sind tatsächlich miserabel, denn es hagelt quasi schwarze Streifen. Umso besser, dass der Abspann in Schwarz, mit weißer Schrift folgt. Hierbei handelt es sich aber um die einzige Stelle, bei der die VHS eindeutig die Nase vorne hat.

Prisma Offline




Beiträge: 7.541

01.11.2012 11:25
#48 RE: Parapsycho - Spektrum der Angst Zitat · antworten



ALEXANDRA PASZKOWSKA AKA ALEXANDRA DREWES-MARISCHKA - DAS COMEBACK?




Wenn man im Netz nach Alexandra Marischka sucht, dann ist die Informationsschwemme leider nicht gerade überwältigend. Umso erfreuter war ich über folgende Vodeo-Botschaft der ehemaligen Schauspielerin, die ich sogleich in eine Art Comeback-Ankündigung interpretierte, was ich mir ja insgeheim immer schon gewünscht habe. Wenn man sich Alexandra Paszkowska (*1945) ansieht, hat man den Eindruck, dass sie sich kaum verändert hat und sie sieht wirklich toll aus! Allerdings weiß ich beim besten Willen nicht, wie diese Vorstellung ihrer Person im Endeffekt zu deuten ist? Handelt es sich tatsächlich um eine Ankündigung, zurück ins Filmgeschäft kommen zu wollen? Nach über 30 Jahren Abstinenz fällt es mir eigentlich schwer, daran zu glauben. Da diese Video-Botschaft aber aus diesem Jahr stammt, und ich seit Ewigkeiten immer nur die gleichen, spärlichen Informationen rund um ihre Person gefunden habe, bleibe ich also bei meiner schönsten Vorstellung, sie demnächst wieder im TV sehen zu können, am besten direkt in einer Tatort-Folge. Hier ist der Link zu ihrem Video, Alexandra Paszkowska stellt sich kurz vor und am Ende gibt es sogar noch einen Ausschnitt aus ihrer Tatort-Partizipation in "Ende der Vorstellung" (Folge #99) aus dem Jahre 1979. Im "Parapsycho"-Jahr kommt das doch wirklich wie gerufen und gerade hier hatte sie ja eine ihrer denkwürdigsten, aber auch stärksten Rollen.

http://www.youtube.com/watch?v=JpiJqdB5C58

Prisma Offline




Beiträge: 7.541

01.11.2012 13:02
#49 RE: Parapsycho - Spektrum der Angst Zitat · antworten



PARAPSYCHO - DER KINOTRAILER


Hier kann man mal einen kleinen Einblick in den Film bekommen. Der Trailer würfelt die drei Episoden allerdings wild durcheinander und konzentriert sich hauptsächlich auf Episode II; wie es üblich ist, wurden natürlich einige der zugkräftigsten Szenen mit einbezogen. Aber mich hätte diese Zusammenfassung ohne jeden Zweifel ins Kino gelockt;)! Also wer Interesse hat: Voilà!

http://www.youtube.com/watch?v=A1d0_FJIYEA

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.564

20.10.2018 20:11
#50 RE: Parapsycho - Spektrum der Angst Zitat · antworten



Nachbetrachtung zu "Parapsycho - Episode III - Telepathie - Hypnose"

Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern Alexandra Drewes-Marischka und Mathieu Carrière ist beachtlich. Ihr Spiel benötigt gar nicht vieler Worte, was im Falle von Drewes-Marischka ohnehin nicht gegeben ist. Schon die erste Kontaktaufnahme vor dem Spiegel, als Carrière das Bild berührt, über Auge und Wange streicht und die Frau seine Bewegung synchron ausführt, verheißt eine Verbindung, die verhängnisvoll und faszinierend zugleich ist. Über sich selbst und die Macht, welche sie ruft, erschrocken, starrt Barbara entgeistert vor sich hin. Sie scheint sich für ihre namenlosen Gefühle zu schämen, weil sie keine Erklärung dafür findet. Wie entwurzelt macht sie sich auf den Weg ins Ungewisse, liefert sich einem Mann aus, von dem sie nichts weiß und der ihr Denken völlig in Besitz genommen hat. Quälende Unruhe plagt sie durch Marios völlige Beherrschung ihrer Gedanken. Verunsicherung macht sich breit, als er sie mit Aufmerksamkeitsentzug bestraft. Der Mann benötigt die absolute Kontrolle über seine Lebensbereiche, wobei die Bewegung von mechanischen Dingen Gefahr signalisiert. Sie werden durch Mario angestoßen, der auch hier Dauer und Geschwindigkeit bestimmt. Der Spiegel als Unheilbringer deutet auf den Vorsatz der Täuschung hin. Jede Geste, jeder Blick wird aufgefangen und zurückgeworfen, doch der Betrachter nimmt sich und sein Umfeld nur spiegelverkehrt wahr. Die unheimliche Tatsache, sich selbst betrachten zu können, als ob jemand vor einem stünde, der reagiert, zuhört und antwortet, ist ebenso alt wie das Bedürfnis, die Zeit zu messen. Uhren und Spiegel sind deshalb Gegenstände, die Mario gezielt einsetzt, um seine Macht zu demonstrieren.

Die beklemmende Stimmung findet ihren Widerhall in der melancholischen Musik, die immer wiederkehrende Phasen der Traurigkeit untermalt und Mario und Barbara in Momenten der Unsicherheit ertappt. Gleichzeitig deutet die Musik den radikalen Bruch mit positiven Tendenzen an, den spärlichen Funken der Hoffnung, die sich in den Ruhephasen zwischen den Suggestivszenen ergeben. Die geballte Kraft der Rache ergießt sich über Barbara, die bereits wieder ahnungslos geworden war und zu vergessen suchte im Angesicht ihres ebenso arglosen Gatten. Die Spiegelung der Fensterscheibe ruft sie wieder in Marios Welt zurück, die zu verlassen ihr Todesurteil bedeutet. Für Mario bedeutet es in mehrfacher Hinsicht Ende und Neubeginn zugleich. Seine Macht zu brechen, ist unerhört und kann nur durch eine noch stärkere Machtdemonstration korrigiert werden. Der Tod durch eigene Hand, der in Wahrheit ferngesteuert ist und einen völligen Bruch mit der Autonomie der Person bedeutet, bekommt durch den Sturz in die Tiefe eine doppelte Bedeutung. Die Frau, welche nicht bereit war, sich mit Leib und Seele fallen zu lassen, wird nun von Mario gezwungen, sich aufzugeben und abzutreten. So wie er sie vorher psychisch & physisch hinuntergezogen hat, so zieht er sie nun allein mithilfe seiner telepathischen Befehle herunter. Er zerstört die Frau und verwischt somit jede Spur, gleichzeitig umgeht er die Demütigung, von jemandem vergessen zu werden, den er unter seine totale Kontrolle bringen wollte. Er beginnt wieder bei Null, mit einer neuen Zielperson, deren Gedanken er in seine Richtung kanalisieren wird und deren Reaktionen er wie ein Meistervirtuose fein abstimmen und zur Vollendung führen möchte. Der Zuschauer ahnt, dass hier ein Perpetuum mobile angestoßen wird, dessen Ende bis auf Weiteres nicht abzusehen ist.

Auf meine Anfrage hin erzählte mir Mathieu Carrière unter anderem, dass er und Alexandra Drewes-Marischka großen Spaß beim Drehen hatten, vor allem bei Alexandras telepathisch ausgelöstem Orgasmus. Carrière, der auch in Peter Patzaks Film "Zerschossene Träume" (1976) mitspielte, bezeichnet "Parapsycho - Spektrum der Angst" als im deutschsprachigen Raum untypisches B-Movie-Trash-Produkt, eine "Hommage" an die Filme der Sechziger Jahre. Das Wien von Peter Patzak war nach Aussage des männlichen Hauptdarstellers dieses Juwels eine Gegen-Unter-Welt, die der Regisseur mit großer Leidenschaft gefüttert hat.

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