Wie bereits im Thread "German Grusel" angekündigt, dürfte das größte Edgar-Wallace-TV-Ereignis des Jahres im September stattfinden: Der Sender arte zeigt zwei Edgar-Wallace-Filme, darunter eine Rialto- und eine Vorkriegsproduktion, und zwischendrin die brandneue Dokumentation, die ebenfalls "German Grusel" heißt:
So., 25.09.2011, 20.15 Uhr, arte: Das Gasthaus an der Themse (BRD 1962) So., 25.09.2011, 21.45 Uhr, arte: German Grusel (BRD 2011) So., 25.09.2011, 22.45 Uhr, arte: Der Zinker (D 1931)
So ein abwechslungsreiches Wallace-Programm findet man sonst nie. Die Dokumentation wird außerdem wiederholt: am 30.09. (Freitag) um 03.45 Uhr. TV-Infodienst Texxas.de schreibt zum Programm:
Zitat von Texxas.de"Der Frosch mit der Maske" war ein Überraschungserfolg. Als der erste Edgar-Wallace-Krimi 1959 in die deutschen Kinos kam, hatte niemand damit gerechnet, dass die Mischung aus Krimi, Horror und Komik sofort beim deutschen Publikum zündet. Bis 1972 wurden mehr als 30 Filme gedreht - mit insgesamt über 70 Millionen Kinobesuchern sind die Edgar Wallace-Filme mit Abstand die längste und erfolgreichste Serie in der Geschichte des deutschen Kinos. Die Dokumentation untersucht die Gründe für den Erfolg.
Außerdem erobert Dr. Mabuse im September wieder einmal das deutsche Fernsehen:
Fr., 23.09.2011, 15.35 Uhr, 3sat: Die 1000 Augen des Dr. Mabuse (BRD / FR / IT 1960)
Und für Drehort-Entdecker ganz interessant könnte die Dokumentation "Geheimnisvolle Orte" sein, die unter anderem den Berliner Westhafen in den Fokus nimmt. Dort wurden in etwa eben so viele (wenn nicht gar mehr) Filme der Sechzigerjahre-Krimi-Welle gedreht wie auf der Pfaueninsel. Zu sehen ist der Westhafen u.a. in den Original-Wallaces "Der Zinker", "Der Gorilla von Soho", "Der Mann mit dem Glasauge" und "Die Tote aus der Themse".
Do., 22.09.2011, 20.15 Uhr, rbb: Geheimnisvolle Orte - Die Berliner Häfen (BRD 2011)
Der Sender Rundfunk Berlin-Brandenburg schreibt zu seiner Produktion:
Zitat von rbb-online.deHeute sieht man kaum noch Güterschiffe in den Berliner Großhäfen. Im Westhafen hat sich ein modernes Logistikunternehmen entwickelt, das vor allem Bahn- und Straßenverkehr verbindet. Im Osthafen werden die Immobilien vermarktet, im aufwendig restaurierten Eierkühlhaus residiert heute der Weltkonzern Universal. Das sah vor 100 Jahren anders aus. In die rasch wachsende Reichhauptstadt kamen alle Güter und Baustoffe vor allem über die Wasserwege. „Berlin ist aus dem Kahn gebaut“, heißt es. Überall in der Stadt wucherten die Entladestellen, bis die Berliner Kaufleute schließlich den Bau von zwei Großhäfen forderten. 1913 bekamen sie den Osthafen, zehn Jahre später den Westhafen. Auch die Nationalsozialisten förderten die Binnenschifffahrt und damit auch die Berliner Häfen. Die Vorbereitung des Krieges benötigte eine funktionierende Transportwirtschaft im Hinterland. Nach Kriegsende fallen viele private Schiffsführer den Reparationen der sowjetischen Besatzungsmacht zum Opfer. Auch der Westhafen gerät bald schon wieder ins Visier der großen Politik. Während der Berlin-Blockade ist er ein wichtiger Umschlagsplatz für die Luftbrücke der Amerikaner. Mit dem Mauerbau werden die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Häfen eingefroren. Der Osthafen ist nun unmittelbares Grenzgebiet, direkt vor der Kaimauer verläuft der Todesstreifen. Als mit der Wende die Zusammenarbeit der Häfen wieder möglich wird, zeigt sich immer mehr, dass die Politik die Binnenschifffahrt in der Region Berlin-Brandenburg so gut wie abgeschrieben zu haben scheint. In dem neuen Film aus der Reihe "Geheimnisvolle Orte" zeigen die Autoren Lutz Rentner und Frank-Otto Sperlich die spannende und wechselvolle Geschichte der beiden Berliner Häfen.