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 Giallo Forum
kaeuflin Offline




Beiträge: 1.259

14.01.2011 18:56
AUTOPSY - HOSPITAL DER LEBENDEN LEICHEN - Armando Crispino 1975 Zitat · Antworten

Originaltitel: Macchie solari
Produktionsland: Italien
Produktion: Leonardo Pescarolo
Erscheinungsjahr: 1975
Regie: Armando Crispino
Drehbuch: Lucio Battistrada, Armando Crispino
Kamera: Carlo Carlini
Schnitt: Daniele Alabiso
Musik: Ennio Morricone
Länge: ca. 100 Minuten





Cast: Mimsy Farmer, Barry Primus, Ray Lovelock, Carlo Cattaneo, Angela Goodwin, Gaby Wagner
Massimo Serato, Ernesto Colli, Leonardo Severini, Eleonora Morana, Antonio Casale, Giovanni Di Benedetto




Inhalt :

Italien wird von einer Reihe von skurrilen Selbstorden heimgesucht.
Die Experten bringen diese mit der erhöhten Aktivität der Sonne in Verbindung.
Die angehende Ärztin Simona, die als in der Pathologie arbeitet, scheint psychisch
etwas angeschlagen. Ihre Arbeit und ihre Untersuchungen sind dabei nicht gerade Hilfreich,
sieht so doch die Toten von den Baren aufstehen.
Nach einem besonders schrecklichen Tag begegnet sie der neuesten geliebten
ihres Vater – Einer Amerikanerin, die jünger als sie selbst ist (oder zumindest so
aussieht… Mimsy Farmer sieht hier schon richtig alt aus…)
Diese macht eigenartige Andeutungen, dass sie Simona etwas mitteilen wolle.
Bevor es jedoch dazu kommt, ist sie verschwunden.
Am nächsten Tag hat Simona ein neues Selbstmord Opfer vor sich, dass ihr
irgendwie bekannt vorkommt.
Auch in ihrer Umgebung verhalten sich die Menschen höchst verdächtig. Ihr Vater
scheint des Öfteren zu verschwinden und Tauch stets dann auf, wenn etwas seltsames
passiert, Paul Lennox ein Ex- Rennfahrer, welcher inzwischen Priester geworden ist scheint
unter einem großen Seelischen Druck zu sehen und Simonas Freund Edgar interessier sich in
erster Linie für seine Fotoshootings und seine Autorennen….


Fazit:

Armando Crispino gehört nicht gerade zu Italiens bekanntesten Regisseuren und das nicht
ganz zu Unrecht.
Abgesehen davon das er bei gerade mal 7 Filme auf dem Regiestuhl Platznahm und sich
trotzdem in fast jedem gerade aktuellen Genre versuchte (Giallo , Western, Horrorkomödie,
Kriegsfilm, Erotik Drama)hat keiner seiner Filme auch nur den Status eines Geheimtipp….
Wenn man Autopsy betrachtet, merkt man auch bald warum.

Gut, mit Logischen Storys warten die wenigsten Gialli auf, aber das Skript Autopsy an welchen
der Regisseur selbst mitschrieb, ist schon recht wirr geraten.
Von vermeintlichen Horrorszenarien am Anfang, schwingt der Film immer mehr zu einem holprig
geschrieben Krimi, daran können auch die gelegentlichen Einblendungen der Sonneneruptionen
nichts ändern.
Nun könnte man daraus immer noch einen Optisch Tollen Film machen – Nur fehlt dazu leider
auch das Talent. Alles sieht ganz nett aus, aber in Erinnerung bleibt eigentlich nichts.

Zudem schafft Armando Crispino es einfach nicht seine Thriller Handlung spannend zu gestallten.
Alles zieht sich über Laufzeit von 100 Minuten schleppend hin. Ein Phänomen, welches mir schon bei seinem ersten Giallo „Geheimnis des Gelben Grabes“ aufgefallen ist. Kein Tempo keine
Spannung keine überraschende Wendung… Immerhin eine gelungene Atmosphäre hat der
Film zu bieten.
Der Film ist aber auch nicht Trashig genug um auf diese Art zu unterhalten.

Dabei waren die Voraussetzungen eigentlich recht gut. Die Darsteller spielen ausgezeichnet auch
wenn die meisten Rollen sehr Klischeehaft angelegt sind – Sehr Auffällige verdächtige die
garantiert nicht der Mörder sind… Ein Bekannter fragte mich während des Schauens, ob
eigentlich alle Personen in diesem Film bekloppt sind.
Nachdem so viel über Mimsy Farmer gelästert wurde muss ich sagen, dass ich sie hier wie auch
in „4 Fliegen“ richtig gut fand – sie verkörpert für mich die psychisch angegriffene Heldin optimal.

Besonders hervorheben möchte ich Ennio Morricones Score – er passt wunderbar zur
Grundstimmung des Films.
Auch die Special Effects sehen für den Entstehungszeitpunkt ganz ordentlich aus und Rom
bietet eine Schöne Kulisse für einen leicht morbiden Film.

Was bleibt letzten Endes ein Horror Giallo mit mäßiger Story, unspektakulärer Regie und recht
guten Darstellern untermalt von einem Score der das Filmerlebnis deutlich aufwertet und
eigentlich einen besseren Film verdient hätte.

Durchschnitt, mit Tendenz nach unten knapp 5 von 10

Die X-Rated DVD bietet den Film in brauchbarer aber nicht überweltigende Qualität - Die Syncho ist ertäglich...

Don't think twice, it's all right ...
Bob Dylan

Happiness IS the road ! (Marillion)

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