Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Forum Edgar Wallace ,...



Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 261 Antworten
und wurde 48.081 mal aufgerufen
 Film- und Fernsehklassiker national
Seiten 1 | ... 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18
xwollsock Offline



Beiträge: 13

13.07.2020 15:28
#256 RE: Bewertet: „Das Kriminalmuseum“ / „Das Kriminalmuseum erzählt“ (1963-70) Zitat · Antworten

Zitat von Ray im Beitrag #201
Folge 20: Das Nummernschild

„Das Nummernschild“ bildet in Sachen Schauplätze eine willkommene Abwechslung zum bisher Dargebotenen. Beginnend in Hamburg, verlegt sich die Episode schon bald ins Ruhrgebiet (Oberhausen, Duisburg), um dann für den Höhepunkt ins Rheinland nach Düsseldorf weiterzuziehen.


An Hamburg hätte ich hier nicht gedacht, eher an einen Binnenhafen im Ruhrgebiet (nicht dass ich mich dort wirklich auskenne, war aber mal in Duisbuger Hafen und in Düsseldorf). Paul-Albert Krumms Charlie scheint mir ein Binnenschiffer zu sein.

Ansonsten schließe ich mich aber Deiner und Gubanovs Meinung an, dass der Ortswechsel weg von München/Bayern recht erfrischend ist. Ein wenig fühlte ich mich sogar an französische Krimis der 60'er Jahre erinnert (Melville). Insgesamt eine recht gelungene Folge.

Jan Offline




Beiträge: 1.484

13.07.2020 15:48
#257 RE: Bewertet: „Das Kriminalmuseum“ / „Das Kriminalmuseum erzählt“ (1963-70) Zitat · Antworten

Ich habe auch zunächst gedacht, es handele sich um Hamburg. Tatsächlich dürfte das aber schon zu Beginn das Ruhrgebiet sein. Die Verunsicherung kommt m.E. auch deswegen zustande, weil der eine Kneipengast, mit dem sich Charly unterhält, ziemlichen Hamburger Dialekt drauf hat. Ich denke aber nicht, dass hier tatsächlich Hamburg der Handlungsort sein soll. Das würde aus der Geschichte heraus keinen Sinn ergeben.

Gruß
Jan

xwollsock Offline



Beiträge: 13

16.07.2020 01:19
#258 RE: Bewertet: „Das Kriminalmuseum“ / „Das Kriminalmuseum erzählt“ (1963-70) Zitat · Antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #192

Es gelingt Regisseur Dieter Lemmel nicht, dem Publikum einen der Verbrecher (oder etwa auch den Hauptermittler) als Identifikationsfigur zu verkaufen oder von einem der Charaktere eine wie auch immer geartete Faszination ausgehen zu lassen. Man ist als Zuseher dieser Landposse infolgedessen einigermaßen desinteressiert am Ausgang des Geschehens.


Mehrere Continuity-Fehler trüben das Bild zusätzlich:
1. Nachdem beim Grenzübertritt des Ford 12 M Kombi explizit auf die große Schleifmaschine auf der Ladefläche hingewiesen wird, nach Frage des Grenzers, fehlt diese große mit Planen bedeckte Maschine in den nachfolgenden Scenen in Straßburg: durch die hinteren Fenster ist nichts mehr zu erkennen.
2. Nach dem Tausch der Nummernschilder taucht der Ford 12 M noch einmal mit den ursprünglichen Nummernschildern auf (OF-LA 369, ab 1:01:15), bevor die Richters ihre alten Sachen vergraben. Bei der anschließenden Verfolgung beahuptet Dreher dann, ein anderes Kennzeichen zu sehen, erkennt den Wagen aber an der gespachtelten Stelle am Heck, und schließlich sieht man tatsächlich OF-AR 436 von hinten, um 1:03:59.

Wirklich kein Highlight der Serie.

xwollsock Offline



Beiträge: 13

18.07.2020 00:26
#259 RE: Bewertet: „Das Kriminalmuseum“ / „Das Kriminalmuseum erzählt“ (1963-70) Zitat · Antworten

Ich lese Eure Bewertungen (hier speziell die von Gubanov (193) und Ray (210)) erst, nachdem ich die Episoden angeschaut habe. So fand ich die ersten knapp 20 Minuten der Folde "Das Amulett" recht vielversprechend: moderner dynamischer Chef-Ermittler Derksen (nicht so betulich wie bisher meist), gruseliges Ruhrpot-Flair, nette Coverband der Spencer Davis Group (Keep On Running). Umso größer dann die Enttäuschung, dass der "große Coup" dann völlig in sich zusammenfiel. Selbst aus inkompetenten Verbrechern hätte sich doch eine spannende Geschichte basteln lassen, da diese besonders gefährlich, da unberechenbar, sind. Aber hier: Fehlanzeige. Die Verfolgungsjagt der beiden Möchtegern-Ganoven samt Schießerei und hinterherlaufender Freundin Elke des einen: einfach lächerlich. Immerhin konnte man eine morbid-schöne Industrie-Anlage ins Bild setzen. Die ursprüngliche Sympathie für Elke Maschurek wich bald dem Erstaunen darüber, wie sie einen so doofen Freund haben konnte und auch noch behalten wollte. Das Drehbuch scheint dem großen Plan der Gauner nur wenig nachgestanden zu haben. Wie heißt es im Englischen so schön: howling ineptitude.

Ray Offline



Beiträge: 1.514

18.07.2020 09:10
#260 RE: Bewertet: „Das Kriminalmuseum“ / „Das Kriminalmuseum erzählt“ (1963-70) Zitat · Antworten

Schön, dass das "Kriminalmuseum" offenbar einen neuen Fan gefunden hat. Habe Gubanovs Bewertung auch immer erst nach der Sichtung gelesen und war im Vorhinein immer schon gespannt, inwieweit sich unsere Eindrücke decken/nicht decken.

Im Hinblick auf "Das Amulett" scheint weitgehende Einigkeit zu bestehen, dass die Episode nicht gerade zu den Höhepunkten der Reihe zählt...

xwollsock Offline



Beiträge: 13

20.07.2020 01:59
#261 RE: Bewertet: „Das Kriminalmuseum“ / „Das Kriminalmuseum erzählt“ (1963-70) Zitat · Antworten

Ich kannte das Kriminalmuseum vorher nicht, den ersten Fernseher haben wir erst 1968 angeschafft. Später habe ich diverse Folgen des Kommissars sehen dürfen. Die Gesamtbox hatte ich im letzten Jahr angeschafft, einerseits aus Nostalgie, andererseits um meinem Vater im Pflegeheim Alternativen zum gewöhnichen Fernsehprogramm zu bieten, was er aber leider nicht wahrgenommen hat. Beim Recherchieren nach einzelnen Folgen bin ich dann auf dieses Forum gestoßen und erfuhr hier davon, dass Erik Ode beim ZDF schon eine Vorgeschichte hatte, etwa im Kriminalmuseum.

Inzwischen habe ich auch "Die Telefonnummer", "Die Kiste" und "Die rote Maske" gesehen und kann den bisherigen Bewertungen im wesentlichen zustimmen.

Warum uns in "Die Telefonnummer" sowohl der überfall auf die Sparkasse als auch der Unfall auf der Flucht vor der Polizei vorenthalten werden, dafür aber die Fahrt durch die Kiesgruben(?) und die Schießerei am Waldrand ziemlich ausgewalzt wird, ist mir unverständlich. Ist das derselbe Ford 12 M aus "Der Barockengel", mit dem Franz Loibl zu Beginn verfolgt wird? Lustig auch die Szene, als Loibl nach Durchquerung des Waldes den Wagen mit seinem Taschentuch säubert. Da schon Klaus-Jürgen Wussow als geeignetere Besetzung für Banner vorgeschlagen wurde, wie wäre es mit Klaus Kinski für Loibl?
Laut Protokoll hat sich die Schießerei über eine Distanz von ca. 40m abgespielt. Der Kameraschwenk hin zum verschiedenen Loibl erscheint mir aber weiter.

Die Lebedame (so hieß das wohl damals) Lydia Dresen, der anscheinend beide Gauner verfallen waren, überzeugt aus heutiger Sicht natürlich nicht; ihre Szenen lösten bei mir eher ein starkes Unbehagen aus, wie auch die alkoholgeschwängerte Party am Ende, mit der zweiten wilden Tänzerin. Cinematisch war diese allerdings gut umgesetzt.

Einziges Highlight: der lustige Umgang der beiden Ermittler miteinander (speziell Helmut Fischers Rolle).

"Die Kiste" war dann eine wahre Erholung, mit nahezu humoristischem Einschlag. Auch ich hätte Herrn Köpke die Flucht nach Österreich gegönnt (zumal ich Berchtesgaden und Umgebung aus früheren Familienurlauben kenne). Rundum gelungene Unterhaltung mit einem bärenstarken Wolfgang Kieling als Hubert Köpke und Heinz Engelmannals als recht wackerem, wenn auch glücklichen Kommissar Reisert!

Bei "Die rote Maske" schienen mir die Schüler zu Anfang gleich verdächtig, aber für den Kommissar konnten sie es kaum sein. Die kleinteilige Ermittlungsarbeit, die schwierigen Vorgestzten, die Besessenheit des Kommissars auch Monate nach der Pensionierung hinsichtlich deses Falles, der ja zunächst eine schlimme Niederlage für ihn darstellte: ich fühle mich fast ein wenig an "Bosch" erinnert (meine absolute Lieblingsserie).

Bewertung: 2,5, 4,5 bzw. 5 Punkte.

xwollsock Offline



Beiträge: 13

25.07.2020 20:04
#262 RE: Bewertet: „Das Kriminalmuseum“ / „Das Kriminalmuseum erzählt“ (1963-70) Zitat · Antworten

Die Bewertungen von Die Reisetasche von Gubanov (207) und Ray (219) möchte ich nur insofern ergänzen, als meinem Eindruck nach eine gewisse homo-erotische Spannung zwischen Felix Hochstädter und René Charlot zu bestehen scheint. Zu Beginn wurde auch explizit festgestellt, dass Hochstädter mit seinen nunmehr 42 Jahren nicht verheiratet ist. Die späteren Szenen zwischen beiden in München haben diesen Eindruck noch bestärkt. Irre ich mich da, oder ist es so offensichtlich, dass man es gar nicht erwähnen muß?

Auch ich sehe das Potential der Folge nicht ausgeschöpft, aber sie liegt sicher im guten Mittelfeld: 3,5 Punkte.

In der nächsten Woche bin ich nicht da, mal sehen, wann ich zu den restlichen Folgen komme.

Seiten 1 | ... 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18
 Sprung  
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz