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Dieses Thema hat 86 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker national
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Bert B. Offline



Beiträge: 7

26.05.2013 19:39
#46 RE: Bewertet: "Dem Täter auf der Spur" (TV, 1967-73) Zitat · antworten

Ergänzung:
Episode 08 schenit doch die Original-Raterunde zu sein, eine Quelle nennt jedoch Conny Froeboess als 3. Teilnehmerin, eine andere Quelle nennt Fifi Brix ?!

Josh Offline




Beiträge: 7.903

26.05.2013 19:51
#47 RE: Bewertet: "Dem Täter auf der Spur" (TV, 1967-73) Zitat · antworten

Ich habe gerade mal die DVD eingelegt, es ist Conny Froeboess.

Gubanov Offline




Beiträge: 15.496

26.05.2013 20:34
#48 RE: Bewertet: "Dem Täter auf der Spur" (TV, 1967-73) Zitat · antworten

Die Raterunde, die ich angegeben habe, stimmt für "Puppen reden nicht". Fifi Brix sitzt nicht im Rateteam, sondern singt in der Pause die makabre "Küchenmoritat".

@ Bert: Bei kleinen Änderungen bitte keinen zweiten Beitrag abschicken. Du hast rechts über deinen Beiträgen einen [edit]-Link, mit dem du das Geschriebene 30 Minuten lang bearbeiten kannst. - Zum Beitrag #45: Wie gesagt, das Pauschalurteil, es wären nur neue Raterunden enthalten, stimmt nicht. Prinzipiell kann man wohl sagen: drei Ratemitglieder = 70er-Jahre-Runde; zwei Ratemitglieder = 90er-Jahre-Runde.

Gubanov Offline




Beiträge: 15.496

27.05.2013 10:39
#49 RE: Bewertet: "Dem Täter auf der Spur" (TV, 1967-73) Zitat · antworten

Durch die Diskussion zur Serie bin ich wieder einmal auf den Geschmack gekommen. Die letzten beiden Folgen sind schon lange überfällig. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, sie aufzuholen.


Mit: Günther Neutze, Karl Lieffen. Als Gaststars: Ruth Maria Kubitschek, Anita Lochner, Christian Reiner, Günther Lüders, Walter Ladengast, Gerhard Frickhöffer, Hanne Wieder, Rose Renee Roth u.v.a. Regie: Jürgen Roland. Erstsendung: 26.05.1973.


Müssen sich viele „Dem Täter auf der Spur“-Folgen vorwerfen lassen, ihre Schauplätze etwas stiefmütterlich zu behandeln, so steht der Tatort in „Blinder Hass“ ganz im Mittelpunkt des Geschehens: Ein chemisches Institut, verbunden mit einem Park, einem Museum und einem Zoo – diese bunte Mischung regt nicht nur die Fantasie des Zuschauers an, sondern ersparte den Produzenten auch teure Drehs an Originalschauplätzen. Der Abspann jedenfalls bedankt sich bei Bremern und Hamburgern für die Aufnahmen und das Stellen der benötigten Tiere.
„Blinder Hass“ gehört zu den leichtesten Übungen in der Seriengeschichte von „Dem Täter auf der Spur“ und könnte deshalb auch gut als Einstieg ins Metier empfohlen werden. Obwohl wieder einmal versucht wird, den Mitrater durch allerlei Zeitangaben zu verwirren, bleibt die Lösung doch sehr offensichtlich, wozu nicht zuletzt der verräterische Titel beiträgt. Bis Commissaire Bernard aber wieder seinen berühmten Spruch von sich geben darf, hält das Drehbuch die üblichen überspitzten Dialoge und Charaktere bereit. Mehr als bei den Vorgängerfolgen fiel mir auf, dass ich gerade Neutze seine coole Masche nicht wirklich abnehme, alles eher gespielt und gekünstelt als natürlich und spontan wirkt.
Die Gastdarsteller lassen sich nicht lumpen. Vor allem Walter Ladengast bleibt in Erinnerung, weil er wieder einmal einen „kleinen Mann“ spielt, der ähnlich arglos und verdattert daherkommt wie sein Pförtner in den „toten Augen von London“. Ruth Maria Kubitschek ist in einer stereotypen Rolle besetzt, die ihren Fähigkeiten nicht gerecht wird, die die Schauspielerin aber solide ausfüllt. Günther Lüders tut das, was er am besten kann, nämlich eher albernen Humor vorzutragen, der in seiner Penetranz aber schon wieder etwas Sympathisches in sich trägt. In winzigen Rollen sind Hela Gruel, Hanne Wieder und Mady Rahl zu sehen, die die resoluten Damen älteren Semesters sehr charmant verkörpern. Wie steht es dagegen um die Jugend? Christian Reiner trägt eine der schrecklichsten Frisuren auf, die je meinen Fernsehbildschirm zierten – ja, die Siebzigerjahre möchte man in mancher Hinsicht lieber ungeschehen machen.


... richtig.
Zu auffällig, weil nicht weniger als drei Mal wurden sterbende Tiere gezeigt, die mit dem Mörder, der mit dem Virus infiziert war, in Kontakt gekommen waren. Diesen Schlüssel zur Lösung des Falles hielt nicht nur ich schon etwa zur Hälfte der Spielzeit in der Hand, auch die unterhaltsamen Studiogäste deduzierten mustergültig die angestrebte Lösung. Besonders Hans Rosenthal ging logisch und systematisch zur Sache und enttarnte sogar das Mordmotiv, das ich trotz Reiners augenscheinlicher Überraschung über die Affäre seiner Liebsten eher in deren neuem Liebhaber als im Fortzug nach Mexiko sah.

Für „Blinder Hass“ entstanden schöne Aufnahmen vor ungewöhnlich vielschichtiger Kulisse, die Jürgen Roland mit verschiedenen Regietricks geschickt ironisch in Szene setzte. Der Humorpegel schlägt weit aus, die kriminalistische Spürnase führt auch bei leichter Erkältung zum Ziel. Gute Darsteller wie (fast) immer. 4 von 5 Punkten.

Gubanov Offline




Beiträge: 15.496

27.05.2013 23:30
#50 RE: Bewertet: "Dem Täter auf der Spur" (TV, 1967-73) Zitat · antworten


Mit: Günther Neutze, Karl Lieffen. Als Gaststars: Evelyn Opela, Günter Mack, Hans Korte, Günther Ungeheuer, Gerhard Frickhöffer, Gundy Grand, Mady Rahl, Siegried Hackenberg u.v.a. Regie: Jürgen Roland. Erstsendung: 04.08.1973.


Eigentlich müsste mich das Eisenbahnumfeld, in der die letzte Serienfolge „Stellwerk 3“ spielt, besonders ansprechen, jedoch bleiben die anfänglichen Aufnahmen von Gleisen, Weichen und Zügen mehr oder minder gehaltloses Beiwerk. Der Großteil der Folge wird mit den Befragungen der potenziellen Verdächtigen ausgefüllt, was zwar formularisch den Zweck erfüllt, dem Rateteam einen vollen Korb saftiger Motive aufzutischen, aber doch selbst für die Verhältnisse von „Dem Täter auf der Spur“ übermäßig konstruiert erscheint. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die Spannungskurve nach dem nicht uninteressanten Verbrechen rapide abknickt, als hätte Jürgen Roland die falsche Weiche gestellt. Erneut bahnt sich der damalige Zeitgeist seinen fatalen Weg, indem er mehrere Szenen in einem sogenannten „Horrorsextheater“ ansiedelt. Man kann sich förmlich vorstellen, wie die damaligen Studiogäste – Fuchsberger, Hancke und der Bundesbahnpräsident Dr. Vaerst – mit den Augen rollten und sich fragten, worauf sie sich denn da für die Gage und Publicity eingelassen hatten ...
Darstellertechnisch werden solide Leistungen aufgefahren, ohne dass jedoch eine Person besonders herausstechen würde. Was mir hier negativ auffiel, ist die repititive Besetzungsstrategie der Reihe. Als prominenteste Darsteller in „Stellwerk 3“ würde ich Evelyn Opela, Günter Mack, Hans Korte, Günther Ungeheuer und Mady Rahl bezeichnen. Von diesen fünf Schauspielern hatten drei bereits Auftritte in „Dem Täter auf der Spur“ absolviert, Mady Rahl brachte es sogar auf vier Stück. Bei einer Serie, die gerade einmal 18, bei genauer Zählung sogar nur 17, Folgen umfasst, hätten sich solche Wiederholungen eigentlich leicht vermeiden lassen sollen.


... richtig.
Dieses Mal hatte ich mir keine konkrete Strategie zurechtgelegt, sondern mir beim Abschied von der Reihe nur vorgenommen, die Dinge auf mich zukommen zu lassen. Am Ende schwankte ich zwischen Hans Korte und Evelyn Opela als Täter und es schmeichelte mir, dass Joachim Fuchsberger im Rateteam dieselbe grundlegende Auffassung vertrat. Mit Blackys Auftritt bot die recht schwache Abschiedsfolge noch ein großes Highlight, gelang doch hier die Verpflichtung der größten Personalie der ganzen Serie. Schade, dass Fuchsberger nie selbst in einer der Folgen mitspielte.

Der Abschied von Bernard und Janot ist direkt ein wenig rührend, die den Abschlussworten vorangegangenen anderthalb Stunden zogen sich jedoch recht kaugummiartig. Die Serie hat einige gute Geschichten hervorgebracht, die letzte zählt eher nicht dazu. Es hätte größeren Mutes und offensiverer Abwechslung bedurft, um „Dem Täter auf der Spur“ länger am Leben zu erhalten. 2,5 von 5 Punkten.



„Dem Täter auf der Spur“ ist eine interessante deutsche Krimiserie mit Vorbildcharakter in vielerlei Hinsicht. Sie war früher dran als ihre Kollegen „Kommissar“, „Derrick“ oder „Tatort“ und griff auf ein wirklich cleveres Schema zurück: Warum, wenn man nicht sowieso Whodunits erzählt, das Publikum richtig mit einbinden und zum aktiven Raten auffordern? Tolles Konzept, tolle Umsetzung. Manchmal weniger gelungen der sonstige handwerkliche Appeal der Folgen, der recht häufig zu wünschen übrig lässt und seine Produktionszeit nur allzu offensiv durch verwackelte Bilder, abrupte Schnitte, nicht immer ganz ausgefeilte Dramaturgien, aber dafür umso scheußlichere Seventies-Stilblüten verrät.

Wenn ich „Einer fehlt beim Kurkonzert“ einschließe, habe ich die 18 Folgen insgesamt mit durchschnittlich 3,8 Punkten beurteilt, was einem guten Serien-Mittelmaß entspricht. Die Schwarzweißfolgen empfinde ich über den Daumen gepeilt als hochwertiger, wenngleich meine liebsten Folgen (aus der Erinnerung heraus würde ich „Puppen reden nicht“ und „In Schönheit sterben“ nennen) in Farbe gedreht wurden. Mit einer Aufklärungsquote von 10 Fällen hat mich mein Spürsinn in über der Hälfte der Fälle nicht getäuscht. Die Niveaus der Rateaufgaben waren jedoch unterschiedlich schwer und auch gelang es den Folgen nicht immer, die Aufmerksamkeit so hoch zu halten, dass ich mich gemüßigt fühlte, auf jedes kleine Detail zu achten.

Mark Paxton Offline




Beiträge: 347

28.05.2013 15:52
#51 RE: Bewertet: "Dem Täter auf der Spur" (TV, 1967-73) Zitat · antworten
Hat jemand eine Idee, warum die Serie überhaupt beendet wurde? Roland, Lieffen, Neutze waren ja weiter im Geschäft und an Vorlagen dürfte es auch nicht gemangelt haben. Wie auf der Krimiserien-Seite nachzulesen ist, basierte diese Sendung auf einem französischen Format, das es im Original auf beachtliche 56 Filme gebracht hatte. Ich nehme mal an, dass die Finanzierung schuld war. Die ARD hatte damals sehr komplizierte Strukturen und Harald Vock, Produzent, konnte trotz des Erfolgs von "Sonderdezernat K1" z. B. auch lange keine weitere Staffel herstellen.
Joe Walker Offline




Beiträge: 742

28.05.2013 16:42
#52 RE: Bewertet: "Dem Täter auf der Spur" (TV, 1967-73) Zitat · antworten

Ich tippe auch auf Finanzierungslücken. Die Einstellung von "Dem Täter auf der Spur" korrespondiert in etwa - halbes Jahr hin oder her - mit dem Start von "Sonderdezernat K1". Die von Dir genannte Problematik, vor der Harald Vock bei der Finanzierung seiner Projekte stand, könnte ausschlaggebend dafür gewesen sein, dass sich Studio Hamburg/NDR mehrere ja durchaus kostenintensive Krimiserien (sowas wie "Hamburg Transit" lief nebenher glaube ich auch noch) einfach nicht leisten konnte.

Die Probleme dieser Art, unter der die ARD 'dank' Ihrer föderalen Struktur immer litt, führten ja auch dazu, dass große Anstalten wie der WDR sich bei der "Tatort"-Reihe eine viel größere Schlagzahl leisten konnte als etwa kleinere Anstalten wie der SWR oder der SR.

Gruß
Joe Walker

Georg Offline




Beiträge: 2.959

02.06.2013 19:45
#53 RE: Bewertet: "Dem Täter auf der Spur" (TV, 1967-73) Zitat · antworten

Stimmt, die föderative Struktur der ARD führte leider dazu, dass die ARD-Anstalten anders als das ZDF immer nur beschränkte Mittel zur Verfügung hatten - dementsprechend waren ARD-Hauptabendkrimiserien wie "Eurogang", "Lobster", "Sherlock Holmes", "Frühbesprechung", "Recht oder Unrecht?" etc. auch immer nur auf sechs oder acht Folgen angelegt. Auch "Sonderdezernat K1" wurde in 6-Folgen-Staffeln produziert, wobei man trotz häufiger Publikumsinterventionen auf die 2. Staffel 3 Jahre und auf die 3. 4 Jahre warten musste, ehe wieder Geld da war. (Von der 4. Staffel bis zur Nachfolgeserie "Die Männer vom K3" dauerte es gar 7 Jahre!).
Bei "Dem Täter auf der Spur" dürfte die budgetären Gründe wohl tatsächlich eine große Rolle gespielt haben. Das frz. Orignal Les 5 dernières minutes hätte in der Tat noch zahllose Vorlagen liefern können. Nicht nur die bekannten Gastdarsteller dürften dabei die Geldbörse belastet haben, sondern auch die Dreharbeiten an französischen Originalschauplätzen. Ich denke auch, dass der Ereignischarakter der Sendung (immerhin rieten Prominente im Rateteam) relativ aufwendig war. Die Studiogäste dürften wohl auch für ihre kriminalistischen Versuche entlohnt worden sein - und das bei dieser Anzahl an Prominenz - wohl nicht zu schlecht.

Matze K. Offline



Beiträge: 1.041

02.06.2013 20:14
#54 RE: Bewertet: "Dem Täter auf der Spur" (TV, 1967-73) Zitat · antworten

Ich persönlich finde die letzten Teile sind auch zu leicht und waren für uns keine Herausforderung mehr. Es ist schade, dass es nicht mehr gab. Aber dat ist ja in vielen Fällen so... Bzw. der Mensch ist unersättlich

---------------------------------------------------
Immer wenn du lügst, muss Jesus Blut weinen.
(Todd Flanders)

Peter Ross Offline



Beiträge: 1.351

24.06.2013 22:48
#55 RE: Bewertet: "Dem Täter auf der Spur" (TV, 1967-73) Zitat · antworten

"Dem Täter auf der Spur" wanderte jetzt auch erstmal in meinen DVD-Player, nachdem ich die Boxen in meinen Online-Shop aufgenommen habe.
Folge 1 und 2 habe ich bereits gesichtet und freue mich über die zahlreichen prominenten Gast-Stars. So sind in Folge 1 und 2 gleich Stanislav Ledinek, Götz George, Friedrich Joloff, Rudolf Schündler, Günther Stoll, Günther Neutze und viele andere zu Gast. Die Spannung bewegt sich leicht unter "Kommissar-Niveau", aber aufgrund wechselnder "Action" und "Dialoge" ist jede Folge dennoch sehr sehenswert.
Ich habe mir hier im Thread die Beiträge noch nicht aufgrund der zahlreichen Spoiler durchgelesen. Ich habe lediglich gesehen, dass Gubanov ab Folge 4 sogar 5/5 Punkte gibt, daher bin ich besonders gespannt, was noch so kommt.
Ich werde meine Folgen-Bewertungen dann hier in den kommenden Tagen hinterlegen.

Peter Ross Offline



Beiträge: 1.351

04.07.2013 13:20
#56 RE: Bewertet: "Dem Täter auf der Spur" (TV, 1967-73) Zitat · antworten

Nach einigen Tagen habe ich nun einige Folgen gesehen und starte nun mit der Bewertung.
Zunächst einmal muss ich sagen, dass "Dem Täter auf der Spur" eine Serie war, die bis in die Nebenrollen für die Zeit herausragend besetzt ist. Gerade für Edgar-Wallace-Fans oder Durbridge-Fans, die sich auf ein Wiedersehen mit großen Stars wie Werner Peters, Margot Trooger, Jan Hendricks, Rudolf Schündler, Günther Stoll und vielen mehr freuen, absolut empfehlenswert!
Sehr schön auch die Musik-Gestaltung - das Titel-Theme ist ein wirklicher Ohrwurm und verleiht der Serie einen ganz besonderen Stil.
Die DVD-Box "Dem Täter auf der Spur" enthält dazu die Studio-Aufnahmen zwischen Hauptfilm und Auflösung, bei denen Jürgen Roland als Moderator seine beiden prominenten Gäste raten lässt.

Hier mal ein Fazit zu den ersten Folgen:

...mit Günther Neutze, Günther Stoll, Rudolf Schündler, Astrid Frank, Friedrich Joloff, Ingeborg Lapsien, Herbert Fleischmann...
Toller Einstig der Serie mit dem heiteren Thema Zirkus, in dem allerdings ein Mord begangen wird, der nun aufgedeckt werden muss. Das ausgerechnet der Clown hinter seiner Maske ermordet wird, hat ohnehin schon etwas Groteskes. An Günther Neutze als Ermittler muss man sich erst einmal gewöhnen, so hat er etwas "Biederes" an sich. Vielleicht war das auch der Grund, ihm ab Folge 3 dann statt Günther Stoll den Karl Lieffen an die Seite zu stellen.
Ich gebe zum Start der Reihe 4/5 Punkte


...mit Günther Neutze, Günther Stoll, Stanislav Ledinek, Klaus Löwitsch, Ruth-Maria Kubitschek uvm.
Die Folge hat mich zu Beginn an "Das Geheimnis der schwarzen Koffer" erinnert, da auch hier ein verwirrter Stanislav Ledinek durch den Park läuft. Die Folge punktet mit schöner Atmospäre (vor allen Dingen im Weinhandel in den Gewölben) und einem darstellerischen brilliantem Stanislav Ledinek. Ansonsten empfand ich in dieser Folge einige Längen.
3,5/5 Punkte


...mit Günther Neutze, Karl Lieffen, Margot Trooger, Viktoria Brahms, Monika Zinnenberg, Alexander Golling, Rudolf Schündler, Bernd Herzsprung...
Hier muss man sich zunächst einmal an Karl Lieffen gewöhnen. Während er mir bei "Es ist soweit" durch sein Grinsen noch böser auffiel, kann ich hier sein Grinsen nicht immer richtig einschätzen. Mir stellte sich die Frage, ob er nun in Form einer Arent Rolle auftritt oder der junge seriöse Kommissar sein soll. Die Folge empfand ich in der Handlung eher komplex und wusste nicht, worauf das Thema nun hinaus laufen sollte. Ich persönlich habe mich streckenweise eher gelangweilt.
2/5 Punkte


...mit Hans Putz, Lale Andersen, Karin Hardt, Jürgen Draeger, Anita Höfer, Ulrich Beiger, Ralf Wolter uvm.
Das erste richtige Highlight der Serie mit voller Punktzahl. Auch wenn das Ermittlerduo hier nicht wie in den anderen Folgen ist sondern durch Hans Putz ersetzt wurde, so ist dies eine absolut sehenswerte Folge. Die direkte Ansprache des Publikums (wie beim grünen Bogenschützen nur hier durch Jürgen Roland selber) gefiel mir gleich zu Beginn gut! Dazu bringt der Fall auch ein paar komödiantische Szenen mit sich und ist stets gut dramaturgisch gestaltet. Gerade, wer eher neue Krimi-Sehgewohnheiten hat, kommt hier voll auf seine Kosten.
Direkt 5/5 Punkte

Die Folgen "Frau gesucht" und "Puppen reden nicht" sind nach dieser Folge die nächsten Highlights. Dazu später mehr...

Gubanov Offline




Beiträge: 15.496

04.07.2013 13:28
#57 RE: Bewertet: "Dem Täter auf der Spur" (TV, 1967-73) Zitat · antworten

Sehr schön. Wir scheinen hier zu großen Teilen einen ähnlichen Geschmack zu haben - was sowohl die Folgen als auch die Titelgrafiken angeht.
Mach weiter mit deinen Episodenkommentaren; es ist sehr angenehm, kurze, knackige Einschätzungen zu lesen, die trotzdem recht profund sind.

Peter Ross Offline



Beiträge: 1.351

04.07.2013 19:28
#58 RE: Bewertet: "Dem Täter auf der Spur" (TV, 1967-73) Zitat · antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #57
Sehr schön. Wir scheinen hier zu großen Teilen einen ähnlichen Geschmack zu haben

... das denke ich auch. Vor allem das Kurkonzert ist ja bei uns volle Übereinstimmung. Unterschiedlich gewichtet ist aber bei uns die Wichtigkeit der Logik. Ich selber nehme bei einem spannenden Krimi gerne in Kauf, dass mal Dinge nicht 100% in der Auflösung passen. Ich habe bei deinen Bewertungen gelesen, dass du das an der ein oder anderen Stelle kritisierst. Ebenso finde ich den Jürgen-Roland-Talk wenig sehenswert und spule diesen auch größtenteils vor.

Abseits der bekannten Krimiserien wie Derrick, Der Alte oder Der Kommissar stellt sich für mich "Der Täter auf der Spur" immer mehr als "Geheimtipp" für Krimifans heraus. Bin auf die nächsten Folgen nun gespannt!

DanielL Offline




Beiträge: 3.738

28.11.2016 21:06
#59 RE: Bewertet: "Dem Täter auf der Spur" (TV, 1967-73) Zitat · antworten

Ich glaube ich habe es irgendwo schon einmal, wenn auch offenbar nicht in diesem Thread, erwähnt: Ich will mit dieser Serie einfach nicht so richtig warm werden. Ich habe die Box schon einige Jahre und habe sie bis heute nicht durchgesehen. Mindestens zwei Anläufe habe ich genommen, bin aber jeweils nach ein paar Episoden wieder ausgestiegen. Eigentlich irritiert mich das fast ein wenig, da ich mit Jürgen Roland eigentlich bisher immer gut gefahren bin. Natürlich bei seinen Hamburg-Krimis, die Stahlnetz-Episoden sind immer wieder ein Vergnügen, sogar mit seinen exotischen Abenteuerkrimis kann ich noch etwas anfangen, auch wenn das m.M. nach nicht sein größtes Steckenpferd war. Aber beim Täter auf der Spur will der Funke bei mir irgendwie nicht zünden. Das Grundkonzept mit den Raterunden finde ich ja noch ganz kreativ und bewundere es ganz nebenbei als außergewöhnliches Fernsehformat, aber die Inszenierungen der Stories selber sind mir zu dröge. Stehe ich da eigentlich allein auf weiter Flur oder hat noch jemand eine ähnliche Erfahrung gemacht? Oder hat's mich nur auf dem falschen Fuß erwischt und ich nehme demnächst einen dritten Anlauf?

Gruß,
Daniel

Gubanov Offline




Beiträge: 15.496

28.11.2016 21:12
#60 RE: Bewertet: "Dem Täter auf der Spur" (TV, 1967-73) Zitat · antworten

Also ich habe bisher auch noch nicht das Gefühl verspürt, eine Folge zum zweiten Mal sehen zu wollen (abgesehen vom eigentlich nicht herein gehörenden "Kurkonzert" - Ironie des Schicksals ...). Ich fand die Folgen auch recht bieder und halt auch einfach handwerklich schlecht im Vergleich mit "Stahlnetz". Die verwaschene Bildqualität tut ihr übriges dazu.

Ich glaube generell, dass es schwierig fürs deutsche Fernsehen war, ein ordentliches französisches Flair zu kreieren. Das finde ich z.B. auch bei "Der kleine Doktor" recht abschreckend - da geht es mir wie dir bei "Dem Täter auf der Spur": lange im Regal, nie zu Ende gesehen.

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