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Dieses Thema hat 17 Antworten
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 Kurzgeschichten-Wettbewerb
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Count Villain Offline



Beiträge: 3.789

21.03.2009 15:47
Inspektor Frisbee und der Judasbaum Zitat · antworten

Dann werde ich mich auch mal über meine eigene Geschichte auslassen.

Wie schon einmal erwähnt basiert sie ganz lose auf einem alten Hörspielprojekt für die Schule, was dann auch gleich die begrenzte Personenanzahl erklärt. Ich hatte für den Wettbewerb zwei solcher kleinen Projekte in der Schublade, die ichd amals mal mit einem Klassenkameraden gemacht habe. Ich entschied mich letztendlich für den Stoff mit dem Einbruch als Grundlage da das andere eher ein Landhauskrimi im Stile von Agatha Christie war. Dennoch ist von der ursprünglichen Geschichte nur recht wenig geblieben, da sie zu brav und zu durchschaubar war. Es blieben lediglich die Personen (mit englischen Namen ausgestattet), der Einbruch und die Spuren im Garten. Die Morde, die Einbindung des Hexers und damit verbunden der Endtwist waren komplett neu.

Zupass kam mir dabei, dass ich zwischenzeitlich ohnehin schon einmal begonnen hatte auf Grundlage dieses kleinen Minikrimihörspiels eine längere Geschichte zu schreiben mit mehr Personen (Nichte des Grafen, Verwalter, Polizeichef, Rechtsanwalt, Barsängerin, Polizeiarzt, Stallbursche) und verzweigterer Handlung. Aus dieser Zeit stammt dann auch die Idee des Brudermörders, der Totenmaske und des Gifts im Safe. Der nächste Schritt hin zu einer Vergeltungsaktion des Hexers für den Mord am Bruder war dann nur logisch. Diese Schöpfung von Edgar Wallace bot sich geradezu an um die Geschichte aufzuwerten und gleichzeitig auch in die richtige Nähe zu Edgar Wallace zu bringen, nebst einer Erwähnung vom beförderten Inspektor Wembury. Und dann ging halt das große Plotten und der Kampf um den Endtwist, der für mich in einer Hexergeschichte natürlich das Wichtigste sein musste, los. Gedanklich gab es da viele Fassungen hinter wem sich der Hexer verbirgt, wer den Raub begangen hat, wer sich wie mit wem verschworen hat und wer wann den Löffel abzugeben hat. In der Ursprungsfassung, dem alten Hörspiel, war der Gärtner der Einbrecher und der Baron der Anstifter. Zwischenzeitlich war dies auch für die Kurzgeschichtenfassung der Plan. Der Hexer bediente sich diesem geplanten Raub (der Baron wollte mit dem Besitz des Giftes den Lord erpressen) um selbst an den Safeinhalt zu kommen und dann damit über den Lord zu richten. Das erwies sich dann aber als zu komplex und konstruiert wirkend, so dass der Hexer selbst den Safe leer räumte. Damit wurde dann auch gleich Baron Gruners Todesurteil als alter Mitverschwörer unterschrieben und dem Gärtner blieb nur noch die Rolle des "roten Herings", des Hauptverdächtigen, der aber eigentlich unschuldig ist. Aber vermutlich braucht jede gute Kriminalgeschichte so eine Figur. Und immerhin darf er neben den Polizeibeamten und dem Hexer als einziger der Beteiligten überleben. Zwischenzeitlich wurde etwas Recherche betrieben (z.B. wie sah moderne Einrichtung zu der Zeit aus, war das Opernhaus in Sydney schon gebaut usw.) und angepasst (z.B. war der Sergeant erst dunkelhäutig geplant, was aber für die 50er Jahre zu modern war). Augenscheinlich habe ich aber noch zu wenig angepasst, was mir die vielen Rückmeldungen über die Sprache der Charaktere bewiesen haben. Das ärgert mich im Nachhinein schon, dass ich da nicht sorgfältiger war und mich quasi fast ausschließlich auf einen möglichst genialen Endtwist konzentriert habe.

Ich kann nicht leugnen, dass eine gewisse Inspiration (Judas) wohl daher kam, dass ich kurz vorher oder beim Entwickeln der Geschichte Wes Cravens Dracula 2000 gesehen habe. Als dann klar war, dass ich in der Tat einen Verrätermord einbauen würde, gab es dann wieder etwas Recherche. Was, außer dem Strick und vielleicht den Silbertalern, konnte man noch am Tatort einbauen um eine Judasassoziation hervorzurufen? Ich stieß auf den Judasbaum. Passenderweise. Immerhin hatte ich ja schon einen Park und einen Gärtner. Kurz nachgeforscht ob Judasbäume auch in England gedeihen und schon fügte sich alles zusammen. Tot war der Butler, klar war die Hexermaskerade und fertig die Geschichte.

Im Nachhinein war ich lediglich noch am Grübeln ob ich nicht die Szene mit den Polizeibeamten im Park noch etwas ausbaue und dort schon irgendeinen Hinweis auf den Baum gebe (und vielleicht auch drei Eichen einbaue). Die Frage war nur, ob ich da vielleicht nicht schon zuviel verraten hätte, indem ich den Judasbaum schon so zeitig in die Story einführe. Andererseits sollte natürlich auch die Auflösung nachvollziehbar sein und nicht vorgesetzt wirken. Das war dann Abwägungssache und ist wohl eine Gratwanderung, die jeder Krimiautor zu bewältigen hat. Ich hab mich dafür entschieden die Story so zu lassen wie sie war.

Soviel also erstmal zur Entstehung. Jetzt habe ich noch ein paar Anmerkungen zu den getätigten Bewertungen. Sie sind zwar adressiert an den jeweiligen Bewerter, jedoch nur um nicht alle Bewertungen noch einmal zitieren zu müssen. Natürlich darf sich jeder und nicht nur die angesprochenen zu meinen folgenden Bemerkungen äußern. Zum Teil gebe ich dort auch noch ein paar Hintergrundinformationen.

@ Danny: Was fandest du unrealistisch? Wie hättest du die Personen charakterisiert? Und hattest du mitbekommen, dass ich den Judasbaum geschrieben habe? Es war durch einen Fauxpas meinerseits ja kurzzeitig im Forum lesbar gewesen. Da ich, wie sich jetzt herausgestellt hat, deine Geschichte am niedrigsten bewertet habe, wirkt deine direkt folgende ebenfalls schlechte Bewertung meiner Geschichte wie eine direkte Retourkutsche. Der Rest deiner Bewertungen folgt ja erst später und gemeinsam in einem Beitrag. Das soll kein Vorwurf sein, es war ja mein Fehler nicht an die Anonymität der Autoren gedacht zu haben, aber es interessiert mich schon. Oder war das einfach Zufall?

@ kaeuflin: Welche Widersprüche hast du entdeckt?

@ Billyboy: Die sprachlichen Ungenauigkeiten sind zum Teil gewollt. Lord Woodgrouse übertreibt halt damit, dass er den Raub als Kapitalverbrechen betitelt. Was den Ton zwischen Diener und Herrn angeht so hast du Recht. Natürlichen werden Butler offiziell mit Nachnamen angesprochen. Da hätte ich stärker herausarbeiten müssen, dass Woodgrouse und Cromwell zwei unterschiedliche Töne sprechen. Einmal offiziell und gemäß der Etikette und insgeheim durch gemeinsam begangene Verbrechen in der Vergangenheit, die - ich gebe es zu - bis auf den Brudermord auch nicht weiter ausgeführt blieben, auch einen rüden, familiären Ton. Und wie hätte man deiner Meinung nach das Grobmaschige etwas verfeinern können?

@ Havi: Welche Redewendungen fandest du stillos?

@ Gubanov: Finde ich interessant, dass du meine Geschichte tatsächlich so sehr im Stile von "Neues vom Hexer" siehst. Jedenfalls, wenn man bedenkt, dass ich diese Kurzgeschichten nie gelesen, sondern lediglich mal das gleichnamige Europa Hörspiel gehört habe. Freut mich natürlich umso mehr. Und auch hier frage ich nochmal nach Beispielen für die Formulierungen. Das scheint nämlich in der Tat der wundeste Punkt meiner Geschichte zu sein. Da hätte ich mich vielleicht etwas mehr ins Zeitgefühl einarbeiten sollen. Und stimmt, Bliss hätte wohl genauso mindestens eine Erwähnung verdient wie der gute Wembury. Allerdings hätte mich dann erst noch etwas im Hexer einlesen müssen, um Bliss treffend zu charakterisieren, wenn ich aus ihm den Hauptermittler gemacht hätte. Das habe ich mir lieber erspart und eine eigene Figur ersonnen.

@ Barnaby: Stimmt, es gibt keine weibliche Rolle in meiner Geschichte. Aber es bot sich auch nicht unbedingt eine an. Und extra eine reinschreiben wollte ich auch nicht. 6 Personen finde ich für eine Kurzgeschichte auch angemessen. Was den Hexer angeht kann es gut sein, dass es etwas bemüht wirkt. In seiner Ursprungsfassung als Hörspiel für ein Schulprojekt waren ja weder Hexer noch Morde vorhanden, da ging es - in ziemlich naiver und kindlicher Weise - nur um den Einbruch und Diebstahl des Safeinhaltes. Aber es bot sich als Ausgangssituation wie oben schon ausgeführt geradezu an um eine Geschichte über einen weiteren Coup des Hexers zu machen. Und das mit der Ohrfeige und der Maske ist mir noch gar nicht aufgefallen, aber jetzt wo du es sagst, das ist echt ein Fauxpas. Die Szene hatte ich auch geschrieben als noch nicht ganz klar war hinter wem sich der Hexer verbirgt. Das sollte ich im Nachhinein wohl wirklich zu einem Schlag mit einer Reitgerte oder einem Gehstock ändern. Und auch hier wird die Ausdrucksweise gewisser Personen bemängelt. Na gut, das ist natürlich wirklich nicht unbedingt wallacewürdig, aber die Geschichte soll ja auch nicht zur Wallace-Zeit in den 20ern spielen, sondern ein paar Jahrzehnte später, einige Jahre nach dem zweiten Weltkrieg. Mag natürlich sein, dass ich mich trotzdem im Ton vergriffen habe. Aber das lässt sich ja verhältnismäßig leicht ausbügeln.

@ Percy Lister: Na ja, es sind nicht alle in das Verbrechen eingebunden. Der Gärtner wird zwar verhaftet, ist aber am Ende unschuldig. Über die Umgangsformen habe ich mich ja schon ausgelassen. Da sollte ich wirklich noch etwas nachbessern scheint mir. Frisbee mag etwas zu modern für Wallace klingen, aber die Geschichte spielt ja auch ein paar Jahrzehnte später. Der Baron ist tatsächlich - zumindest namentlich - Conan Doyle entnommen, stimmt. Mir gefiel der Name einfach.

So, und jetzt noch einmal danke an alle, die sich diesen langen Text zu meiner Kurzgeschichte angetan haben.

Gubanov Online




Beiträge: 14.589

21.03.2009 19:03
#2 RE: Inspektor Frisbee und der Judasbaum Zitat · antworten
Zitat von Count Villain
@ Gubanov: Finde ich interessant, dass du meine Geschichte tatsächlich so sehr im Stile von "Neues vom Hexer" siehst. Jedenfalls, wenn man bedenkt, dass ich diese Kurzgeschichten nie gelesen, sondern lediglich mal das gleichnamige Europa Hörspiel gehört habe. Freut mich natürlich umso mehr. Und auch hier frage ich nochmal nach Beispielen für die Formulierungen. Das scheint nämlich in der Tat der wundeste Punkt meiner Geschichte zu sein. Da hätte ich mich vielleicht etwas mehr ins Zeitgefühl einarbeiten sollen. Und stimmt, Bliss hätte wohl genauso mindestens eine Erwähnung verdient wie der gute Wembury. Allerdings hätte mich dann erst noch etwas im Hexer einlesen müssen, um Bliss treffend zu charakterisieren, wenn ich aus ihm den Hauptermittler gemacht hätte. Das habe ich mir lieber erspart und eine eigene Figur ersonnen.

Das Europa-Hörspiel thematisiert ja schon zwei der zahlreichen Kurzgeschichten im Band "Neues vom Hexer". Wenn du die übrigen noch nicht kennst, empfehle ich dir dringend, dieses Erlebnis nachzuholen! Dort erfährst du auch genug über Bliss, um ein ganzes Buch über ihn zu schreiben...

Gestört haben mich Formulierungen in der wörtlichen Rede, so vor allem beim Gärtner und bei Lord Woodgrouse. Beispiele: "Oder hätte ich mir eine Hure aus der Stadt kommen lassen und sie ordentlich durchnehmen sollen nur um ein Alibi zu haben? Hätte ich natürlich gerne gemacht wenn ich das alles vorher gewusst hätte. Habe ich aber nicht. Pech für uns beide was?" / "Sag es mir jetzt ins Gesicht wenn du mich erpressen willst, du Hund!" - Auch in der Zeit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wäre eine gewähltere Wortwahl (auch in Anbetracht des schlechten Betragens etwa des Lords) wohl angebrachter gewesen.

Ich kann nur noch einmal herausstreichen, wie genial die Pointe deiner Geschichte ist. Sie ist und bleibt für mich die mit Abstand befriedigendste des gesamten Wettbewerbs!

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Count Villain Offline



Beiträge: 3.789

21.03.2009 19:32
#3 RE: Inspektor Frisbee und der Judasbaum Zitat · antworten

Also das "Du Hund" finde ich nach wie vor passend. Das andere ist zu direkt und zu grob, das stimmt.

Und noch einmal danke für das Lob.

Mr. Wooler Offline




Beiträge: 417

23.03.2009 10:27
#4 RE: Inspektor Frisbee und der Judasbaum Zitat · antworten

Lob auch von meiner Seite. Ich habe diese Geschichte als meinen persönlichen Favoriten auserkoren. Und das liegt hauptsächlich an der Atmosphäre, die hier erzeugt wird. Die Figuren sind für mich schlüssig chrakterisiert, insbesondere den Baron fand ich treffend geschildert. Der Bezug zu Wallace ist hier sehr gut gelungen, insbesondere, wenn man bedenkt, dass auch du schon eine Ausgangsgeschichte hattest, die ursprünglich nichts mit Wallace zu tun hatte. Ich finde, man merkt es der Geschichte nicht an, dass du den Hexer nachträglich eingearbeitet hast. Für mich ist das wirklich eine gelungene und überzeugende Geschichte. Ich hatte auch kurz überlegt, eine Hexer-Story zu schreiben, habe dann aber doch Abstand davon genommen, weil ich dazu keine passende Idee hatte. Gut so, denn meine Hexer-Geschichte wäre deiner sicher unterlegen gewesen.

Count Villain Offline



Beiträge: 3.789

24.03.2009 18:12
#5 RE: Inspektor Frisbee und der Judasbaum Zitat · antworten

Danke sehr auch an dich, Wooler, bzw. Mr. Wooler. Soviel Zeit muss sein. *g*

Es ist wie ich sagte, irgendwie passte es und fügte sich wunderbar zusammen. Ist doch gut, dass du keine Idee zum Hexer hattest, denn so hatten wir viel Abwechslung im Wettbewerb. So war jede Geschichte anders und mit anderen Protagonisten und Antagonisten. Wobei, für mich ist es ja eigentlich schade, vielleicht hätte ich ja sonst gewonnen. Aber ich bin mit meinem Platz schon sehr zufrieden. So habe ich noch Raum mich zu verbessern während du dann als klarer Favorit ins Rennen starten wirst beim nächsten Wettbewerb und damit mehr Druck hast.

Gibt es sonst noch weitere Kommentare, Fragen oder Anmerkungen zu meiner Geschichte von den anderen Forumsteilnehmern?

Billyboy03 Offline




Beiträge: 693

24.03.2009 20:12
#6 RE: Inspektor Frisbee und der Judasbaum Zitat · antworten

Hi count,

ich werde mich später etwas ausführlicher zu Deiner Geschichte äußern, ich stehe mom. doch sehr unter Streß, für längere Texte ist da wenig Zeit.

Mit der Lizenz zum Verhüten

BillyBoy03

Count Villain Offline



Beiträge: 3.789

26.03.2009 18:51
#7 RE: Inspektor Frisbee und der Judasbaum Zitat · antworten

Okay, ich bin gespannt. Dennoch: Nur keine Hektik.

Wir hatten ja auch mal im Wettbewerbsthread über Besetzungslisten für die Storys gesprochen. Allerdings hatte ich beim Schreiben meiner Geschichte keine bestimmten Schauspieler vor Augen, sondern eher gewisse Menschentypen, um es mal so auszudrücken. Lord Woodgrouse hatte ich dabei am Genausten im Kopf. Ihn habe ich mir fast exakt so vorgestellt wie Edgar Wallace im Buch "Die Tür mit den sieben Schlössern" den Rechtsanwalt Havelock beschreibt: groß, hager, graues Haar, graue Koteletten. Aber mal schauen was dabei herauskommt wenn ich mich in einen Besetzungsleiter in Deutschland in den 60er Jahren hinein versetzen müsste. Wahrscheinlich in etwa dieses hier.

Lord Woodgrouse --- Fritz Rasp / Ernst Fritz Fürbringer / Rudolf Fernau
John Cromwell --- René Deltgen / Albert Bessler / Paul Dahlke
Inspektor Frisbee --- Heinz Drache / Siegfried Lowitz / Wolfgang Preiss
Sergeant Baxter --- Peter Vogel / Eddi Arent / Jan Hendriks
Alan Miller --- Stanislav Ledinek / Hans Nielsen / Gerhard Hartig
Baron Gruner --- Heinz Spitzner / Klaus Kinski / Theo Lingen

Das wäre so in etwa mein erstes Brainstorming zu dem Thema. Ich werde jetzt auch noch einmal etwas detaillierter darauf eingehen und infolgedessen auch noch ein paar weitere Namen in den Raum werfen.

Fürbringer war eine Idee von Percy Lister, ich habe eher an Rasp gedacht bei der Rolle. Rasp würde wohl das Unheimliche besser zur Geltung bringen und Fürbringer das Zupackende. Fernau wäre eher im Stile der Epigonen ("Der Würger von Schloss Blackmoor"). Rudolf Forster wäre ebenfalls eine Alternative, wenn er ihn wie Mr. Real anlegt, aber nur die dunklen Seiten betont, z.B. wie er Vera Tschechowa schlägt. Er könnte Woodgrouse viel Charisma verleihen.

Für Cromwell bietet sich natürlich im Hinblick auf die Rialto-Serie nur Deltgen an, was aber dann natürlich eher kontraproduktiv wäre, da man mit ihm ja sofort den Hexer assoziiert. Man könnte ihm vielleicht auch eine Maske geben ähnlich wie in der Gerichtsszene in "Neues vom Hexer". Das würde ihn dann auch etwas "knautschgesichtiger" machen. Bessler als Butler zu besetzen ist ja fast schon wieder eine Klischeebesetzung, würde aber wieder das Unheimliche betonen. Dahlke empfände ich als erfrischend neue Besetzung innerhalb der Reihe. Mit Forster als Lord wäre auch Fernau als Butler denkbar, ganz im Stile des Epigons "Der Henker von London".

Frisbee empfinde ich fast schon als schwierigste Besetzung. Man kann da leider nicht einfach Fuchsberger nehmen. Der ist als Typus zu jung, zu agil und zu erfolgreich. Für Leipnitz gilt das genauso. Bleibt von den Standard-Inspektoren nur noch Drache übrig, den auch Percy Lister vorschlug. Dem würde man die Rolle schon eher abnehmen, spielt aber meiner Meinung nach immer etwas zu überheblich (nicht negativ gemeint). Die Rolle geht spielerisch eher in die Richtung, die auch Felmy in "Die Tote aus der Themse" eingeschlagen hat: Des Verbrechens müde. Beziehungsweise in Frisbees Fall des Jobs müde, der ihm bisher noch keinen herausragenden Erfolg geliefert hat, ein großer Geist erstickt in Routine. Dennoch würde ich auch Felmy vom Typ her als zu jugendlich ansehen, dann müsste man eher den "späten" Felmy besetzen. Lowitz würde als joviale Vaterfigur zu Sergeant Baxter ganz gut passen. Preiss traue ich zu die düstere Seite Frisbees sehr gut einzufangen. Er ist auch sehr gut manisch mit der Schaufel vorstellbar. Eine weitere ansprechende Alternative wäre sicherlich Dieter Borsche, der ja in einem Epigonen ebenfalls schon Inspektorenerfahrung gesammelt hat. Oder Peter van Eyck. Etwas älter angelegt auch Heinz Engelmann. Karl-Georg Saebisch wäre wieder zu alt, vom Typus her aber auch nicht schlecht. Paul Klinger wäre auch eine Überlegung wert.

Bei Sergeant Baxter kann es eigentlich nach meiner Ansicht nur eine Möglichkeit geben: Peter Vogel. Jung und dunkelhaarig. Mit Borsche als Frisbee käme es sogar fast einem Reprise ihrer Rollen in "Das Phantom von Soho" gleich. Ein junger Eddi Arent wäre vielleicht im Zuge der Rialto-Serie und im Gespann mit Drache als Inspektor denkbar, ist für mich aber auch nur zweite Wahl. Ebenfalls nur zweite Wahlen wären wohl ein junger Jan Hendriks oder ein junger Claus Biederstaedt. Aber wie ich schon sagte passt wohl keiner besser als Peter Vogel. Alternativen aus der Frühphase wären wohl Thomas Alder, Erwin Strahl oder Walter Wilz. Eine Alternative in der Spätphase wäre Stefan Behrens.

Der Gärtner muss grob, derb und etwas breiter gebaut sein. Da musste ich auch etwas länger überlegen. Im Grunde ist die Auswahl da auch sehr beschränkt. Mir kam da zuerst nur Nielsen in den Sinn. Allerdings müsste es Ledinek noch viel besser verstehen das Derbe und Grobe der Figur zu verkörpern. Wie wunderbar eklig und fies er sein kann hat er uns ja in "Der grüne Bogenschütze" bewiesen. Bliebe die Frage ob man ihm auch abnehmen würde der Hexer zu sein, wie Frisbee es ja in einer seiner Theorien postuliert. Hartig wäre wieder etwas braver und im Stil der Epigonen (wieder "Der Würger von Schloss Blackmoor"). Als Rialto-Serien-Veteran käme wohl auch Werner Peters in Frage. Wenn man den Verdacht auch mit der Besetzung bewusst auf den Gärtner lenken wollen würde, dann käme sogar - nicht lachen - ein Gert Fröbe in Betracht.

Bleibt der Baron. Da habe ich jetzt hauptsächlich nach Stimme ausgewählt, da in der Geschichte dessen Stimme ja auch als sehr markant beschrieben wird (näselnd, fast unwirklich klingend). Da ist mir bei der Rialto-Serie als Erstes Spitzner eingefallen. Ich denke man würde ihm auch gut einen Aristokraten abnehmen. Kinski ist ebenfalls markant, doch als Baron käme auch nur ein "später" Kinski in Betracht. Von der Stimme und der notwendigen Würde her am nächsten käme aber eigentlich auch nur einer: Lingen. Auch die ergrauten Schläfen passen wie die Faust aufs Auge. Auf den ersten Blick eine sehr ungewöhnliche Besetzung. Ich würde sie allerding eher, wie auch schon bei Dahlke, als frisch bezeichnen. Wenn Studienrat Knörz bei Wallace mitspielen kann, dann kann es sicher auch Studiendirektor Taft. Eine Alternative für einen physisch gefährlicheren Baron wäre sicherlich auch Wolfgang Lukschy, nach dem Motto "Scheiß auf die Stimme". Ein gutes Mittelding wäre wohl Hans Söhnker.

Wie man sieht gibt es also eine Vielzahl, wenn nicht gar Unmengen von Möglichkeiten diese Story zu besetzen. Je nachdem in welchem Stil und mit welcher Atmosphäre man sie gestalten will. Da ist von früher Rialto-Serie über später Rialto-Serie und den Epigonen bis hin zu neuen Gesichtern alles möglich. Aber irgendwie muss man sich ja auch festlegen. Meine Credits sähen also so aus:

Lord Woodgrouse --- Alfred Schlageter
John Cromwell --- Paul Dahlke
Inspektor Frisbee --- Heinz Engelmann
Sergeant Baxter --- Peter Vogel
Alan Miller --- Gert Fröbe
Baron Gruner --- Theo Lingen
Der tote Bruder (Cameo) --- Fritz Rasp



So viel von meiner Seite aus. Jetzt bin ich auf eure Besetzungsvorschläge gespannt.

Gubanov Online




Beiträge: 14.589

26.03.2009 19:17
#8 RE: Inspektor Frisbee und der Judasbaum Zitat · antworten
Schlageter und Dahlke halte ich für die denkbar besten Ergebnisse deines Brainstormings. Weder den vornehmen Fürbringer noch den greisen Rasp könnte ich mir als wutschnaufende Lord Woodgrouses vorstellen, Schlageter dagegen würde die Rolle sicher gut ausfüllen (Forster wäre sicher einen Gedanken wert, aber er ist einfach nicht groß und imposant genug für diese beeindruckende, ja fast körperlich beängstigende Rolle)...
Auch bei Heinz Engelmann würde ich mitgehen, doch der Rest deiner Besetzung mag mir irgendwie nicht zusagen. Bei Vogel mag es an einer persönlichen Antipathie liegen, wenn er als humoristisches Gimmick in Form eines Kriminalassistenten auftreten soll. Besser fände ich hier im klassischen Stil des "Halstuches" den späteren Synchron-Guru Eckart Dux. Als Gärtner vielleicht Helmut Schneider, wenngleich er für meine Begriffe wenig englisch wirken würde... Bei Baron Gruner dachte ich spontan an Peter Wyngarde, der imposant die Rolle seines Doyleschen Namensvetters 1965 neben Douglas Wilmer als Sherlock Holmes porträtierte. In einem deutschen Wallace-Film wäre er freilich ein Exot. Daher halte ich Heinz Spitzner als Alternative nicht für unklug.

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Count Villain Offline



Beiträge: 3.789

26.03.2009 21:49
#9 RE: Inspektor Frisbee und der Judasbaum Zitat · antworten

Dahlkes Besetzung gefällt mir selbst außerordentlich gut. Schlageter hingegen ist mir eher zufällig in die Hände gefallen. Eigentlich hatte ich die DVD "Der rote Kreis" nur im Laufwerk weil ich Screenshots von Rasp machen wollte um ein bißchen die Alternativen zu vergleichen. Ich war da selbst noch ziemlich unschlüssig. Irgendwie bin ich dann in eine Szene mit Schlageter gekommen und es war sofort klar: Der grantige Beardmore ist der ideale Woodgrouse! Hart, düster und im richtigen Alter.

Deine Antipathie gegen Vogel kann ich verstehen. Ich mag ihn auch nicht so gerne in den BEW-Filmen. Aber der Sergeant ist ja von mir eben auch nicht als humoristisches Gimmick angelegt, sondern als aufstrebender junger Beamter. Ich denke, das würde Vogel hinkriegen. Gegen Eckart Dux ist aber eigentlich auch nichts einzuwenden.

Ihr seid mir da eh alle im Vorteile, besonders was Schauspieler aus Durbridge-Streifen, anderen Filmen oder den Krimiserien aus der Zeit angeht. Ich bin da nicht so firm drin. Von daher bin ich umso neugieriger was eure Vorschläge betrifft. Und wie ich schon sagte: Vieles ist möglich.

So sagen mir Helmut Schneider und Peter Wyngarde leider auch nichts. Deshalb kann ich mich zu diesen Vorschlägen nicht weiter äußern.

Gubanov Online




Beiträge: 14.589

26.03.2009 22:21
#10 RE: Inspektor Frisbee und der Judasbaum Zitat · antworten
Zitat von Count Villain
Aber der Sergeant ist ja von mir eben auch nicht als humoristisches Gimmick angelegt, sondern als aufstrebender junger Beamter.

Schon klar, aber in den 1960ern hätte man ihn bei Besetzung mit Vogel definitiv zur Klamaukrolle umgemuttelt...

Wyngarde und Schneider zur Verbildlichung:

Peter Wyngarde in "The Illustrious Client" (1965), Helmut Schneider in "Stahlnetz: E 605" (1960)

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Count Villain Offline



Beiträge: 3.789

26.03.2009 22:34
#11 RE: Inspektor Frisbee und der Judasbaum Zitat · antworten
Zitat von Gubanov
Schon klar, aber in den 1960ern hätte man ihn bei Besetzung mit Vogel definitiv zur Klamaukrolle umgemuttelt...


Okay, Punkt für dich.

Wobei, das ja vielleicht so ähnlich ist wie die Frage ob zuerst die Henne oder das Ei da war. Hat man Vogel besetzt um eine humoristische Rolle zu füllen oder um humoristisch eine Rolle zu füllen? Aber was den Zeitgeist angeht hast du Recht. Da würde man meinen Sergeant auf jeden Fall humoristisch anlegen um eine auflockernde Rolle im Film zu haben und dann entsprechend mit den üblichen Verdächtigen besetzen. Aber ich nehme einfach mal an, dass ich selbst Autor, Produzent, Regiesseur und Besetzungsleiter bin. Dann klappt das schon.

Wyngarde geht als Gruner okay. Die Schläfen kann man ja nachgrauen. Kompromissvorschlag:

Baron Gruner --- Peter Wyngarde (Synchronstimme: Theo Lingen)

Bei Helmut Schneider bin ich noch zwiegespalten. Etwas in mir sagt ja, etwas in mir sagt nein.
Count Villain Offline



Beiträge: 3.789

27.03.2009 04:03
#12 RE: Inspektor Frisbee und der Judasbaum Zitat · antworten

Eine weitere Alternative mit markanter Stimme, die mir noch für Baron Gruner eingefallen ist: Balduin Baas.

Billyboy03 Offline




Beiträge: 693

22.04.2009 16:55
#13 RE: Inspektor Frisbee und der Judasbaum Zitat · antworten

Hi Count,

hier dann doch noch meine Wortmeldung zu Deiner tollen Story.
Diese Geschichte hat mir von der Konstruktion der Handlung her mit am Besten von allen Beiträgen gefallen, weil der Plot gut durchdacht ist, ausgewogen Verdächtigungen geäußert werden und eine Wallace-typische Konstruktion vorhanden ist. Die Stimmung paßt gut, der Endtwist gelungen.
Interessant ist ja die von Dir bschriebene umfangreiche Entstehungsgeschichte der Story. Hier ist also nicht das Ergebnis einer schlaflosen halben Nacht zu lesen sondern eine Geschichte, die Du schon diverse Male hin und her gewendet hast. Deshalb ist sicher auch das Strickmuster so gelungen.
Nun gibt es aber neben Licht auch Schatten: wie schon in meiner Bewertung oder von anderen kritisiert, ist die wörtliche Rede oft nicht entsprechend den Gepflogenheiten verwendet worden. Aber das hattest Du ja auch schon selber eingeräumt. Eine Trennung zwischen offiziellem Ton und Privat zwischen Butler und Woodgrouse wäre sicher besser. Der Gärtner redet auch ziemlich unverschämt.
Ansonsten sind es einige Kleinigkeiten, vielleicht auch Nachlässigkeiten, die mich gestört haben:

1. die Befragung des Personals z.B.: als Polizist würde ich das Personal nicht in Gegenwart des Hausherrn befragen, denn ich möchte ja evtl. Indiskretionen hören und ehrliche Meinungen.
2. Baron Gruner öffnet selber die Tür, als Frisbee ihn aufsucht. Bei einem Baron eigentlich undenkbar, oder? Dazu die Person des Barons: ein Deutscher in England, unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg, und offenabr während der Kriegszeit um die Welt gereist (Australien). Während des 2. WK waren die meisten Deutschen in England in Sammellagern interniert wegen des Verdachts der Spionage für die Nazis. Das ist im Kriegsfall so üblich.
3. die Umgangsformen. Wie redet man mit einem Lord oder anderen höhergestellten Menschen z.B.?

Wie du an anderer Stelle selber schon ausgeführt hast, könnte man den einen oder anderen Hinweis zusätzlich sicher geben, ohne das die Gefahr bestünde, der Leser könnte den Täter erraten. Ich könnte mir z.B. eine Szene vorstellen, wo der echte Butler (die heißen aber nicht John Cromwell!!!) abgeht (wo hinter den Kulissen quasi der echte Butler getötet wird) und wenig später der Hexer als Butler den raum betritt, und dem Lord evtl auffällt, daß der Butler andere Schuhe trägt oder so...
Ich bin ja wie bekannt Fan davon, den Lesern wirklich die Hinweise zu geben, die sie zum Lösen des Rätsels brauchen.

Ansonsten freue ich mich für Dich auch über den gemeinsamen zweiten Platz und hoffe auch eine baldige Fortführung des Schreibwettbewerbs.

Mit der Lizenz zum Verhüten

BillyBoy03

Count Villain Offline



Beiträge: 3.789

24.04.2009 16:58
#14 RE: Inspektor Frisbee und der Judasbaum Zitat · antworten
Hi Billyboy!

Danke für deinen Kommentar zu meiner Story. Ich muss dir eigentlich in allem Recht geben. Das Gerüst ist stabil, aber der Putz bröckelt hier und da um es mal bildlich auszudrücken. Das äußere Erscheinungsbild des Krimigebäudes ist renovierungsbedürftig. Da hätte ich mehr Sorgfalt walten lassen sollen und mir die Story nochmal mehrmals in Ruhe durchlesen sollen. Aber irgendwie war ich beim Erschaffen am Ende in einem Tunnelblick und ziemlich plotfixiert gewesen. Und sich die Story dann noch einmal mit etwas zeitlichem Abstand und freiem Kopf durchzunehmen, dazu war dann auch die Zeit etwas knapp. Aber das war ja auch bei vielen anderen so, dass mit etwas mehr Zeit auch noch etwas mehr aus den Geschichten herauszuholen gewesen wäre. Von daher war das ja auch nur Chancengleichheit dann.

Zu 1.: Menschliches Versagen von Frisbee. Wahrscheinlich war er deshalb in seinem Job bisher eher erfolglos.

Zu 2.: Dass der Baron selbst die Tür öffnet lag eigentlich daran, dass ich nicht noch eine(n) zusätzliche(n) Bedienstete(n) einbauen wollte, der/die ansonsten nicht wirklich etwas zur Story beiträgt. Ich wollte auch erst noch reinschreiben, dass er zwar eine Haushälterin hat, diese aber aus irgendwelchen Gründen nicht da war (freier Tag, kranke Verwandte o.ä.). Keine Ahnung warum ich das schließlich unterlassen habe. Tja, die Deutschen und der Krieg ... Das ist in der Tat Recherche, die ich komplett außen vor gelassen habe. Der Weltkrieg hat für mich einfach keine Rolle gespielt. Er war halt nun mal geschehen in der Zeitepoche wo ich die Geschichte habe spielen lassen. Ursprünglich war es ja eine Gegenwartsgeschichte, aber dann habe ich sie ja in die Lebensspanne des Hexers zurückversetzt. Da war ich dann wohl was die Gegebenheiten angeht nicht konsequent genug (auch wenn ich ja durchaus andere Faux-Pas vermieden, bzw. umgeändert habe wie z.B. das Opernhaus in Sydney, modernes Glasdesign in der Einrichtung oder dunkelhäutige Yard-Angestellte). Im Grunde bleibt natürlich die Frage warum der Baron überhaupt Deutscher bleiben musste. Alle anderen Figuren hatte ich ja schließlich auch anglisiert. Da weiß ich aber jetzt auch nicht so recht eine Antwort drauf. Mir gefiel halt der Name. Aber auch mit dem Namen hätte er ja z.B. ebenso gut Schweizer sein können. Oder man könnte das Baron streichen und aus Gruner einen jüdischen Wissenschaftler machen, der vor dem Krieg aus Deutschland emigriert ist. Im Nachhinein ist man halt immer schlauer und es ist halt auch schwer auf jedes Detail zu achten. Bei manchen Dingen kommt es einem halt auch nicht in den Sinn, dass es wichtig sein könnte oder sich mit der Historie beißt. Man ist ja auch nicht allwissend oder frei von Ignoranz.

Zu 3.: Ja, ja, der bröckelnde Putz.

Warum sollten Butler nicht Cromwell heißen dürfen? Im Wirtshaus von Dartmoor gibt es ja zum Beispiel auch einen Inspektor Cromwell. Er muss ja nicht unbedingt ein Abkömmling des historischen Cromwells sein.. Abr deine Idee mitd em zusätzlcihen Hinweis gefällt mir sehr gut. Es ist halt wie ich sagte immer eine Gratwanderung und auf manche Dinge kommt man halt eben einafch auch nicht. An so eine Szene wie du sie beschreibt hätte ich zum Beispiel nie gedacht, finde die Idee aber klasse.

Ich bin mal gespannt was da Schreibwettbewerbmäßig noch so kommt. Im Grunde erwarte ich eine noch höhere Qualität der Storys, die ohnehin schon größtenteils gut waren, denn jetzt mit der abschließenden Besprechung sieht man ja auch seine Fehler und Schwachpunkte und kann bei der nächsten Story dann daran arbeiten.
Billyboy03 Offline




Beiträge: 693

24.04.2009 23:18
#15 RE: Inspektor Frisbee und der Judasbaum Zitat · antworten

Zitat von Count Villain


Warum sollten Butler nicht Cromwell heißen dürfen? Im Wirtshaus von Dartmoor gibt es ja zum Beispiel auch einen Inspektor Cromwell. Er muss ja nicht unbedingt ein Abkömmling des historischen Cromwells sein..


Weil es sich für einen Butler nicht geziemt, einen solch stolzen Namen zu tragen. Die Namen der Butler sind ja sicher oft nicht echt, sondern ihre Herren nennen Sie eben so, damit es gut klingt (das nehme ich jetzt mal an, habe es nicht recherchiert, aber die heißen ja nicht alle James oder Bunter oder so...). Und Butler werde soweit ich weiß auch nicht mit vollem Namen angesprochen. Man nennt Sie wohl bei dem Vornamen, ob angenommen oder nicht.

Übrigens hab ich heute bei Günter Jauch gehört, daß Sydneyer Opernhaus wurde 1959 erbaut!!!

Ansonsten bin ich auch zuversichtlich, was die nächste Runde anbelangt. Und ich muß zugeben, ich bin ein Perfektionist in mancher Hinsicht, andere sagen dazu auch pingelig.

Mit der Lizenz zum Verhüten

BillyBoy03

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