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Dieses Thema hat 271 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker national
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Jan Offline




Beiträge: 1.298

01.05.2018 16:22
#271 RE: Bewertet: "Der Alte" Zitat · antworten

Mit dem "Sportpalastwalzer" ist in dieser Box wieder eine Epside enthalten, die Brynych-Freunde wie -Feinde gleichermaßen entzücken dürfte. Die Freunde werden vor Wonne in die Hände klatschen, weil dem Regisseur hier einerseits mal wieder Gelegenheit gegeben ist, ein Musikstück bis zum Erbrechen abzududeln und andererseits mit Klaus Löwitsch und Elisabeth Wiedeamnn zwei Akteure an Bord sind, die dem Regisseur in puncto Extraversion in nichts nachstehen. Die Feinde werden alle ihre Vorurteile fein befriedigt sehen und sich daran laben, es eh vorher gewusst zu haben. "Sportpalastwalzer" ist aus meiner Sicht die stärkste Episode dieser Box, die durchaus konventionellere Episode "Neue Sachlichkeit" ordne ich ebenfalls sehr hoch ein. Hier passen Buch, Stimmung, darstellerische Leistung und ein famoser Soundtrack gut überein. "Die tote Hand" würde ich erheblich stärker einstufen. Von allen Vohrer-Büchern für "Der Alte" m.E. das beste. Für mich sind diese drei Episoden klar die besten aus dieser Box.

Gruß
Jan

Marmstorfer Offline




Beiträge: 7.356

01.05.2018 17:11
#272 RE: Bewertet: "Der Alte" Zitat · antworten

„Sportpalastwalzer“ ist auch für mich die stärkste Folge der Box, womöglich sogar die beste Episode überhaupt. Ich habe aber auch ein ausgesprochenes Faible für „Mord nach Plan“, ebenfalls eine Folge bei der absolut alles stimmt. Jeweils volle Punktzahl! Aber generell finde ich das Niveau der zweiten Box bärenstark. Habe nochmal in meine Rangliste hineingeschaut (aus dem August 2012) - immerhin sieben Folgen verfehlen die Höchstwertung nur um 0,5 Punkte, darunter natürlich die hier hochgelobten „Eine große Familie“, „Neue Sachlichkeit“ (Wussow war bei Köster immer ein Garant für Top-Qualität) und „Die tote Hand“, aber auch die eher experimentellen (und deswegen polarisierenden) „Der Abgrund“ und „Der Freund“ ordne ich auf diesem Niveau ein. Das sind Episoden, an die man sich auch Jahre später noch genau erinnert. Wenn ich nur an das Ende von „Der Freund“ denke - die Szene im Zug - der desillusionierte Köster wird vom Schaffner gefragt, ob denn noch jemand zugestiegen sei, worauf hin dieser antwortet: „Niemand.“ Und in diesem einen Wort klingt so viel Enttäuschung, aber auch Melancholie mit - da kriege ich jetzt noch eine Gänsehaut (der Duval-Score tut sein übriges dazu). Der beste Beweis, dass Brynych keinesfalls nur „laut“ inszenieren könnte, sondern auch ein Gespür für die feinen Zwischentöne besaß.

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