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Dieses Thema hat 47 Antworten
und wurde 2.878 mal aufgerufen
 Francis Durbridge
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Mark Paxton Offline




Beiträge: 316

24.12.2012 22:42
#46 RE: Bewertet: Francis Durbridge - Tim Frazer (4) Zitat · antworten

Zitat von brutus im Beitrag #45
Je länger die Sache sich hinzieht, desto mehr passt sich Tim Frazer aber den Gegebenheiten an, er beginnt zu bluffen und kann sich auch körperlich zur Wehr setzen, wenn nötig. Letztendlich gelangt er zum Ziel. Er findet den gesuchten Freund und ist auch derjenige, der das eigentliche Objekt der Begierde, den versteckten Mikrofilm, findet und den gesammten Fall damit erfolgreich löst. Max Eckard verkörpert Tim Frazer auch ideal, ein symphatischer, etwas gemütlich wirkender Hauptdarsteller, dem man den neugierigen Ingenieur sofort abnimmt, welcher mit einer gewissen Hartnäckigkeit auch dann auf der Spur des gesuchten Freundes bleibt, als die Sache rauher wird.
Eine ideale Analyse, Brutus. Ich sehe das ähnlich. Durbridge hat hier wirklich nach dem Halstuch-Erfolg etwas ganz anderes geschaffen, was ja nicht leicht war.

Georg Offline




Beiträge: 2.738

04.05.2014 19:18
#47 RE: Bewertet: Francis Durbridge - Tim Frazer (4) Zitat · antworten

Gestern ist mir (erstmals - und ich habe den Mehrteiler sicher schon 15-20x gesehen) ein Lapsus von Paul Klinger aufgefallen, der jenem ähnelt, der Heinz Drache im "Halstuch" passiert (dort spricht Drache Gerald Quincey als Mr. Collins an).
In der vierten Folge von "Tim Frazer" nennt Paul Klinger den Wirt Gibson "Frazer" und zwar in folgendem Zusammenhang: Frazer lädt Killick zum Abendessen ein und geht dann auf sein Zimmer. Daraufhin sagt Klinger zu Gibson: "Geben Sie mir eine Schachtel Zigaretten, Frazer!" - im Gegensatz zu Heinz Drache korrigiert er sich aber nicht.

Ray Offline



Beiträge: 580

26.03.2016 23:38
#48 RE: Bewertet: Francis Durbridge - Tim Frazer (4) Zitat · antworten

Tim Frazer (BRD 1963)

Regie: Hans Quest

Darsteller: Max Eckard, Marianne Koch, Paul Klinger, Konrad Georg, Ernst Fritz Fürbringer, Friedrich Joloff, Kurt Waitzmann, Hans Quest u.a.



Auch diesen Durbridge-Mehrteiler habe ich mir nach Jahren mal wieder angesehen.


Im Vergleich zu "Harry Brent" fand ich ihn deutlich schwächer. Zunächst ist Eckard eine satte Fehlbesetzung. Sein Schauspiel wirkt ungemein linkisch und steif. Einem solchen Snob würde kaum eine Behörde einen dermaßen wichtigen Auftrag geben. Hier hätte es eines dynamischen Darstellers bedurft. Der Name Felmy ist schon gefallen. Fuchsberger wäre hier wohl noch besser gewesen. Die Chemie zwischen Eckard und Koch ist äußerst durchwachsen, Frau Koch spielt zudem bisweilen arg aufgesetzt. Wirklich überzeugend empfand ich nur Konrad Georg, Klinger macht seine Sache auch noch recht ordentlich.

Die Inszenierung ist ausgesprochen bieder. Die Exposition deutlich zu lang, generell hätte man den Film kürzen können. Das Format eines Sechsteilers steht der Spannung ein ums andere Mal im Wege. Hier hätte ein Dreiteler von 180 Minuten Abhilfe geschaffen. Trotz des letztendlich durchaus brisanten Inhalts ist das Ganze wenig aufreibend, ein "Straßenfeger" sieht für mich anders aus. Im krassen Widerspruch dazu steht die peitschende Musik, die Tempo suggeriert, welches man im Film selbst vergeblich sucht.


Schwacher Hauptdarsteller, biedere Inszenierung, mäßige Spannung. Das geht deutlich besser. 2,5/5 Punkten.

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