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Dieses Thema hat 50 Antworten
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 Giallo Forum
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Gubanov Online




Beiträge: 14.917

28.02.2014 14:33
#31 RE: Der Killer von Wien (1971) Zitat · antworten

Die DVD ist schon draußen. Kann z.B. bei der OFDb bestellt werden.

Im Thread, der einen Beitrag über dir verlinkt ist, hat auch schon jemand, der die DVD erhalten hat, eine kurze Beschreibung gepostet.

tilomagnet Offline



Beiträge: 497

01.03.2014 08:45
#32 RE: Der Killer von Wien (1971) Zitat · antworten

Obwohl kein Sonderangebot, habe ich die DVD bestellt. Bin sehr gespannt auf den Film!

tilomagnet Offline



Beiträge: 497

08.03.2014 11:40
#33 RE: Der Killer von Wien (1971) Zitat · antworten

Die Investition hat sich eindeutig gelohnt! Ganz starker Giallo - hohe Spannung, fantastische Musik, innovative Kamera und ... Edwige Fenech ist einfach der Hammer und eine der schönsten Frauen des 70er-Jahre-Kinos! Ebenso gelungen die abwechslungsreichen Schauplätze und großzügigen Außenaufnahmen in Wien und Spanien (?).

Insgesamt fand ich den anderen 71er-Martino SCHWANZ DES SKORPIONS noch eine Spur besser, weil stringenter und spannender und die Morde sind dort um einiges deftiger und "schöner" inszeniert. Dummerweise richtet sich der Verdacht auf den Haupttäter im WIENER KILLER schnell in eine bestimmte Richtung, wenn man den zweiten Film schon kennt. Auch möchte ich einem meiner Vorschreiber zustimmen, dass dieser Film noch eine ganze Stufe noch oben klettern könnte, wenn man das Ende offen gelassen hätte. So war's ein bisschen so, als könnte man die Zuschauer nicht mit der Ungewissheit aus dem Kino schicken.

Insgesamt aber auf jeden Fall sehr sehenswert und eindeutig Daumen nach oben für diesen klasse Italo-Thriller! 4,5 von 5 Punkten.

Josh Offline




Beiträge: 7.858

08.03.2014 21:06
#34 RE: Der Killer von Wien (1971) Zitat · antworten

Wie sieht denn bei dir die zweite DVD aus? Zerkratzt, oder hast du Glück gehabt?

tilomagnet Offline



Beiträge: 497

09.03.2014 11:06
#35 RE: Der Killer von Wien (1971) Zitat · antworten

Die schaut etwas mitgenommen aus! Muss mal heute schauen, ob sie einwandfrei spielt. Bekanntes Problem?

Josh Offline




Beiträge: 7.858

09.03.2014 12:20
#36 RE: Der Killer von Wien (1971) Zitat · antworten

Ja, fast alle Scheiben sollen so aussehen. FilmArt bemüht sich aber um eine Lösung - es wird wohl eine Austauschscheibe geben.

Mark Paxton Offline




Beiträge: 341

27.05.2014 17:12
#37 RE: Der Killer von Wien (1971) Zitat · antworten

Ich habe die DVD heute bei Media Markt gesehen: für 28 Euro! Ich bin wirklich nicht knauserig, aber dieser Preis ist wohl etwas hochgegriffen. Ich kann verstehen, dass ein Label auch leben muss, gerade bei solchen Nischenprodukten. Allerdings frage ich mich, wie viele dazu bereit sind, diese Summe auszugeben? Ob sich das für das Label dann auch rentiert? Vor allem, wo der Film doch schon früher veröffentlicht wurde. Na, ich will's hoffen ...

Josh Offline




Beiträge: 7.858

27.05.2014 18:17
#38 RE: Der Killer von Wien (1971) Zitat · antworten

Solche Filme kannst du leider im Media-Markt nicht kaufen, da die Preise abseits der Blockbuster oft überzogen sind. Bei OFDb bekommst du den für 19,98 Euro, und ab 20,- liefern die versandkostenfrei. Irgend einen billigen Film findet man immer, um über die 20,- zu kommen.

tilomagnet Offline



Beiträge: 497

27.05.2014 21:05
#39 RE: Der Killer von Wien (1971) Zitat · antworten

20 Teuro ist der Film auf jeden Fall wert, wenn man ihn noch nicht kennt! Da muss man eben als Fan auch mal tiefer in die Tasche greifen und die Nischenlabels unterstützen. Beim Media Markt kaufe ich nichts außerhalb der DVD-Wühltische für unter 5 Euro!

Josh Offline




Beiträge: 7.858

27.05.2014 21:49
#40 RE: Der Killer von Wien (1971) Zitat · antworten

20,- Euro finde ich, ehrlich gesagt, nicht viel für einen Film abseits des Mainstreams, bei dem ein kleines Label versucht, dem Fan ein perfektes Paket zu bieten. Der Killer in HD wäre vielleicht noch das Sahnehäubchen gewesen, aber das hat nicht sollen sein. In Zeiten, wo Labels versuchen, dem Fan mit überteuerten Mediabooks für Filme, die keiner kennt, das Geld aus der Tasche zu ziehen, sollten wir froh sein, dass es Label gibt, die Filme im halbwegs fanfreundlichen Preissegment veröffentlichen.

Gubanov Online




Beiträge: 14.917

27.05.2014 22:51
#41 RE: Der Killer von Wien (1971) Zitat · antworten

Zitat von Josh im Beitrag #39
Der Killer in HD wäre vielleicht noch das Sahnehäubchen gewesen, aber das hat nicht sollen sein.

Bloß gut! Ich fürchte jetzt schon den Tag, an dem FilmArt den ersten Giallo nur auf Blu-ray rausbringt und die DVD-Alternative einspart (analog zu "Der Tag der Cobra" aus der Polizeifilm-Reihe). Dann wird für mich der Traum von der kompletten Giallo-Edition ausgeknipst. Die Polizieschi fange ich aus diesem Grund gar nicht erst zu sammeln an.
Zitat von Mark Paxton im Beitrag #36
Ich habe die DVD heute bei Media Markt gesehen: für 28 Euro! Ich bin wirklich nicht knausrig, aber dieser Preis ist wohl etwas hochgegriffen.

Deine Entdeckung ist sicher kein Grund, FilmArts Preispolitik an sich infragezustellen. Es ist der MediaMarkt-Verkaufspreis, der in diesem konkreten Fall weit über dem üblichen Online-Preis liegt. Dieser ist mit knapp 20 Euro an sich nicht wirklich teuer, wenn man bedenkt, dass es sich um eine Doppel-DVD mit zwei unterschiedlichen Filmfassungen handelt. Dann landet man umgerechnet bei unter 10 Euro pro Disc und Version - und das ist ein Preis, den neue Pidax-DVDs (die bei Weitem nicht so gut ausgestattet sind) z.B. eher selten erreichen.
Zitat von tilomagnet im Beitrag #38
Beim Media Markt kaufe ich nichts außerhalb der DVD Wühltische für unter 5 Euro!

Diese beiläufige Klatsche möchte ich dann aber auch nicht einfach stehen lassen. Einerseits, weil ich es wichtig finde, auch den stationären Handel zu unterstützen (auch wenn es sich um große Ketten handelt), damit die Fußgängerzonen nicht aussterben, und zweitens weil man gerade im Serien- oder Editionsbereich vor Ort häufig günstigere Preise antrifft als bei Amazon. Die Auswahl ist außerdem gerade im Klassiker-Sortiment zumindest in Berlin bei MediaMarkt und Saturn zumeist sehr ansehnlich, von Dussmann ganz zu schweigen.

Jeder Kauf ist eine Einzelfallentscheidung.

Josh Offline




Beiträge: 7.858

28.05.2014 08:08
#42 RE: Der Killer von Wien (1971) Zitat · antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #40
Zitat von Josh im Beitrag #39
Der Killer in HD wäre vielleicht noch das Sahnehäubchen gewesen, aber das hat nicht sollen sein.

Bloß gut! Ich fürchte jetzt schon den Tag, an dem FilmArt den ersten Giallo nur auf Blu-ray rausbringt und die DVD-Alternative einspart (analog zu "Der Tag der Cobra" aus der Polizeifilm-Reihe). Dann wird für mich der Traum von der kompletten Giallo-Edition ausgeknipst. Die Polizieschi fange ich aus diesem Grund gar nicht erst zu sammeln an.

Bei einem ausverkauften Titel wie dem "Killer" hätte FilmArt mit Sicherheit nicht nur eine Blu-Ray gebracht. Beim "Tag der Cobra" sieht das anders aus, da ist die alte DVD noch ziemlich problemlos für maximal 5,- zu kriegen. Daher kann ich verstehen, dass FilmArt den nur auf BR bringt. Und spätestens, wenn dein DVD-Player den Geist aufgibt, wirst du dir auch einen BR-Player kaufen.

Mark Paxton Offline




Beiträge: 341

28.05.2014 17:13
#43 RE: Der Killer von Wien (1971) Zitat · antworten

Danke für eure Antworten. Wenn nur der Media Markt solche Preise hat, dann ist es ja okay. Man muss dort ja nicht kaufen. Die OTTO-Gesamtbox habe ich kürzlich dort für 19,99 gekauft und später in einem anderen Laden für 16,99 gesehen. Schade, dass die Preisunterschiede so hoch sind.

Die Ausführung der neuen DVD zu "Der Killer von Wien" scheint aber wirklich toll zu sein. Werde mir überlegen, ob ich mir diese auch zulege.

patrick Offline




Beiträge: 2.817

18.10.2014 22:33
#44 RE: Der Killer von Wien (1971) Zitat · antworten

The Strange Vice of Mrs. Wardh / Der Killer von Wien (1971)

Regie: Sergio Martino
Produzenten: Antonio Crescenzi, Luciano Martino
Drehbuch: Vittorio Caronia, Ernesto Gastaldi, Eduardo Manzanos Brochero
Story: Eduardo Manzanos Brochero
Mit: George Hilton, Edwige Fenech, Conchita Airoldi (als Cristina Airoldi), Manuel Gil, Carlo Alighiero
Musik: Nora Orlandi
Kamera: Emilio Foriscot, Floriano Trenker
Schnitt: Eugenio Alabiso
Produktion: Copercines, Cooperativa Cinematográfica / Devon Film / Laurie International MLR
Verleih: Gemini-Maron
Uraufführung: 15 January 1971


Die überaus attraktive Julie Wardh (Edwige Fenech) kommt mit Ihrem Gatten Neil, mit dem sie ein langweiliges Eheleben führt, in Wien an. Dort beginnt sie eine leidenschaftliche Affäre mit George (George Hilton), dem Cousin ihrer Freundin Carol. Daneben wird sie von Ihrem früheren Geliebten Jean belästigt, der eine sadistisch orientierte Sexualität lebt und Echsen, Fledermäuse und Eulen als Haustiere hält.

Parallel dazu begeht ein Rasierklinge schwingender Psychopath reihenweise Morde an jungen Frauen. Dieser hat auch Julie in sein Beuteschema aufgenommen, welche nur mit knapper Not einem Mordanschlag in einer Tiefgarage entgeht, nachdem Carol bereits dem Unhold zum Opfer fiel. Der Verdacht fällt sofort auf Jean, welchen Julie und Neil allerdings tot in dessen Wohnung vorfinden. Schließlich verliert der mutmaßliche Mörder, ein unbekannter Mann, selbst sein Leben, nachdem eine von ihm attackierte Stewardess erfolgreich Widerstand leistet. In typischer Thriller-Manier liegen die Dinge allerdings nicht so, wie sie scheinen und der Bösewicht scheint wider Erwarten doch noch am Leben zu sein. Die Auflösung versteht es schlussendlich, eindrucksvoll zu überraschen.

"Der Killer von Wien" wartet mit einigen bekannten Gesichtern aus den Spaghetti-Western der späten Sechziger auf. Auch die überaus gelungene Filmmusik erinnert stark daran. Die Filmhandlung verlegt sich teilweise nach Spanien, wo auch eine kurze Unterwasserszene vorkommt. Die Geschichte ist recht spannend und unterhaltsam inszeniert. Bei der Szene in der Tiefgarage gefällt mir recht gut, wie der Mörder schemenhaft mit der Rasierklinge in der Hand seine Pose einnimmt. Als Täter kommt nur ein sehr eingeschränkter Personenkreis in Frage, sofern man davon ausgeht, dass dieser ein Mann ist. Dies ist allerdings anzunehmen, da man ihn ja bereits zu Beginn auf seiner Beutesuche am Straßenstrich von Schwechat vage von der Seite sieht. Auch nimmt er dort eine Prostituierte in seinem Wagen mit. Nichtsdestotrotz ist die Auflösung kaum zu erraten.

Die von mir erworbene "FilmArt Giallo-Edition" war mit 20 € nicht gerade billig, enthält den Film allerdings ganze drei Mal. Neben der ungeschnittenen Version nämlich die Kinoversion. Und diese doppelt, da angeblich eine kleine Zahl der Kino-DVDs gewisse Fehler enthält. Daher wurde nochmals eine einwandfreie Kino-Version beigelegt. Welche Szenen dort geschnitten sind, entzieht sich meiner Kenntnis, da ich mir nur die Uncut-Version angesehen habe.

Fazit: Ein durchaus gelungener und kurzweiliger Thriller mit guter Musik, der es Gott sei Dank nicht für nötig erachtet, sich durch Etikettenschwindel als "falscher Wallace" oder sonst was zu präsentieren, sondern einfach ist, was er ist, nämlich ein Genre-Beitrag zur italienischen Giallo-Gattung. Der Streifen gefällt mir übrigens besser als die Stecknadel.

Ray Offline



Beiträge: 818

27.11.2015 21:36
#45 RE: Der Killer von Wien (1971) Zitat · antworten

Der Killer von Wien (I 1971)

Regie: Sergio Martino
Darsteller: Edwige Fenech, George Hilton, Ivan Rassimov u.a.


Julie Wardh (Edwige Fenech) begleitet ihren Mann auf eine Geschäftsreise nach Wien, die Ehe scheint gescheitert, weil er zu wenig Zeit für sie findet. Just zu diesem Zeitpunkt befindet sich auch einer ihrer Verflossenen (Ivan Rassimov) in der Stadt und der nächste potentielle Ex-Verflossene (George Hilton) steht auch schon vor der Tür ... Gleichzeitig geschieht in Wien ein Frauenmord nach dem anderen. Kennt Julie den Täter? Ist sie sein Ziel? Die Antwort bietet der vorliegende Film.

Als nach wie vor Genre-Unerfahrener war ich sehr gespannt, wie mir der in diesem Thread hochgelobte Film gefallen würde, zumal es bis dato noch nicht viele Gialli geschafft haben, mein Herz zu erobern.

Die Story erscheint mir relativ typisch zu sein. Dass man in Sachen Logik nicht allzu hohe Anforderungen stellen darf, hab auch ich langsam begriffen und so haben mich die vielen Twists am Ende natürlich sehr überrascht - auf nichts anderes ist das Drehbuch insoweit aus - und auch in weiten Teilen überzeugt. Krude, aber effektvoll.

Optisch hat der Film Einiges zu bieten. An erster Stelle wäre da der Hauptschauplatz Wien, der gewinnbringend eingesetzt wurde und im Bereich des Genres Abwechslung bietet. Die Gewaltszenen sind für meine Begriffe noch im Grenzbereich des Vertretbaren. Martino wird nicht alzu explizit, sondern überlässt an der ein oder anderen Stelle der Fantasie des Zuschauers den Rest. Insgesamt sind die Spannungszenen gut verteilt, so dass ein insgesamt ausgewogener Film entstanden ist.

Zu den Stärken des Films zählt des Weiteren die Musik von Nora Orlandi ("Das Gesicht im Dunkeln"). Ein Thema, welches immer wieder auftaucht, erinnert mich auch ein wenig an ihren Wallace-Ausflug, aber das ist möglicherweise einfach ihr Stil.

Was die schauspielerischen Leistungen angeht, so muss man dann doch deutliche Abstriche machen. Rassimov, dem die Rolle des Verdächtigen zugeschrieben worden ist, entwickelt viel zu wenig Charisma, auch Fenech ist nur sehr bedingt überzeugend. Das Verhalten ihrer Figur macht es einem mitunter schwer, sich mit ihr zu identifizieren und wenn man den Blick sieht, dem sie dem Mann zuwirft, mit dem sie die Szenerie verlässt, weiß der informierte Zuschauer auch schon Bescheid, wie das wohl enden mag ... Am besten hat mir im Zweifel noch George Hilton gefallen.

Dem Genre verpflichtet und dem Zeitgeist entsprechend gibt es jede Menge nackte Haut. Soweit es Fenech betrifft, könnte man sich noch rausreden, dass ihre Nackt-Auftritte in der Regel storytechnisch noch einen Sinn ergeben, wenngleich anzunehmen ist, dass diese Parts "vorsätzlich" ins Drehbuch geschriebn wurden. Was das gegenseitige Ausziehen der beiden Damen auf der Party angeht, so gibt es dafür keine Rechtfertigung hinsichtlich "Storytelling" und hinterlässt insoweit einen zweifelhaften Beigeschmack.

B-Thriller mit reizvollen Schauplätzen, netten Twists, großartiger Musik und solider Inszenierung, jedoch mäßigem Schauspiel und mitunter zweifelhafter "Fleischbeschau". Insgesamt gerade noch 4/5 Punkten.

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