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Dieses Thema hat 156 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker international
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Gubanov Offline




Beiträge: 14.382

06.11.2008 21:53
#31 RE: David Suchet ist Hercule Poirot - Episodenbewertungen Zitat · antworten
Come away, come away, death,
And in sad cypress let me be laid;
Fly away, fly away, breath;
I am slain by a fair cruel maid.
My shroud of white, stuck all with yew,
O prepare it!
My part of death, no one so true
Did share it.

Not a flower, not a flower sweet,
On my black coffin let there be strown;
Not a friend, not a friend greet
My poor corpse, when my bones shall be thrown:
A thousand sighs to save,
Lay me, O where
Sad true lover never find my grave,
To weep there!


Auf diese Worte Shakespeares bezieht sich nicht nur der englische Titel des Christie-Romans und der entsprechenden Verfilmung, sondern auch Teile des Inhalts. Wie immer gibt dies der Geschichte eine besondere Wertigkeit, mehr aber nach den obligatorischen Einleitungen:

Staffel 10, Episode 02:

Sad Cypress (nicht synchronisiert)


Mit: David Suchet (Hercule Poirot). Als Gaststars: Elisabeth Dermot Walsh (Elinor Carlisle), Rupert Penry-Jones (Roddy Winter), Kelly Reilly (Mary Gerrard), Paul McGann (Dr. Peter Lord), Phyllis Logan (Nurse Hopkins), Marion O’Dwyer (Nurse O’Brien), Diana Quick (Mrs. Welman), Stuart Laing (Ted Horlick) u.v.a. Regie: Dave Moore. Drehbuch: David Pirie.

Nun habe ich es nicht mehr ausgehalten und mit Spannung die letzte mir unbekannte Folge der zehnten Staffel in den DVD-Player gelegt. Vielleicht hatte ich mir einfach zu viel versprochen, aber rückblickend muss ich sagen, dass, hätte ich drei der vier Episoden zur Synchronisation auswählen sollen, ich wohl auch „Sad Cypress“ ausgelassen hätte. Die Stimmung ist zwar sehr griffig umgesetzt, aber neben der Tatsache, dass der Kriminalfall wieder nicht einer der besten ist, wirkt vor allem das Versagen des Drehbuchs sich nachhaltig auf das Nichtgelingen der Folge aus: Viele Szenen wirken unmotiviert, ausgedehnt und, in einigen Fällen sehr offensichtlich, sogar überflüssig (die von kaeuflin bereits kritisierte Traumsequenz war nicht nur untypisch, sondern völlig unpassend!). Bis der zweite Mord geschieht und die Geschichte somit vollständig ins Rollen gebracht wird, verstreichen unzählige langwierige und kompliziert gestaltete Minuten. Es wäre wohl besser gewesen, auch wenn es (die Folge wurde direkt nach „Five Little Pigs“ ausgestrahlt) keine sonderliche Abwechslung geboten hätte, die Ereignisse während der Gerichtsverhandlung in Rückblenden zu erzählen und zeitraubendere Entwicklungen durch erzählende Zeugenaussagen zu kürzen.

Ein großer Fehler der Folge ist wohl, dass es keinerlei liebenswürdige Figuren gibt. Nicht einmal das Liebespaar, welches sich am Ende findet, erscheint sympathisch: Elinor hat eine krankhafte Liebeseinstellung und wird als durchaus daran interessiert gezeigt, schnell in den Besitz des Erbes ihrer Tante zu kommen, während Dr. Lord – wie auch die übrigen Charaktere – Poirot mehrfach ohne wirklich driftigen Grund anlügt. Mary Gerrard wird als unausstehliches Biest dargestellt, dessen Tod man sich selbst nur so herbeiwünscht. Das unterstützt natürlich das (offenbare) Mordmotiv, macht die Interpretation aber nicht erträglicher. Roddy Winters Bewunderung des Nationalsozialismus ist für den Zuschauer darüber hinaus ein absolutes KO-Kriterium, auf das man hätte verzichten sollen, da es nur unnötig Abneigung schafft.

Insgesamt gesehen ist es wohl die Poirot-Folge, die mich am meisten an die Marple-Serie mit Geraldine McEwan erinnert. Die Dorfstimmung, der Brief, die Friedhofsszene, die teilweise recht merkwürdigen Charaktere (welcher Teufel hat den Regisseur bzw. Drehbuchautor geritten, die Beatmungsanlage Mrs. Welmans zu zeigen?) – alles scheint zu passen. Habe ich mich übrigens geirrt, als ich glaubte, in einer Filmszene die Gebäude des Hickson’schen St. Mary Mead erkannt zu haben?
Was die Charaktere angeht, so bliebe überdies noch zu sagen, dass einige reichlich schlecht ausgebaut wurden. Vor allem aus denen des Doktors und des Gärtners hätte man viel mehr machen müssen! Außerdem bleiben einige inhaltliche Fragen bestehen. Mir brennt vor allem unter den Nägeln, was zum Kuckuck die Sache mit dem Fahrstuhl bedeuten sollte. Er war doch völlig überflüssig und kommt in der Romanvorlage meines Wissens nach auch nicht vor...

Neben den vielen Kritikpunkten gibt es natürlich auch positives zu sagen. Die meist guten Darstellerleistungen sind anerkennenswert. Hätte man sich mehr in Richtung Gerichtsdrama gewagt, so hätte man sicher eine solide Verfilmung schaffen können. So nur 3 von 5 Punkten für die schöne Atmosphäre der neuen Folgen und natürlich Suchet selbst.

PS: Wir begegnen übrigens wieder einmal der Zahl 36...

Für Romaninteressierte hier noch die Besprechung der Originalgeschichte "Sad Cypress" von Matt Christensen:

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Gubanov Offline




Beiträge: 14.382

08.11.2008 20:37
#32 RE: David Suchet ist Hercule Poirot - Episodenbewertungen Zitat · antworten
Staffel 01, Episode 06:

Urlaub auf Rhodos


Mit: David Suchet. Als Gaststars: Frances Low, Jon Cartwright, Annie Lambert, Peter Settelen, Angela Down, Timothy Knightly u.v.a. Regie: Renny Rye. Drehbuch: Stephen Wakelam.

„Urlaub auf Rhodos“ war mir bereits als Hörspiel bekannt und ich war davon angetan, wie man durch eine passende und ansprechende Darstellerauswahl die Geschichte hier nun optisch umsetzte. Ein wenig erinnert sie an „Evil under the Sun“, nimmt aber natürlich keinen ganz so komplizierten Verlauf. Infolgedessen staffierte man die Episode mit zahlreichen anderen Dingen, vor allem unnötigen Politismen, aus. Dies führt wenigstens zu einer amüsanten Szene, als Poirot von der Abreise von der Insel aufgehalten wird, weil man ihn für einen Spion hält. Leider wirkt sie mit Schellhardts Stimme sehr ungewohnt, ich schaltete daher auf den O-Ton um und entdeckte, dass zu jenem Zeitpunkt wohl auch Suchet noch einige Schwierigkeiten mit seiner Poirot-Stimme hatte...
Das Setting ist nichtsdestotrotz großartig und man kann abermals den großen Aufwand förmlich riechen. Da ist es schade, dass man zwei Szenen hinzufügte, die eher in einen amerikanischen Abenteuerthriller passen würden: die Suche nach dem Käufer des Gifts bei einer „unheimlichen Alten“ und die Bootsverfolgung am Ende. Auch die so ausführliche Begutachtung der Schlange hätte nicht sein müssen.

So zerfällt die Folge in eine schöne Besetzung, eine recht annehmbare Regieleistung sowie einen guten Fall auf der einen und dessen mangelhafte Drehbuchumsetzung auf der anderen Seite. Es war kein Fehler, Stephen Wakelam nicht noch ein zweites Mal mit einer Poirot-Episode zu betrauen. 3,5 von 5 Punkten.



Staffel 11, Episode 03:

After the Funeral (nicht synchronisiert)


Mit: David Suchet (Hercule Poirot). Als Gaststars: Robert Bathurst (Gilbert Entwhistle), Geraldine James (Helen Abernethie), Michael Fassbender (George Abernethie), Lucy Punch (Susannah Henderson), Fiona Glascott (Rosamund Shane), Julian Ovenden (Michael Shane), Anna Calder-Marshall (Maude Abernethie), Benjamin Whitrow (Timothy Abernethie), Monica Dolan (Cora and Miss Gilchrist), William Russell (Lanscombe) u.v.a. Regie: Maurice Phillips. Drehbuch: Philomena McDonagh.

An dieser Folge kann man den Unterschied zwischen der Christie-orientierten Poirot-Serie mit Suchet und der auf Margaret Rutherford als enfant terrible fixierten 1960er-Jahre-Umsetzung des Stoffes genau erkennen. Während sich der vorliegende Film zwar nicht bis ins kleinste Detail an den Roman hält und sogar Figuren unter den Tisch fallen lässt, so bleibt er doch originalgetreu und macht aus einem cleveren Familienplot keine Komödie mit Butterpapiercharakteren. Eben jene Schwäche der 1963er-Fassung von „Der Wachsblumenstrauß“, der überzeichnete Hauptcharakter, der (bzw. die) mit einem furchtbar übertriebenen Robert Morley gemeinsam eine Reihe uninteressanter Verdächtiger abklappert, wurde hier völlig ins Gegenteil umgekehrt: Jeder der Protagonisten hat seine persönlichen Anliegen und auch Schrullen und überzeugt vor dem Publikum.
Die Folge erinnert durchaus an eine „klassische“ Poirot-Umsetzung der ersten Staffeln, da sie in der behüteten Atmosphäre des grandiosen Familiensitzes der Abernethies spielt und keine größeren Nachdenklichkeiten den Zuschauer pessimistisch stimmen.

Klug filmisch umgesetzt und passend besetzt – Monica Dolan und der bereits aus „The Hound of the Baskervilles“ bekannten Geraldine James muss ein großes Lob ausgesprochen werden! –, präsentiert sich dieser Poirot-Fall bildgewaltig und mit einigen kleinen, liebenswerten Dialogen mit Poirot, die dem ganzen eine Prise Humor geben, welcher besonders in den Folgen der zehnten Staffel etwas verschütt gegangen war. 5 von 5 Punkten.

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Percy Lister Offline



Beiträge: 3.342

09.11.2008 12:38
#33 RE: David Suchet ist Hercule Poirot - Episodenbewertungen Zitat · antworten

"Urlaub auf Rhodos"

Die Geschichte beginnt zwar in London vor dem Appartmenthaus "Whitehaven Mansions", doch
nicht nur dem Postboten wird vom Pförtner der Zutritt verweigert. Auch der Zuschauer bleibt
außen vor. Er erhält den Hinweis, dass Miss Lemon in Folkestone urlaube, Captain Hastings auf
der Jagd und Poirot auf Urlaub sei.
Durch die Musikuntermalung und das Verweilen auf der klippenreichen Landschaft der Insel
Rhodos soll eine mediterrane Ferienstimmung vermittelt werden, doch wie so oft, trügt auch hier
der Schein. Während sich gutsituierte Engländer zum Sonnenbaden an den Strand begeben,
marschieren in den engen Gassen der Inselhauptstadt die Schwarzhemden auf.
Nachdem die Insel fast 400 Jahre von den Türken besetzt war, übernahmen die Italiener im Jahr
1912 die Herrschaft über die Insel. Zuerst waren die Rhodier darüber erfreut, dachten sie doch,
ihre Insel sei nun befreit. 1923 wurde Rhodos durch den Vertrag von Lausanne dem faschistischen
Italien unter Mussolini unterstellt. Rom wollte aus der Insel eine feine Urlaubsdestination machen
und nahm Renovierungen und Restaurierungen vor. Hotels wurden errichtet und das Hinterland
aufgeforstet. Zudem war Rhodos ein wichtiger Stützpunkt für die Eroberungspläne der Faschisten
auf dem afrikanischen Kontinent. Poirot wird in einer Szene bei der Lektüre der Tagespresse
gezeigt, die die Bedrohung Abessiniens durch die Truppen des ital. Diktators ankündigt.
Man sieht während der ganzen Episode immer wieder Porträts und Symbole von Benito Mussolini.
Poirot erlebt die Repressalien einer Diktatur am eigenen Leib, als man ihm am Hafen die Ausreise
verweigert, da man glaubt, er sei ein Spion.
Der Kriminalfall braucht lange, um richtig in die Gänge zu kommen. Das Dreiecksverhältnis wirkt
wie eine schlechte Kopie der gleichen Situation aus "Das Böse unter der Sonne".
Bis der Mord an Valentine Chantry endlich verübt wird, muss Poirot noch viele Spaziergänge unter-
nehmen, wobei er unvermittelt auch auf eine garstige Schlange trifft, die die kommende Bedrohung
durch einen Giftmord bereits vorwegnimmt. Leider gelingt es dem Regisseur und dem Drehbuchautor
nicht, dem Zuschauer eine ordentliche Auflösung zu bieten. Nachdem Poirot die Namen der Täter
ausgesprochen hat, bekommen wir sie nicht mehr zu Gesicht. Deshalb erscheinen uns die Gründe
für die Tat wenig glaubhaft und wir atmen erleichtert auf, als Poirot in das Taxi zum Hafen steigt,
um wieder nach England zurückzukehren.

kaeuflin Offline




Beiträge: 1.249

09.11.2008 18:11
#34 RE: David Suchet ist Hercule Poirot - Episodenbewertungen Zitat · antworten

....wir atmen erleichtert auf, als Poirot in das Taxi zum Hafen steigt,
um wieder nach England zurückzukehren.


Genau das - in diser Episode passt für mich überhaupt nichts der Tiefpunkt der 1. Staffel

Maximal 2 /5 Punkten (für die Urlaubssimmung und die Politschen Hintergründe - keinen für den Kriminalfall )

Peter

Don't think twice, it's all right ...

Bob Dylan

kaeuflin Offline




Beiträge: 1.249

10.11.2008 18:24
#35 RE: David Suchet ist Hercule Poirot - Episodenbewertungen Zitat · antworten

Cat Among The Pigeons 2008

Inzwischen habe ich mir auch die 7 UK Poirot Collektion zugelegt

Zuerst einmal zu "Box" - die ist diesmal in meinen Augen eine Zumutung : kein Scuber , keine Box sonder ein Billiger Dünner Karon mit 2 Doppel DVD Hüllen darin .

Poirot scheint wohl auch nicht damit Zufrieden zu sein - Sein Gesicht wikt
durch den Druck schon ganz Grün ! ( aber dafür können die Filme ja nichts )


Die Katze im Taubenschlag zählt für mich zu den schlechtesten Christie Romanen überhaupt was mit daran liegt , das mir das ganze vorkommt als hätte Christe krampfhaft versucht 3 total unterschiedliche Kurtzgeschichte zu einem Roman umzuschreiben .

Das Buch enthät eine Abendheuer/Spionage Story ,ein Rätzel in einem Mädcheninternat , und ein bischen Poirot der am Ende versuchen muss dem Leser die wirre Handlung zu erklähren.

Wer das Buch mag , wird mit der Verfilmung wohl nicht Glücklich werden , mir gefällt der Film deutlich Besser als der Roman !

Poirot tritt von Anfang an auf - er ist hier ein alter Freund der Rektorin mrs Bullstode die ihn um einen Gefallen gebeten hat ( Außer für Gute Freunde würde Poirot solch eine Aufgabe auch nicht übernehmen ) .
Nachdem die Sportlehrerin Miss Springer in der Turnhalle ermordet wurde ist die Schule im Aufruhr - Alle Scheinen verdächtig doch was sucht der Mörder in einer Sporthalle ...

Im gegensatz zum Buch weis der Zuschauer über die identität des Gärtners Adam nich gleich bescheid - seine Rolle ist im Film auch wesentlich kleiner .
Auch ist der Anteil der Handlung die in Ramat spielt deutlich verkürtz und verändert worden .
Den Ermittlern ist bald klar , das man eine ehemalige Agentin suchen muss - nur ihr Verhältniss zu Prinz Ali Yusuf und Bob Rowlingson ist ein völlig anderes .

Diese Änderungen stören mich persölich nicht .

Was ich sehr schade fand ist das die Rolle von Mrss Vansittart im Film feht und so die Rivalität um die zukünfige Leitung der Schule fehlt .
Ebenso war eine Unschuldige Person im Roman ebenfalls in Ramt ,die es im Film nicht war - warum ?

Auch die Schauspieler passen nicht wiklich zu den Personen im Buch - besonder Mrs Springer
und Julia Upjohn ....

Man bekommt auch keine Aussenaufnahmen
aus Ramat oder aus Anatolien zu sehen - wird bei itv gespart ?

Wenn man den ( meiner Meinung nach ) schwachen Roman ignoriert kann man seien Spaß an dem Film haben - kein Highlight aber als Film knappe 4 von 5 Punkten - als Romanverfilmung Funktioniert das ganze nur bedingt ....


Peter




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Bob Dylan

kaeuflin Offline




Beiträge: 1.249

10.11.2008 18:43
#36 RE: David Suchet ist Hercule Poirot - Episodenbewertungen Zitat · antworten

The Third Girl 2008

Nachdem ich mit Cat Among the Pigeons ganz zufrieden war (trotz / oder gerade wegen einigen Änderungen ) war ich auf diesen Film besonders gespannt

Die eigentlich in den End 60er angelegte Story wurd in die Typische Poirot Zeit zurückdatiert - damit das einigermassen Funktionieren kann sind etliche änderungen nötig gewesen - nur leider Funktioniert es diesmal nur bedingt ...


Die Episode spielt wie auch der Roman ( Die Vergessliche Mörderin )fast auschließlich in London , was bedautet , das es kaum wiklich gelungene Aussenaufnahmen gieb

Eine Junge Frau kommt zur Poirot weil sie vieleicht einen Mord begangen hat ....
mehr sollte man nicht verratem um das bisschen Spannung das die Folge hat nicht auch noch zu zerstöhren .


Die Story wird für meine Geschmack zusehr vereinfacht - Mrs Oliver weiss sofort wer die Junge Frau ist - sie wohnt sogar im gleichen Gebäude somit ist es auch nicht nötig das mögliche Mordopfer zu suchen , welches auch dort wohnte .
Im Roman rätzelt der Leser auch wohin Norma verschunden ist - im Film giebt es kein Rätzel um ihr verschwinden .

Der Artz der ihr im Roman hilft fehlt im Film komplet ebenso wie Mary Restarick (hir war Mary Restarick normas wikliche Mutter )und aus dem eher negatieven "Pfau" wird ihr wiklicher Freund ....

Die Schauspeler passen bis auch Norma - mit der Schauspielernin Fiber ich nicht mit ....


Ein schlech Ungeschreibenes Drehbuch , das alle Spannung des Roman auschaltet und keine eigene Aufbauen kann .... eine Enttäuschung (nur Mrs Oliver macht wiklich Spass )

Eine der schächsten Episoden und dei schwächste Romanverfilmung bisher
1,5 von 5 Punkten


Peter

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Bob Dylan

kaeuflin Offline




Beiträge: 1.249

10.11.2008 18:48
#37 RE: David Suchet ist Hercule Poirot - Episodenbewertungen Zitat · antworten

Zitat von Gubanov



Staffel 11, Episode 03:

After the Funeral (nicht synchronisiert)


Mit: David Suchet (Hercule Poirot). Als Gaststars: Robert Bathurst (Gilbert Entwhistle), Geraldine James (Helen Abernethie), Michael Fassbender (George Abernethie), Lucy Punch (Susannah Henderson), Fiona Glascott (Rosamund Shane), Julian Ovenden (Michael Shane), Anna Calder-Marshall (Maude Abernethie), Benjamin Whitrow (Timothy Abernethie), Monica Dolan (Cora and Miss Gilchrist), William Russell (Lanscombe) u.v.a. Regie: Maurice Phillips. Drehbuch: Philomena McDonagh.

An dieser Folge kann man den Unterschied zwischen der Christie-orientierten Poirot-Serie mit Suchet und der auf Margaret Rutherford als enfant terrible fixierten 1960er-Jahre-Umsetzung des Stoffes genau erkennen. Während sich der vorliegende Film zwar nicht bis ins kleinste Detail an den Roman hält und sogar Figuren unter den Tisch fallen lässt, so bleibt er doch originalgetreu und macht aus einem cleveren Familienplot keine Komödie mit Butterpapiercharakteren. Eben jene Schwäche der 1963er-Fassung von „Der Wachsblumenstrauß“, der überzeichnete Hauptcharakter, der (bzw. die) mit einem furchtbar übertriebenen Robert Morley gemeinsam eine Reihe uninteressanter Verdächtiger abklappert, wurde hier völlig ins Gegenteil umgekehrt: Jeder der Protagonisten hat seine persönlichen Anliegen und auch Schrullen und überzeugt vor dem Publikum.
Die Folge erinnert durchaus an eine „klassische“ Poirot-Umsetzung der ersten Staffeln, da sie in der behüteten Atmosphäre des grandiosen Familiensitzes der Abernethies spielt und keine größeren Nachdenklichkeiten den Zuschauer pessimistisch stimmen.

Klug filmisch umgesetzt und passend besetzt – Monica Dolan und der bereits aus „The Hound of the Baskervilles“ bekannten Geraldine James muss ein großes Lob ausgesprochen werden! –, präsentiert sich dieser Poirot-Fall bildgewaltig und mit einigen kleinen, liebenswerten Dialogen mit Poirot, die dem ganzen eine Prise Humor geben, welcher besonders in den Folgen der zehnten Staffel etwas verschütt gegangen war. 5 von 5 Punkten.


Nachdem The Third Girl eine Echte Enttäuschung war hab ich mir diese Episode angesehen

Kann die nur Recht geben - ein klasse Film !

Perfecte Umstetung eines guten Roman mit guten Schauspielern und tollen Aufnahmen

ganz klar 5 von 5 Punken

Peter

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Bob Dylan

kaeuflin Offline




Beiträge: 1.249

10.11.2008 19:08
#38 RE: David Suchet ist Hercule Poirot - Episodenbewertungen Zitat · antworten

Kommen wir zum letzten Teil meine kleinen Poirot Maratons :

Ebenfalls aus der 10 Staffel : Taken The Flood

Nach After a Funeral lag die Messlatte sehr hoch und Taken the Flood kann da nich ganz mithalten



Es geht um Intriegen in einer Adligen Familie .
Die Erbin des Vermögens steht unter der Kontrolle ihres Bruder Davids der die Familie hasst ( was auf gegenseitigkeit beruht ) und sich einen Spass daraus macht die anderen zu demütigen .

Doch er und seine Schwester haben furchtbar Angst das der für tot erklährte erste Ehemann wider auftauchen könnte , denn dann währe die 2. Ehe ungültig und das Geld würde zwischen den restlichen Familienmitglieder aufgeteit .

Da Taucht ein Fremder auf und erpresst David damit eben jehnen Exmann zu präsentiern - vieleicht ist er es auch selbst ....
David einigt sich mit ihm und vereinbart ein Treffen - am nächsten Tag liegt der Fremde erschlagen in seiem Hotelzimmer ...

Die Story ist diesmal recht kompliziert - ich war selbst recht lange auf der falschen Fährte und es bedarf einiger erkährungen Poirots um weinen noch viel weiter zurückliegenden Mord aufzuklähren .
Und das ist etwas das Problem des Films - es gieb sehr viele Dialoge und ein sehr langes aufklährendes Finale .
Von seiten der Regie versucht man den Film mit dem einsatz von Filter etwas interessanter zu machen und für Abwechselung zu sorgen .... hätte man das mal besser gelassen ( mir stöhr dieser Rotfilter )

Angenehm ist in dieser Episode das man auch hin und wider etwas zum Schmunzeln bekommt .

Die Schauspieler sind ebenfalls wieder sehr gut ausgesucht und überzeugen alle - die Geschwister Rosaleen und David stehlen Poirot fast die Schau ....

Insgesamt ein Guter aber kein sehr guter Poirot :
gerade noch 4 von 5 Punkten

Peter

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Bob Dylan

kaeuflin Offline




Beiträge: 1.249

11.11.2008 16:48
#39 RE: David Suchet ist Hercule Poirot - Episodenbewertungen Zitat · antworten

Zurück zur 6. Staffel

Die 2. Episode Hickory , Dickory Dock

In einer von Studente bewohnten Pension verschwinden Dinge - Dinge die scheinbar keinem nützen wie zB ein einzelner Schuh oder Glühbirnen die aus den Fassungen gedreht wurden .
Die Schwester von Miss Lemon , die die Pension leitet weiss
sich keinen Rim darauf zu machen .
Dann verschwindet ein Rucksack und wird zerschnitten im Hof gefunden .
Eine der Studenten gesteht schließlich das sie einige der Dinge gestohlen hat und deutet an zu wissen wer für die anderen Diebstähle verantwortlich ist ...dieses Wissen ist tödlich .

Auffällig in dieser Episode die widerkehrende Erkennungmelodie - die wie einige Kinderlieder in Filme für eine schön bedrohliche Stimmung sorgt .
Eine Maus - die für die eigentliche Handlung keine größere Bedeutung hat wird immer wider eingestetz um den Zuschauer Gespräche mithören zu lassen die in dem Raum stattfinden in dem die Maus gerade ist - eine wie ich finde Recht gute Idee die leider nicht optimal umgesetz wurde - Der Boden auf dem die Mus zum Teil steht ist zu Orange und sauber für den Fussbodem im Ecken eines Raumes ( in dem niemand etwas gegen Mäuse tut!)und auch die Rohre hinter den Wänden auf denen die Maus die Zimmer wechselt scheinen frisch gestrichen und entstaubt !

Für den Humor ist in dieser Episode in erster Linie Japp zuständig der bei Poiro einzieht während seine Frau im Urlaub ist.
- Ob jeder darüber lachen kann weiß ich nicht - Ich fand es witzig .

Der Fall ist relatiev complex aber dennoch recht logisch - es beibt spannend bis zum Schluss .

Die Schauspieler sind mal wieder gut gewählt und die Inzenierung insgesamt sehr angenehm .

Andernorts hab ich gelesen das man die falschen U-Bahn Wagen verwändet hätte - da bin ich kein Experte und wenn dann ist es mir in diesem Fall auch egal

Hätte man die Idee mit der Maus besser umgesetzt währe es ein absolutes Highlight der Serie geworden , so bleibt immernoch eine überdurchschnittliche Episode !

4,5 von 5 Punkten von mir


Peter

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Bob Dylan

kaeuflin Offline




Beiträge: 1.249

11.11.2008 18:37
#40 RE: David Suchet ist Hercule Poirot - Episodenbewertungen Zitat · antworten

Cards On the Tabele - 3. Episode 11 Staffel

Ein reicher , unbeliebter Syrer sucht nach dem letzten
großen kick - das Leben langweilt ihn .

Er läd 4 Dedective und 4 mögliche Mörder , die er vorher unter
Druck setzt , zu einer Party ein.
Nach dem Dinner wird in 2 Gruppen Bridge gespielt - er selbst setzt sich in dem Raum der möglichen Mörder vor den Kamin und wartet . Am Ende der Bridgerunde ist er Tod - erstochen von einem der Gäste ...

Poirot ermittelt zusammen mit Mrs Oliver , einem Inspector und
einem Agenten ( den 4 geladenen Ermittlern des Abends )doch kann er sicher sein das alle Ermittler mit offenen Karten spielen ?


Eine Folge die vor allem durch die interresante Ausgangssituation und die daraus resultierende Stimmung überzeugt .

Das ganze dürfte wohl Hauptispirationsquelle für eine Leiche zum Dessert gewesen sein und zwischendrinn habe ich schon darauf getippt das es sich um Selbstmord handelt ....


Der Film macht Spass und auch in diesem Fall sind die Schauspieler gut Ausgesucht nur die Lösung des ganzen Rätzels ist nicht wiklich überzeugend ( wobei ich den Roman
bisher nicht gelesen habe )

Somit bleibt After A Funeral zwar die beste Episode der 11 Staffel aber die Qualität der Filme ist insgesamt schon sehr hoch

4,5 von 5 Punkten ( einfach weil mir die Optik besser gefällt als bei Taken The Flood ...)

Peter

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Bob Dylan

kaeuflin Offline




Beiträge: 1.249

13.11.2008 13:28
#41 RE: David Suchet ist Hercule Poirot - Episodenbewertungen Zitat · antworten

Da ich momentan so in Poirot Stimmung bin eine Weitere Episode der letzten Staffel

Mrs McGinty's Dead 2008


Ein Junger Mann James Bentley wird beschuldigt seine Vermieterin ermordet zu habe - das Gericht verurteilt ihn zum Tode .

Der ermittelnde Supt. Harold Spence zweifelt allerdings an seiner Schuld - er fürchtet er könnte etwas übersehen zu haben und bittet daher Poirot sich den Fall nocheinmal anzusehen .
Er selbst wurde von seinem Vorgesetzten auf einen Fall in Glasgow angesetzt damit er nicht "sinnlos" an einem abgeschlossenen Fall weiterermittelt.

Poirot ist nicht von der Unschuld des Verurteilten überzeugt - die einzige die zu ihm hält ist seine Freundin.
Trotzdem beginnt er nach weiteren Menschen zu suchen welche ein Motiv hätten Mrs.McGinty zu töten .
Dazu mietet er sich im Gästehaus den Ortes des Mordes ein - Einem Alten Herrenhaus dessen Besitzer Maureen Summerhayes und ihr Mann Major Summerhayes
allerdings kein Geld haben und daher an Gäste vermieten müssen ( viele scheinen allerdings nicht zu kommen , denn das Gebäude ist in einem schlechten Zustand und der Kaffee ungeniesbar )

Im Ort begegnet Poirot Mrs Oliver ,die hier den Drehbuchschreiber Robin Upward besucht welcher aus einem ihrer Bücher unbedingt ein Theaterstück machen
möchte oder einfach nur gerne ihren Namen für "sein" Theaterstück hätte.

Das Haus Mrs.McGintys ist inzwischen von ihrer Nichte Bessie Burch und ihrem Mann Joe bezogen worden - der einzigen Person
die einen größeren Vorteil aus McGintys tot zog ( sie erbte das Haus )
In den Zurückgebliebenen Dingen Mrs McGintys findet Poirot eine Zeitung aus der ein Artikel ausgeschnitten wurde .
In Dem Artikel geht es um die Lebensgeschichten zweier Mörderinnen mit deren Bildern - Beide verließen das Land um wo anderst neu zu beginnen ....

Ist eine der Frauen zurückgekehrt und wurde von Mrs. McGinty erkannt ?
Für die Ältere Frau , Eve Kane gibt es nur eine Möglichkeit Mrs Upward , die Mutter des Stückeschreibers , doch sie hatte ein Kind - Eveline !
Dafür würden in dem Ort 4 Frauen in Frage kommen : Die Reiche Eve Carpenter die ihre Vergangenheit selbst ihrem Ehemann verheimlicht , Die Frau des Artztes , Mrs Maureen Summerhayes undBessie Burch diese 4 währen ebenfalls im richtigen alter um die 2. Frau aus dem Zeitungsartikel zu sein .

Da wird die mögliche Eve Kane ermordet und alle Verdächtigen Frauen wurden scheinbar zuvor von ihr angerufen um sie zu besuchen .
Auch die Freundin des Verurteilten - welche sich auch im richtigen alter befindet war zufällig gerade an diesem Tag vor Ort ....

Den Roman habe ich bisher nicht gelesen doch im Gegenstaz zu der Rutherfort Verfilmung soll
die Handlung diesmal kaum verändert worden sein

Auffällig in dieser Eppisode das der Ort schon etwas verlassenes trauriges Ausstahlt ,auch wenn alle Bewohner immerwider betohnen wie gerne sie hier leben und wie nett sie doch alle sind .

Der Fall ist spannend , gut inzeniert - Optisch wohl die gelungenste Episode der letzen Staffel .
Die Musik untersteich wunderbar die Handlung und bei Poirots Ankunft höhren wir sogar die vertaute Poirot Theme wenn ach etwas umarangiert ..

Miss Oliver bringt gerade in der ersten Hälfte ihren Humor gut ein und lockert den Film auf ohne albern zu werden - schade das sie in der 2. Hälte kaum noch auftritt.

Die Darsteller sind wie üblich bei Poirit bestens ausgesucht besonders Mary Stockley als Eve Carpenter überzeugt .

Einziger Kritikpunkt - und der geht an Christie - das Mordmotiev ist für mich nicht zwingend genug

Deshalb nur 4,5 von 5 Punkten für einen überdurchschnittlichen Poirot

Ganz klar das Staffel Highlight


Peter

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Bob Dylan

kaeuflin Offline




Beiträge: 1.249

14.11.2008 07:32
#42 RE: David Suchet ist Hercule Poirot - Episodenbewertungen Zitat · antworten
Zitat von Gubanov
[i]Come away, come away, death,


Staffel 10, Episode 02:

Sad Cypress (nicht synchronisiert)


Nun habe ich es nicht mehr ausgehalten und mit Spannung die letzte mir unbekannte Folge der zehnten Staffel in den DVD-Player gelegt. Vielleicht hatte ich mir einfach zu viel versprochen, aber rückblickend muss ich sagen, dass, hätte ich drei der vier Episoden zur Synchronisation auswählen sollen, ich wohl auch „Sad Cypress“ ausgelassen hätte. Die Stimmung ist zwar sehr griffig umgesetzt, aber neben der Tatsache, dass der Kriminalfall wieder nicht einer der besten ist, wirkt vor allem das Versagen des Drehbuchs sich nachhaltig auf das Nichtgelingen der Folge aus: Viele Szenen wirken unmotiviert, ausgedehnt und, in einigen Fällen sehr offensichtlich, sogar überflüssig (die von kaeuflin bereits kritisierte Traumsequenz war nicht nur untypisch, sondern völlig unpassend!). Bis der zweite Mord geschieht und die Geschichte somit vollständig ins Rollen gebracht wird, verstreichen unzählige langwierige und kompliziert gestaltete Minuten. Es wäre wohl besser gewesen, auch wenn es (die Folge wurde direkt nach „Five Little Pigs“ ausgestrahlt) keine sonderliche Abwechslung geboten hätte, die Ereignisse während der Gerichtsverhandlung in Rückblenden zu erzählen und zeitraubendere Entwicklungen durch erzählende Zeugenaussagen zu kürzen.

Ein großer Fehler der Folge ist wohl, dass es keinerlei liebenswürdige Figuren gibt. Nicht einmal das Liebespaar, welches sich am Ende findet, erscheint sympathisch: Elinor hat eine krankhafte Liebeseinstellung und wird als durchaus daran interessiert gezeigt, schnell in den Besitz des Erbes ihrer Tante zu kommen, während Dr. Lord – wie auch die übrigen Charaktere – Poirot mehrfach ohne wirklich driftigen Grund anlügt. Mary Gerrard wird als unausstehliches Biest dargestellt, dessen Tod man sich selbst nur so herbeiwünscht. Das unterstützt natürlich das (offenbare) Mordmotiv, macht die Interpretation aber nicht erträglicher. Roddy Winters Bewunderung des Nationalsozialismus ist für den Zuschauer darüber hinaus ein absolutes KO-Kriterium, auf das man hätte verzichten sollen, da es nur unnötig Abneigung schafft.

Insgesamt gesehen ist es wohl die Poirot-Folge, die mich am meisten an die Marple-Serie mit Geraldine McEwan erinnert. Die Dorfstimmung, der Brief, die Friedhofsszene, die teilweise recht merkwürdigen Charaktere (welcher Teufel hat den Regisseur bzw. Drehbuchautor geritten, die Beatmungsanlage Mrs. Welmans zu zeigen?) – alles scheint zu passen. Habe ich mich übrigens geirrt, als ich glaubte, in einer Filmszene die Gebäude des Hickson’schen St. Mary Mead erkannt zu haben?
Was die Charaktere angeht, so bliebe überdies noch zu sagen, dass einige reichlich schlecht ausgebaut wurden. Vor allem aus denen des Doktors und des Gärtners hätte man viel mehr machen müssen! Außerdem bleiben einige inhaltliche Fragen bestehen. Mir brennt vor allem unter den Nägeln, was zum Kuckuck die Sache mit dem Fahrstuhl bedeuten sollte. Er war doch völlig überflüssig und kommt in der Romanvorlage meines Wissens nach auch nicht vor...

Neben den vielen Kritikpunkten gibt es natürlich auch positives zu sagen. Die meist guten Darstellerleistungen sind anerkennenswert. Hätte man sich mehr in Richtung Gerichtsdrama gewagt, so hätte man sicher eine solide Verfilmung schaffen können. So nur 3 von 5 Punkten für die schöne Atmosphäre der neuen Folgen und natürlich Suchet selbst.

PS: Wir begegnen übrigens wieder einmal der Zahl 36...

Für Romaninteressierte hier noch die Besprechung der Originalgeschichte "Sad Cypress" von Matt Christensen:






Ich habe mir die Folge gestern abend nocheinmal angesehenund bleibe bei meiner beurteilung - mir gefällt diese Episode sehr !

Die Methode des Mörders finde ich sehr raffiniert , das Motiev ist nachvollziebar wenn auch für den Zuschauer fast nicht zu erraten ...

Das es in der Folge keine Symphatischen Figuren gibt ist sicher Ansichtssache ich kann Elinor Carlisle durchaus verstehen und auch Mary Gerrard finde ich nicht unsymphatisch .

Elinor Carlisle will Mary zwar hassen und sagt auch das sie es tut , aber im Endefekt weiß sie das es nicht Marys Schuld ist das sie Rody verloren hat ....

Roddy Winter ist eine schwache Persönlichkeit - er betrügt seine Braut aus einer Laune heraus .
Da passt auch , das er mit den Nationalsozialisten symphatisiert - und auch wenn es heute keiner mehr warhaben will - sowohl in England als auch in den USA gab es durchaus Menschen die Hitlers Taten für das einzig richtige hielten und sich selbst ebenfalls soloch eine Regierung wünschten ( sihe Hitchcock ) nur waren diese nicht automatisch "böse" sondern vieleicht einfach nur naiv ...
Denn was wuste ein politsch nicht wiklich interresiert Mensch im Ausland schon wiklich über
das NS Regiem vor dem Ausbruch des 2. Weltkriegs !

Welche Charactere hir für merkwürdig gehalten werden weiß ich nicht .... ich denke hat hat die Dorfstimmung einfach sehr gut eingefangen.

Und was ist daran so schlimm Mrs. Welmans Beatmungsanlage zu zeigen ? - sie ist eine sehr kranke Frau !

Ob die "Sache mit dem Fahrstuhl" im Roma war weiß ich nicht - ist allerdings auch egal .
Im Film wird er von der Schwester benutzt als Elinor Carlisle gerade am Sandwiches richten ist - sie ist nervös und das Geräusch , dessen Herkunft sie sich nicht erklähren kann beunruhigt sie zusätzlich - nur deswegen verlässt sie den Raum mit den Sandwiches und giebt so die möglichkeit diese zu vergiften .

Der einzige Punkt in dem ich deiner Meinung bin ist , das man über die Motivation des Doktors zu wenig erfährt . ( Und natürlich die Traumsequenz ...)

aber die Geschmäcker sind halt verschieden ....

Peter


Don't think twice, it's all right ...



Bob Dylan

Gubanov Offline




Beiträge: 14.382

17.11.2008 22:20
#43 RE: David Suchet ist Hercule Poirot - Episodenbewertungen Zitat · antworten
Staffel 01, Episode 02:

Poirot riecht den Braten


Mit: David Suchet, Hugh Fraser, Philip Jackson, Pauline Moran. Als Gaststars: Juliette Mole, David Yelland, James Faulkner, Gabriella Blunt, John Cording u.v.a. Regie: Edward Bennett. Drehbuch: Clive Exton.

Filme um die klassische Frage „War es Selbstmord oder Mord?“ kennen normalerweise nur eine Antwort. Normalerweise, doch hier sind wir bei Agatha Christie...

Im Laufe des Falles begegnet man vielen schönen Settings: eine 1930er-Jahre-Wohnung, ein ebensolches Männerschwimmbad mit klassischer Kleiderordnung und ein Golfplatz. Die Arbeit wird gut auf die verschiedenen Charaktere verteilt: Während Hercule Poirot natürlich einmal mehr den Mittelpunkt darstellt, darf sich hier Inspektor Japp an seine Seite gesellen und löst Captain Hastings einmal ab, der in dieser Episode angenehm eigenständig und trotzdem liebenswert charakteristisch porträtiert wird. Miss Lemon und er dürfen für hervorragenden Humor sorgen, wenn es um den chinesischen Boten der Reinigung und die Verständnisprobleme ob der Handhabung von Poirots Kragen geht.

Besonders interessant in produktionstechnischer Hinsicht ist jedoch die Figur des Mr. Laverton West. Gespielt wird er von David Yelland, der ab Staffel 11 auch Hercule Poirots Diener George verkörpert. Die deutsche Synchronstimme lieh im Peter Hladik – diesen widerum kann man in einigen Folgen der Jeremy-Brett-Sherlock-Holmes-Reihe als Meisterdetektiv höchstpersönlich erleben. Schade ist es da, dass seine Figur in der zweiten Hälfte dieser Folge vollkommen vom Bildschirm verschwindet. Zumindest am Ende hätte man ihn noch einmal auftauchen lassen können.

Recht starke Folge mit gut gewählten optischen Akzenten, aber kryptischer Titelgebung sowohl im Deutschen als auch im Englischen. 4 von 5 Punkten.

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kaeuflin Offline




Beiträge: 1.249

20.11.2008 07:46
#44 RE: David Suchet ist Hercule Poirot - Episodenbewertungen Zitat · antworten

The Dumb Witness 1996 (4.Episode - 6.Staffel)

Poirot und Hastings Besuchen Charles Arundell der unbedingt den Geschwindigkeitsrekord auf dem Wasser brechen will.
Während des Rekordversuchs wird Poirot von 2 älteren Frauen - den Tripp Sisters Julia und Isabel - gewarnt das etwas schreckliches passieren wird - und wirklich ereignet sich ein Unfall als sich ein Bezinschlauch am Boot löst .
Charles bleibt unverletzt aber das Boot ist stark beschädigt .
Seine Tante ,die ihn bisher finanziert hatte weigert sich dies weiterhin zu tuhen - es kommt zu einem Streit .
In der Nacht stolpert Tante Emily auf der Treppe - war es ein Unfall ?
Ist sie wirklich auf den Ball ihren Hundes Bob getreten oder hat jemand versucht sie umzubringen ?
Von nun an hat Emily Panik jemand ihrer Familie könnte sie des Geldes wegen ermorden wollen .
Sie bittet Poirot um Hilfe ,welcher ihr empfiehlt ihre Familie zu enterben und das Geld einem Guten Freund zu vermachen - und diese Entscheidung ihren Verwandten mitzuteilen , damit keiner mehr einen Grund hätte sie zu ermorden ( Sie könne das Testament ja später wieder ändern ... )

Kurz darauf ist Emily tot - vergiftet !

Der Ehemann einer ihre Nichten - ein Grieche - Gerät in Verdacht - Er ist Arzt und hat ihr einen Stärkungstank gegeben .
Oder vieleicht der Mann der Mann der nun die Nähe der
überraschten Erbin sucht und ebenfalls Artzt ist ...

Diese Episode steckt voller Humor und das ist auch gut so denn der Kriminalfall gehört wohl nicht zu Christies besten und braucht sehr lange um interessant zu werden.

Die Folge wimmelt nur so von skurrilen Personen und Situationen - Highlight sind die Tripp Schwestern die angeblich in die Zukunft sehen können , der Hund Bob der sich nach Emilys Tod Poirot als neues Herrchen ausgesucht hat und der Club in dem Ausländer nur geduldet werden wenn sie berühmt sind .

Eine unterhaltsame Poirotfolge mit "Miss-Marpel-Dorfstimmung" und eher
nebensächlichem Kriminalfall .
Schön aber unauffällig inszeniert und Passend besetzt .

4 von 5 Punkten
Peter

Don't think twice, it's all right ...

Bob Dylan

kaeuflin Offline




Beiträge: 1.249

20.11.2008 09:30
#45 RE: David Suchet ist Hercule Poirot - Episodenbewertungen Zitat · antworten

Murder on the Links 1996 ( 3.Episode - 6.Staffel )

Pirot und Hastings machen Urlaub in Frankreich - Hastings hat Zimmer in einem Golfhotel gemietet , wofür Poirot wenig übrig hat .
Im Hotel wird er vom reichen Paul Renauld um Hilfe gebeten - er hat angst ermordet zu werden .
Man vereinbart ein Treffen für den nächsten Tag .
Als Poirot an der Villa eintrifft ist die Polizei schon vor Ort - Mrs Renauld ist ans Bett gefesselt worden - ihr man wurde Entführt .
Captain Hastings entdeckt seine Leiche in einer frisch ausgehobenen Grube auf dem Golfplatz ...

Diese Folge macht einen Fehler , sie Deck ein Rätzel für den Zuschauer zu früh auf .
In den Ersten Minuten erhält man einen Rückblick auf eine Jahre zurückliegenden Fall und weiss somit schon wer Paul Renauld wirklich ist bevor Poirot nach London reist um Informationen zu beschaffen .
-> und genau an diese Stelle hätte die Rückblende auch im Film gehört ! ( im Roman wird dieser Fehler nicht gemacht !)



Das ist zum Glück der einzige Fehler der mir aufgefallen ist - der Rest ist eigentlich
Poirot in Höchstform.
Hastings hat diesmal eine wichtigere Rolle als üblich - er verliebt sich ein eine der Verdächtigen und versucht sie zu schützen .

Trotzdem das der Zuschauer einige Informationen zu früh bekommt bleibt die Story spannend bis zu Ende und die Auflösung dürfte ( sofern man das Buch nicht gelesen ) hat sehr überraschend sein .

Die ganze Atmosphäre um das Golfhotel ist sehr gut eingefangen und auch sonst ist die Inszenierung wieder sehr schön .

Auch die Schauspieler passen perfekt in ihre Rolle ( wie eigentlich fast immer bei Poirot )
Es ist schon ein paar Jahre her das ich das Buch gelesen hatte und ich erinnere mich nur noch an ein paar wenige Dinge ( der Roman war OK aber nicht herausragend ) deshalb kann ich nicht sagen was sonst noch verändert wurde .

Gute 4 von 5 Punkten mehr ist auf Grund der schlecht plazierten Rückblende am Anfang nicht drin ...

Peter

Don't think twice, it's all right ...

Bob Dylan

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