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 Film- und Fernsehklassiker national
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Georg Offline




Beiträge: 3.244

17.10.2013 15:34
#436 RE: "Der Kommissar" (1969-1976), Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

Wer die Box mit den 94 Folgen noch nicht hat: für 49,99 ist sie im Moment bei Weltbild.at zu haben!

Peter Ross Offline



Beiträge: 1.990

19.10.2013 08:07
#437 RE: "Der Kommissar" (1969-1976), Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

Zitat von Georg im Beitrag #436
Wer die Box mit den 94 Folgen noch nicht hat: für 49,99 ist sie im Moment bei Weltbild.at zu haben!


Vorsicht! Bei dem Angebot handelt es sich nicht um das Original, sondern eine abgespeckte Version ohne Bonusmaterial und ohne Booklet. Außerden sind die DVDs in der Box alle nur auf eine Pastikhalterung gezogen. Wer nur die Folgen srhen will -》 okay. Sonst besser die richtige Box mit 28 DVDs erwerben!

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

19.10.2013 21:55
#438 RE: "Der Kommissar" (1969-1976), Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

Spannende Beobachtung. Dann sollte man wohl doch beim Amazon-Angebot für 60,99 Euro bleiben. In genau dem hiesigen Media-Markt (Charlottenburg - Wilmersdorfer Straße), in dem ich die Box vor einem halben Jahr für 106 Euro mitnahm, habe ich sie jetzt für 66 Euro gesichtet, anderswo habe ich sie aber auch schon für 139 gesehen. Bei TV-Serien ist es wichtig, über die aktuellen Preisunterschiede bescheid zu wissen (gilt auch für "Derrick": da ist von 30 bis 60 Euro für jede der späteren Boxen alles drin).

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

18.11.2013 12:06
#439 RE: "Der Kommissar" (1969-1976), Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten



Der Kommissar-Countdown: Zwischenwertung Box 4

Nachgereicht muss natürlich noch eine Zwischenwertung nach Beendigung von Box 4 werden. „Der Kommissar“ hat sich als äußerst lohnenswertes Abenteuer entpuppt, das mir besser gefiel, als ich ursprünglich erwartet hatte. Der Groll gegen einige Aspekte und Figuren aus meinen früheren Sichtungen ist unter den Tisch gefallen – viele der Geschichten sind einfach gut inszenierte Krimis. Sie können ihre Herkunft aus Reineckers Feder dennoch nicht verleugnen und bei allem Respekt fürs „Kommissar“-Team fehlt mir immer noch ein Identifikationscharakter, wie er später mit „Derrick“ in idealer Form erschaffen wurde.

Mein persönlicher Geschmack führte zu folgender Rangliste für die in Kollektion 4 enthaltenen (sowie ausgelassenen) Episoden:

Platz 01 | ★★★★★ | Folge 80 | Der Segelbootmord (Becker)
Platz 02 | ★★★★★ | Folge 74 | Mit den Augen eines Mörders (Grädler)
Platz 03 | ★★★★★ | Folge 88 | Die Kusine (Ashley)
Platz 04 | ★★★★★ | Folge 96 | Der Held des Tages (Haugk)
Platz 05 | ★★★★★ | Folge 87 | Der Mord an Dr. Winter (Schaaf)

Platz 06 | ★★★★☆ | Folge 79 | Jähes Ende einer interessanten Beziehung (Grädler)
Platz 07 | ★★★★☆ | Folge 97 | Tod im Transit (Grädler)
Platz 08 | ★★★★☆ | Folge 84 | Am Rande der Ereignisse (Grädler)
Platz 09 | ★★★★☆ | Folge 94 | Mord nach der Uhr (Weidenmann)

Platz 10 | ★★★★★ | Folge 86 | Ein Mord auf dem Lande (Grädler)
Platz 11 | ★★★★★ | Folge 91 | Der Tod des Apothekers (Braun)
Platz 12 | ★★★★★ | Folge 81 | Der Liebespaarmörder (Braun)

Platz 13 | ★★★☆★ | Folge 90 | Noch 10 Minuten zu leben (Grädler)
Platz 14 | ★★★☆★ | Folge 78 | Schwierigkeiten eines Außenseiters (Braun)
Platz 15 | ★★★☆★ | Folge 76 | Sein letzter Coup (Ashley)
Platz 16 | ★★★☆★ | Folge 83 | Das goldene Pflaster (Becker)
Platz 17 | ★★★☆★ | Folge 93 | Ein Playboy segnet das Zeitliche (Grädler)
Platz 18 | ★★★☆★ | Folge 95 | Eine Grenzüberschreitung (Braun)

Platz 19 | ★★★★★ | Folge 82 | Traumbilder (Ashley)
Platz 20 | ★★★★★ | Folge 89 | Sturz aus großer Höhe (Braun)
Platz 21 | ★★★★★ | Folge 75 | Im Jagdhaus (Reinhardt)
Platz 22 | ★★★★★ | Folge 92 | Fährt der Zug nach Italien? (Grädler)

Platz 23 | ★★☆★★ | Folge 85 | Warum es ein Fehler war, Beckmann zu erschießen (Braun)

Platz 24 | ★☆★★★ | Folge 77 | Ohne auf Wiedersehen zu sagen (Goslar)

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

14.12.2013 13:13
#440 RE: "Der Kommissar" (1969-1976), Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten



Der Kommissar: Tod eines Landstreichers

Zitat von Der Kommissar: Tod eines Landstreichers
Auch wenn die Gemeinde kaum Notiz von dem Landstreicher nimmt, der erschlagen an einer Brücke gefunden wird, nimmt die Polizei die Spur vor Ort auf. Im Zentrum des Geschehens scheinen sowohl eine Gruppe dreier weiterer Vagabunden sowie der Gasthof des Dorfes zu stehen. Der Wirt lässt die Strolche bei sich hausen, ohne dafür eine Gegenleistung zu fordern. Wissen Kamann, Pock und Lumm, was wirklich aus ihrem Kameraden wurde? Kommissar Keller meint, dass sich die Wahrheit aufklären wird, wenn er nur ausharrt und die Situation beobachtet ...


Man kann am „Kommissar“ herumanalysieren, wie man möchte, aber eines ist auf jeden Fall klar und erfüllt auch alle meine Vorbehalte: Die Herren Ermittler haben ebenso wie ein großer Anteil der Verdächtigen eine ganz klare Vorliebe für Gasthöfe, Spelunken, Lokale, Pensionen oder Bars. Auch in dieser Episode steht wieder einmal ein solches Haus im Mittelpunkt, wobei sich das Landgasthaus deutlich harmloser ausnimmt als die meisten Etablissements in der Bayernhauptstadt. Braten und Bier stehen hier im Überfluss auf der Karte und ziehen auch eine Gruppe von Landstreichern an. Mit einer gewagten Brücke soll das Ausnutzen des Todes ihres Freundes mit einer Sympathie für die drei verbliebenen Männer verbunden werden, was eher schlecht als recht gelingt, denn welche Rolle die aufmüpfigen Schmarotzer spielen, ist schnell durchschaut, auch wenn die Lösung im Detail noch einmal mit ein paar kleinen, aber nur teilweise relevanten Überraschungen aufwartet. Die Rechtfertigung für das Verhalten von Kamann, Pock und Lumm wird in ihrem entbehrungsreichen Dasein gesucht. Sie agieren nach der Devise, dass sie zugreifen müssen, wenn sich ihnen einmal eine Chance bietet, jemanden so richtig auszunehmen – als sonst ständig Benachteiligter müsse man es ja nicht so genau nehmen. Dass es mit ihren Ansichten ohnehin nicht weit her ist, erkennt man schon, als leichthin von Einbruch und Diebstahl die Rede ist, an dem die Landstreicher gar nichts aussetzen können, wenn es nur ihren Interessen dient.

Vor allem Klaus Schwarzkopf macht sich die Rolle des Tramps auf eine interessante, begeisterungsfähige Art und Weise zu eigen, die einmal mehr seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellt. Der Mann macht als Büroarbeiter eine ebenso gute Figur wie als Obdachloser, ist aber nicht auf Rollen kleiner Zahnräder abonniert, wie er z.B. auch als Arzt, Ermittler oder Universitätsprofessor unter Beweis stellte. Hans Schweikart erinnert mit seiner dicken Brille an einen abgewrackten Dr. Tappatt und spielt für meine Begriffe zu kauzig, wobei sich auch gerade in seinem und Kohuts Fall die typischen Reinecker-Dialoge deutlich störend bemerkbar machen. Alles wird wiederholt und wiederholt, und dieses Mal kam es mir tatsächlich so vor, als wolle man damit Zeit schinden (etwa in der Szene mit den Pässen oder bei den immer wieder auftauchenden Phrasen „Hast du verstanden?“ oder „Man möchte von dir wissen ...“). Es ist vielleicht einer der Punkte, die mir an Jürgen Goslars nicht übermäßig kreativen Regieleistungen manches Mal sauer aufstoßen.

Auf der anderen Seite der Medaille steht Paul Dahlke mit seiner Filmfamilie als Besitzer eines florierenden und doch irgendwie trostlosen Gasthofs, dessen graue Stimmung sich in den Gesichtern der Wirtsleute widerspiegelt. Hier gelang vor allem mit Elisabeth Orth eine sehr treffende, zupackende Besetzung, die den stark gealterten Dahlke in ihren Szenen beinah an die Wand spielt und in der Rollenanlage ein gelungenes Gegenstück zu den Vagabunden darstellt.

Als Folge, die komplett außerhalb Münchens spielt, verzichtet man ausnahmsweise gern einmal auf übliche Zutaten wie das Büro oder die Sekretärin Rehbeinchen. Aber auch innerhalb des Ermittlerkreises sind die spärlichen Aufgaben – vieles klärt sich von allein – klar verteilt: Der Kommissar vertraut voll und ganz auf seine Menschenkenntnis, anstatt mit organisatorischem Übereifer an die Aufklärung des Todesfalles zu gehen. Robert ist in erster Linie fürs Einholen von Fakten und Informationen übers Telefon zuständig, Walter der Vertretungsposten und Erwin als relativer Frischling noch im „Praktikantenstatus“ und hauptsächlich Zuschauer.

Gegen einen Ausflug aufs Land ist an sich wenig einzuwenden und die Geschichte darf sich vor allem am Ende einiger hübscher Wendungen erfreuen, insgesamt wurde jedoch zu uninspiriert inszeniert, nicht genug aufs Tempo geachtet und das Bild der Landstreicher bei gleichzeitiger Abwesenheit besonderer Persönlichkeitsmerkmale (z.B. Kriegstraumata oder Vorleben) überzeichnet.

(3 von 5 Schnapsgläsern)


Der überzeugendste Ermittler: Kommissar Herbert Keller, der sich schwierigen Zeugen mit Geduld und Großzügigkeit annimmt
||||| ||||| Kommissar Herbert Keller (Erik Ode)
||||| ||||| Inspektor Walter Grabert (Günther Schramm)
||||| ||||| Inspektor Robert Heines (Reinhard Glemnitz)
||||| ||||| Kriminalhauptmeister Harry Klein (Fritz Wepper)
||||| ||||| Kriminalhauptmeister Erwin Klein (Elmar Wepper)

Besprechung 25: Episode 73 der TV-Kriminalserie, BRD 1974. Regie: Jürgen Goslar. Drehbuch: Herbert Reinecker. Auf der Seite des Gesetzes: Erik Ode, Günther Schramm, Reinhard Glemnitz, Elmar Wepper. Unter Verdacht: Hans Schweikart, Klaus Schwarzkopf, Walter Kohut, Konrad Georg, Paul Dahlke, Eva Vaitl, Elisabeth Orth, Lisa Helwig u.a. Erstsendung: 24. Mai 1974.

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

14.12.2013 15:21
#441 RE: "Der Kommissar" (1969-1976), Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten



Der Kommissar: Drei Brüder

Zitat von Der Kommissar: Drei Brüder
„Es war der Jork, der Jork aus der Passauer Straße.“ Mit dieser Aussage des niedergeschlagenen, im Sterben liegenden Ladenbesitzers Egert marschiert die Streifenpolizei zur Wohnung Jork. Dort erwartet sie eine Überraschung: Drei Brüder, die alle den gleichen Nachnamen tragen, leben dort – und alle leugnen Einbruch und Überfall. Wie soll die Kripo ihnen das Gegenteil beweisen, wenn die drei stur bei ihrer Version der Geschehnisse bleiben? Immerhin gibt es eine Zeugin, die früher oder später umfallen könnte ...


Der „Teufel Alkohol“ bildet auch den Ausgangspunkt für den Fall „Drei Brüder“, denn wenn die besagte familiäre Runde keinen Durst nach Whiskey verspürt hätte, wäre auch der Spirituosenhändler Egert noch am Leben. Es handelt sich nichtsdestoweniger um einen der Fälle, in denen jeder abstoßender ist als der Täter. Nicht nur geschah das Verbrechen, wie bereits recht zu Anfang geklärt wird, lediglich aus Gegenwehr vor einem Mann, dessen wilder und ungerechtfertigter Jähzorn an seinem eigenen Tod die Hauptschuld tragen dürfte; auch verhält sich die Polizei in ihren Methoden alles andere als rechtsstaatlich und versucht, mit Wegen, die an psychische Folter erinnern und die Verdächtigen, für die bis zur Verurteilung eine Unschuldsvermutung gelten muss, öffentlich belästigen, an ihr Ziel zu kommen. Klarer Fall von „Zweck heiligt Mittel“ – kein eleganter Standpunkt, sondern pragmatischer Regelbruch, der den Kommissar und seine Assistenten nicht unbedingt in einem sympathischen Licht erscheinen lässt.

Dies gilt ebenso für die Frau des Verstorbenen, die meint, sich in ihrer Trauer alles herausnehmen zu dürfen. Erstaunlich ist, dass Antje Weisgerber die Vorgaben des klar von Reineckers Vorstellungen von Recht und Gesetz getriebenen Drehbuchs in aller Ernsthaftigkeit umsetzte und ihrer bohrenden Vergeltungswitwe nicht einmal ansatzweise auf theatralisch-komische Art den Spiegel vorhielt.

Dabei wären die Voraussetzungen für ein Gelingen der Episode durchaus vorhanden gewesen. Abgesehen von den sehr unspektakulären Aufnahmen, die hauptsächlich in Studiowohnungen angefertigt wurden, besticht „Drei Brüder“ durch eine sehr interessante Ausgangssituation. Die Idee, den kleinen Kreis, aus dem der Täter stammen muss, von Anfang an bekannt, es aber beinah unmöglich zu machen, den Betreffenden aus der Gruppe herauszupicken, kann im Prinzip als Versuch bezeichnet werden, das „perfekte Verbrechen“ zu konstruieren. Leider steht dies erstens im Kontrast zu der Tatsache, dass der Todschlag eine ungewollte Affekthandlung war, und wird zweitens dadurch in ein unglaubwüridges Licht gezogen, dass aus dem doch recht harmlos-ängstlichen Einbrecher am Ende eine bösartige Killermaschine gemacht wird, die den einzigen Zeugen rücksichtslos ausschalten will. Hier suchte Reinecker wohl im letzten Moment nach einer Begründung für die Ekelhaftigkeiten der vorangegangenen 50 Minuten.

Auch die Besetzung des Brüdertrios ist faktisch sehr gut gelungen, auch wenn Horst Frank nicht gerade zu meinen Lieblingsdarstellern zählt. Man muss ihm lassen, dass er in Fernsehproduktionen zumeist ein ganz gutes Händchen bei der Wahl seiner Rollen hatte. Als Anführer der Jorks zeichnet er das erwachsenste Bild der drei Männer, verrennt sich aber zugleich so sehr in seinen Plan, dass er den Punkt übersieht, ab dem er gegen die Polizei nichts mehr ausrichten kann. Franks beruhigende Stimme kommt hier auch sehr gut zur Geltung, was vor allem dem Unterschied zum aufbrausenden und alle Nase lang herumbrüllenden Manfred Seipold zu verdanken ist. Ralf Schermuly macht sich als mittlerer Bruder am stärksten verdächtig, was sicher nicht zuletzt daran liegt, dass sein Heinz Jork als einziger keinen „richtigen“ Beruf hat, sondern Musiker ist.

Evelyn Opelas Spiel würde ich als verbesserungswürdig bezeichnen, was vor allem für die Schlussminuten gilt, in denen ihre Angst vor dem, worauf sie sich eingelassen hat, viel zu wenig zu spüren ist, ihre Handlungen also nur leidlich motiviert erscheinen. Auch hätte das letzte Aufbäumen der Jorks mit einer einprägsameren Musikuntermalung einen größeren Effekt erzielen können.

Herbert Reineckers fundamentalistische Blicke auf das Thema Gerechtigkeit sorgen dafür, dass die eigentlich hochinteressante Verbrecherkonstellation bald an Faszination einbüßt und die Polizei es sich sehr einfach macht. Die klaren Gewinner der Situation sind die drei Brüder und ihre passend ausgewählten Darsteller, während der Unterhaltungswert gemeinsam mit den guten Absichten der Story auf der Strecke bleibt.

(2,5 von 5 Schnapsgläsern)


Der überzeugendste Ermittler: Inspektor Robert Heines, seine rauen Verhörstrategien und sein verhaltener Spaß über zappelnde Gangster
||||| ||||| Kommissar Herbert Keller (Erik Ode)
||||| ||||| Inspektor Walter Grabert (Günther Schramm)
||||| ||||| Inspektor Robert Heines (Reinhard Glemnitz)
||||| ||||| Kriminalhauptmeister Harry Klein (Fritz Wepper)
||||| ||||| Kriminalhauptmeister Erwin Klein (Elmar Wepper)

Besprechung 26: Episode 72 der TV-Kriminalserie, BRD 1974. Regie: Theodor Grädler. Drehbuch: Herbert Reinecker. Auf der Seite des Gesetzes: Erik Ode, Günther Schramm, Reinhard Glemnitz, Elmar Wepper, Helma Seitz. Unter Verdacht: Evelyn Opela, Horst Frank, Ralf Schermuly, Manfred Seipold, Antje Weisgerber, Wolfgang Völz, Wolfgang Engels, Dietrich Thoms u.a. Erstsendung: 26. April 1974.

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

15.12.2013 15:21
#442 RE: "Der Kommissar" (1969-1976), Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten



Der Kommissar: Spur von kleinen Füßen

Zitat von Der Kommissar: Spur von kleinen Füßen
Ihren Leichnam werfen die Mörder von der Brücke auf einen vorbeifahrenden Güterzug. Eva Thamm war aus Niederbayern nach München gekommen, um in einem Wäschegeschäft zu arbeiten. Bald geriet sie an einen Fotografen, der von ihrem natürlichen Charme hingerissen war, über den sie aber auch zwielichtige Gestalten kennenlernte. Der Kommissar muss ihre Spur verfolgen und den Grund für den Mord an einem unschuldigen Mädchen herausfinden ...


Dass „Spur von kleinen Füßen“ einen völlig x-beliebigen Plot erzählt, ist im Nachhinein eigentlich ziemlich unwichtig, weil die Folge aus ganz anderen Gründen in die Historie der „Kommissar“-Reihe eingegangen ist. Die am 22. März 1974 erstmals ausgestrahlte Episode war die letzte, in der Fritz Wepper als Harry Klein den Kommissar unterstützte, während danach sein Bruder Erwin (Elmar Wepper) auf Mördersuche ging. Harry Klein wechselte zu Oberinspektor Derrick, der am 20. Oktober 1974 seine Arbeit aufnahm. Im Rahmen meiner Countdown-Sichtungen bedeutet „Spur von kleinen Füßen“ umgekehrt einen Abschied von Elmar Wepper, der mich auf voller Linie überzeugen und unter Beweis stellen konnte, dass er mehr als ein Ersatzmann für seinen Bruder war. Erwin Klein, der in dieser Folge bereits eine dankenswert große Rolle erhielt, stand für ein menschlicheres Verständnis des Polizeidienstes als seine kompromisslos agierenden Kollegen, für Einfühlungsvermögen und eine immer gute, aber dennoch nicht aufdringliche Beziehung zu den Mädchen der „Kommissar“-Serie. Nun fahre ich mit den Fritz-Wepper-Episoden fort, was mich nicht weniger freut, da der ältere Wepper mir durch seine Arbeit bei „Derrick“ ebenfalls sehr ans Herz gewachsen ist.

Als kleinen Treppenwitz der ZDF-Geschichte muss man allerdings bezeichnen, dass der Abschied von Harry Klein (für den man hofft, dass Derrick ihn gut behandeln wird) größer und mit mehr Pomp inszeniert wurde als der Abschied vom restlichen Team in „Tod im Transit“. Während die Mitwirkenden dort in aller Bescheidenheit vom Bildschirm abtraten, wird für Harry eine kleine Feier mit Sekt und großen Worten veranstaltet. Gut gepokert, Herr Wepper, möchte man sagen!



Die eigentliche Geschichte um Eva Thamm gleicht anderen im „Kommissar“ und in „Derrick“ dutzendfach erzählten Varianten bis ins Detail und sorgt deshalb eher für gepflegte Langeweile als für aufrichtige Begeisterung. Reinecker tat wieder einmal alles, um München als Nabel aller Sünden der Welt darzustellen und das unbefleckte Mädchen vom Lande in der großen Stadt ins Verderben laufen zu lassen. Diese völlig unkreative Idee wurde leider weder durch besondere Einfälle noch durch aufsehenerregende Szenen angereichert, sodass „Spur von kleinen Füßen“ sich trotz seiner Bedeutung für die Gesamtserie mit einem Platz im unteren Mittelfeld begnügen muss. Einzig die Erzählstruktur, die durch die Befragungen der jeweiligen „Freunde“ Evas erzielt wird und ihren Werdegang chronologisch illustriert, wurde lobenswert stringent durchgehalten.

Bei den Gastdarstellern verbucht vor allem Martin Lüttge den Erfolg, eine zwischen Realität und Reinecker-Bewusstsein hin- und hergerissene Person lebensnah verkörpert zu haben, während Sabine Sinjen aus ihrer schieren Kunstfigur nichts herauskitzeln kann, was Eva Thamm von anderen naiven Mädels der ZDF-Krimis unterscheidet. Tatsächlich bedingt die Inszenierung durch die Erzählung der Rückblenden, dass ihre Kontakte viel mehr im Mittelpunkt stehen als Eva selbst, die dadurch einigermaßen vage und wenig greifbar bleibt. Udo Vioff, Alice Treff, Günther Neutze und Christian Reiner haben wenig mehr zu tun, als sich selbst zu verkörpern, denn in anderen Ringelmann-Produktionen spielten sie früher oder später die gleichen Rollen wieder auf dieselbe Art und Weise.

Es tut „Spur von kleinen Füßen“ keinen Abbruch, wenn man die Folge ausschließlich als Harrys Abschied und Erwins Debüt im Hinterkopf behält. Der darüber hinausgehende Kriminalfall ist nichts anderes als eine Harmlos-Variante von „Ein Mädchen meldet sich nicht mehr“ oder „Ohne auf Wiedersehen zu sagen“ und kann damit unter Ulk verbucht werden. Martin Lüttge, der offensichtlich von Theodor Grädlers Schauspielerführung profitiert, vermag noch ein paar vereinzelte Glanzlichter zu setzen; der Rest ist Durchschnitt.

(3 von 5 Schnapsgläsern)


Der überzeugendste Ermittler: Kriminalhauptmeister Erwin Klein, der nach ersten Verständigungsschwierigkeiten gleich durchstartet
||||| ||||| Kommissar Herbert Keller (Erik Ode)
||||| ||||| Inspektor Walter Grabert (Günther Schramm)
||||| ||||| Inspektor Robert Heines (Reinhard Glemnitz)
||||| ||||| Kriminalhauptmeister Harry Klein (Fritz Wepper)
||||| ||||| Kriminalhauptmeister Erwin Klein (Elmar Wepper)

Besprechung 27: Episode 71 der TV-Kriminalserie, BRD 1974. Regie: Theodor Grädler. Drehbuch: Herbert Reinecker. Auf der Seite des Gesetzes: Erik Ode, Günther Schramm, Reinhard Glemnitz, Fritz Wepper, Elmar Wepper, Helma Seitz. Unter Verdacht: Sabine Sinjen, Peter Ehrlich, Udo Vioff, Günther Neutze, Alice Treff, Martin Lüttge, Elfriede Kuzmany, Maria Paudler u.a. Erstsendung: 22. März 1974.

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

15.12.2013 20:44
#443 RE: "Der Kommissar" (1969-1976), Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten



Der Kommissar: Die Nacht mit Lansky

Zitat von Der Kommissar: Die Nacht mit Lansky
Eigentlich kommen Keller, Walter und Harry zum gemütlichen Feierabendbier zu Robert nach Hause, aber ein Nachbar macht ihnen einen Strich durch die Rechnung: Herr Lansky verhält sich äußerst merkwürdig. Auf die Bitte seiner Frau hin untersuchen Keller und Co., was Lansky den Tag über erlebt hat. Sie entdecken, dass er nicht mehr arbeitet und auf die schiefe Bahn geraten ist. Wie schief sie tatsächlich ist, stellt sich erst nach und nach heraus ...


Ganz ähnlich wie die Nachfolgerepisode „Spur von kleinen Füßen“ wurde „Die Nacht mit Lansky“ in Form einer einzigen großen Rückblende gestaltet. Dadurch dass die Polizei immer erst dann eingreift, wenn alles schon geschehen und nichts mehr rückgängig zu machen ist, bedeutet jeder ihrer Einsätze eine lange Vorgeschichte. Wie man solche zu einem Verbrechen hinführenden Ereignisse facettenreich und spannend erzählen kann, wird hier geradezu mustergültig verdeutlicht. Getragen von einem starken Auftritt René Deltgens, entblättert sich das Schicksal eines Mannes, der in seinem Doppelleben stark an Georges Simenons Romangestalt in „Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet“ erinnert.

Die kleine Tragödie des Herrn Lansky (Reinecker konnte es natürlich nicht lassen, sie in einigen heftigen Worten auf das Schicksal alter Leute zu verallgemeinern) verdeutlicht, wie biegsam die Begriffe Recht und Unrecht in einem persönlichen Kontext sein können und wie auch Gerechtigkeit manchmal in Abhängigkeit von Profit gestellt wird. Der von mir hoch geschätzte René Deltgen, der leider abseits seiner zwei Ermittler-Auftritte in frühen „Kriminalmuseum“-Folgen und diesem „Kommissar“ nicht mehr in anderen Ringelmann-Rollen zu sehen war, baut allein durch sein Verhalten eine immense Spannung auf. Gerade auch sein früheres Image als Saubermann in vielen Krimis hilft, die arge Situation Lanskys noch nachvollziehbarer zu machen, zumal auch klar auf die Verantwortung des Vaters für die Familie abgehoben wird. Seine Gattin ist Hausfrau und die Kinder gehen noch zur Schule – als einziger Geldverdiener würde die Entlassung unter normalen Umständen den Ruin bedeuten.

Beinahe kann man die „Suche nach dem Opfer“, wie Georg so treffend formulierte, als ein Kammerspiel bezeichnen, in dem alle Akzente auf den Beziehungen der Charaktere liegt. Die weitgehende Abwesenheit von Action stört deshalb kaum, wohingegen ich mir eine stärkere Musikuntermalung gewünscht hätte. Stattdessen handelt es sich um eine jener Folgen, in denen in Ermangelung von Eigenkompositionen wieder einmal kein Musik-Verantwortlicher im Abspann genannt wird.

Während Erik Odes Regie am Anfang noch über gewollt modische Schnitte und eine wacklige Handkamera stolpert, spitzt sie die Geschehnisse im weiteren Handlungsverlauf gelungen zu, bis zum Schluss der Mord in großer Ausführlichkeit auf den Bildschirm gebracht wird. Längen sucht man vergebens. Außerdem ist es schön, zu sehen, dass gerade in einer von Ode inszenierten Folge so viel Privatheit wie beim Treffen bei Robert zelebriert wird. Besonders spaßig, wie sich vor allem Walter über Harrys Weibergeschichten amüsiert und Harry Angst davor hat, zu schnell unter die Haube zu geraten. Da werden doch ganz andere Töne angeschlagen als in Harrys späteren, seriöseren Jahren oder bei seinem sanftmütigeren Bruder!

Eine fast in Richtung Psychodrama tendierende Folge, ohne dass damit die Nachteile dieser Genreform angesprochen sein sollen. Die Variation der Standardformel unterhält vor allem aufgrund der hervorragenden Einzelleistung René Deltgens, aber auch weil Herbert Reinecker hier wieder einmal ein ganz großer Drehbuch-Wurf gelungen ist.

(4,5 von 5 Schnapsgläsern)


Der überzeugendste Ermittler: Inspektor Robert Heines, dessen Nachbarschaft für eine Nacht mit Zwischenfällen sorgt
||||| ||||| Kommissar Herbert Keller (Erik Ode)
||||| ||||| Inspektor Walter Grabert (Günther Schramm)
||||| ||||| Inspektor Robert Heines (Reinhard Glemnitz)
||||| ||||| Kriminalhauptmeister Harry Klein (Fritz Wepper)
||||| ||||| Kriminalhauptmeister Erwin Klein (Elmar Wepper)

Besprechung 28: Episode 70 der TV-Kriminalserie, BRD 1974. Regie: Erik Ode. Drehbuch: Herbert Reinecker. Auf der Seite des Gesetzes: Erik Ode, Günther Schramm, Reinhard Glemnitz, Fritz Wepper. Unter Verdacht: René Deltgen, Heli Finkenzeller, Eckart Dux, Ruth Hausmeister, Stefan Hurdalek, Kristina Schober, Hannes Gromball, Veronika Faber u.a. Erstsendung: 22. Februar 1974.

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

19.12.2013 18:54
#444 RE: "Der Kommissar" (1969-1976), Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten



Der Kommissar: Ein Anteil am Leben

Zitat von Der Kommissar: Ein Anteil am Leben
Mit Anna Bergmann hat es das Schicksal nicht gut gemeint: Nach einem Leben entbehrungsreicher Arbeit haust sie im Flur eines Schankmädchens, das manchmal Freier mitbringt und ihre alte Mitbewohnerin dann in die dunkle Küche verbannt. Als es an einem Abend wieder einmal zu einer solchen unangenehmen Situation kommt, wird Anna Bergmann Zeugin, wie die Kellnerin bestialisch erstochen wird. Ihr Wissen will der Täter mit Schweigegeld aufkaufen ...


Mit „Ein Anteil am Leben“ lieferte „Der Kommissar“ die Blaupause für den 1987 entstandenen „Derrick“ „Eine Reihe von schönen Tagen“ – eine Episode, die gar nicht erst versucht, ihre Bezüge zur früheren Ode-Folge zu verdecken. In verblüffender Offenheit besetzte Helmut Ringelmann in beiden Krimis Käthe Gold als ärmliche Rentnerin, während Reinecker ihr einmal den Namen Anna Bergmann und einmal den Namen Anna Beermann verlieh. Vielleicht spielt es eine Rolle, dass ich „Eine Reihe von schönen Tagen“ einen reichlichen Monat vor „Ein Anteil am Leben“ kennenlernte, aber die Horst-Tappert-Folge unter Regie des altgedienten Spezialisten Wolfgang Becker wusste mich mehr zu überzeugen als die hier präsentierte, sich erstaunlicherweise stärker vom Kriminalistischen entfernende Charakterstudie.

Beiden Folgen ist gemein, dass Herbert Reinecker mit großem Eifer die Rahmenbedingungen für die sonderbare Zeugenschaft aufbaute, in der für den Täter die Augenzeugin keine übermäßige Gefährdung darstellt, weil sie sich aufgrund ihrer bisherigen niedrigen Lebensansprüche mit verhältnismäßig kleinen Beträgen zufriedenstellen und damit zum Schweigen bringen lässt. Für die notwendige Authentizität fügte der Drehbuchautor vor diesem Hintergrund die von ihm erwarteten Portionen sozialer Ungleichheit und Neid auf den Wohlstand der Anderen hinzu – gerade also Themen, die heute wieder besonders beliebt sind.

Bei Käthe Gold handelt es sich um einen jener Theaterstars, die nur relativ selten in Film und Fernsehen (und umso rarer in Kriminalproduktionen) zu sehen waren, sodass wenigstens ich von ihr vor der Begegnung mit den „schönen Tagen“ noch nichts gehört hatte. Es mag sein, dass Gold für das zeitgenössische Publikum einen besonderen Star-Faktor hatte; von einem heutigen Gesichtspunkt aus muss sie jedoch allein auf die Überzeugungskraft ihrer Darstellung bauen. Während sie bei „Derrick“ eine sehr liebenswerte Rolle zugedacht bekam, entwickelt sie sich im „Kommissar“ im Laufe der Spielzeit ein wenig zu „Kellers Alptraum“, gibt ihren Theatergenen auch in puncto Lautstärke zu häufig nach, pointiert zu spitz und offensichtlich.

Es ist möglich, dass der unvorteilhafte Eindruck der Mimin in erster Linie dem auf TV-Boden ungeübten Regisseur Ullrich Haupt (eigentlich überzeugender Darsteller von „fünfter Kolonne“ bis „Derrick“) zuzuschreiben ist, dessen Inszenierung es versäumt, echte Glanzlichter zu setzen. Selbst wenn die Befragungen der Herrenrunde durch Überblendungen miteinander verbunden sind, birgt gerade der Aspekt der Verdächtigenauswahl Längen und wenig Reiz. Am Ende ist es sogar völlig egal, wer von den „feinen Herren“ der Mörder war, weil Motivation und Gelegenheit ohnehin für alle die gleichen waren. Abgesehen davon, dass sie von unterschiedlichen Schauspielern verkörpert werden, nehmen sich Zorner und Adlinger sen. oder Kardoff und Adlinger jun. auch nicht das Geringste. Ein wenig versöhnlich stimmt mich die Verwendung des Chansons „Le Métèque“ von Georges Moustaki, der dem bei allem Geldverprassen doch kleinbürgerlichen Auftreten Anna Bergmanns einen noblen Beigeschmack verleiht.

Zu klären bliebe die Frage, ob „Ein Anteil am Leben“ als einer der ungelösten Fälle in die „Kommissar“-Historie eingehen muss. Zwar kennt Keller den Täter, aber die Beweislage ist mehr als dürftig, was der sichere Teil des verantwortlichen Duos mit einem süffisanten Lächeln in der Schlussszene quittiert. Für einen geschickten Anwalt dürfte es keine Schwierigkeit geben, die Angelegenheit aus der Welt zu schaffen, sodass das Ende der Episode völlig ins Leere läuft. Auch die Credits blenden zu einem Zeitpunkt auf, zu dem man meint: Eigentlich müsste da noch ein Clou kommen.

Für den titelgebenden „Anteil am Leben“ opfert die Putzfrau Anna Bergmann sämtliche Integrität und im Gegensatz zu Käthe Golds späterer ähnlicher „Derrick“-Performance auch die Sympathien des Zuschauers. Das Verbrechen lässt den notwendigen Reiz vermissen, die Regie hätte inspirierter ausfallen können.

(3 von 5 Schnapsgläsern)


Der überzeugendste Ermittler: Kommissar Herbert Keller, von der resoluten Anna Bergmann ewig unverstanden
||||| ||||| Kommissar Herbert Keller (Erik Ode)
||||| ||||| Inspektor Walter Grabert (Günther Schramm)
||||| ||||| Inspektor Robert Heines (Reinhard Glemnitz)
||||| ||||| Kriminalhauptmeister Harry Klein (Fritz Wepper)
||||| ||||| Kriminalhauptmeister Erwin Klein (Elmar Wepper)

Besprechung 29: Episode 69 der TV-Kriminalserie, BRD 1974. Regie: Ullrich Haupt. Drehbuch: Herbert Reinecker. Auf der Seite des Gesetzes: Erik Ode, Günther Schramm, Reinhard Glemnitz, Fritz Wepper, Helma Seitz. Unter Verdacht: Käthe Gold, Kurt Meisel, Wolfgang Schwarz, Dieter Schidor, Heidi Stroh, Katharina de Bruyn, Hans Baur, Otto Bolesch u.a. Erstsendung: 8. Februar 1974.

Georg Offline




Beiträge: 3.244

19.12.2013 20:26
#445 RE: "Der Kommissar" (1969-1976), Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

Die Folge wurde Ode zum 73. Geburtstag "geschenkt" und im Nov. '73 gedreht. Hier war das Geschenk, dass Odes alter Freund Ullrich Haupt, der mit dem Kommissar-Darsteller viele Jahre zuvor sogar mal zusammen gewohnt hatte, Regie führte. Kann mich jetzt nicht genau erinnern, aber irgendwo habe ich einen Artikel mit Fotos von den Dreharbeiten und der Feier mit riesigem Buffet. Ode bekam zum Geburtstag ein Fahrrad von Haupt geschenkt (weil dieser Ode viele Jahre zuvor eines "geklaut" hatte bzw. seines nicht mehr zurück gegeben hatte). Ringelmann machte solche Geschenke seinen Darstellern ja öfter, etwa Bernhard Wickis Besetzung in Der Alte: Alte Kameraden als Anlass des Geburtstages Siegfried Lowitz'.

Ansonsten sind die Parallelen zwischen der "Derrick"-Folge und der "Kommissar"-Episode natürlich unübersehbar. Die Namensähnlichkeit ist mir aber erst jetzt durch deinen Beitrag aufgefallen, Gubanov. Ich finde die "Reihe von schönen Tagen" auch wesentlich besser.

Und zur Übergabe Wepper-Wepper habe ich auch noch einen Nachtrag: wusstet ihr, dass neben Elmar Wepper Thomas Fritsch zum Casting in eine Münchner Villa vorgeladen wurde? Wepper überzeugte dabei mehr...

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

03.02.2014 00:40
#446 RE: "Der Kommissar" (1969-1976), Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten



Der Kommissar: Domanns Mörder

Zitat von Der Kommissar: Domanns Mörder
Domann liegt erschossen im Wohnzimmer Faber. Was hat er dort zu suchen? Die Polizei versucht zunächst vergebens, eine Verbindung zwischen dem Toten und der Familie herzustellen, außer dass Domann Faber junior vom Studium her kannte. Dann der Durchbruch: Domann war der Liebhaber – sowohl von Frau Faber als auch der Tochter des Hauses. Auf einmal hat jeder in der Familie ein Motiv, den pikanten Hausfreund zu beseitigen. Doch nur einer drückte auf den Auslöser ...


Dass es in den Drehbüchern Herbert Reineckers typische, sich wiederholende Motive gibt, ist altbekannt und wurde an dieser und vielen anderen Stellen bereits häufig hervorgehoben. Ich komme jedoch nicht umhin, auch und gerade bei „Domanns Mörder“ wieder auf die charakteristische Handschrift des Autors einzugehen, die sich in mehreren Aspekten deutlich abzeichnet. Wir begegnen dem Motiv Familiendrama, den verschworenen Verdächtigen, dem Liebhaber, der den Familienfrieden auf dem Gewissen hat, dem lasterhaften Studenten, der drachigen Haushaltshilfe, die mehr als nur Staub wischt, und einer Fallkonstruktion, in der Mörder und Opfer die Rollen tauschen. Manchmal führen derartige Wiederholungen zu heftigem Augenrollen, besonders weil einige Innuendi sofort ungeliebte Assoziationen hervorrufen (die alleinige Erwähnung von Studenten z.B. die mit Drogenpartys in einer Schwabinger Kneipenhöhle).

„Domanns Mörder“ umschifft derlei gefährliche Felsen jedoch galant und findet immer wieder auf einen innovativen Weg zurück. Der Fall gestaltet sich geradlinig und doch kompliziert genug, um die Aufmerksamkeit nicht versanden zu lassen. Und das, obwohl der Kommissar und sein Team absolute Nebenrollen spielen und die Handlung ausschließlich von den Fabers und Frau Stein getragen wird. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass abgesehen von einem kurzen Intermezzo auf dem Revier die Gereuth-Villa als Dauerschauplatz ins Zentrum der Handlung gerückt wird. Aufmerksame Zuschauer werden aus dieser Folge entnehmen können, wo das Gebäude stand, das unterdessen offenbar abgerissen wurde und dem geneigten Drehortjäger somit nicht mehr für Vergleichsfotos zur Verfügung steht. Diesbezüglich haben andere User bereits erstaunliche Detektivarbeit geleistet, sodass mir nur noch bleibt, deren Ergebnisse zu diesen Akten hinzuzufügen.

Die bekannten Gesichter dieser Episode stellen Erich Schellow und Gisela Uhlen zur Verfügung. Als Filmehepaar haben sie sich durch seine beruflichen Verpflichtungen und damit verbundenen privaten Eskapaden auseinandergelebt, während sie versucht, ihr Selbstwertgefühl mit einem jungen Liebhaber und teuren Einkäufen über Wasser zu halten. Zu sagen haben sie sich ebensowenig, wie sie sich gegenseitig ihre Fehltritte übelnehmen. Es ist das blanke Nebenherleben, das die beiden Darsteller hervorragend verbildlichen und das auch eine gewisse Ignoranz den anderen Familienmitgliedern gegenüber bewirkt. Paradoxerweise hat erst der Mord zur Folge, dass Mutter, Vater und Kinder wieder näher zusammenrücken, was in dem Bilderbuchfoto gipfelt, das die Fabers als Abspannunterlage hergeben, nachdem – wie es jemand im „Kommissar“-Forum so prägnant ausdrückte – „der Störenfried eliminiert ist“.

Diese etwas kurz gedachte Konsequenz, die einerseits die Schuld eines Familienmitglieds und andererseits den erforderlichen Wandel in den Lebensweisen der anderen außer Acht lässt, vermittelt einen etwas faden Beigeschmack, auch wenn die Lösung an sich zu den befriedigenden zählt. Sie lässt sich zwar im Voraus bereits erahnen, weil sie nicht neu ist, aber sie wurde selten genug angewendet, um nicht immer noch eine besondere Wirkung auf den Zuschauer auszuüben, denn sie steht dem eigenen Empfinden und alltäglichen Rollenverständnis krass entgegen.

Wolfgang Beckers Regie erhält in der kammerspielartigen Umgebung eher wenig Raum, sich auszutoben. Der findige Spielleiter fand trotzdem einen Weg, seine routinierte und doch in diesen Tagen noch unverkennbar experimentelle Duftnote gleich im ersten Viertel zu hinterlassen, als Faber-Vater und -Sohn die Zimmer der Verwandten durchsuchen und die Kamera verschiedene Einrichtungsgegenstände erfasst, die die Bewohner der Räume charakterisieren und in einer staccatoartigen, immer schneller werdenden Abfolge hintereinandergeschnitten werden. Auch der Einsatz der melancholischen Trommelmusik in der Szene, in der Frau Stein zur Telefonzelle läuft, ist mehr Markenzeichen als unauffällige Stimmungsuntermalung.

Mord als Reißleine vor dem Auseinanderdriften der Familie – der Instinkt nach heimeliger Fünfsamkeit erweist sich erneut als stärker als das Rechtsempfinden. Das Familiendrama ist von überdurchschnittlicher Qualität und in den Hauptrollen vorbildlich besetzt. Eine vergleichbare Prominenz in den Nebenrollen und etwas mehr Pfiff hätten der Episode gut getan, auch wenn Wolfgang Becker alles tat, um ungewöhnliche Seiten herauszukitzeln.

(4 von 5 Schnapsgläsern)


Der überzeugendste Ermittler: Kriminalhauptmeister Harry Klein und seine hintergründige Präsenz in den Spiegeln der Villa
||||| ||||| Kommissar Herbert Keller (Erik Ode)
||||| ||||| Inspektor Walter Grabert (Günther Schramm)
||||| ||||| Inspektor Robert Heines (Reinhard Glemnitz)
||||| ||||| Kriminalhauptmeister Harry Klein (Fritz Wepper)
||||| ||||| Kriminalhauptmeister Erwin Klein (Elmar Wepper)

Besprechung 30: Episode 68 der TV-Kriminalserie, BRD 1974. Regie: Wolfgang Becker. Drehbuch: Herbert Reinecker. Auf der Seite des Gesetzes: Erik Ode, Günther Schramm, Reinhard Glemnitz, Fritz Wepper, Helma Seitz. Unter Verdacht: Erich Schellow, Gisela Uhlen, Gustl Halenke, Peter Chatel, Gitty Djamal, Michael Maien, Horst Sachtleben, Irina Wanka u.a. Erstsendung: 11. Januar 1974.

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

04.02.2014 19:50
#447 RE: "Der Kommissar" (1969-1976), Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten



Der Kommissar: Tod eines Buchhändlers

Zitat von Der Kommissar: Tod eines Buchhändlers
In jeder Nacht zum Sonntag betrinkt sich der Buchhändler Richard Kapp in einer Münchner Bar. Danach kehrt er nach Hause und schlägt seine Frau grün und blau. Kommissar Keller und sein Team fragen sich, warum er das tut, nachdem Kapps Leiche am Isarufer gefunden wurde. Wirklich erschüttert ist niemand, auch wenn noch offen ist, ob überhaupt, wie und von wem Kapp ermordet wurde ...


Die Besprechung enthält leichte Spoiler.

Als Rückwärtsseher fielen mir bei „Tod eines Buchhändlers“ unübersehbare Parallelen zu „Ein Mord auf dem Lande“ auf, verbinden beide Folgen doch eine mehr oder weniger ähnliche Hauptfigur, die dann auf einmal ihren Tod findet, leidende Hinterbliebende, der ländliche Schauplatz und eine typische Grädler-Regie. Die Rolle, die in Folge 86 von Walter Sedlmayr mit abgrundtiefer Abscheulichkeit dargestellt wurde, erhielt hier Werner Bruhns zugedacht, der üblicherweise nicht nur einen smarteren Eindruck macht als der bayerische Sturkopf, sondern auch physisch nicht gerade alle Voraussetzungen für die übliche Schlägertype mitbringt. Insofern wäre es vielleicht naheliegender gewesen, ihn mit seinem Filmbruder Peter Carsten Rollen tauschen zu lassen, aber die vorliegende Umsetzung macht das Thema der ehelichen Gewalt ungleich interessanter. Während nämlich zunächst Richard Kapp als wüstes, betrunkenes Ungeheuer dargestellt wird, dem mit verlässlicher Regelmäßigkeit gründlich die Hand ausrutscht und der auch nach seiner Ausnüchterung noch mit perfiden Kommentaren „nachtritt“. Nach und nach kristallisiert sich jedoch heraus, dass der Buchhändler nicht ohne Grund so handelt. Zwar ist sein Verhalten auch durch seine letztlichen Beweggründe nicht zu entschuldigen, aber sie gestalten die Wut, die in den Szenen zwischen Werner Bruhns und Judy Winter zur Geltung kommt, immerhin gezielt nachvollziehbar.

Man könnte „Tod eines Buchhändlers“ nämlich auch als eine Art treudeutsche Variante von „Frau ohne Gewissen“ bezeichnen. Judy Winter, die eine zarte, aber doch selbstbestimmte Verruchtheit ausstrahlt, erfüllt die Rolle der Femme Fatale scheinbar erst aus Zwang, tatsächlich aber aus freien Stücken mit Leben, was der Geschichte eine spannende Tiefe verleiht und Reinecker die Möglichkeit gibt, mit dem Zeigefinger auf die Verkommenheit beider Ehepartner hinzuweisen. Während Herr Kapp jedoch für seine Fehltritte bezahlt, ist es gut möglich, dass Frau Kapp mit nunmehr heiler Haut davonkommt, wenn es keine Beweise für ihre konkrete Rolle als Anstifterin gibt.

Äußerungen, „Tod eines Buchhändlers“ sei nicht spannend, vermag ich nicht zuzustimmen. Es handelt sich um eine typische Grädler-Spannung, die sofort offenlegt, welcher Regisseur hier hinter der Kamera stand. In den Szenen im Kapp’schen Schlafzimmer macht sich eine krasse Angespanntheit bemerkbar, die das explizite Zeigen der Misshandlungen erübrigt, ohne an Intensität einzubüßen. Dadurch, dass diese häuslichen Probleme aber stets mit den Vorgängen in der Buchhandlung und im Hause Beyfuß kontrastiert werden, arten sie nie in zu unangenehme Momente aus. Die vielschichtige Rückblendenstruktur hilft, sich ein Bild vom Toten und seiner Beziehung zu den anderen Protagonisten zu machen, und lockert gleichzeitig den Ablauf der Ermittlungen auf, ohne die Polizisten zu sehr ins Hintertreffen geraten zu lassen, wie dies bei einem solchen Erzählmuster schnell passieren kann.

Dass in der Buchhandlung u.a. auch Edgar Wallace’ Mr.-Reeder-Roman „John Flack“ angeboten wird, muss an dieser Stelle ebenso erwähnt werden wie die mustergültige Verkörperung des verdutzten Jugendlichen durch Pierre Franckh. Für ihn gilt das gleiche wie für die anderen besprochenen Aspekte: Es gelingt ihm, sich in einem unterhaltsamen Maße zu profilieren, ohne übertrieben auf der Gefühlsklaviatur umherzutanzen. Lediglich die von Herbert Reinecker verschuldeten ständigen Dialogwiederholungen gehen auf die Nerven: Offenbar hielt er das Publikum nicht für imstande, nach der ersten Erwähnung zu verstehen, dass Kapp in der Isar liegt – sodass der Satz in den ersten vier Minuten nicht weniger als achtmal fällt. Das Gleiche passiert später an anderen Stellen, z.B. bei den frommen Schwestern Beyfuß, erneut, sorgt aber eher für ungewollte Komik als für Langeweile.

Eine amüsante Querverbindung ergibt sich beim Nachtlokalbesuch in der Münchner Bahnhofsgegend, der dankenswerterweise kurz und sachlich ausfällt. Dazu trug vielleicht auch die Besetzung des Besitzers bei: Willy Schäfer ist hier – noch nicht ergraut – als kooperativer Rotlichtkönig zu sehen, bevor er zwei Jahre später als Assistent bei Stefan Derrick anheuerte. Soll man glauben, dass er zu diesem Zeitpunkt völlig geläutert war – oder blieb er doch für 23 Jahre ein unentdecktes schwarzes Schaf?

Wer das Land mit unverdorbener Idylle gleichsetzt, wird sich wundern, was ihm in „Tod eines Buchhändlers“ geboten wird: Zwei sehr plastisch herausgearbeitete Eheleute und ihr Streit stehen im Mittelpunkt eines Verbrechens, das sich als logische Konsequenz aus dem Geschehen herleitet und deshalb auch ohne große Überraschungen überzeugt. Werner Bruhns, Judy Winter und Pierre Franckh spielen makellos.

(4,5 von 5 Schnapsgläsern)


Der überzeugendste Ermittler: Kommissar Herbert Keller verleitet den (un-)schuldigen Lehrjungen zum Rauchen
||||| ||||| Kommissar Herbert Keller (Erik Ode)
||||| ||||| Inspektor Walter Grabert (Günther Schramm)
||||| ||||| Inspektor Robert Heines (Reinhard Glemnitz)
||||| ||||| Kriminalhauptmeister Harry Klein (Fritz Wepper)
||||| ||||| Kriminalhauptmeister Erwin Klein (Elmar Wepper)

Besprechung 31: Episode 67 der TV-Kriminalserie, BRD 1973. Regie: Theodor Grädler. Drehbuch: Herbert Reinecker. Auf der Seite des Gesetzes: Erik Ode, Günther Schramm, Reinhard Glemnitz, Fritz Wepper, Helma Seitz. Unter Verdacht: Judy Winter, Werner Bruhns, Peter Carsten, Pierre Franckh, Eva Brumby, Renate Grosser, Marilene von Bethmann, Maria Brockerhoff u.a. Erstsendung: 28. Dezember 1973.

Mr Keeney Online




Beiträge: 1.363

04.02.2014 22:59
#448 RE: "Der Kommissar" (1969-1976), Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #447
Äußerungen, „Tod eines Buchhändlers“ sei nicht spannend, vermag ich nicht zuzustimmen. Es handelt sich um eine typische Grädler-Spannung, die sofort offenlegt, welcher Regisseur hier hinter der Kamera stand. In den Szenen im Kapp’schen Schlafzimmer macht sich eine krasse Angespanntheit bemerkbar, die das explizite Zeigen der Misshandlungen erübrigt, ohne an Intensität einzubüßen. Dadurch, dass diese häuslichen Probleme aber stets mit den Vorgängen in der Buchhandlung und im Hause Beyfuß kontrastiert werden, arten sie nie in zu unangenehme Momente aus. Die vielschichtige Rückblendenstruktur hilft, sich ein Bild vom Toten und seiner Beziehung zu den anderen Protagonisten zu machen, und lockert gleichzeitig den Ablauf der Ermittlungen auf, ohne die Polizisten zu sehr ins Hintertreffen geraten zu lassen, wie dies bei einem solchen Erzählmuster schnell passieren kann.

In der Tat stellt diese Folge für mich aus genau diesem Grunde auch eines der absoluten Highlights des Kommissars dar, eben weil hier die Handlung und die unterschwellige Rückblenden(an)spannung endlich einmal optimal und sich gegenseitig unterstützend nebeneinander herlaufen. Und wenn diese Mischung passt, und der Zweitakter so richtig auf Touren kommt, benötigt man gar keine künstlich aufgeblasene oder sonstwie extravagante Geschichte, um eine nachdrückliche Charakterfolge zu zimmern.
Bei "Landfolgen" ist der Kommissar einfach die ultimative Bank

Metropolis Offline



Beiträge: 26

07.02.2014 03:18
#449 RE: "Der Kommissar" (1969-1976), Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

Zitat von Georg im Beitrag #436
Wer die Box mit den 94 Folgen noch nicht hat: für 49,99 ist sie im Moment bei Weltbild.at zu haben!

Wieso 94 Folgen?
Es sind doch insgesamt 97 Folgen

Georg Offline




Beiträge: 3.244

07.02.2014 07:35
#450 RE: "Der Kommissar" (1969-1976), Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

Drei Folgen sind aus unterschiedlichen rechtlichen Gründen nicht veröffentlicht worden, zwei davon dürfen aber im TV wiederholt werden ("Der Mord an Doktor W.", "Anonymer Anruf", hier hatten sich der Regisseur bzw. dessen Nachkommen gegen die VÖ ausgesprochen), während "Das goldene Pflaster" immer noch aus einem anderen Grund gesperrt ist (Entlarvung des Täters führte zu Protesten).

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