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Dieses Thema hat 21 Antworten
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 Giallo Forum
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eastmancolor Offline



Beiträge: 2.382

08.03.2008 13:37
Der Mann ohne Gedächtnis (1974) Zitat · antworten

Der Film kommt von Koch Media:
Der Mann ohne Gedächtnis / L'uomo senza memoria

Wundert mich, dass noch niemand einen Thread hierzu eröffnet hat ...

kaeuflin Offline




Beiträge: 1.259

08.03.2008 17:39
#2 RE: Der Mann ohne Gedächtnis (1974) Zitat · antworten

Noch eine gute Nachricht - habe zwar die skandinavische DVD mit englischem Ton, werde diese aber trozdem kaufen (bei der Qualität von Koch erst recht!).

Ich eröffne immer Threads, wenn ich einen Film gerade wieder gesehen habe, und bei dem ist das schon eine Weile her, habe ihn aber als sehr gut in Erinnerung!

Und was Veröffentlichungen angeht, bekommst du es eh meist als Erster hier im Forum mit.

Peter

Happiness IS the road! (Marillion)

Fabrizio Maurizio Offline



Beiträge: 53

09.03.2008 00:11
#3 RE: Der Mann ohne Gedächtnis (1974) Zitat · antworten

Geil , da freu ich mich drauf, auch wenn's erst im Sommer soweit ist.

Hier schonmal der Coverentwurf:



Laut der Koch-Media-Seite soll es sogar extra produziertes Bonusmaterial geben; könnte mir vorstellen, dass es so ungefähr wie beim KILLER VON WIEN und MALASTRANA werden könnte.

Gruß
Dirk

Mike Pierce ( gelöscht )
Beiträge:

09.03.2008 12:50
#4 RE: Der Mann ohne Gedächtnis (1974) Zitat · antworten

Für Interessierte des Films, die kurz reinschauen wollen:


MfG
Mike

Joe Walker Offline




Beiträge: 742

09.03.2008 13:52
#5 RE: Der Mann ohne Gedächtnis (1974) Zitat · antworten

Danke für den Tipp, Mike. Allein der Gianni-Ferrio-Score ist mal wieder ein Fest. Freue mich schon sehr auf den Release.

Gruß
Joe Walker

Fabrizio Maurizio Offline



Beiträge: 53

09.03.2008 20:35
#6 RE: Der Mann ohne Gedächtnis (1974) Zitat · antworten

Zitat von Joe Walker im Beitrag #5
Allein der Gianni-Ferrio-Score ist mal wieder ein Fest.

Stimmt, als ich den Trailer gesehen habe, war das wieder eine Musik, die mir direkt in die Gehörgänge ging, sodass ich deshalb auch den OST geordert habe. Der reiht sich jetzt neben die OSTs von L'ucello dalle piume di cristallo, Profondo rosso, A doppia faccia, grüne Stecknadel, Blonde Köder für den Mörder, Vier Fliegen und Malastrana ein.

Gruß
Dirk

StefanK Offline



Beiträge: 899

15.05.2008 13:03
#7 RE: Der Mann ohne Gedächtnis (1974) Zitat · antworten

Die DVD ist übrigens mittlerweile für den 20.06.2008 angekündigt.

Fabrizio Maurizio Offline



Beiträge: 53

03.09.2008 13:41
#8 RE: Der Mann ohne Gedächtnis (1974) Zitat · antworten

Hab ich mir gestern angeschaut. Allein Senta Berger ist eine Augenweide in diesem Streifen und auch der restliche Stab ist toll besetzt. Der Score passt auch perfekt dazu.

eastmancolor Offline



Beiträge: 2.382

10.09.2008 10:06
#9 RE: Der Mann ohne Gedächtnis (1974) Zitat · antworten

Ich hoffe, meine DVD erreicht mich diese Woche.

kaeuflin Offline




Beiträge: 1.259

15.09.2008 18:58
#10 RE: Der Mann ohne Gedächtnis (1974) Zitat · antworten

Der Mann ohne Gedächtnis / L'uomo senza memoria

Nachdem in einem anderen Post geschrieben wurde, der Film wäre a) langatmig und b) kein Giallo, muss ich doch noch mal genauer darauf eingehen. Für mich zählt dieser Film - eben weil er sich von vielen anderen abhebt - zu den besten Giallos überhaupt! (Wobei ich Das Messer / Blutspur im Park noch eine Tick besser fand.) Er braucht weder viele Morde noch extreme Gewalt oder Einsatz von nackten Tatsachen, um über die gesammte Laufzeit zu unterhalten und eine Spannung aufzubauen, wie sie manch anderer Film nie erreicht.

Die Story erinnert fast ein einen Hitchcock-Film (natürlich ist sie anders umgesetzt): Die Hauptperson muss sich erinnern, um sein Leben und das seiner Frau zu schützen, und stellt dabei Dinge über seine Vergangenheit fest, die ihm überhaupt nicht gefallen ... Mehr will ich nicht verraten.

Die Schauspieler passen perfekt in ihre Rollen, die Aufnahmen sind unspektakulär, aber sehr stimmig und bauen ein Gefühl der Bedrohung auf. Das Erzähltempo bleibt eher langsam, aber der Film wird dabei nie langweilig. Schön ist es, Bruno Corazzari wiederzusehen (Das Rätsel des silbernen Halbmonds).

Wenn man unbedingt etwas kritisieren will, dann meiner Meinung nach, dass das Kind am Anfang zu oft auftritt.

Die deutsche DVD von Koch passt wunderbar zu Der Killer von Wien und Der Tod trägt schwarzes Leder - hoffentlich wird diese Serie fortgestetzt. Bisher nur Top-Filme und alle total verschieden!

Peter

Happiness IS the road! (Marillion)

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

15.09.2008 19:35
#11 RE: Der Mann ohne Gedächtnis (1974) Zitat · antworten

Zitat von kaeuflin im Beitrag #10
Für mich zählt dieser Film - eben weil er sich von vielen anderen abhebt - zu den besten Giallos überhaupt!

Dieser Beitrag enthält Spoiler.

Wie immer ist auch hier Film reine Geschmacksache. Nachdem ich diesen Film im Laufe der Jahre mir immer wieder ansah, wurde er nicht besser.

Die Story ist durchschaubar. Man weiß bereits zu Beginn bzw. ahnt es, was mit dem Doktor ist. Die Schauspieler sind nur italienischer Durchschnitt, dennoch kommen sie durch die gelungene Synchronisation etwas positiver daher. Senta Berger ist wie immer eine Augenweide, dennoch hat auch sie in anderen ausländischen Produktionen überzeugender gespielt. Der Film ist langatmig - dazu stehe ich auch weiterhin - und zieht sich von einer zur anderen Szene dahin. Dass nun alles, was aus Italien kommt, in die Kategorie Giallo eingereiht wird, stört mich zwar nicht, dennoch ist das übertrieben, denn dieser Film zählt für mich durchaus nicht in diese Kategorie, und wenn überhaupt, dann würde ich ihn jenseits der ersten 1000 Gialli einreihen.

Aber wie bereits zu Beginn geäußert, hat jeder seinen eigenen Geschmack. Und wenn ich alles nüchtern betrachte, stellt sich bei mir allmählich die Frage: Warum soll ich mir einen Film im Original zulegen, wenn ich eine vernünftige TV-Audzeichnung besitze? Nur damit mein Regal voller wird? Man kann sich allmählich bei der Vielzahl der Veröffentlichunen die Frage stellen: Wann soll man sich sein gesamtes Archiv ein zweites Mal ansehen? Das Erstsehen macht ja bereits Schwierigkeiten.

Aber nichts für ungut. Jeder muss selber wissen, welchen Film er sich in seinem Leben noch mehr als fünfmal ansieht, und dann entscheiden, ob er dafür Geld ausgibt. Jedenfalls gehört dieser Film für mich nicht dazu. Eventuell vielleicht DAS GEHEIMNIS DER DREI DSCHUNKEN, denn e-m-s hat sich für die DVD-Veröffentlichung dieses Films recht viel Mühe gegeben, obwohl er bereits in einer relativ vernünftigen Fassung im TV ausgestrahlt wurde.

Joachim.

P.S.: Ich habe mir aber dafür die Coplan-Verfilmung DER TEUFELSGARTEN zugelegt.

eastmancolor Offline



Beiträge: 2.382

16.09.2008 16:25
#12 RE: Der Mann ohne Gedächtnis (1974) Zitat · antworten

Den Gedächnis-Film integriere ich, obwohl er seine Schwächen hat, gerne in mein Regal, weil ich mir den bestimmt mal wieder ansehen oder ihn jemandem zeigen werde. Der Dschunken-Film ist auch nur Durchschnitt, hat aber für mich andere Werte, warum ich mir ihn in die Sammlung stelle.

Mit Abstand der beste von den drei genannten Filmen ist DER TEUFELSGARTEN! Absoluter Geheimtipp!

eastmancolor Offline



Beiträge: 2.382

16.09.2008 16:26
#13 RE: Der Mann ohne Gedächtnis (1974) Zitat · antworten

Zitat von kaeuflin im Beitrag #10
Die Schauspieler passen perfekt in ihre Rollen ...

Obwohl mich Senta in dem Film nicht stört, empfinde ich sie etwas fehlplatziert. Irgendwie sehe ich sie immer als Werbefrau für Faltencremes.

Gubanov Offline




Beiträge: 15.498

23.08.2012 10:45
#14 RE: Der Mann ohne Gedächtnis (1974) Zitat · antworten



Der Mann ohne Gedächtnis (L’uomo senza memoria)

Kriminalfilm, IT 1974. Regie: Duccio Tessari. Drehbuch: Ernesto Gastaldi. Mit: Senta Berger (Sara Grimaldi), Luc Merenda (Ted), Umberto Orsini (Daniel), Anita Strindberg (Mary Caine), Bruno Corazzari (George), Rosario Borelli (Polizist), Manfred Freyberger (Philip), Tom Felleghy (Dr. Archibald T. Wildgate), Duilio Cruciani (Luca) u.a. Uraufführung (IT): 23. August 1974. Uraufführung (BRD): 19. Juni 1975.

Zitat von Der Mann ohne Gedächtnis
Ted hat bei einem Unfall sein Gedächtnis verloren und findet sich ohne Hinweise auf seine Vergangenheit mit einem falschen Pass in London wieder. Offenbar war er in seinem bisherigen Leben in Verbrechen verwickelt, denn ein alter „Freund“ bedroht ihn mit einer Pistole und wird sogleich selbst umgelegt. Ted folgt einem Telegramm ins italienische Portofino, wo seine Frau Sara ihn vom Bahnhof abholt. Sind beide in eine perfide Falle getappt? Sie schweben bald beide in Lebensgefahr und in die Wohnung werden mehrere Einbrüche verübt ...


Wer Senta Berger noch immer nicht auf dem Zettel der begehrens- und bewundernswertesten Schauspielerinnen aller Zeiten hat, sollte dringend einen Blick auf das Kleinod „Der Mann ohne Gedächtnis“ riskieren. Für gewöhnlich gehöre ich nicht zu den Filmfreunden, die ihre Kost nach den darin auftauchenden Darstellern selektieren, aber bei Senta Berger werde ich beginnen müssen, Ausnahmen zu machen. Sara Grimaldi, wie sie für diesen Film getauft wurde, verkörpert – was Berger wohl auch heute noch zusagen müsste – eine selbstständige und patente Frau, die ihr Leben auch abseits ihres Ehemanns meistert, mit Einbrüchen und (viel schlimmer!) aufdringlichen Kindern im Handumdrehen fertig wird und nicht zuletzt allen ihren Handlungen eine elegant lächelnde und verständnisvolle Grazie verleiht.

Senta Berger ist es dann auch, die den Film im Wesentlichen trägt. Man mag für eine Umbenennung in „Die Frau, die dem Mann ohne Gedächtnis hilft“ plädieren, was den Inhalt noch trefflicher schildern und der Vorliebe von Giallo-Filmen für komplizierte Titelgebungen Rechnung tragen würde. Luc Merenda liefert als Mann ohne Vergangenheit eine solide, neugierig machende Vorstellung ab, was vor allem daran liegt, dass man ihm sowohl die nette als auch die verbrecherische Seite problemlos abnimmt. Ein markanter Cast, der aufgrund der relativ wenigen Hauptcharaktere breiten Entwicklungsspielraum für jeden einzelnen Charakter erhält, rundet das Ensemble mit Namen wie Bruno Corazzari, Duilio Cruciani und Umberto Orsini ab.



Oftmals wird gegen den „Mann ohne Gedächtnis“ der Vorwurf erhoben, der Film sei zu gemächlich und wäre nicht so spannend wie etwa „Das Messer“, das ebenfalls von Duccio Tessari gedreht wurde. Die von Anfang an glaubwürdige Symbiose aus Psycho-Thriller, Krimi und Beziehungsdrama erhält aber gerade vor diesem ruhigen und konzentrierten Hintergrund die richtige Würze. Sie wird auch von der eingängigen Schmeichelmusik von Gianni Ferrio unterstrichen, die auf virtuose Weise betont, dass der Film es nicht eilig hat und zu genussvollem Verweilen einlädt. Tessaris Opus badet förmlich in idyllischen Aufnahmen der Hafenstadt Portofino, in bunten, aber immer gut aufeinander abgestimmten Farben sowie einem steten Gefühl unbekannter Bedrohung. Und dass Spannung fehlt, kann angesichts des fabelhaften Finales, in dem, wie die DVD-Beschreibung so schön verkündet, „eine umwerfend schöne Senta Berger mit einer umwerfend lauten Kettensäge zu Gange ist“, auch niemand ernsthaft behaupten. Alles in allem dürfte der Kenner bemerken, dass „Der Mann ohne Gedächtnis“ filmisch dem „Messer“ im internen Tessari-Vergleich überlegen ist, auch weil sich sich „Gedächtnis“ beim wiederholten Sehen seine Stärken immer offensiver demonstriert.

Das einzige Manko besteht darin, dass durch die Synchronisation die Stimme des Täters bereits ein wenig vor der eigentlichen Enthüllung zu erkennen ist, wenngleich es sich dabei sicher nicht um die größte Überraschung der italienischen Filmgeschichte handelt. Diesen Schnitzer kann man dank der DVD-Umsetzung, die mit italienischem Originalton und deutschen Untertiteln ausgestattet ist, aber auch problemlos umgehen.

Stilvoll und bis ins letzte Detail durchgeplant überzeugt „Der Mann ohne Gedächtnis“, ein Giallo ohne Schmuddel und Exzesse, als Wohlfühlfilm mit Charme und Spannung. Er ist all jenen zu empfehlen, die mit kopfigen Krimiplots etwas anfangen können oder die einfach „lovely Senta“ in Aktion sehen wollen. 5 von 5 Punkten.



Die DVD von Koch Media besticht nicht nur durch das wie üblich gut erhaltene Bild, mit dem bereits andere DVD-Auswertungen des Films auf sich aufmerksam machten, sondern bietet zudem ein sehr gelungenes Rundum-Package. Das einfach, aber edel gestaltete Digipak enthält ein achtseitiges Booklet mit einem kurzen Text von Genre-Experte Christian Kessler (allerdings sollte man es der Bilder wegen erst nach dem Filmgenuss aufschlagen!). Auf der DVD selbst befinden sich neben dem auf Deutsch und Italienisch mit deutschen UTs vorliegenden Film auch eine kurze Interview-Featurette mit Luc Merenda, der – so will es die Ironie des Lebens – heute als Antiquitätenhändler seine Brötchen verdient, sowie ein englischer Trailer und eine Bildergalerie. Das perfekte Beiprogramm zu „Der Mann ohne Gedächtnis“, denn es bietet einerseits hübsche Zusatzstimulanzien, die die Sichtung abrunden, fällt aber andererseits auch verdaubar knackig aus.

Das sehr angenehme Seherlebnis hat das Giallo-Feuer wieder in mir auflodern lassen. Nicht nur überlege ich, nun auch die anderen noch ungesehenen Titel aus meiner Sammlung einmal etwas rascher zu begutachten, auch ist heute Morgen die Bestellung der UK-Disc von „Vier Fliegen auf grauem Samt“ herausgegangen. Vielleicht erreicht mich der Film sogar bis zur Gruppenrunde des Epigonen-Grandprix?

Blap Offline




Beiträge: 1.128

23.08.2012 14:56
#15 RE: Der Mann ohne Gedächtnis (1974) Zitat · antworten

Oh! Einer meiner Lieblinge! Erstaunlich, er gefällt auch dem geschätzten Herrn Gubanov, wo wir doch eher selten einer Meinung sind. Fast ein wenig schade, ich finde gegensätzliche Ansichten spannend.

***

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