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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 1.142 mal aufgerufen
 Film- und Fernsehklassiker international
Mike Pierce ( gelöscht )
Beiträge:

01.02.2008 14:01
Dracula im Schloss des Schreckens-Antonio Margheriti Zitat · Antworten
Nella stretta morsa del ragno

BRD,IT,FR

1971

Regie:Antonio Margheriti (Anthony M. Dawson)

Musik:Riz Ortolani

Kamera:Guglielmo Mancori,Sandro Mancori,Silvano Spagnoli

Darsteller:Anthony Franciosa,Klaus Kinski,Michele Mercier,Peter Carsten,Karin Field.

Inhalt:

Alan Forster (Anthony Franciosa) betritt eines Nachts ein Gasthaus. Dort schildert Edgar Allan Poe (Klaus Kinski) die Begegnung mit Vampiren in einem Schloss. Alan glaubt nicht daran und lässt sich auf eine Wette ein.
Diese beinhaltet,dass er für einige Zeit in dem Schloss alleine verweilen soll.
In Begleitung von Poe und Lord Thomas Blackwood ( Enrico Osterman),der ihm eine Waffe anbietet,fährt er nachts mit einer Kutsche Richtung Schloss. Lord Blackwood berichtete Alan kurz vorher,dass der Geist von Elisabeth (Michele Mercier) aus seiner Familie dort gesichtet wurde.
Alan wird von der Begleitung verlassen und befindet sich nun vor dem Schloss. Er tritt ein.
Noch hält er alles für ein Witz.
Aber er wird eines besseren belehrt. Er trifft dort Elisabeth (Ich lebe nur,wenn ich liebe) und verliebt sich in sie.
Nun muss er schreckliche Heimsuchungen und Quallen erleiden. Das führt dazu,dass er langsam wahnsinnig wird. Die Vampire greifen an.

Kann er mit Elisabeth aus dem Schloss fliehen?
Hat ihre Liebe eine Chance?

Eine Tür mit scharfen Spitzen wartet...... .

Mit diesem Film ist Antonio Margheriti,auch wenn es ein Remake seines eigenen Films "La Danza Macabra" von 1964 ist,ein ansprechender Horror-Farbfilm gelungen. Margheriti ist einer meiner Farvoriten. Er arbeitet in all seinen Filmen mit der immer beweglichen Kamera wunderbar zusammen.
Die Musik von Riz Ortolani ist schaurig bis schön. In "Sieben Tote in den Augen der Katze" benutzt er diese Musik in Teilen nochmal.
Klaus Kinski spielt wie immer gut.
Anthony Franciosa (Giftiger Schnee/Wild ist der Wind) ist besonders hervorzuheben. Er beweist hier sein schauspielerisches Können. Man steckt richtig in seiner Verzweifelung drinn.
Trotz einiger Schwächen (z.B. Tricks) mag ich den Film sehr. Überraschend auch das Ende.... .
Wie gesagt,ein für mich gelungenger Film.

Dieser Film lief schon öfter im TV. Leider ist diese Quallität sehr schlecht (Bildsprünge und starke Verschmutzungen).
Es ist zu vermuten,dass das gesamte Ausgangsmatterial des Films so schlecht ist.
Zwar freut man sich auch so,aber eine DVD-Veröffentlichung in besserer Quallität wäre wünschenswert.

Filmtipps Betreff Antonio Margheriti (Anthony M. Dawson):

"Satan der Rache" BRD/IT 1969 mit Klaus Kinski,Peter Carsten
"Der Diamantencoup" IT/USA/BRD 1978 mit Lee van Cleef,Karen Black
"Jäger der Apokalypse" IT 1980 mit David Warbeck,Tisa Farrow
"Höllenkommando zur Ewigkeit" IT 1982 mit David Warbeck,Annie Belle
"Fluch des verborgenen Schatzes" IT 1982 mit David Warbeck,John Steiner
"Im Wendekreis des Söldners" IT 1983 mit Giancarlo Prete,Antonio Marsina
"Jack the Snake - Die dunkle Macht des Sonnengottes" IT 1983 mit David Warbeck,John Steiner
"Die Jäger der goldenen Göttin" IT 1985 mit Christopher Connelly,Lee van Cleef

Noch ein Hinweis:
Trotz des Titels hat der Film nichts mit Dracula zu tun,handelt aber von Vampiren.
Georg Offline




Beiträge: 3.118

02.02.2008 19:29
#2 RE: Dracula im Schloss des Schreckens-Antonio Margheriti Zitat · Antworten

... hab diesen Film als sehr schwach in Erinnerung ...

nicht zu vergessen ist auch der unheimliche Margheriti-Film "Sieben Tote in den Augen der Katze" von 1973, der u.a. von Luggi Waldleitner produziert wurde.

Prisma Offline




Beiträge: 7.551

12.02.2012 17:59
#3 RE: Dracula im Schloss des Schreckens-Antonio Margheriti Zitat · Antworten

DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS (1971)




DARSTELLER:

ANTHONY FRANCIOSA
MICHELE MERCIER
KLAUS KINSKI
PETER CARSTEN
SILVANO TRANQUILLI
IRINA MALEEVA

und
KARIN FIELD


Edgar Allan Poe (Klaus Kinski), der Verfasser von Horror-und Gruselgeschichten behauptet, alle seine Erzählungen entsprechen der Wirklichkeit und es scheint, dass er nicht mehr unterscheiden kann, was sich tatsächlich in der Realität abspielt, oder nur in seiner Fantasie stattfindet. Der Journalist Alan Foster (Anthony Franciosa) sucht Poe in einem Pub auf, um ihn zu seinen Behauptungen zu interviewen. Er findet ihn in Gesellschaft von Lord Blackwood und in der Schnapslaune kommt es schließlich zu einer nicht alltäglichen Wette. Der Lord bietet Foster an, eine Nacht in seinem berüchtigten Schloss des Schreckens 'Providence' zu verbringen, er müsse es lediglich schaffen, diese zu überleben. Der Skeptiker nimmt trotz eindringlicher Warnungen an und sucht das Gemäuer auf. Dort geschehen seltsame Dinge, die er zunächst dem Zufall zuschreibt. Nach kurzer Zeit tauchen auch schon die seltsamsten Gestalten auf, wie die bildschöne Schwester des Lord Blackwood, Elizabeth (Michele Mercier) oder der dubiose Dr. Carmus (Peter Carsten). So dauert es schließlich nicht mehr lange, bis sich beängstigende Episoden im Schloss abspielen. Wird der zweifelnde Journalist diese Nacht lebend überstehen...?



Als großer Anthony M. Dawson-Fan habe ich mich natürlich unverzüglich auf diesen Film gestürzt, der die eindeutige Handschrift des Regisseurs trägt und viele bekannte und verlässliche Inhalte offenbart. Was gleich zu Beginn zu kritisieren ist, hat mit dem reißerischen Titel zu tun, denn "Dracula" hatte in diesem Streifen offenbar gerade wo anders eine Verpflichtung und wird in diesem Szenario nur von den Personen namentlich erwähnt. Lässt man es allerdings nur bei "Schloss des Schreckens", so hat man es tatsächlich mit einen recht aussagekräftigen Titel zu tun. Man findet sehr viele Parallelen zu anderen Werken des Regisseurs, das dunkle Schloss erinnert von der düsteren Atmosphäre her beispielsweise ein wenig an das gruselige alte Landhaus in "Schreie in der Nacht", auch die Musik lässt Gedankensprünge zu "Sieben Tote in den Augen der Katze" zu, die hier hauptsächlich identisch ist. Auch hat man es wie in diesen beiden genannten Filmen hier wieder einmal mit einer eiskalt wirkenden Dame zu tun (hier in Person von Karin Field), die genau wie Marianne Koch und Doris Kunstmann in manischen Anwandlungen und mit aller Gewalt um die schöne Protagonistin buhlte. Die Besetzung ist bei "Dracula im Schloss des Schreckens" hervorragend.

Anthony Franciosa, der den Journalisten und den Protagonisten spielt, vermittelt eine hohe Glaubwürdigkeit im Gesamtauftreten und passt sich den zu interpretierenden Situationen erstaunlich gut an. Aus seiner Leichtigkeit wird im Verlauf gefühlter Wahnsinn, den er ebenso stichhaltig zu vermitteln weiß. Ihm ist mit dabei zuzusehen, wie er in ein Netz aus Unwahrscheinlichkeiten gerät, außerdem in Geschehnisse, die sich ständig wiederholen und ihn langsam aushöhlen. Er verliebt sich (oder umgekehrt) in die Schlossherrin Elizabeth, die zunächst wie ein Gemälde erscheint und dann plötzlich Gestalt gewinnt. Michele Mercier wirkt geheimnisumwittert und nicht greifbar, sie setzt ungewöhnliche Kontraste. Ihre Darbietung ist angenehm geradlinig, wenn auch weniger spektakulär. Allerdings ist es gerade hier ihre optische Erscheinung, die Widersprüche aufkommen lässt und sie charakterisieren. Ihre strahlende Erscheinung erhellt förmlich die dunklen Gänge und Gemäuer, ihre vielen Großaufnahmen sprechen Bände von Makellosigkeit aber auch von Distanz. Peter Carsten liefert dem Protagonisten und dem Zuschauer anscheinend logische Erklärungen für die merkwürdigen Geschehnisse im Schloss, er vermittelt auch hier eine sehr beachtliche Präsenz und bleibt in Erinnerung. Klaus Kinski, der hier als Hauptrolle groß angekündigt ist, übernimmt nur einen kleineren Part am Anfang und am Ende des Films, als Edgar Allan Poe. In seinen wenigen Szenen vermittelt er wieder einmal einen großartigen Eindruck, und stellt seine Person zwischen Genie und Wahnsinn beängstigend real dar.

Einen extra Absatz widme ich der Österreicherin Karin Field, die ich im kleineren Ausmaß wirklich faszinierend finde. Sie greift erst ziemlich spät aktiv in das Geschehen ein, schwebt allerdings auch ohne ihr Auftreten wie ein dunkler, geheimnisvoller Schatten über dem Szenario, da Foster direkt nach seiner Ankunft im Schloss ein Gemälde mit ihrem Portrait ins Auge fällt, das sich manchmal zu verändern scheint. Ihre Julia wirkt hier regelrecht gespenstisch und sie wandelt mit harter Miene und steinernem Blick durch das Szenario, um Elizabeth permanent mit ihren Blicken zu fixieren. Sie bleibt auch die Einzige, die ihre Reize offen zur Schau stellen darf, sie wird zur gefährlichen Verführung. Karin Field schafft es, eine Traumgestalt zu kreieren und ohne große Effekte Rätsel aufzugeben. Ihre Szenen mit Michele Mercier sind sehr intensiv und geprägt von fordernden und abschätzigen Blicken, außerdem von forcierenden und hasserfüllten Dialogen, die die unheilvolle Situation unterstreichen. Ja, auf diese Karin Field habe ich lange gewartet!

Anfangs vermittelte der Film einen ziemlich unspektakulären Eindruck, da es fast ewig dauert, bis sich die Geschehnisse in konkreten Bildern und Zusammenhängen präsentieren. Dass Langeweile aufgekommen ist, wäre hier wirklich zu viel gesagt, aber die Szenenfolgen und ihre Schlüsselinhalte hätten ein bisschen straffer organisiert werden können. Tatsächlich dachte ich lange Zeit, dass nicht mehr viel passieren würde, aber es sind ein paar nette Twists bereitgehalten worden. Die auffälligsten Choreografien liefern dieses Mal nicht die Schauspieler selbst, sondern es ist die Kamera, welche die Personen präzise integriert und anscheinend jeden Winkel des gruseligen Gemäuers präsentieren möchte. Die Musik von Riz Ortolani passt wie gesagt wirklich gut, sogar einen Tic besser als in "Sieben Tote in den Augen der Katze" und trägt zur passenden Gesamtatmosphäre bei. Überhaupt kann man "Dracula im Schloss des Schreckens" als atmosphärisch dicht beurteilen, viele Gruselelemente und einige Horrorinhalte kommen zur Geltung. Die Tricktechnik, wie etwa das Verschwinden lassen von Personen wirkt dem gegenüber wenig originell oder ausgereift. Spannende Momente bündeln sich im letzten Drittel des Films, die erste Stunde verläuft deswegen fast schon zu behäbig. Insgesamt handelt es sich bei diesem Film um eine gelungene Unterhaltung, die nicht in einem voll gepackten Rundumschlag quer durch alle verfügbaren Genres gipfelt, sich dann streckenweise vielleicht doch zu genügsam präsentiert, da hätte man sich doch einiges mehr trauen dürfen. Wie dem auch sei, "Dracula im Schloss des Schreckens" hat mir persönlich gut gefallen und mich letztlich doch angenehm überrascht, und vor allem Karin Field begeisterte mich auf ganzer Linie. Die namentliche Erwähnung von "Dracula" hätte dieser Streifen überhaupt gar nicht nötig gehabt...

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.587

18.02.2012 15:24
#4 RE: Dracula im Schloss des Schreckens-Antonio Margheriti Zitat · Antworten

Ich finde es auch seltsam, wie manche Filmtitel ins Deutsche übersetzt werden. "Schloss des Schreckens" war als Titel schon besetzt ("The innocents" 1961 mit Deborah Kerr). Der italienische Titel lautet wortwörtlich übersetzt: "Im engen Schraubstock der Spinne", hätte sich vielleicht mit "In den Fängen der Spinne" vermarkten lassen können.
Welche der weiblichen Darstellerinnen ist mit der Spinne wohl gemeint?

Prisma Offline




Beiträge: 7.551

18.02.2012 15:29
#5 RE: Dracula im Schloss des Schreckens-Antonio Margheriti Zitat · Antworten

Zitat von Percy Lister
Welche der weiblichen Darstellerinnen ist mit der Spinne wohl gemeint?


Das kann doch nur Karin Field gewesen sein

Franco Offline



Beiträge: 33

29.01.2020 16:52
#6 RE: Dracula im Schloss des Schreckens-Antonio Margheriti Zitat · Antworten

Habe den Film sowie "Sieben Tote in den Augen der Katze" als recht spannend in Erinnerung. Hat jemand einen Tipp, welcher Film noch mit den beiden vergleichbar wäre?
Danke und LG F.

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