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Dieses Thema hat 10 Antworten
und wurde 1.550 mal aufgerufen
 Giallo Forum
Mike Pierce ( gelöscht )
Beiträge:

06.11.2007 18:20
Don't Torture a Duckling – Quäle nie ein Kind zum Scherz (1972) Zitat · antworten

Da hier auch manchmal von Gialli die Rede ist, wollte ich "Don't Torture a Duckling" hier mal vorstellen. Der Film ist von 1972, es spielen Thomas Milian und Barbara Bouchet mit. Es handelt sich um eine Giallo-Version von "Es geschah am hellichten Tag" mit Whodunit. Die Musik schrieb Riz Ortolani. Für mich ist es der allerbeste Film von Lucio Fulci, der ja sonst leider wegen seinen Splatterfilmen Kultstatus genießt. Er wollte mit diesem Film zeigen, wie aggressiv sich die Bevölkerung eigentlich untereinander verhält. Das ist ihm gelungen. Leider sind hier auch etwas heftigere Gewaltszenen zu sehen. Geht aber noch. Fazit: ein erschütternder und spannender Giallo!

Informationen gibt es auch bei OFDb oder Sense of View.

Mike Pierce ( gelöscht )
Beiträge:

06.11.2007 18:31
#2 RE: Don't Torture a Duckling – Quäle nie ein Kind zum Scherz (1972) Zitat · antworten

Die DVD kann man in englischer Sprache z.B bei Amazon.com erwerben. Fulci zeigt in diesem Film seine wirklichen Quallitäten. Die Musik von Ortolani sorgt für Nervenkitzel pur.

kaeuflin Offline




Beiträge: 1.259

20.02.2008 07:04
#3 RE: Don't Torture a Duckling – Quäle nie ein Kind zum Scherz (1972) Zitat · antworten

Ich habe die DVD schon länger. Toller Film mit guter Story, die leider heute noch genau so passieren könnte. Für Giallo-Fans Pflichtprogramm. 5 von 5 Punkten.

Peter

Happiness IS the road! (Marillion)

eastmancolor Offline



Beiträge: 2.346

20.02.2008 10:01
#4 RE: Don't Torture a Duckling – Quäle nie ein Kind zum Scherz (1972) Zitat · antworten

Ich zähle DON'T TORTURE A DUCKLING mit THE NIGHT TRAIN MURDERS zu den auch heute noch heftigsten Gialli des italienischen Kinos. Speziell DON'T TORTURE macht vor keinem Thema halt - Kindermord, Pädophilie, Gewalt, Drogen. Ein Film, der bedrückend lange nachwirkt!

Mike Pierce ( gelöscht )
Beiträge:

20.02.2008 11:09
#5 RE: Don't Torture a Duckling – Quäle nie ein Kind zum Scherz (1972) Zitat · antworten

Dieser Film geht wirklich unter die Haut. Thomas Milian, Florinda Bolkan und der leider viel zu früh verstorbene Marc Porel spielen sehr gut und eindringlich. Wie gesagt, gerade hier (in diesem Film) kann man sehen, dass Fulci im Stande war, große Filme zu machen. Das ist jedenfalls meine Meinung. Dieser Film wird für uns als Klassiker immer bestehen bleiben.

Zitat von kaeuflin im Beitrag #3
Für Giallo-Fans Pflichtprogramm.

Dem kann ich bedenkenlos zustimmen.

Viele Grüße
Mike

Konverter Offline



Beiträge: 70

26.05.2008 09:12
#6 RE: Don't Torture a Duckling – Quäle nie ein Kind zum Scherz (1972) Zitat · antworten

Gibt es eigentlich irgendeine Alternative zur US-DVD? Ich habe wirklich Interesse an dem Film, allerdings habe ich keinen regionalcodefreien DVD-Player.

Georg Online




Beiträge: 2.779

25.09.2011 21:03
#7 RE: Don't Torture a Duckling – Quäle nie ein Kind zum Scherz (1972) Zitat · antworten

Non si sevizia un paperino
Italien 1972

In einem fiktiven süditalienischen Bergdorf geht ein Kindermörder um. Die drei Zwölfjährigen Michele, Bruno und Tonino sind die Opfer. Die Polizei fasst mehrere "Täter", doch der richtige kann stets entkommen. Die Dorfbevölkerung reagiert hasserfüllt auf die Morde ...

Der italienische Originaltitel bedeutet ins Deutsche übersetzt "Man quält kein Gänslein". Lucio Fulcis Werk hätte ursprünglich in Turin im Arbeiterviertel unter den FIAT-Mitarbeitern spielen sollen. Kurios: Der Arbeitstitel war "Non si sevizia paperino", was doppeldeutig gewesen wäre, denn "Paperino" ist die italienische Bezeichnung von Donald Duck (hätte also bedeutet: "Man quält Donald Duck nicht"). Die Disney-Abteilung klagte prompt und verlangte, dass ein unbestimmter Artikel eingefügt wurde, um Ähnlichkeiten mit der Comicfigur zu vermeiden. Die Produzenten waren verärgert und druckten das Wort "un" ("ein") auf den ersten Plakaten schwarz ab, so dass es kaum zu lesen war, und nur der Arbeitstitel in Weiß erschien.

Wegen einer anderen Szene wurde Lucio Fulci vor Gericht geladen. In Italien war es damals verboten, Kinder in sexuell anrüchigen Szenen auftreten zu lassen. Barbara Bouchet liegt aber in einer Szene nackt vor einem Jungen, den sie seduktiv anspricht. Fulci gab an, dass die Szenen, in denen der Junge auftrat, ohne Barbara Bouchet gedreht wurden und dass in den Szenen mit Gegenschnitt ein Liliputaner an seine Stelle trat. Wer's glaubt ... Auf des Richters Frage, wie das Ganze bei der Synchronisation war, gab Fulci an, es wären schwarze Streifen über die Nacktszenen gelegt worden ...

Zurück zum Film: Die hier von allen gepriesene Musik von Riz Ortolani finde ich unterdurchschnittlich schwach und eintönig. Das Ambiente, die süditalienischen Berge, ist jedoch äußerst gelungen und atypisch für einen Giallo. Dadurch, dass die meisten Schauspieler, die die Dorfbewohner spielen, süditalienischen Dialekt (den der Basilicata) sprechen, wirkt alles noch authentischer. Einige Szenen hingegen wirken viel zu lang (z.B. die Szene, in der Florinda Bolkan von den Männern des Dorfes geschlagen wird), ein temporeicherer Schnitt hätte dem Ganzen sehr gut getan.

Insgesamt eine interessante Giallo-Variante, aber auch nichts Besonderes.

Regie: Lucio Fulci, Idee: Lucio Fulci, Roberto Gianviti, Drehbuch: Gianfranco Clerici, Lucio Fulci, Roberto Gianviti, Kamera: Sergio d'Offizi, Musik: Riz Ortolani, Produzent: Agostino Pane, Mit Tomás Milián, Florinda Bolkan, Barbara Bouchet, Irene Papas, Marc Porel, George Wilson u.a.

Janek Offline




Beiträge: 1.852

25.09.2011 23:27
#8 RE: Don't Torture a Duckling – Quäle nie ein Kind zum Scherz (1972) Zitat · antworten

Was? Die Musik ist doch mit das beste, was der Film zu bieten hat. Gerade diese hallenden Geigen sind eines seiner großen Stilmittel.

MfG
Janek

Blap Offline




Beiträge: 1.128

26.09.2011 08:55
#9 RE: Don't Torture a Duckling – Quäle nie ein Kind zum Scherz (1972) Zitat · antworten

Ein älterer Kurzkommentar aus dem Filmtagebuch des Todes:

Don't Torture a Duckling

Ein kleines Dorf auf Sizilien. Als ein pubertärer Bengel verschwindet, kommt Unruhe in die Dorfgemeinschaft. Bald erhält der Vater eine Lösegeldforderung per Telefon. Bei der Übergabe des Geldes wird der vermeintliche Täter von der Polizei gestellt. Es handelt sich um den allseits bekannten Dorftrottel, der die Ermittler kurz nach seiner Festnahme in den Wald führt. Dort findet man die verscharrte Leiche des Jungen, der Festgenommene leugnet die Tat jedoch mit Nachdruck, er habe den Jungen tot aufgefunden und anschließend vergraben. Scheinbar ist der Bursche tatsächlich unschuldig, denn ein weiteres Kind wird wenig später ebenfalls ermordet aufgefunden. Die Polizei geht verschiedenen Spuren nach, doch die Ermittlungen schreiten nur schleppend voran. Der Journalist Andrea Martelli (Tomas Milian) stößt bei seinen Nachforschungen auf die attraktive Patrizia (Barbara Bouchet), gegen die sich gewisse Verdachtsmomente ergeben. Der Arm des Gesetzes macht inzwischen Jagd auf Maciara (Florinda Bolkan), die nach ihrer Festnahme die Morde gesteht. Das Töten findet jedoch kein Ende, stattdessen beschwören die unklaren Umstände einen Akt grausamer Selbstjustiz herauf. Der oder die Täterin bleibt weiterhin unerkannt, bis Martelli zufällig auf einen Hinweis stößt ...

Der von mir sehr geschätzte Lucio Fulci wird oft auf seine Zombie- und Horrorfilme reduziert, durch die seit Ende der siebziger Jahre sein Bekanntheitsgrad rapide zunahm. Dabei hat der Regisseur noch weitaus mehr zu bieten - obwohl ich die Phase ab "Woodoo" natürlich sehr liebe -, war er doch z.B. auch in den Bereichen Giallo und Italowestern tätig, selbst Komödien gehen auf sein Konto. "Don't Torture a Duckling" (Non si sevizia un paperino, 1972) ist ein Giallo, der mit den typischen Elementen des Genres recht freizügig umgeht. So sind hier nicht scharfe Bräute die Opfer, in diesem Fall müssen Knaben vor ihren Schöpfer treten. Der Film ist herrlich fotografiert, die Landschaft kommt immer wieder zum Zuge, wunderschön! Das Erzähltempo ist angenehm gewählt, die Handlung schreitet konsequent voran, verfällt dabei weder in Trance noch in unangenehme Hektik. Die Besetzung ist ebenfalls erste Sahne, schauspielerisch setzt vor allem Florinda Bolkan ein dickes Ausrufezeichen. Barbara Bouchet sieht wieder umwerfend aus, der Zuschauer kommt angenehmerweise in den Genuss ihrer Reize. Tomas Milian - der zu meinen absoluten Lieblingen gehört - wird hier leider kaum gefordert, darf zu wenig Präsenz zeigen. Er spielt seine Rolle mit lockerer Routine, mehr nicht. Damit bin ich auch beim einzigen wirklich nennenswerten Schwachpunkt von "Don't Torture a Duckling" angekommen. Fulci hätte Bouchet und Milian weiter in den Vordergrund stellen sollen, hier wurde eindeutig einiges an Potential verschenkt (Nachtrag aus heutiger Sicht: Ich sehe es inzwischen anders, Milian und Bouchet gehen in der Handlung und Atmosphäre auf, Daumen hoch!)

Insgesamt ist "Don't Torture a Duckling" ein guter bis sehr Giallo (bzw. "Giallo-Verwandter"), der deutlich vom üblichen Strickmuster abweicht. Der ganz große Wurf ist der Film nicht, für Fans aber ohne Zweifel eine klare Pflichtveranstaltung, auch Einsteiger können hier durchaus ein Auge riskieren. Da bisher keine deutsche Auswertung des Films existiert, habe ich auf die US-DVD von Blue Underground zurückgegriffen. Die gebotene Qualität geht in Ordnung, leider gibt es nur ein paar Texttafeln als Bonus. Der moderate Preis entschädigt aber locker für die dünne Ausstattung, letztlich kommt es sowieso auf den Film an!

Gut bis sehr gut = 7,5/10

(Nachtrag: Eventuell ein wenig unterbewertet, es wird Zeit für die nächste Sichtung.)

***

Vom Ursprung her verdorben

StefanK Offline



Beiträge: 897

19.11.2014 23:17
#10 RE: Don't Torture a Duckling – Quäle nie ein Kind zum Scherz (1972) Zitat · antworten

Der Film soll 2015 in deutsch synchronisierter Fassung von '84 Entertainment veröffentlicht werden.

Gubanov Offline




Beiträge: 14.862

13.06.2017 16:15
#11 RE: Don't Torture a Duckling – Quäle nie ein Kind zum Scherz (1972) Zitat · antworten



Don’t Torture a Duckling – Quäle nie ein Kind zum Scherz
(Non si sevizia un paperino)


Kriminalfilm, IT 1972. Regie: Lucio Fulci. Drehbuch: Lucio Fulci, Roberto Gianviti, Gianfranco Clerici. Mit: Barbara Bouchet (Patrizia), Tomas Milian (Andrea Martelli), Florinda Bolkan (Maciara), Marc Porel (Don Alberto Avallone), Irene Papas (Dona Aurelia Avallone), Ugo d’Alessio (Polizeimarschall Modesti), Virgilio Gazzolo (Polizeikommissar), Antonello Campodifiori (Polizeileutnant), Vito Passeri (Barra), Georges Wilson (Francesco) u.a. Uraufführung (Italien): 29. September 1972.

Zitat von Don’t Torture a Duckling
Drei Kindermorde erschüttern ein süditalienisches Dorf. Trotz eines Großaufgebots verfolgt die Polizei mit schlafwandlerischer Sicherheit stets die falsche Spur: Zunächst verhaftet sie einen zurückgebliebenen Dorfbewohner und danach die als Hexe verschriene Außenseiterin Maciara. Weil sie trotz Schuldeingeständnisses wieder freigelassen werden muss, lässt der Dorfpöbel seinen Zorn an Marciana aus, die auf grausame Weise stirbt, während der wahre Mörder noch auf freiem Fuß ist und vielleicht bald ein weiteres Opfer fordert ...


Gialli sind dafür bekannt, gern die „neue Freiheit“ der beginnenden Siebzigerjahre auszunutzen, um empfindliche, zuvor tabuisierte Themen anzusprechen. Wenige Filme gehen dabei jedoch so in die Vollen wie Lucio Fulcis „Quäle nie ein Kind zum Scherz“, der Kindermorde, Voodoo-Kult, Selbstjustiz, Pädophilie, Kirchenkritik und polizeiliche Inkompetenz zu einer wild brodelnden Mischung verrührt, die dann folglich auch zum härteren Tobak des Genres gezählt werden darf. Fulcis Idee, die empfindlichen Themen mit einer pittoresken Dorfkulisse zu kombinieren, leistet ihren eigenen Beitrag zur Wirksamkeit des Films, denn die mit ländlichen Settings verbundene Rückständigkeit, Abgeschiedenheit und Voreingenommenheit verleiht der Geschichte von tödlichen Vorurteilen und falsch verstandener Loyalität zusätzliche Schärfe, die sich bei einem urbanen Giallo-Schauplatz in dieser Form nicht ergeben hätte. Auch verleihen die harmlos erscheinenden, hell strahlenden Sommeraufnahmen der düsteren Produktion einen besonderen Zynismus, der sich sonst nur noch in der ungewöhnlichen Figur von Barbara Bouchet wiederfindet.

Bei ihrer avantgardistischen Patrizia handelt es sich nicht um die übliche eindimensionale Frauenrolle, die italienische Filme der damaligen Zeit oft gern als schutzbedürftige Schönheit präsentierten. Fulci spielt in einer mutigen Szene, in der die nackte Patrizia eines der späteren minderjährigen Mordopfer zu verführen versucht, sogar willentlich mit den in anderen Gialli als Selbstzweck vorgeführten weiblichen Reizen und nutzt sie als zweifelhaften Schockeffekt. Die Szene, aus der nicht schlüssig hervorgeht, ob sich Patrizia einen wüsten Scherz erlaubt, unter Drogen steht oder einfach einen schlechten Charakter hat, berührt den Zuschauer ebenso unangenehm wie zahlreiche weitere Elemente im Film, sodass trotz nur zwei dezidiert brutaler Momente eine andauernde Aura des Abscheulichen über „Quäle nie ein Kind zum Scherz“ schwebt.



Der größte Unterschied zu anderen Gialli besteht darin, dass die Polizeiarbeit eine relativ zentrale Rolle einnimmt. Tatsächlich klärt sich die Frage, welcher Ermittler – einer der zahlreichen Polizisten oder der Reporter Andrea – die Oberhand bei den Nachforschungen gewinnen wird, erst recht spät im Film, dem es nur sekundär um eine Aufklärung des Mordrätsels geht. Fulci konzentriert sich lieber auf die plakativen Momente seines Films als auf dessen logischen oder stringenten Fortlauf, sodass manchmal das Tempo etwas zu wünschen übrig lässt und einige sonderbare Charaktere – die Dorfhexe Maciara und der Einsiedler Francesco – zu viel Rampenlicht erhalten, während die Mörderfigur verhältnismäßig blass bleibt.

Als besonders gelungen muss das spannungsgeladene Finale bezeichnet werden, das Fulci geschickterweise so gestaltete, dass man bis zum Letzten auf die Folter gespannt wird, wer das Mädchen mit der titelgebenden Entenpuppe nun eigentlich töten und wer es retten möchte. Ein obligatorischer Kampf, der mit einem blutigen Todesfall endet, welchen Fulci fünf Jahre später in „The Psychic – Die sieben schwarzen Noten“ fast 1:1 wiederverwenden würde, rundet das Geschehen sauber ab, sodass der Zuschauer zur wehmütigen Ortolani-Musik und einer überzeugenden Rückblenden-Erzählstimmen-Kombination zufrieden und aufgewühlt zugleich zurückbleibt.

Ob man deshalb formulieren kann, dass es sich hierbei um einen besonderen Genre-Höhepunkt handelt? Als einen typischen Film oder ein Aushängeschild würde ich „Quäle nie ein Kind zum Scherz“ gerade nicht bezeichnen – als eine mutige Ausnahmeproduktion, die unter Vornahme einiger kleiner Abstriche einige unbequeme Themen couragiert, aber auch überdramatisch anspricht, dagegen auf jeden Fall.

Es ist kein Wunder, dass Fulci sich für diesen Schocker-Giallo Ärger mit der Zensurbehörde einfing und dass der Film in Folge für lange Zeit eher als obskure Rarität galt. Seine Wiederentdeckung ist verdient, handelt es sich doch um ein überdeutliches Dokument des gewagten, modernen Zeitgeistes der damaligen italienischen Filmbranche. Hart und spannend ist die Produktion ebenfalls – auch wenn ihre Schonungslosigkeit manchmal etwas gewollt wirkt und sich negativ auf die Schlüssigkeit des Kriminalfalls auswirkt. Daher unterm Strich 4 von 5 Punkten.



Die DVD von Shameless Screen Entertainment (UK-Import): Bildqualitativ war ich von dieser Shameless-DVD ziemlich enttäuscht. Auch wenn sie das originale Scope-Bildformat einhält, so sieht der verwendete Print alt und unsauber aus, wobei die Farben stark schwanken und zwischenzeitlich entweder blass ausgewaschen oder total überdreht wirken, was gerade den eigentlich sicher schön konzipierten Landschaftsaufnahmen einen gewissen Abbruch tut. Immerhin überzeugt die DVD bei der übrigen Grundausstattung, die in einer Wahl zwischen englischem und italienischem Ton mit optionalen italienischen Untertiteln und dem üblichen auffälligen giallo-gelben Keepcase besteht, in dem sich ein achtseitiges Booklet mit einem lesenswerten Text zum Film von Stephen Thrower befindet. Leider ist darüber hinaus auf der Scheibe nicht viel los: Als einziges digitales Extra wird der Filmtrailer angeboten – für eine Scheibe, die als „Fan Edition“ beworben wird, ist das ein bisschen mager. Großer Pluspunkt des durchwachsenen Shameless-Pakets ist der im Vergleich zur deutschsprachigen Abzocke von ’84-Entertainment annehmbare Preis: Mit zirka 10 Euro bzw. Pfund ist man dabei – und die sollte der Film ohne Frage auch seinen Skeptikern wert sein.

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