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Dieses Thema hat 33 Antworten
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 James-Bond-007-Forum
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Jan Offline




Beiträge: 1.187

17.04.2017 11:47
#31 RE: Bewertet „Octopussy“ (13) Zitat · antworten

James Bond fährt bekanntlich in diesem Streifen eine anthrazitfarbene Alfa Romeo GTV6. Ein Auto aus der 2. Serie, wie es Alfa Romeo 1983 gerade auf den Markt gebracht hatte und hier mit Product Placement beworben hat. Kann jemand etwas zu dem Verbleib dieses (Dreh-)Autos sagen? Hintergrund: Ein Freund aus der Schweiz fragte, ob ein baugleiches Auto aufzutreiben wäre, weil das Classic-Center Schweiz in Safenwil im Herbst eine James-Bond-Ausstellung plant. Das Auto ist meiner Erinnerung nach (habe den Film länger nicht mehr gesehen) bei Außenaufnahmen in Deutschland und an dem Zirkus mit der Bombe zu sehen. Kann jemand hier sagen, ob der Zirkus in Deutschland stand oder in Pinewood gebaut wurde? Wenn letzteres, wäre es nämlich denkbar, dass Alfa sogar zwei Autos stellte. Hat jemand eine Idee, wie man den Verbleib des Autos herausfinden könnte? Kann natürlich sein, dass das Auto nach den Dreharbeiten an den Hersteller zurück gegangen ist. Dann ist das Ding sicher in der Presse gelandet.

Gruß
Jan

patrick Offline




Beiträge: 2.707

17.04.2017 13:32
#32 RE: Bewertet „Octopussy“ (13) Zitat · antworten

Zitat von Jan im Beitrag #31
Kann jemand hier sagen, ob der Zirkus in Deutschland stand oder in Pinewood gebaut wurde? Wenn letzteres, wäre es nämlich denkbar, dass Alfa sogar zwei Autos stellte. Hat jemand eine Idee, wie man den Verbleib des Autos herausfinden könnte? Kann natürlich sein, dass das Auto nach den Dreharbeiten an den Hersteller zurück gegangen ist. Dann ist das Ding sicher in der Presse gelandet.


@Jan Der Zirkus stand auf der Royal Air Force Station Upper Heyford nordwestlich von London beim Örtchen Upper Heyford in der Grafschaft Oxforshire. Zum Verbleib des Autos kann ich leider nichts sagen. Ich würde vielleicht mal im James-Bond-Forum nachfragen.

Jan Offline




Beiträge: 1.187

17.04.2017 18:27
#33 RE: Bewertet „Octopussy“ (13) Zitat · antworten

Zitat von patrick im Beitrag #32
Zitat von Jan im Beitrag #31
Kann jemand hier sagen, ob der Zirkus in Deutschland stand oder in Pinewood gebaut wurde? Wenn letzteres, wäre es nämlich denkbar, dass Alfa sogar zwei Autos stellte. Hat jemand eine Idee, wie man den Verbleib des Autos herausfinden könnte? Kann natürlich sein, dass das Auto nach den Dreharbeiten an den Hersteller zurück gegangen ist. Dann ist das Ding sicher in der Presse gelandet.


@Jan Der Zirkus stand auf der Royal Air Force Station Upper Heyford nordwestlich von London beim Örtchen Upper Heyford in der Grafschaft Oxforshire. Zum Verbleib des Autos kann ich leider nichts sagen. Ich würde vielleicht mal im James-Bond-Forum nachfragen.

Danke, Patrick. Dann wird es sehr wahrscheinlich sogar mehr Autos gegeben haben. Es sei denn, man hat die Szenen, die in Deutschland spielen sollen, auch in England gedreht. Ich muss mir das mal wieder ansehen. Der Tipp mit dem James-Bond-Forum ist gut. Ich werde mal nachfragen, wie wichtig denen das Original-Auto ist.

Gruß
Jan

Ray Offline



Beiträge: 642

01.07.2017 00:06
#34 RE: Bewertet „Octopussy“ (13) Zitat · antworten

James Bond 007 - Octopussy (Octopussy) (GB 1983)

Regie: John Glen

Darsteller: Roger Moore, Maud Adams, Louis Jourdan, Steven Berkoff, Kabir Bedi, Kristina Wayborn, Desmond Llewelyn, Lois Maxwell, Robert Brown, Walter Gotell, Douglas Wilmer u.a.



"Octopussy" wurde der 13. Bond-Film von Eon-Productions - würde die Unglückszahl zum schlechten Omen werden? Zunächst sah es so aus, denn Kevin McClory machte nach Jahren der Vorplanung ernst und ging das Remake von "Feuerball" an - mit keinem geringeren als Sean Connery in der Hauptrolle. Zudem zogen sich die Verhandlungen mit Roger Moore für eine Weiterbeschäftigung hin. Man probte bereits mögliche Nachfolger (James Brolin u.a.), doch kurz vor Produktionsstart sagte Moore dann doch noch zu. Am Ende konnte man durchatmen, schließlich hängte man das Konkurrenzprodukt "Sag niemals nie" an den Kinokassen ab - und darum geht es nun mal in erster Linie.

Die Meinungen zum Film gehen ähnlich wie bei "Moonraker" seit jeher auseinander. Was im Vergleich zum unmittelbaren Vorgänger "In tödlicher Mission" definitiv besser funktionierte, war der Cast. Mit Maud Adams traf man zwar keine kreative Wahl, da sie ja schon in "Der Mann mit dem goldenen Colt" am Start war, aber doch eine passende, insbesondere die Chemie mit Moore stimmte. Außerdem ist die Figur Octopussy selbst ungemein reizvoll, weil man nie so ganz weiß, auf wessen Seite sie nun steht. Überhaupt wurde die "Last des Bösen" wirkungsvoll auf verschiedene Schultern verteilt, so dass der Film insoweit weniger schablonenhaft daherkommt als andere. Louis Jourdan mimte den aalglatten, von Eigensucht durchtränkten Nutznießer Kamal Khan durchaus überzeugend. Gleiches gilt im Grunde für Steven Berkoff in der Rolle des General Orlov, wenngleich sein großer Auftritt noch folgen sollte, nämlich ein Jahr später als Fiesling im Mega-Hit "Beverly Hills Cop" mit Eddie Murphy. Aus Forums-Perspektive sollte noch der letztjährig verstorbene Douglas Wilmer Erwähnung finden, der in zwei Filmen der "Dr. Fun Man Chu"-Reihe Nayland Smith verkörperte und hier als Kunstexperte Jim Fanning Bond zu der Auktion begleitet.

Des Weiteren punktet der Film durch den Schauplatz Indien, eine eigene "Welt", die Bond bisher nicht bereist hatte. Hier bleiben vor allem die Verfolgungsjagd über die Märkte und durch die engen Gassen in Erinnerung. Action-Highlights sind darüber hinaus die Eröffnungssequenz und das Finale, die jeweils eindrucksvolle Flugzeug-Action beinhalten sowie die Szenen auf dem Zug, bei deren Umsetzung sich ein Stuntman schwer verletzte. Romanleser erfreuen sich zudem an dem Umstand, dass die Drehbuchautoren zwei Kurzgeschichten aus dem titelgebenden Band in etwas abgewandelter Form geschickt in die Handlung einbauten ("Octopussy": siehe das erste Gespräch zwischen Octopussy und Bond über ihren Vater; "Der Besitz einer Dame"; die Geschehnisse rund um die Auktion über das Fabergé-Ei).

Auch Moore-typische Eskapaden dürfen natürlich nicht fehlen, wobei sie hier ein Level erreichen, die sicher Anstoß zur Kritik ermöglicht (Tarzan-Rufe beim Entlanghangeln durch den Dschungel, Affen-Kostüm u.a.). Ob man dies zum Anlass nehmen muss, "Octopussy" zu den schlechteren Bond-Filmen zu zählen, darf jedoch bezweifelt werden. Zum Ausgleich dafür verzichtete man weitgehend auf Gadgets und übermäßige Unwahrscheinlichkeiten. Die überdurchschnittliche Lauflänge von 131 Minuten merkt man dem Film allerdings gerade in der zweiten Hälfte bisweilen an, das Tempo war in anderen Filmen sicherlich schon höher. Das zunehmende Alter des Hauptdarstellers kaschierte man dadurch, dass man Bond in nicht ganz so viele Faustkämpfe wie sonst verwickelte.

Der Titelsong "All Time High" von Rita Coolidge wirkt beim ersten Hören etwas unspektakulär, gewinnt mit der Zeit aber enorm und gehört insgesamt mit Sicherheit zu den besseren. Alles in allem ein in jeder Hinsicht durchschnittlicher Bond.


"Octopussy" genießt heute nicht den allerbesten Ruf, dabei gibt es weitaus schlechtere Bond-Filme. Die Konstellation rund um die Fieslinge hat ebenso ihren Reiz wie der Schauplatz Indien. Über die Humor-Eskapaden lässt sich im Einzelnen freilich streiten. Grundsolide 3,5 von 5 Punkten.

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