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Dieses Thema hat 23 Antworten
und wurde 1.334 mal aufgerufen
 James-Bond-007-Forum
Seiten 1 | 2
Lord Low Offline




Beiträge: 607

11.11.2017 19:48
#16 RE: Bewertet: "Goldfinger" (3) Zitat · antworten

Hier mal ein neuer Trailer von mir:

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.473

17.12.2017 14:25
#17 RE: Bewertet: "Goldfinger" (3) Zitat · antworten



BEWERTET: "Goldfinger" (Goldfinger) (Großbritannien 1964)
mit: Sean Connery, Gert Fröbe, Honor Blackman, Harold Sakata, Shirley Eaton, Tania Mallet, Bernard Lee, Cec Linder, Martin Benson, Austin Willis, Lois Maxwell, Bill Nagy, Michael Mellinger, Burt Kwouk, Desmond Llewelyn, Mai Ling u.a. | Drehbuch: Richard Maibaum und Paul Dehn nach dem Roman von Ian Fleming | Regie: Guy Hamilton

James Bond wird auf den englischen Geschäftsmann Auric Goldfinger angesetzt, der laut Informationen der britischen Regierung unlautere Edelmetallspekulationen betreibt. Nachdem ihm Geheimagent 007 zweimal eine Lektion erteilt hat, reist der cholerische Mann in die Schweiz, wo er einen Firmensitz unterhält. Dort ereilt Bond fast der Tod, einzig ein Bluff rettet sein Leben und Goldfinger nimmt ihn als Gast mit in die USA. Er soll Zeuge eines ausgeklügelten Verbrechens werden, eines Bankraubes mit verheerenden Nachwirkungen. Goldfinger will das Goldreserven-Depot der Vereinigten Staaten knacken und radioaktiv verseuchen....

"Goldfinger" ist sicher der bekannteste Film der Reihe, wartet er doch mit allen Zutaten auf, welche die Serie so erfolgreich gemacht haben. Sean Connery ist bester Spiellaune, balanciert elegant zwischen seinen waghalsigen Unternehmungen und den Momenten der Entspannung und bewahrt auch in tödlicher Gefahr Contenance und seinen trockenen Humor. Mit Gert Fröbe wird ihm ein Gegner präsentiert, der ein teuflisches Katz- und Mausspiel mit dem Geheimagenten betreibt und in ihm nicht nur eine Bedrohung seiner Geschäftsunternehmungen, sondern einen Konkurrenten bei der Gunst der Damen sieht. Rothaarig, korpulent und grob ist er sich sehr wohl bewusst, dass sein Umfeld ihn entweder fürchtet oder verabscheut. So resultiert seine Rache an Bond nicht nur aus dem Ärger über vermasselte Geldgeschäfte, sondern auch aus dem Neid auf dessen gutes Aussehen und den Erfolg bei den Frauen seiner Umgebung. Man täte ihm jedoch Unrecht, wenn man außer Acht lassen würde, dass sich Goldfinger mit seinen intelligenten Plänen durchaus mit Bond messen kann und er diesem Respekt abnötigt. Diese Tatsache ist umso bedeutender, da der Schurke sich auf einem bestimmten intellektuellen Niveau bewegen muss, um wirklich beeindrucken zu können. In Kombination mit dem Handlanger Oddjob gelingt es hier, Schrecken zu verbreiten, der markante Gesichter trägt und sich nicht nur aus einer Armee gleichförmiger Namenloser formt. Der Zweikampf zwischen Fröbe und Connery gestaltet sich zu einem besonderen Vergnügen, weil sich hier zwei Gegner aneinander messen, die eine Vergangenheit greifbar machen und nicht wie Abziehbilder wirken. Dieser Meinung waren die Produzenten nicht ohne Grund, sonst hätte man den Sachsen, der kaum Englisch sprach, nicht verpflichtet.



Die Ikone der Bond-Reihe wartet mit geflügelten Worten auf, mit Sprüchen, die legendär geworden sind und mit Bildern, die bei jeder Filmretrospektive gezeigt werden. Der Unterhaltungswert ist hoch, was daraus resultiert, dass es viel Abwechslung gibt und das Auge viele bunte Postkartenbilder zu sehen bekommt. Auch wenn es Momente gibt, in denen die Hauptfigur kurz Gefühle zeigt und über das Schicksal einer anderen Person betroffen ist (Tod von Tilly Masterson), so weichen diese Augenblicke rasch dem kontinuierlichen Fluss der Handlung, der alles mitreißt und keine Zeit für Sentimentalitäten lässt. Wie ein unheilvolles Gewitter brauen sich die Ereignisse zusammen, sobald Bond das Terrain seines Gegners betritt. Technische Spielereien sind dabei nicht das Vorrecht des Geheimagenten, auch Goldfinger schüttelt einiges aus dem Ärmel (Treffpunkt seiner Helfer aus Mafia-Kreisen) und demonstriert damit, dass er weit mehr kann als beim Kartenspiel zu betrügen. Das Finanzielle stellt gar nicht einmal die Hauptmotivation dar, primär geht es ihm darum, zu beweisen, dass mit ihm zu rechnen ist. Die vornehmen Kreise der englischen Oberschicht ignorieren ihn, nun sorgt er dafür, dass ihr Gesichtsausdruck mehr hergibt als ein gleichgültiges Hochziehen der Augenbrauen. Es ist ein Spiel, das er gewinnen will und muss, am Ende bleibt nur der Weg ins Exil - bezeichnenderweise in ein Land, das von der Weltmacht USA (und somit auch von Großbritannien) als Feind betrachtet wird. Auch hier liegt die Botschaft des Films: politisch unkorrektes Verhalten muss mit dem Tod (oder wenigstens lebenslanger Haft) bestraft werden. James Bond jedoch bleibt bescheiden, ein Dry Martini und ein Augenzwinkern reichen ihm vollkommen, um sein Lebensmotto zu unterstreichen.

"Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles": Vom Nazigold über Goldlackierung und verseuchte Goldbarren bis zur goldenen Harfe ist alles dabei, was einen spannenden und temporeich unterhaltsamen Film ausmacht. 5 von 5 Punkten

patrick Offline




Beiträge: 2.900

17.12.2017 14:38
#18 RE: Bewertet: "Goldfinger" (3) Zitat · antworten

Schön geschrieben. Du hast nur die goldene Shirley vergessen.

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.473

17.12.2017 14:45
#19 RE: Bewertet: "Goldfinger" (3) Zitat · antworten

Shirley Eaton war mit "Goldlackierung" gemeint - nicht der schicke Wagen von Goldfinger.

patrick Offline




Beiträge: 2.900

17.12.2017 14:46
#20 RE: Bewertet: "Goldfinger" (3) Zitat · antworten

Zitat von Percy Lister im Beitrag #19
Shirley Eaton war mit "Goldlackierung" gemeint - nicht der schicke Wagen von Goldfinger.


Okay, verstehe.

Ray Offline



Beiträge: 934

17.12.2017 15:05
#21 RE: Bewertet: "Goldfinger" (3) Zitat · antworten

Wieder sehr schön geschrieben. Freue mich schon auf deine Anmerkungen zu "Liebesgrüße aus Moskau". Generell scheinen dir die Filme bisher ja wirklich gut zu gefallen. Und wer weiß, vielleicht geben deine positiven Rückmeldungen auch Forumskollege @Gubanov den entscheidenden Anstoß, sich doch mal eingehender mit Bond auseinanderzusetzen?

Gubanov Offline




Beiträge: 15.215

17.12.2017 15:12
#22 RE: Bewertet: "Goldfinger" (3) Zitat · antworten

Da werde ich dir keine großen Hoffnungen machen: Ich lese die Berichte von @Percy Lister zu Bond gern, weil es für mich interessant ist, die Bondfilme hier nochmal aus der Perspektive eines Nicht-Profis beleuchtet zu sehen. Aber bereits der erste Bericht zu "Man lebt nur zweimal" - so gut er an sich auch gelungen ist - hat mich im Gegenteil nur gleich noch mehr davon überzeugt, dass Bond für die nahe Zukunft für mich erstmal keine interessante Perspektive ist.

patrick Offline




Beiträge: 2.900

17.12.2017 20:49
#23 RE: Bewertet: "Goldfinger" (3) Zitat · antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #22
Da werde ich dir keine großen Hoffnungen machen: Ich lese die Berichte von @Percy Lister zu Bond gern, weil es für mich interessant ist, die Bondfilme hier nochmal aus der Perspektive eines Nicht-Profis beleuchtet zu sehen. Aber bereits der erste Bericht zu "Man lebt nur zweimal" - so gut er an sich auch gelungen ist - hat mich im Gegenteil nur gleich noch mehr davon überzeugt, dass Bond für die nahe Zukunft für mich erstmal keine interessante Perspektive ist.


Die Reihe fängt ja nicht mit "Man lebt nur zweimal" an, der in meinen Augen der schwächste Bond der 60er-Jahre ist.

Dr. Oberzohn Offline



Beiträge: 42

07.04.2018 21:07
#24 RE: Bewertet: "Goldfinger" (3) Zitat · antworten

Goldfinger ist der einzige Bösewicht der Sechziger Jahre, der nicht irgendwie mit Blofeld zusammenhängt. Alleine deswegen ist der Film schon einzigartig !

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