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Wallacefreund Offline




Beiträge: 173

12.03.2015 14:40
#346 RE: Romane Zitat · antworten

Hallo zusammen,

möchte demnächst den Roman das indische Tuch lesen.Mir ist meine Version aus dem Anaconda Verlag abhanden gekommen. Hat jemand den Roman aus dem Anaconda Verlag schon gelesen und kann sagen, ob es sich hierbei umbdie gleiche Übersetzung wie im Goldmann Verlag aus dem Jahre 2000 handelt?

Gubanov Offline




Beiträge: 14.783

12.03.2015 21:25
#347 RE: Romane Zitat · antworten

Gut, dass du dich danach erkundigst. So komme ich einmal dazu, nachzusehen. Hatte vor ein paar Wochen "Das indische Tuch" in der Anaconda-Variante mitgenommen. Dort steht im Impressum, dass die Ausgabe auf der Goldmann-Fassung von 1961 basiert. Ich habe das einmal mit meiner Goldmann-Jubiläumsausgabe von 1990 verglichen und festgestellt, dass beide Texte identisch zu sein scheinen (26 Kapitel, gleiche Formulierungen und keine Änderungen bei Stichproben). Insofern sollte Anaconda auch mit Goldmann 2000 identisch (allerdings damit auch gegenüber dem Original und Übersetzungen wie der von Scherz gekürzt) sein.

Wallacefreund Offline




Beiträge: 173

12.03.2015 21:55
#348 RE: Romane Zitat · antworten

Danke für die Infos.Ich habe mir ein neues Exemplar von Anaconda bestellt.Kostet 3, 95 €.Da kann man nicht meckern.
Schade das Weltbild nicht alle Wallace -Romane herausgebracht hat.So muss ich Romane die nicht von Weltbild sind leider von Goldmann, Scherz und Anaconda lesen.Sind die alten Vorkriegsausgaben in altdeutscher Schrift?

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.275

13.03.2015 08:30
#349 RE: Romane Zitat · antworten

Zitat von Wallacefreund im Beitrag #348
Sind die alten Vorkriegsausgaben in altdeutscher Schrift?

Ein paar. Die meisten jedoch nicht. Wenn Du die Bücher neu kaufst, empfehle ich Dir, nach den Vorkriegsausgaben ausschau zu halten (z.B. Ebay, Booklooker) oder die Scherz-Bücher zu kaufen. Die anderen Nachkriegsausgaben sind meist alle gekürzt. Ausser natürlich die Weltbild-Sammler-Edition, wo ja nur die alten Goldmann-Romane in Fernost abgetipp wurden. Deshalb befinden sich in den ersten Ausgaben tlw. viele Rechtschreibfehler und fehlende Buchstaben usw.

Wallacefreund Offline




Beiträge: 173

13.03.2015 09:49
#350 RE: Romane Zitat · antworten

Danke für die Info, werde dann mal nach den Vorkriegsausgwben Ausschau halten.

Wallacefreund Offline




Beiträge: 173

19.03.2015 17:29
#351 RE: Romane Zitat · antworten

Kann mir jemand sagen ob der Roman der verteufelte Herr Engel eine Ahnlichkeit zu einem der Wallace-Filme
hat? Wusste bis vor kurzem gar nichts von diesem Roman?Gibt es eigentlich von den Romanen "die unheimlichen Briefe, der leuchtende Schlüssel
ungekürzte Vorkriegsausgaben?

Gubanov Offline




Beiträge: 14.783

19.03.2015 20:29
#352 RE: Romane Zitat · antworten

Antworten auf diese Fragen laut Wallace-Lexikon:

"Der verteufelte Herr Engel" = "Der Safe mit dem Rätselschloss" ~ "Die Gruft mit dem Rätselschloss" (siehe Harry Meyens immer wieder so gelobte Darstellung des Inspektor Angel ).

"Die unheimlichen Briefe" wurde 1924 zum ersten Mal übersetzt (Verlag Moewig & Höffner, dann Axia-, dann Aufwärts-Verlag). Ausgaben von vor 1961 tragen den Titel "Die verschwundene Million" (OT: The Missing Million). "Der leuchtende Schlüssel" erschien 1932 und 1938 unter dem bis heute verwendeten Titel bei Goldmann; es ist nicht davon auszugehen, dass die Vorkriegsausgabe mehr oder weniger bearbeitet ist als die frühen Auflagen anderer Romane.

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.275

20.03.2015 07:18
#353 RE: Romane Zitat · antworten

Zitat von Wallacefreund im Beitrag #351
Gibt es eigentlich von den Romanen "die unheimlichen Briefe, der leuchtende Schlüssel
ungekürzte Vorkriegsausgaben?

M. W. gibt's von allen Romanen Vorkriegsausgaben - die fast immer länger sind, als die Nachkriegsausgaben. Nur der Roman DER MANN MIT DEN ZWEI GESICHTERN wurde erst 1990 in Deutsch veröffentlicht. Hier handelt es sich um einen Fortsetzungsroman aus dem Jahr 1917, der seinerzeit im "The Grand Magazine" erschienen ist. Angeblich handelt es sich bei den Scherz-Büchern ebenfalls um ungekürzte Übersetzungen.

Wallacefreund Offline




Beiträge: 173

20.03.2015 08:32
#354 RE: Romane Zitat · antworten

Danke für eure Informationen und Hilfe.Echt schwierig an einige Titel aus der Vorkriegszeit heran zu kommen
z.B.Das indische Tuch, die verschwundene Million etc.Habe jetzt Louba der Spieler gekauft, da ich auf die gekürzten Romane irgendwie keine Lust habe.Aber wie gesagt, einige Titel sind sehr schwer oder z.Zt.gar nicht zu bekommen.

Gubanov Offline




Beiträge: 14.783

20.03.2015 12:59
#355 RE: Romane Zitat · antworten

Zitat von Edgar007 im Beitrag #353
M. W. gibt's von allen Romanen Vorkriegsausgaben

Diese Aussage ist etwas zu pauschal. Tendenziell waren die Vorkriegsübersetzer sehr tüchtig, aber deckten auch nicht jeden einzelnen Roman ab. Abzuziehen sind logischerweise alle Bücher, die nie in Deutschland erschienen, sowie die folgenden Titel, die erst nach dem Krieg in den deutschen Bücherregalen landeten:

• The Gaunt Stranger (EÜ als "Der Hexer" im Jahr 1983 [Scherz])
• The Green Pack (bearbeitet von Robert Curtis, EÜ als "Lotterie des Todes" im Jahr 1961 [Goldmann])
• The Man Who Changed His Name (bearbeitet von Robert Curtis, EÜ als "Der Mann, der seinen Namen änderte" im Jahr 1950 [Kiepenheuer])
• Red Aces (EÜ als "Mr. Reeder weiß Bescheid" im Jahr 1961 [Goldmann])
• The Shadow Man (EÜ als "Der Mann im Hintergrund" im Jahr 1960 [Goldmann])
• The Thief in the Night (EÜ als "Der Dieb in der Nacht" im Jahr 1960 [Goldmann])


und eben

• The Strange Lapses of Larry Loman (EÜ als "Der Mann mit den zwei Gesichtern" im Jahr 1990 [Goldmann])

sowie die zwei Romane, die als Wallace-Titel erschienen, an deren Autorenschaft aber Zweifel bestehen:

• On the Night of Fire (EÜ als "Der Lächler" im Jahr 1952 [Rota])
• Mr. Dodd and Mr. Dodgehill (EÜ als "Das Haus ohne Fenster" im Jahr 1952 [Demokratische Druck- und Verlagsg.])


Und um mit der Dame aus dem Hexer zu sprechen: "Kommen da noch mehr?"

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.275

20.03.2015 15:53
#356 RE: Romane Zitat · antworten

Richtig. Allerdings gab's von einigen Romanen deutsche Vorkriegsausgaben, die seitdem nie wieder erschienen sind, wie z.B. DER UNHOLD, DER MANN AUS DEM CARLTON, MR. SORGENFREI oder DAS BUCH DER ALLMACHT. Der Roman GEHEIME MÄCHTE erschien ja Anfang der 70er Jahre nochmals unter dem Titel DIE SEELE DES ANDEREN.

Wallacefreund Offline




Beiträge: 173

22.03.2015 20:34
#357 RE: Romane Zitat · antworten

Ich finde irgendwie bislang nur Vorkriegsausgsben die in altdeutscher Schrift sind, egal ob bei zvab oder booklooker.Gibt es vielleicht noch anderswo die Möglichkeit an die Romane zu kommen die nicht bei Weltbild erscheinen sind, aber ungekürzt und nicht in altdeutscher Schrift sind?

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.275

23.03.2015 07:06
#358 RE: Romane Zitat · antworten

Zitat von Wallacefreund im Beitrag #357
Ich finde irgendwie bislang nur Vorkriegsausgsben die in altdeutscher Schrift sind, egal ob bei zvab oder booklooker.Gibt es vielleicht noch anderswo die Möglichkeit an die Romane zu kommen die nicht bei Weltbild erscheinen sind, aber ungekürzt und nicht in altdeutscher Schrift sind?

Schau mal bei Ebay oder abebooks.de

Vandyke Offline



Beiträge: 34

18.04.2015 16:57
#359 RE: Romane Zitat · antworten

Meine Favoriten sind:
Der Hexer, Der Zinker, Zimmer 13, Großfuß, Der Banknotenfälscher, Die Bande des Schreckens, Der Mann, der seinen Namen änderte

Mr. Igle Offline




Beiträge: 68

22.04.2015 14:29
#360 RE: Romane Zitat · antworten

Meine Roman-Favoriten sind: Der Engel des Schreckens, Hands Up!, Treffbube ist Trumpf, Die toten Augen von London und Im Banne des Unheimlichen.

Ich bin auch gerade wieder voll in der Wallace-Lektüre drin und werde meine Eindrücke immer mal wieder hier schildern. Gerade habe ich Überfallkommando ausgelesen.


ÜBERFALLKOMMANDO, Original: The Flying Squad, 1927, dt. Übersetzung Überfallkommando von Hardo Wichmann für den Scherz Verlag, 1. Auflage 1986.

Inhalt:

Der mysteriöse Li Joseph gehört zu den unheimlichen Gestalten in London und residiert in dem düsteren Anwesen "Lady`s Stairs". Li Joseph spielt meisterhaft Violine und betätigt sich als Zwischenhändler der Unterwelt. Doch er hat Feinde. Als eines Tages der zwielichtige Mark McGill auf ihn anlegt, erwidert der ältere Mann nur: "Du kannst mich nicht umbringen, Mark! Ich werde zurückkehren." Zwei Schüsse ertönen und Li Joseph stürzt ins Wasser. Ein Jahr später berichtet man McGill, dass Li Joseph wieder in London aufgetaucht sei. McGill ist skeptisch, aber sein labiler Kumpan Tiser bekommt es mit der Angst zu tun. Auch Inspektor Bradley von Scotland Yard hat von Li Josephs Rückkehr gehört, glaubt allerdings ebenfalls nicht, dass Tote wieder auferstehen können. Als Leiter der Sondereinheit "Flying Squad" gedenkt er dem Spuk ein Ende zu bereiten…

Besprechung:

Wallace behandelt in dem Roman drei Handlungsstränge, die unmittelbar miteinander verknüpft sind. Das ist zum einen das Rätsel um Li Joseph, der sich offenbar rächen möchte, zum anderen die Dualität zwischen Inspektor Bradley und Anne Perryman, die ihn beschuldigt ihren Bruder getötet zu haben und zuletzt die Arbeit der "fliegenden Kolonne", die versucht den Drogenring, an deren Spitze Mark McGill steht, zu zerschlagen.

In der ersten Hälfte gelingt Wallace die Verknüpfung der Handlungsstränge sehr gut. Vor allem der Konflikt zwischen Inspektor Bradley und Anne Perryman, der besonders stark in der Auseinandersetzung im Gerichtssaal zur Geltung kommt, trägt die Handlung mühelos. Leider nutzt Wallace das Potenzial der Geschichte in der zweiten Hälfte des Buches nicht mehr sonderlich effektiv. Einige interessante Elemente der Handlung werden viel zu schnell aufgeklärt, sodass der Roman sich nach hinten raus doch ziemlich zieht und dem Leser keine großen Überraschungen mehr bieten kann. Immerhin kommt auf den letzten zehn Seiten, wenn die Ereignisse in "Lady`s Stairs" aufgelöst werden, doch noch mal etwas mehr Spannung auf.

Die Charaktere sind insgesamt etwas plastischer als in den meisten anderen Wallace-Werken ausgestaltet und beschrieben. Bradley stellt eine harte und doch verletzliche Persönlichkeit dar, Anne Perryman ist eine vielschichtigere und selbstbewusstere Frau als bei Wallace üblich und Li Joseph ein schillernder Vertreter jener morbid-zwielichtiger Gestalten, für deren Beschreibung der Altmeister eine besondere Raffinesse besaß. Einzig Drogenboss McGill kommt insgesamt etwas zu stereotyp und hölzern herüber. Ein eher langweiliger Standardgangster. Da gibt es im Gesamtwerk von Edgar Wallace deutlich bessere Bösewichter.

Fazit:

Ein Roman aus dem gehobenen Mittelfeld. Zwar ist das Werk mit interessanten Elementen und Charakteren ausgestattet, doch Wallace holt aus diesem Potenzial leider nicht das Optimum heraus. Die Möglichkeiten zur stärkeren Dramatisierung und Spannungssteigerung werden leider besonders zum Ende hin nicht konsequent genug genutzt. Ansonsten würde Überfallkommando wohl zu den allerbesten Wallace-Romanen zählen.

"Entspannen Sie sich, durch Hochspannung!"

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