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Count Villain Offline



Beiträge: 3.789

15.04.2017 10:09
#736 RE: Grand Prix Zitat · antworten

Zitat
Und natürlich möchte ich auch noch ein ganz persönliches Komplettranking vorlegen. Ganz frisch aus Mr Gerbear's ESC Sorter kommen folgende Resultate:



Den wollte ich allerdings auch mal ausprobieren. Werde ich bei Gelegenheit auch noch. Bin schon auf das Ergebnis gespannt und inwieweit es mit meiner "gefühlsmäßigen" Liste vom März übereinstimmt.

Die Ukraine hat ja ordentlich bei dir verloren. Die taugt jetzt nicht mehr als unser größter gemeinsamer Nenner. Was die Top-Positionen angeht, haben wir derzeit nur mit Blanche, DiHaj und Norma John Überschneidungen.

Zitat
Daher verwundert es mich fast schon, dass du, @Count Villain, als ewiger Verfechter der Underdogs Semi 1 so deutlich als das stärkere einschätzt.



Deshalb schrieb ich auch "für mich". Ich bin schließlich auch nur für Underdogs, wenn mir deren Beiträge gefallen.

Zitat
Ebenso muss ich leider auch bei meiner zwischenzeitlichen Meinung bleiben, dass 2017 kein besonders starker ESC-Jahrgang ist. Es sind zwar viele gute Lieder dabei, aber ich finde, dass das Spaltpotenzial wieder deutlich gestiegen ist. In den letzten zwei, drei, vier Jahren haben mich nicht so viele Lieder aufgeregt / abgestoßen wie 2017. Das Mittelfeld finde ich dieses Jahr erstaunlich klein; love it or hate it ist bei mir Motto der Saison. Ist ja auch nicht schlecht im ESC-Kontext ...



Das finde ich beneidenswert. Ich wünschte, meine Wahrnehmung wäre ähnlich, dann wäre das Erstellen eines Rankings für mich auch wieder einfacher.

Gubanov Offline




Beiträge: 14.586

15.04.2017 14:41
#737 RE: Grand Prix Zitat · antworten

Mit dem Ranking habe ich nie sonderliche Probleme und könnte wahrscheinlich jeden Tag ein anderes aufstehen. Der Duell-Sortierer vereinfacht die Angelegenheit nochmal zusätzlich, ist sehr zu empfehlen (Russland wurde dort mittlerweile rausgenommen).

Ich hoffe ja, dass mir dieses Jahr das ESC-Glück endlich hold ist und mein Platz-1-Favorit endlich gewinnt, nachdem es letztes Jahr so knapp war. Italiens größte Konkurrenten dürften wohl Schweden und Bulgarien werden - es sei denn, es kommt noch ein Last-Minute-Überraschungsfavorit wie 2014.

Marmstorfer Offline




Beiträge: 7.282

15.04.2017 19:33
#738 RE: Grand Prix Zitat · antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #722
Es tut mir für Levina echt Leid, dass sie mit so einem inkompetenten Team zusammenarbeiten muss. Für sie hoffe ich, dass sie ein paar Punkte zusammenkratzen können wird - für den NDR und vor allem Thomas Schreiber hoffe ich, dass es einen dritten 26. Platz in Folge für Deutschland geben wird - vorzugsweise mit nil points, damit endlich einmal ernstliche Konsequenzen (und damit meine ich in erster Linie auch personelle und nicht die 27. Verschlimmbesserung des Auswahlverfahrens) gezogen werden.



Ja, bitte! Der ESC macht einfach mehr Spaß, wenn man mit dem deutschen Vertreter mitfiebern kann. Seitdem Raab nicht mehr mitmischt, wird es jedes Jahr schlimmer - mit dem negativen Höhepunkt, dass man 2017 einen Song ausgewählt hat, der in der Bevölkerung nahezu unbekannt ist und nicht einmal ein kleiner Charthit war - eine Woche auf Platz 28 und dann komplett raus aus den Top 100. So kann natürlich nicht einmal ansatzweise so etwas wie Euphorie entstehen, wie es bei Guildo Horn, Wadde hadde dudde da, Max Mutzke und Lena 2010 der Fall war. Deren Beiträge reüssierten zuerst überaus erfolgreich in den nationalen Hitlisten - und stießen dann auch in Europa auf Wohlgefallen. Einzige Ausnahme der letzten 20 Jahre: Texas Lightning mit "No no never". Hierzulande ein unfassbarer Hit (Platz 1, Platin, 38 Wochen in den Charts (!)), reichte es beim ESC nur zu Platz 15. (Ohne Raab also kein ESC-Erfolg. ) Schreiber ist heillos überfordert; die größten Erfolge unter seiner Ägide wurden gefeiert, wenn er möglichst wenig mit der Planung und Entscheidungsfindung des Vorentscheids zu tun hatte und Raab diese Aufgaben übernahm - insofern bleibt es die größte Leistung Schreibers, dass er immerhin die Größe hatte, Hilfe von außen anzunehmen (wofür er sich allerdings auch ausgiebig feiern ließ). Ein radikaler Neustart ist zwingend erforderlich; vielleicht sollte man innerhalb der ARD die Zuständigkeit neu vergeben und dem NDR mal eine Pause gönnen - und das sage ich als Norddeutscher. Trotz allem ist die ESC-Begeisterung hierzulande unverändert hoch (da genügt ein Blick auf die Quoten) - gerade auch beim jungen Publikum. Es muss doch möglich sein, dass wir mal wieder mit einem Knallersong ins Rennen gehen, der zumindest nicht so chancenlos ist, wie der diesjährige Beitrag.

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.388

16.04.2017 13:22
#739 RE: Grand Prix Zitat · antworten

Wenn zwei sich streiten, braucht es noch eine dritte Meinung.... Unter den diesjährigen Beiträgen haben sich einige Favoriten herauskristallisiert, während manche belanglos und im schlimmsten Fall nervtötend oder nichtssagend sind.

Außer Konkurrenz steht Francesco Gabbani, der mit seinem Video gerade die 90-Millionen-Marke auf YouTube geknackt hat. "Occidentali's Karma" mögen jene, die Originalität und Niveau schätzen und zudem ein Gespür für gutes Entertainment haben. Darüber hinaus favorisiere ich die schwermütigen, sich teils in selbstmörderischer Absicht inszenierenden Künstler mit ihren hintergründigen Botschaften. Ob es zwischen Dark-Video und Liveauftritt zu Diskrepanzen kommen wird, zeigt sich erst in Kiew, ist aber bei einigen introvertierten Sängern durchaus zu erwarten.

Meine Rangliste:

- Platz 1 * Italien
Der Mann mit dem Gorilla kommt nicht aus Soho, sondern aus Carrara und bewegt sich weitaus eleganter als sein Kollege aus dem Edgar-Wallace-Kosmos. Eingängige Melodie, temporeich und optisch ansprechend durch Exzentrizität ohne geschniegeltes Schnöselgehabe (siehe Schweden).

- Platz 2 * Estland
Wie man ein Achtziger-Jahre-Stück modern inszeniert, sollte sich San Marino an den wieder einmal genialen Esten abschauen. Tragischer Power-Song, sehr gut gesungen, geht nach dem ersten Hören ins Ohr. Die Balten beweisen wieder einmal, dass mit ihnen zu rechnen ist und sie nach 2001 (einer der grauenvollsten Siegerbeiträge) endlich wieder einmal ganz oben stehen sollten.

- Platz 3 * Finnland
So ein Lied wünschte man sich für die eigene Beerdigung. Düsteres Video, glasklare Stimme und eine Schwarzdrossel, die den Tod überbringt. Wunderbar traurig und pathetisch, überzeugt mit seinem Minimalismus hoffentlich auch das Publikum.

- Platz 4 * Island
Stringent und nachdrücklich rückt sich die aufwendig gestylte Sängerin ins Bewusstsein ihrer Zuhörer. Eine starke Frau, die eine unglaubliche Präsenz besitzt. Wieder Ankänge an die Achtziger Jahre mit einem feierlichen Refrain.

- Platz 5 * Slowenien
Sehr gut gesungen, unprätentiös, betrachtet das Singen als ernstzunehmendes Handwerk. Sollte keine Probleme haben, sich fürs Finale zu qualifizieren.

- Platz 6 * Großbritannien
Auch hier - wie bei den Niederlanden - hintergründige Botschaft, sauber vorgetragen. Eignet sich gut für den großen Auftritt. Stimme hallt besonders lange nach.

- Platz 7 * Mazedonien
Eva Renzi 2.0. Prisma mag es abstreiten, aber Jana Burcheska erinnerte mich sofort an die Schauspielerin, die sich im Alter an die ausgelassenen Tänze ihrer Jugend erinnert - wieder eine Hommage an die Vergänglichkeit und die Schattenseiten des Lebens.

- Platz 8 * Malta
Der Rückwärtsgang, den das tiefgründige Video einlegt, weist erneut auf Zerstörung und Tod hin, während die Sängerin zeigt, dass eine volle Stimme einen harmonischen Klangkörper braucht und nicht zwischen den Rippen eines Hungerhakens hervorgepresst werden kann.

- Platz 9 * Belgien
Ungewöhnliche Gänsehaut-Stimme, unheilvolle Atmosphäre, die jedoch auf einer großen Show-Bühne schwierig zu transportieren sein wird.

- Platz 10 * Frankreich
Typisch französisch würde man sagen, wenn Alma nicht den Fehler gemacht hätte, Englisch in ihr "Requiem" zu mischen. Dennoch einer der besten und wenigen positiven Beiträge. Man spürt das Baguette-Flair und meint, man müsste sich gleich einen Strauß Veilchen kaufen.

Ins Horrorkabinett des ESC gehören die Beiträge aus Moldau, Litauen, Lettland, Rumänien, Norwegen, Ukraine und Spanien. Portugal besticht durch seinen Fünfziger-Jahre-Charme, Australien singt recht nett, Ungarn ist folkloristisch interessant unterwegs und Weißrussland ein sympathisches "Cake-to-bake"-Pärchen, das den gesuchten Optimismus des finsteren Jahrgangs repräsentiert. Kroatien gebührt wegen des Solo-Duetts ein großes Lob, ebenso dem montenegrinischen Beau, der sich im Gegensatz zu Robin jedoch augenzwinkernd inszeniert. Als besonders übel betrachte ich die skandinavische Baukasten-Beiträge-Connection aus Schweden und Dänemark, wobei der Schmierant und seine blonde Kollegin sicher wichtige Jury-Punkte holen können - allein, weil sie aus den "richtigen" Ländern kommen.

Count Villain Offline



Beiträge: 3.789

16.04.2017 17:17
#740 RE: Grand Prix Zitat · antworten

Wenn Italien nicht auf deinem Platz 1 wäre, müsste man sich ja glatt Sorgen um dich und dein seelisches Gleichgewicht machen, Percy Lister.

Zitat von Percy Lister im Beitrag #739
"Occidentali's Karma" mögen jene, die Originalität und Niveau schätzen und zudem ein Gespür für gutes Entertainment haben.


Dann bin ich unoriginell, niveaulos und habe absolut kein Gespür, jetzt kommt es heraus. Wobei das teilweise wohl tatsächlich zutreffen mag. Meine Nummer 1 ist in diesem Jahr nicht sehr originell, eher im Gegenteil. Gespür möchte ich mir jedoch zuschreiben, denn ich erkenne durchaus, dass Italien da einen sehr, sehr starken Beitrag am Start hat. Er trifft halt nur nicht hundertprozentig mein "Niveau", oder besser: meinen persönlichen Geschmack.

Ich habe den gestrigen Tag und Abend im Übrigen damit verbracht, meine Rangliste auch mal anhand des Eurovision Sorters zu erstellen. Die Beiträge habe ich mir dabei anhand der Videos wieder ins Gedächtnis gerufen, bzw. später bei einzelnen Duellen auch mal kurz Audio-Ausschnitte angehört. Im Groben und Ganzen ist meine Liste so geblieben, aber einige signifikante Änderungen haben sich dennoch seit letztem Monat ergeben (ich habe die Duelle schließlich nicht anhand meines alten Rankings entschieden).

Die größten Sprünge nach vorne haben die beiden Bubenballaden Irland und Bulgarien vollzogen. Darunter zu leiden hatte allerdings der dasselbe Genre bedienende Australier, der stattdessen etwas in meiner Gunst gesunken ist. Dass Irland jetzt in meiner Top Ten ist, hat mich beim Betrachten des Sorter-Ergebnisses selbst überrascht (ebenso wie das gute Resultat für Deutschland). In "Beautiful mess" habe ich mich allerdings in den letzten Tagen ein bisschen verliebt, der rüttelt jetzt tatsächlich heftig an Schwedens Stuhl. Ansonsten haben in meiner Top Ten noch Belgien und Frankreich die Plätze getauscht. Und es sind jetzt auch drei Beiträge aus dem zweiten Semi darin.

Bei den Frauen-Balladen haben sich Großbritannien und Georgien (bleibt doch irgendwie mein heimliches Guilty Pleasure dieses Jahr) zu Lasten der Polin hochgearbeitet.

Boden gut gemacht haben des weiteren Schweiz, Rumänien (ist und bleibt Trash, allerdings doch einer der unterhaltsameren Sorte) und Island. Gepurzelt sind Armenien, Lettland und Norwegen. Ich war gestern wohl in keiner besonders experimentellen Stimmung.

Am schlimmsten getroffen hat es allerdings Portugal: Satte 23 Plätze hat diese reaktionäre musikalische Ödnis verloren. Aber wer weiß, vielleicht kommen auch noch mal bessere Tage. Zwischenzeitlich hatte ich dem Beitrag schließlich durchaus etwas abgewinnen können.

Semi 1
Semi 2
Finale

Schweden
Bulgarien
Belgien
Zypern
Frankreich
Ukraine
Aserbaidschan
Ungarn
Irland
Finnland
Estland
Spanien
Großbritannien
Armenien
Georgien
Deutschland
Österreich
Australien
Weißrussland
Schweiz
Tschechien
Rumänien
Polen
Lettland
Mazedonien
Italien
Israel
Island
Serbien
Montenegro
Dänemark
Albanien
Slowenien
Norwegen
San Marino
Portugal
Niederlande
Malta
Litauen
Griechenland
Moldawien
Kroatien

Gubanov Offline




Beiträge: 14.586

16.04.2017 20:25
#741 RE: Grand Prix Zitat · antworten

Zitat von Marmstorfer im Beitrag #738
Schreiber ist heillos überfordert; die größten Erfolge unter seiner Ägide wurden gefeiert, wenn er möglichst wenig mit der Planung und Entscheidungsfindung des Vorentscheids zu tun hatte und Raab diese Aufgaben übernahm - insofern bleibt es die größte Leistung Schreibers, dass er immerhin die Größe hatte, Hilfe von außen anzunehmen (wofür er sich allerdings auch ausgiebig feiern ließ).

Das stimmt letztlich, wenn man sich die Platzierungen ansieht, auch wenn ich grundsätzlich skeptisch bin, alle guten Ergebnisse immer nur an der einen Person Raab festzumachen. Da spielten mehrere Faktoren eine Rolle, u.a. die ganzen Senderverantwortlichkeiten im Hintergrund.
Zitat von Marmstorfer im Beitrag #738
Ein radikaler Neustart ist zwingend erforderlich; vielleicht sollte man innerhalb der ARD die Zuständigkeit neu vergeben und dem NDR mal eine Pause gönnen ...

Ganz genau, aber ... Zum Einen stelle ich mir die Frage, wer diesen Neustart überhaupt veranlassen sollte / könnte. Pessimistisch betrachtet denke ich, dass Schreiber auf seinem Posten auch durch schlechte Ergebnisse nicht in Gefahr ist. Die allgemeine Aufwertung des Wettbewerbs ist bei den höheren Stellen von ARD bzw. NDR noch nicht wirklich angekommen und das unmittelbare Eurovisionsteam ist eine jährlich wiederkehrende Mischpoke, die es sich auf ihren Pöstchen gemütlich gemacht hat. Zum Anderen ist nicht unbedingt gesagt, dass es durch einen Senderwechsel besser wird. Ich möchte z.B. nicht sehen, dass die Verantwortlichkeit wieder zum MDR zurückwechselt und wir ab 2018 jedes Jahr Schlager schicken (ja, ich kann mir denken, dass du das anders siehst ). Das einzige wirkliche Innovationspotenzial innerhalb des ARD-Apparats traue ich den kleinen Spartenkanälen zu. Aber dann würde der ESC hierzulande weiter an medialer Bedeutung verlieren und das Budget sich empfindlich verringern.
Zitat von Count Villain im Beitrag #740
Dann bin ich unoriginell, niveaulos und habe absolut kein Gespür, jetzt kommt es heraus.

Eine Zwangsverpflichtung, den Favoriten zu mögen, gibt es nicht - ich hatte die Top-Songs selbst schon oft genug ganz weit unten in meinen Hitlisten. Und mit Schweden und Bulgarien stehen ja bei dir die beiden Lieder ganz oben, die neben Italien am höchsten gehandelt werden, ebenso wie die Belgierin.

Wo wir wieder bei der großen Listenführung sind: @Percy Lister und ich haben im März schonmal ein gemeinsames Voting durchgeführt und sind damals zu folgender kombinierter Komplettrangliste gekommen:

Platz 01: Italien
Platz 02: Estland
Platz 03: Island
Platz 04: Mazedonien
Platz 05: Großbritannien
Platz 06: Finnland
Platz 07: Belgien
Platz 08: Weißrussland
Platz 09: Schweiz
Platz 10: Kroatien

Platz 11: Montenegro
Platz 12: Aserbaidschan
Platz 13: Frankreich
Platz 14: Slowenien
Platz 15: Bulgarien
Platz 16: Irland
Platz 17: Malta
Platz 18: Ukraine
Platz 19: Niederlande
Platz 20: Polen

Platz 21: Ungarn
Platz 22: Norwegen
Platz 23: Österreich
Platz 24: Griechenland
Platz 25: Georgien
Platz 26: Russland
Platz 27: Portugal
Platz 28: Israel
Platz 29: Tschechien
Platz 30: Dänemark

Platz 31: Spanien
Platz 32: Deutschland
Platz 33: Schweden
Platz 34: San Marino
Platz 35: Serbien
Platz 36: Australien
Platz 37: Zypern
Platz 38: Albanien
Platz 39: Rumänien
Platz 40: Lettland

Platz 41: Armenien
Platz 42: Moldau
Platz 43: Litauen

Count Villain Offline



Beiträge: 3.789

16.04.2017 21:29
#742 RE: Grand Prix Zitat · antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #741
Wo wir wieder bei der großen Listenführung sind: @Percy Lister und ich haben im März schonmal ein gemeinsames Voting durchgeführt und sind damals zu folgender kombinierter Komplettrangliste gekommen:


Hast du die Einzelwertungen auch noch? Dann könnte man meine Liste ebenfalls mit hereinrechnen.

Bezüglich Italien ist das auch ein ganz merkwürdiges Gefühl bei mir. Ich halte das für eine gute Nummer und trotzdem dümpelt sie nur in meinem Mittelfeld herum. Sehr seltsam. Objektiv und subjektiv sind eben doch zwei ganz unterschiedliche Wahrnehmungen. Oder es ist ein Schutzmechanismus; Da mein Favorit nur einmal in jedem Jahrzehnt gewinnt und die 10er mit Conchita bereits ihr Soll erfüllt haben, ist es vielleicht ganz gut, wenn ich Italien nicht an der Spitze habe.

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.388

16.04.2017 21:40
#743 RE: Grand Prix Zitat · antworten

Ich denke ja trotz der eindeutigen Wettquoten und Prognosen immer noch, dass Italien knapp gegen den Jury-Favoriten Schweden verliert. Jon Ola Sand wird dann Bedauern heucheln und sagen "Knapp verloren. Schade!"

Gubanov Offline




Beiträge: 14.586

16.04.2017 21:52
#744 RE: Grand Prix Zitat · antworten

Zitat von Count Villain im Beitrag #742
Hast du die Einzelwertungen auch noch? Dann könnte man meine Liste ebenfalls mit hereinrechnen.

Das wird schwierig. Wir haben ein ganz eigenes System mit sechs Semifinals angewandt, in dem nur die Ukraine fürs Finale vorqualifiziert war. #nerds

Ich kann aber mal schauen, ob ich deine Gesamtliste in unser System hereingepresst bekomme. Mit einer Platzierung für Russland würde sie mir natürlich noch besser gefallen.
Zitat von Count Villain im Beitrag #742
Da mein Favorit nur einmal in jedem Jahrzehnt gewinnt ...

Du Glücklicher. Ich habe neulich mal überlegt, ob mein Top-Favorit überhaupt jemals gewonnen hat. Solange ich ganz intensiv in der Materie drin bin, war das jedenfalls noch nie der Fall. 2005, 2007 und 2009 wären die Sieger sicher Bestandteil meiner Top-5 gewesen, wenn ich sowas damals schon gemacht hätte - aber mein Platz 1 auf Platz 1? Ich weiß nicht ...
Zitat von Percy Lister im Beitrag #743
Ich denke ja trotz der eindeutigen Wettquoten und Prognosen immer noch, dass Italien knapp gegen den Jury-Favoriten Schweden verliert. Jon Ola Sand wird dann Bedauern heucheln und sagen "Knapp verloren. Schade!"

Schweden bräuchte eine ausgefallenere Performance, um von der Durchschnittlichkeit des Lieds abzulenken. Was Robin anbietet, hatte Sakis Rouvas 2009 auch schon in abwechslungsreicherer Form im Gepäck, und gereicht hat's damals auch nicht.

Count Villain Offline



Beiträge: 3.789

16.04.2017 22:22
#745 RE: Grand Prix Zitat · antworten

Zitat von Percy Lister im Beitrag #743
Ich denke ja trotz der eindeutigen Wettquoten und Prognosen immer noch, dass Italien knapp gegen den Jury-Favoriten Schweden verliert. Jon Ola Sand wird dann Bedauern heucheln und sagen "Knapp verloren. Schade!"


Ich glaube eher an kosmische Gerechtigkeit und dass es dieses Jahr genau anders kommt als in 2015. Vor allem, da ich in 2015 Italien hätte gewinnen lassen und in diesem Jahr Schweden (nur die beiden betrachtet, Belgien war natürlich mein Favorit). Da muss einfach genau das Umgekehrte passieren.

Zitat von Gubanov im Beitrag #744
Ich kann aber mal schauen, ob ich deine Gesamtliste in unser System hereingepresst bekomme. Mit einer Platzierung für Russland würde sie mir natürlich noch besser gefallen.


Ja, Russland war im Sorter bereits nicht mehr vorhanden. Pack es mal zwischen San Marino und Portugal.

Zitat von Gubanov im Beitrag #744
Du Glücklicher. Ich habe neulich mal überlegt, ob mein Top-Favorit überhaupt jemals gewonnen hat. Solange ich ganz intensiv in der Materie drin bin, war das jedenfalls noch nie der Fall. 2005, 2007 und 2009 wären die Sieger sicher Bestandteil meiner Top-5 gewesen, wenn ich sowas damals schon gemacht hätte - aber mein Platz 1 auf Platz 1? Ich weiß nicht ...


Bei mir ist das natürlich auch hauptsächlich retrospektiv zu sehen. In 2002 weiß ich auch nur noch aus der Erinnerung, dass mir "I wanna" sehr gut gefallen hat. So wirklich tiefer eingestiegen bin ich auch erst ab 2004. Alles vor dem Jahrtausendwechsel ist rein aus der Konserve bewertet. Und 2014 ist die Übereinstimmung auch erst auf den letzten Metern durch den Live-Auftritt erreicht worden. Im Vorfeld war ich für Ungarn.

Zitat von Gubanov im Beitrag #744
Schweden bräuchte eine ausgefallenere Performance, um von der Durchschnittlichkeit des Lieds abzulenken. Was Robin anbietet, hatte Sakis Rouvas 2009 auch schon in abwechslungsreicherer Form im Gepäck, und gereicht hat's damals auch nicht.


Mag sein. Musikalisch holt mich Robin allerdings weitaus eher ab als es Sakis damals getan hat. Aber diese reinen Kontopolous-Kompositionen waren auch noch nie wirklich mein Fall.

Marmstorfer Offline




Beiträge: 7.282

17.04.2017 00:08
#746 RE: Grand Prix Zitat · antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #741
Zitat von Marmstorfer im Beitrag #738
Ein radikaler Neustart ist zwingend erforderlich; vielleicht sollte man innerhalb der ARD die Zuständigkeit neu vergeben und dem NDR mal eine Pause gönnen ...

Ganz genau, aber ... Zum Einen stelle ich mir die Frage, wer diesen Neustart überhaupt veranlassen sollte / könnte. Pessimistisch betrachtet denke ich, dass Schreiber auf seinem Posten auch durch schlechte Ergebnisse nicht in Gefahr ist. Die allgemeine Aufwertung des Wettbewerbs ist bei den höheren Stellen von ARD bzw. NDR noch nicht wirklich angekommen und das unmittelbare Eurovisionsteam ist eine jährlich wiederkehrende Mischpoke, die es sich auf ihren Pöstchen gemütlich gemacht hat. Zum Anderen ist nicht unbedingt gesagt, dass es durch einen Senderwechsel besser wird. Ich möchte z.B. nicht sehen, dass die Verantwortlichkeit wieder zum MDR zurückwechselt und wir ab 2018 jedes Jahr Schlager schicken (ja, ich kann mir denken, dass du das anders siehst ).


Nein, auch als Freund des Schlagers (der noch viele andere Stilrichtungen zu seinen Favoriten zählt) möchte ich nicht, dass sich der ESC in diese Richtung zurück entwickelt. Der MDR wäre auch der letzte Sender, dem ich die Verantwortung übertragen würde. Wobei der letzte klassische Schlager, den Deutschland ins Rennen geschickt hat (Michelle Anno 2001), nicht ganz schlecht ankam. Aber natürlich hast du Recht; ein Senderwechsel garantiert keine Besserung. Und es müsste schon eine weitere große ARD-Anstalt vom NDR übernehmen, um die von dir angesprochenen Budget-Kürzungen zu vermeiden. Der WDR könnte das mit Sicherheit gut stemmen, aber es wird wohl ein frommer Wusch bleiben.

Count Villain Offline



Beiträge: 3.789

17.04.2017 15:30
#747 RE: Grand Prix Zitat · antworten

Gestern habe ich nun auch mal den Eurovision Favorite Sorter 2016 ausprobiert. Basis natürlich die Auftritt in den Shows, die ich mir dazu alle noch einmal angeschaut habe. Ich will jetzt nicht die komplette Liste einstellen, aber auch meine Top Ten stellt sich nun ziemlich anders dar als damals (zur schnellen Erinnerung: Ich hatte unsere Jamie-Lee auf der 1 und beim Event für Georgien angerufen). Mit einem knappen Jahr Abstand und dem Wissen um die letztendlichen Auftritte ergibt sich zum jetzigen Zeitpunkt folgendes Stimmungsbild.

01. Polen - Michal Szpak - Color Of Your Life
02. Schweden - Frans - If I Were Sorry
03. Georgien - Nika Kocharov & Young Georgian Lolitaz - Midnight Gold
04. Deutschland - Jamie-Lee - Ghost
05. Estland - Jüri Pootsmann - Play
06. Frankreich - Amir - J'ai cherché
07. Armenien - Iveta Mukuchyan - LoveWave
08. Zypern - Minus One - Alter Ego
09. Griechenland - Argo - Utopian Land
10. Bulgarien - Poli Genova - If Love Was A Crime

Ja, es hat zwar ein Jahr gedauert, aber jetzt habe auch ich endlich eingesehen, dass bei unserem deutschen Act die vielversprechenden Einzelteile (auffällige in sich glaubwürdige Interpretin, düster-mystische Bühnengestaltung, "erwachsener" Song) kein stimmiges Ganzes ergeben haben. Stattdessen hat der Sorter Polen als meinen Favoriten ausgespuckt. Auch kein origineller oder innovativer Beitrag, aber ich muss es so sagen: Er berührt mich, ob ich will oder nicht.

Televoting-Sieger Russland hat es auf Platz 14 gebracht (nach wie vor eine tolle Nummer, aber letztendlich doch zu artifiziell), Gesamtsieger Ukraine auf Platz 16 (trotz moderner Produktion ist dieses - ebenfalls natürlich sehr gute - Klagelied doch stellenweise etwas anstrengend). Jury-Favorit Australien hatte ich vorher schon im Mittelfeld und da ist der Beitrag auch jetzt geblieben (Platz 23).

Count Villain Offline



Beiträge: 3.789

18.04.2017 19:06
#748 RE: Grand Prix Zitat · antworten

Und - keine Überraschung - am zweiten Ostertag habe ich mich mit dem Eurovision Favorite Sorter 2015 befasst. Ebenfalls auf der Grundlage der drei Shows. Dieses Mal sind die Veränderungen nicht so drastisch ausgefallen, dennoch sind natürlich welche vorhanden. Meine Top-4-Länder sind dabei identisch geblieben (die vier gehören auch alle zu meinen All-Time-Favourites), einzig deren Reihung hat sich etwas verändert. Es hat - wie schon bei meinem Favoritenwechsel im Jahrgang 2016 - ein bisschen was von Mark Forster: "Bauch sagt zu Kopf ja, doch Kopf sagt zu Bauch nein / Und zwischen den Beiden steh ich". Retrospektiv hat sich jetzt beide Male der Bauch durchsetzen können.

01. Italien - Il Volo - Grande Amore
02. Belgien - Loïc Nottet - Rhythm Inside
03. Estland - Elina Born & Stig Rästa - Goodbye To Yesterday
04. Slowenien - Maraaya - Here For You
05. Rumänien - Voltaj - De la capat
06. Norwegen - Mørland & Debrah Scarlett - A Monster Like Me
07. Moldawien - Eduard Romanyuta - I Want Your Love
08. Schweden - Måns Zelmerlöw - Heroes
09. Australien - Guy Sebastian - Tonight Again
10. Georgien - Nina Sublatti - Warrior

"Guilty Pleasure" Moldawien hat dabei Israel aus der Top Ten verdrängt (jetzt Platz 13) und die norwegischen Monster haben - sicher zu deiner Freude @Gubanov - die stereotype griechische Drama-Ballade vom Platz gekegelt (jetzt Platz 16).

Und nächstes Wochenende kommt dann der Eurovision Sorter 2014 an die Reihe. Da wird sich an meinem Favoriten allerdings garantiert nichts ändern. Schließlich hat sich da bereits am Finalabend der Bauch (Österreichs Conchita Wurst) gegen den Kopf (Ungarns Kallay-Saunders) durchgesetzt. Aber man soll ja nie "nie" sagen. Und 2013 wartet ebenfalls noch. Aber auch da sehe ich Margaret Berger nicht in Gefahr.

Und zum Schluss noch ein Internet-TV-Tipp: Heute Abend um 20:15 Uhr der erste von vier Live-Song-Checks auf Eurovision.de.

Count Villain Offline



Beiträge: 3.789

21.04.2017 22:50
#749 RE: Grand Prix Zitat · antworten

Wer hätte es geahnt: Ich habe mich mit dem Eurovision Favorite Sorter 2014 befasst.

01. Österreich - Conchita Wurst - Rise Like A Phoenix
02. Ungarn - András Kállay-Saunders - Running
03. Armenien - Aram MP3 - Not Alone
04. Griechenland - Freaky Fortune feat. RiskyKidd - Rise Up
05. Weißrussland - Teo - Cheesecake
06. Ukraine - Mariya Yaremchuk - Tick-Tock
07. Russland - Tolmachevy Sisters - Shine
08. Frankreich - TWIN TWIN - Moustache
09. Niederlande - The Common Linnets - Calm After The Storm
10. San Marino - Valentina Monetta - Maybe

DAs spannendste dabei war die Konstanz von Griechenland, das sowohl bei meiner Audio- als auch bei meiner Proben-Liste bereits auf dem vierten Platz war. Ansonsten hat Russland unseren deutschen Beitrag aus der Top Ten verdrängt und die spanische Regentänzerin musste Guilty Pleasure San Marino weichen.

Ach ja, und eine weitere Erkenntnis hat das Befassen mit den Wettbewerben von 2014 und 2015 gebracht: 2017 ist ein ziemlich schwacher Jahrgang. Da muss ich mich @Gubanov in der Tat anschließen.

TV-1967 Offline



Beiträge: 351

22.04.2017 01:06
#750 RE: Grand Prix Zitat · antworten

Also ich persönlich hoffe, daß dieser ganze "SCHMARRN" bald eingestellt wird. Auch wenn sich jetzt wieder gewisse Personen angegriffen fühlen. Was bitte bleibt denn im Gehör...? Null komma nichts... Dann lieber ABBA!

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