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Dieses Thema hat 116 Antworten
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 Filmbewertungen
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Gert F. Offline



Beiträge: 10

19.01.2011 17:55
#61 RE: Bewertet: BEW - "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" (8) Zitat · antworten

Die Bewertung habe ich oben schon in Kurzform vorgenommen.
Und da es einen ähnlichen Fall in dieser Form ja scheinbar nicht gibt, brauchst du dir auch keine Sorgen zu machen. Ist wohl ein Unikat.

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

19.01.2011 18:22
#62 RE: Bewertet: BEW - "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" (8) Zitat · antworten

Also noch einen letzten Satz - bzw. man sollte einmal den Katze-Bewertungs-Thread lesen.

Die Idee zu Katze hatte Argento nachdem er einen Artikel über Gen-Chromosomen bzw. Manipulation gelesen hat. Es gibt also überhaupt keine Roman-Vorlage. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Fliegen.

Joachim.
*2011: Als Jerry Cotton nach Deutschland kam!*

Gert F. Offline



Beiträge: 10

19.01.2011 18:57
#63 RE: Bewertet: BEW - "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" (8) Zitat · antworten

Aber auch keinen Hinweis auf einen anderen Autor und/oder einen anderen Roman.

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

19.01.2011 18:58
#64 RE: Bewertet: BEW - "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" (8) Zitat · antworten

habe ich doch geschrieben...

j.

Janek Offline




Beiträge: 1.852

19.01.2011 19:03
#65 RE: Bewertet: BEW - "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" (8) Zitat · antworten

Zitat von Gert F.
Aber auch keinen Hinweis auf einen anderen Autor und/oder einen anderen Roman.



Ich möchte ja nicht unhöflich werden, Joachim kann wirklich gut erklären ! Was verstehst du denn daran nicht Fröbe? Wenn ich es jetzt drastisch ausdrücke, hast du irgendwie ein Brett vor dem Kopf ! Du must doch verstehn was Joachim meint ! Er sagt jetzt ganz einfach ES GIBT KEINE ROMAN VORLAGE !

MfG

Janek

Glasauge Offline




Beiträge: 1.321

31.07.2011 23:13
#66 RE: Bewertet: BEW - "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" (8) Zitat · antworten

Laut OFDB hat ist der Film ein "Nachfolger" des Films "Die blonde Venus" was ist da dran?

Glasauge
Aurum potestas est!

Janek Offline




Beiträge: 1.852

31.07.2011 23:23
#67 RE: Bewertet: BEW - "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" (8) Zitat · antworten

Kann ich mir nicht vorstellen, ist ein Film mit Cary Grant und Marlene Dietrich ich glaube, der hat noch nicht mal eine rein Deutsche verlffentlichung !

MfG

Janek

Josh Offline




Beiträge: 7.859

01.08.2011 19:50
#68 RE: Bewertet: BEW - "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" (8) Zitat · antworten

Der Film, den du meinst, ist von 1932, während sich der OFDB-Beitrag auf einen Film von 1958 mit Anita Ekberg bezieht, den ich allerdings auch nicht kenne.
Aber wenn ich mir die Story so durchlese, könnte ich mir vorstellen, dass Argento sich hat davon beeinflussen lassen.
http://www.tcm.com/this-month/article/194404|0/Screaming-Mimi.html

Prisma Offline




Beiträge: 7.468

26.08.2011 20:20
#69 RE: Bewertet: BEW - "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" (8) Zitat · antworten

"Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" war für mich schon immer ein ganz besonderer Film. Mein erster Argento, mein erster Giallo, mein erstmalig bewusstes Wahrnehmen der heute hochverehrten Eva Renzi, einer der wenigen Filme der mich sofort übermäßig fasziniert hat.
Zur Erstansicht kam es damals wie üblich auf Toppic-VHS. Lange hatte ich überlegt, ob ich mir diesen Film mit der vermeintlich schwachen Besetzung überhaupt kaufen sollte, auf der mehrstündigen heimfahrt von Köln ärgerte ich mich sogar, dass ich ihn dem Video von "Der Tod fährt mit" vorgezogen hatte. Ich räumte dem Film also wenige Chancen ein. Ein enttäuschender Vorspann nannte mir lediglich sechs Darsteller, von denen mir nur Werner Peters ein wirklicher Begriff war. Die Voraussetzungen waren eigentlich nicht die Besten...

Der Film beginnt und weckt sofort das Interesse des Zuschauers. Der Täter wählt eines der Mordwerkzeuge aus, die pedantisch geordnet sind, seine Erscheinung, seine Kleidung in Verbindung mit seinem Vorgehen, den Bewegungen und dessen Vorhaben vermittelt Autoerotik. Man glaubt schnell zu wissen, mit welcher Art Täter man es zu tun hat. Wenig später wird bereits die Schlüsselszene des Films präsentiert, die den Zuschauer ebenfalls wie den Protagonisten pausenlos beschäftigen wird, eine Reihe von Szenen, welche die Konzentration des Zuschauers forciert und ihn im handumdrehen in das Geschehen integriert. Der Protagonist beteuert oftmals, dass in diesen fünf Minuten etwas passiert sei, das er nicht ordnen kann, das nicht ins Geschehen passt, nur was? Diese Frage stellt man sich ebenfalls, ich hätte schwören können, dass ich es benennen könnte, doch es bleibt lange unklar.

Meine damaligen 'no-name' Schauspieler fingen also an zu punkten. Aus heutiger Sicht sehe ich eine runde Besetzung bis ins kleinste Detail. Tony Musante, der aufgrund der Geschehnisse gezwungen ist, selbst zu ermitteln, ist trotz seiner ungehobelten Art sehr sympathisch, die Hauptrolle wird von ihm sehr flexibel interpretiert. Das Zusammenspiel mit Partnerin Suzy Kendall gestaltet sich ebenfalls abwechslungsreich, sie sind sowohl privat als auch ermittlungstechnisch sehr glaubhaft. Mit Suzy Kendall hat man eine bildschöne Darstellerin für die Hauptrolle besetzt, die vor allem bei ihrem Rendez-vous mit dem Mörder zu Hochtouren aufläuft. Sie zieht alle Register und man nimmt ihr die Todesangst, die Beklemmung, Hilflosigkeit und abwechselnde Wut ohne Einschränkung ab. Diese Szene kommt einem endlos vor, die Spannung kocht hoch und zieht in einer perfiden Art und Weise an den Nerven des Betrachters.
Enrico Maria Salernos Darbietung funktioniert hervorragend, mich erinnert dieser Ermittlertyp immer ein wenig an Hans Nielsens Art. Werner Peters zeigt sich ungewöhnlich wandlungsfähig und Gast Mario Adorf sorgt für ein bisschen Schmunzeln. Umberto Raho und Renato Romano gehören gekonnt zum Kreis der Verdächtigen und dann wäre da noch die beispiellose Eva Renzi, die leider nur wenige Einstellungen hat. Man sieht ihren mittleiderregenden Todeskampf zu Beginn und eine Frau, die sich später verängstigt und gehemmt bei ihrem Retter bedankt. Eva Renzi spielt ihre Rolle tadellos und sehr glaubhaft, von gut dosiert bis exzessiv, darüber hinaus passt gerade ihre Erscheinung blendend in dieses Puzzle.

Der Film funktioniert mit wenigen Verdächtigen, und trotz dreier Anläufe der Demaskierung des Täters kommt es zu einem überraschenden Finale. Am Ende heißt es vermutlich weniger "ich habs doch gewusst" als "ja, jetzt wird mir einiges klar". Argento schafft es mühelos, falsche Fährten zu legen und für durchgehende Spannung zu sorgen. Die Kamera schwingt die visuelle Keule und zeigt viele eindrucksvolle Bilder, die Geschichte wirkt trotz mancher weit hergeholter Zusammenhänge recht schlüssig, die Musik von Ennio Morricone ist ausgezeichnet und eine große Bereicherung.

Als Titel ist "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" wieder einmal etwas ungünstig ausgefallen und trotz der Vermarktung durch die "Trivialmarke" Bryan Edgar Wallace liefert der Film für damalige Verhältnisse eine völlig neue Richtung, vielleicht sogar eine spektakuläre, und muss sich daher nicht den Stempel "100 Mal dagewesen" aufdrücken lassen, vor allem aus heutiger Sicht.
Viel Spannung, viele Wendungen, ein gutes Ensemble und vor allem die Zuschauergewalt machen diesen Film auf seine Art und Weise vorsichtig einzigartig.

tilomagnet Offline



Beiträge: 497

02.10.2011 18:08
#70 RE: Bewertet: BEW - "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" (8) Zitat · antworten

Zitat von Sir Oliver

Zitat von Joachim Kramp

Zitat von Sir Oliver
Heyho!

Also, ich geb dem Film defenitiv 5/5 Punkten. Tolle Kameraführung, spannende Handlung, passende Darsteller, super Soundtrack!! Einfach super!!
Bin momentan zwar noch auf der Suche, nach einer richtig ungeschnittenene Version (103min), da die meisten geschnitten sind.

Was mir im Film allerdings immer etwas unklar ist:
Wer von beiden ist bei welchem Opfer der Mörder? Wer führt welches der beiden Telefonate? Wer fährt den Wagen?
Sollte jmd hierzu eine Meinung haben, kann er sie ja posten.



*S*P*O*I*L*E*R*

Ganz klar die Frau ist die Mörderin. Ihr Mann weiß dieses und hilft ihr dabei durchzukommen. Als sie im Krankenhaus liegt will er mit dem Auto und mit der Machete den Zeugen (Tony Musante) unschädlich machen. Zudem heuert er den Mann mit dem gelben Regenmantel (Reggie Nader) an um ihm zu helfen. Die Telefonate führt sie, da sie ja übereinstimmen wie der Kommissar feststellt.
Ansonsten der Hinweis, dass der Film seinerzeit geschnitten war um FSK 16 zu erhalten. Und ist erstmal etwas in Deutschland geschnitten dann ist es sehr schwierig es wieder einzufügen.

Joachim.
P.S.: Mir persönlich gefällt der Nachfolgefilm "Die neunschwänzige Katze" sogar noch besser!




hey...
erstmal danke für's posten :-)
also... zum thema "die frau ist die mörderin": was mir unklar erscheint ist, ihr mann scheint linkshänder zu sein (z.b. in der szene "gib mir das messer" gegen ende, sie drückt es ihm in die rechte hand und er wechselt auf die linke; oder wie er seine zigaretten fängt) da frag ich mich, ob nicht auch der mann manchmal der mörder gewesen ist (wie das vierte opfer getötet wird; wie die kabel zertrennt werden, als der mörder suzanne heimsucht)... weiterhin viel mir in der englischen fassung auf, dass in der szene mit der stimmenanalyse in der deutschen fassung auch geschnitten wurde (bin der meinung dort gehört zu haben, dass es sich um unterschiedliche anrufer handeln muss!)... von daher is mir das immer noch nicht ganz klar...




Die Frage bleibt.......in der englischen Fassung heißt es eindeutig, dass es zwei verschiedene Anrufer gab. Sonst gäbe diese Szene auf dem Revier ja auch keinen Sinn. Warum sollte der Ermittler Sam die Bänder vorspielen, wenn es der selbe Anrufer war? Das wäre ja sowieso die naheliegendste Annahme gewesen.

Georg Offline




Beiträge: 2.784

12.10.2011 20:07
#71 "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" (I/ BRD 1969) Zitat · antworten

Zitat von tilomagnet
Die Frage bleibt.......in der englischen Fassung heißt es eindeutig, dass es zwei verschiedene Anrufer gab. Sonst gäbe diese Szene auf dem Revier ja auch keinen Sinn. Warum sollte der Ermittler Sam die Bänder vorspielen, wenn es der selbe Anrufer war? Das wäre ja sowieso die naheliegendste Annahme gewesen.


Achtung Spoiler!Auch in der italienischen Version ist von zwei Anrufern die Rede. In der Auflösung (der Szene, in der der Fernsehsprecher die Umstände erklärt), ist schließlich davon die Rede, dass sich die Paranoia von Monica Ranieri auf ihren Mann übertragen hat, und dass er so auch zum MÖRDER wurde. Damit ist klar: Monica ist nicht die einzige Mörderin, ihr Mann hat mindestens einen Mord begangen und hat auch einmal bei der Polizei angerufen.

L’uccello dalle piume di cristallo
(Wörtliche dt. Übersetzung: Der Vogel mit den Federn aus Kristall)
Italien/ BR Deutschland 1969

Alfred Hitchcocks Reaktion auf den Film war: „Dieser junge Italiener beginnt mich zu beunruhigen!“. Kein Wunder, denn Dario Argento hat mit seinem Film eine Art von Thriller geschaffen, die damals seines Gleichen suchte und die etwas altbackenen Filme von Meister Hitchcock bei Weitem übertraf.
Unglaublich, mit welcher präzisen und inszenatorischen Genauigkeit der „Anfänger“ Dario Argento diesen Film in Szene setzte. Etwas, das hier besonders hervorgehoben werden muss, ist auch die Sorgfalt, mit der die Schauplätze ausgewählt – und wie diese beleuchtet – wurden!
Hin und wieder warf man Argento vor, seine Filme hätten wenig Handlungstiefgang oder Logik. Dass ein Thriller dieser Art keine Abbildung der Realität sein kann, ist klar, denn sonst wäre er wohl nicht spannend. Der Vorwurf der Kritiker gilt aber wohl kaum für den ersten Film des Maestro del brivido (Meister des Schauers), wie ihn seine italienischen Landsleute nennen. Die Dramaturgie ist ausgefeilt, es werden geschickt neue Spuren und falsche Fährten gelegt (vor allem am Ende, wo erst die dritte „Demaskierung“ das „Geheimnis der schwarzen Handschuhe“ lüftet).
Die Besetzung der Rollen ist ebenfalls sehr gelungen, allerdings muss ich hier erneut den fehlenden Nationalstolz und das mangelnde Selbstbewusstsein der Italiener kritisieren, die in ihren Produktionen jener Jahre kaum einheimisches Personal für die Titelrollen verpflichteten, sondern stets auf ausländische (amerikanische, englische, französische, spanischsprachige oder eben deutsche) Schauspieler zurückgriffen. Tony Musante und Suzy Kendall geben ein gutes Paar ab, seltsam mutet jedoch an, dass sie gerade in der italienischen Version akzentfreies Italienisch sprechen. Ein leichter englischer bzw. amerikanischer Akzent wäre doch nicht unglaubwürdig gewesen. Bei Musantes Rollennamen habe ich mich gefragt, ob dieser ein Zufall ist? Er heißt Dalmas. Genau dieses Pseudonym hatte sich Massimo Dallamano (oder besser Dallamano Massimo) gegeben, als er unter Sergio Leones Regie Per un pugno di dollari (Für eine Handvoll Dollar) drehte.
Enrico Mario Salerno gibt eine ganz neue Art von Ermittler wieder, modern, interessiert, aber doch nicht im Mittelpunkt. Seine „verstaubten“ Kollegen in Trenchcoats aus den deutschen Wallace-Filmen hat er damit einiges voraus. Auch die anderen Rollen sind glänzend besetzt: Eva Renzi ist nicht nur bildschön sondern auch bitterböse, Mario Adorf als katzenfressender Maler mit seltsamer Krausfigur überzeugt und Werner Peters mal in der Rolle eines Schwulen zu sehen, ist nicht nur ob der gelungenen Anlage seiner Rolle besonders erheiternd, sondern auch ungewohnt. Auch Umberto Raho ist für seine Rolle bestens geeignet und wurde damit auch zum Stammgast in vielen weiteren Konkurrenzproduktionen.

Damit wären wir bei einem Punkt, den man unbedingt erwähnen sollte. Dario Argento hat mit L’uccello dalle piume di cristallo den Grundstein für eine Flut von Konkurrenzproduktionen gelegt und dabei die wichtigsten Eigenschaften geschaffen:

• Der Killer ist schwarz angezogen (meist mit Regenmantel)
• Er trägt (schwarze) Handschuhe und Hut
• Die Morde geschehen aus der Sicht des Täters (in den „Handschuhen“ zumindest zum Teil)
• Besonders ausgefeilte Mordszenen und Tatwerkzeuge (ich denke hier nur an die erste Einstellung, in der man den Täter sieht und er die vielen Messer hervorholt)
• Besonders brutale Mordmethoden (in „Handschuhe“ noch nicht so stark, in den Folgejahren aber vermehrt)
• ein kongenial gruseliger, im Ohr bleibender Soundtrack (meist von Meister Ennio Morricone, dessen Musik hier besonders gut zum Geschehen passt, später sind auch Komponisten wie Riz Ortolani oder Stelvio Cipriani federführend).
• etwas Nacktheit (in den „Handschuhen“ zwar nur sehr vage vorhanden, es gibt aber immerhin schon Andeutungen)
• der Mörder ist meist ein Psychopath
• der Ermittler ist nicht die Hauptfigur, sondern eine andere, meist unschuldig ins Geschehen verwickelte Figur
• ein außergewöhnlicher, reißerischer Titel

- mit einem Tier (was hat man da nicht alles abgegrast, um nicht schon durch den Titel klarzumachen: das ist ein Giallo wie von Argento!!):

- L’uccello dalle piume di cristallo, wörtlich Der Vogel mit den Federn aus Kristall
- Il gatto a nove code, wörtlich Die Katze mit neun Schwänzen (Die neunschwänzige Katze)
- Quattro mosche di velluto grigio, wörtlich Vier Fliegen aus grauem Samt (Vier Fliegen auf grauem Samt)
- Una lacertola con la pelle di donna, wörtlich Eine Eidechse mit Frauenhaut
- Una farfalla dalle ali insanguinate, wörtlich Ein Schmetterling mit blutigen Flügeln (Blutspur im Park)
- Il gatto dagli occhi di giada, wörtlich Die Katze mit den Jadeaugen (Stimme des Todes)
- La morte negli occhi del gatto, wörtlich Der Tod in den Augen der Katze (Sieben Tote in den Augen der Katze)
- La tarantola dal ventre nero, wörtlich Die Tarantel mit dem schwarzen Bauch (Der schwarze Leib der Tarantel)
- La coda dello scorpione, wörtlich Der Schwanz des Skorpions
- Gatti rossi in un labirinto di vetro, wörtlich Rote Katzen in einem Labyrinth aus Glas (Labyrinth des Schreckens)
- Non si sevizia un paperino, wörtlich Man quält keine Gänslein

- mit einer Person
- L’etrusco uccide ancora, wörtlich Der Etrusker tötet wieder (Das Geheimnis des gelben Grabes)
- La corta notte delle bambole di vetro, wörtlich Die kurze Nacht der Glaspuppen (Malastrana)
- Lo strano vizio della signora Wardh, wörtlich Das seltsame Laster der Frau Wardh (Der Killer von Wien)
- Perché quelle strane gocce di sangue sul corpo di Jennifer?, wörtlich Warum diese seltsamen Bluttropfen auf dem Körpfer von Jennifer? (Das Geheimnis der blutigen Lilie)
- Cosa avete fatto a Solange?, wörtlich Was habt ihr mit Solange gemacht? (Das Geheimnis der grünen Stecknadel)
- La dama rossa uccide sempre sette volte, wörtlich Die rote Dame tötet immer sieben Mal (Die rote Dame)

- mit einer Pflanze
- Sette orchidee macchiate di rosso, wörtlich Sieben rotgefleckte Orchideen (Das Rätsel des silbernen Halbmonds)
- Il fiore dai petali d’acciaio, wörtlich Die Blume mit den Blüten aus Stahl

- ein Gebäude
- La casa dalle finestre che ridono, wörtlich Das Haus mit den Fenstern, die lachen
- La casa con la scala nel buio, wörtlich Das Haus mit der Treppe ins Dunkel

Etc.

Artur Brauner hat gut daran getan, in diese Coproduktion mit einzusteigen und war hier der Rialto einmal einen guten Schritt voraus. Ich bezweifle sogar, dass es die zwei 1971er Wallace-Produktionen je gegeben hätte, wenn nicht Argentos zwei coproduzierten Thriller einen derartigen Erfolg gehabt hätten. Mit dem Einstieg der Rialto bei den zwei Giallo-Produktionen Cosa avete fatto a Solange? und Sette orchidee macchiate di rosso konnte sich die dt. Filmgesellschaft nicht nur viel Geld sparen, sondern sich auch sicher sein, dass das deutsche Publikum auf Produktionen dieser Art vorbereitet und gewöhnt ist.
Abschließend muss ich noch Kritik am deutschen Kinotitel üben, der natürlich durch das „Geheimnis“ sofort die Konnotation zu Wallace erregen sollte. Die Übersetzung des italienischen Originaltitels wäre da viel besser gewesen.
Schließlich muss ich nach Sichtung der ital. DVD nochmals explizit die deutsche DVD (von Universum) kritisieren, die eine wahnsinnig Bildqualität besitzt. Ich hätte gerne Bilder zum Vergleich hochgeladen, finde aber diese Funktion im Forum nicht (mehr)?

Regie und Drehbuch: Dario Argento, Kamera: Vittorio Storaro, Musik: Ennio Morricone, Produzenten: Salvatore Argento, Artur Brauner,
Mit Tony Musante, Suzy Kendall, Enrico Maria Salerno, Eva Renzi, Umberto Raho, Werner Peters und Mario Adorf


Sir Oliver Offline




Beiträge: 2.007

13.10.2011 07:31
#72 RE: "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" (I/ BRD 1969) Zitat · antworten

einfach nur toll danke georg

und du meinst bestimmt die wahnsinnig "schlechte" bildqualität der universum-dvd. interessant wären aber die bildvergleiche schon eimal wäre schön, wenn das mit dem upload irgendwie klappt

hast du die ital. fassung von medusa geschaut?

Zitat von Georg
Achtung Spoiler!Auch in der italienischen Version ist von zwei Anrufern die Rede. In der Auflösung (der Szene, in der der Fernsehsprecher die Umstände erklärt), ist schließlich davon die Rede, dass sich die Paranoia von Monica Ranieri auf ihren Mann übertragen hat, und dass er so auch zum MÖRDER wurde. Damit ist klar: Monica ist nicht die einzige Mörderin, ihr Mann hat mindestens einen Mord begangen und hat auch einmal bei der Polizei angerufen.

SPOLIER laut ital. fassung schreibst du, dass auch monicas mann ein mörder war. wie deutlich geht das in dieser fassung hervor? in der deutschen ist meines wissens immer nur die rede vom potentiellen mörder...

Georg Offline




Beiträge: 2.784

13.10.2011 13:28
#73 RE: "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" (I/ BRD 1969) Zitat · antworten

Zitat von Sir Oliver
hast du die ital. fassung von medusa geschaut?


Ja, ich habe natürlich die Universum-DVD gemeint. Ich habe die ital. DVD von 01-Distribution, die zwar eine sehr schöne Hartcoverbox besitzt, aber leider - wie ich gestern erst merkte - beschnitten ist und keinerlei Extras (keine Unteritel, keine anderen Sprachen) bietet (dafür aber extrem günstig ist).

Was die Auflösung betrifft - ich habe eben die letzten Worte des TV-Sprechers abgetippt und übersetzt:

"Per spiegare invece il comportamento del marito che per stornare i sospetti da sua moglie era devenuto un assassino dobbiamo ritenere che egli soffrì di una psicosi indotta, cioè subì influenza nefasta della moglie paranoica a tal punto di divenire egli stesso uno psicotico omicida".


Deutsche Übersetzung:
"Um das Verhalten des Ehemanns zu erklären, der um den Verdacht von seiner Frau abzulenken, ein Mörder geworden war, müssen wir festhalten, dass er unter einer induzierten Psychose litt, das heisst, er stand so sehr unter dem unheilvollen Einfluss seiner paranoischen Frau, dass er selbst ein psychopathischer Killer wurde".

Damit ist klar, dass BEIDE - Signor und Signora Ranieri - die Morde verübt haben. Jedenfalls laut italienischer Originalfassung.

Georg Offline




Beiträge: 2.784

20.11.2011 15:59
#74 RE: "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" (I/ BRD 1969) Zitat · antworten

Hier mal ein Vergleich der deutschen mit der italienischen DVD: das Ergebnis spricht für sich - die deutsche Version ist viel grobkörniger und blasser! Zudem scheinen in der dt. Version oben und unten Teile zu fehlen (siehe das Plakat mit Einstein!)

Janek Offline




Beiträge: 1.852

12.02.2012 17:00
#75 RE: "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" (I/ BRD 1969) Zitat · antworten

Heute Abend, kommt mein Video Review zu:

Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe

MfG

Janek

PS: Würde mich auch da wieder über Feedbacks freuen

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