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Dieses Thema hat 247 Antworten
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 Edgar-Wallace-Forum
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Jan Offline




Beiträge: 1.317

13.09.2017 19:42
#241 RE: Edgar Wallace Schauplätze Zitat · antworten

Zitat von Lord Low im Beitrag #239
Zitat von greaves im Beitrag #230
@Lord Low

Die Dreharbeiten /Fotos ,die du meinst ,aus Neues vom Hexer entstanden am st.katahrines way,der parallel zur Tower-Bridge Road verläuft. Als zwischen Londoner Tower und zum Hotel The Tower in London


Kann es sein, dass diese Aufnahmen gleich bei den Dreharbeiten zu "Der Zinker" entstanden sind. Dort hat man ja auch genau an dieser Stelle gedreht und bei "Neues vom Hexer" sehe ich nicht, warum man für so eine kurze Szene extra nach London fliegen würde.

"Der Zinker" ist in Scope gedreht, "Neues vom Hexer" meiner Erinnerung zufolge nicht. Insofern halte ich das für eher unwahrscheinlich.

Gruß
Jan

Gubanov Offline




Beiträge: 15.392

13.09.2017 19:55
#242 RE: Edgar Wallace Schauplätze Zitat · antworten

Warum sollte man 1965 auch auf Konservenaufnahmen von Anfang 1963 zurückgreifen, wenn der letzte Wallace-Film vor "Neues vom Hexer" reichlich Gelegenheiten für London-Archivaufnahmen bot?

Jan Offline




Beiträge: 1.317

13.09.2017 19:57
#243 RE: Edgar Wallace Schauplätze Zitat · antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #242
Warum sollte man 1965 auch auf Konservenaufnahmen von Anfang 1963 zurückgreifen, wenn der letzte Wallace-Film vor "Neues vom Hexer" reichlich Gelegenheiten für London-Archivaufnahmen bot?

Jupp, das kommt noch hinzu!

Gruß
Jan

Lord Low Offline




Beiträge: 618

13.09.2017 22:44
#244 RE: Edgar Wallace Schauplätze Zitat · antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #242
Warum sollte man 1965 auch auf Konservenaufnahmen von Anfang 1963 zurückgreifen, wenn der letzte Wallace-Film vor "Neues vom Hexer" reichlich Gelegenheiten für London-Archivaufnahmen bot?


Im ersten "Hexer" gab es auch Archivaufmanhmen aus dem "Zinker", obwohl es dazwischen 5 andere Wallace-Filme gab. Und im "Zinker" hat man eben schon genau dort gedreht, wo auch die Aufnahmen aus "Neues vom Hexer" entstanden sind.

Gubanov Offline




Beiträge: 15.392

27.05.2018 18:00
#245 RE: Edgar Wallace Schauplätze Zitat · antworten

„Wallace made in Hamburg“ (Teil 6)

Mein Hamburg-Besuch Ende März brachte auch wieder einige neue Drehorte vor die Kamera. Dabei lag der Schwerpunkt diesmal gar nicht auf Wallace, sondern auf den Vohrer-Produktionen „Sieben Tage Frist“ und „Perrak“. Dennoch habe ich mit @Marmstorfer zumindest einen echten Rialto-Schauplatz abgelichtet, der lange gesucht wurde:

Das Gasthaus an der Themse

Nicht nur wegen des markerschütternden „Hilfe“-Schreis der Passantin wird sich die Szene, in der der Wachmann des Juweliergeschäfts vom Hai harpuniert wird und in die leblos Schaufensterauslage fällt, ins Gedächtnis jedes Wallace-Fans eingebrannt haben. Wie zu erwarten, entstand diese Szene mitten in Hamburgs Innenstadt – genauer in den Hohen Bleichen, wo sich auch heute ein edles Ladengeschäft ans nächste reiht. Das Haus mit seinen markanten Bögen und Zierfiguren erkennt man sofort wieder, auch wenn man nicht mehr wie 1962 in den offenen Arkaden flanieren kann, weil diese mittlerweile geschlossen und der Geschäftsfläche zugeschlagen wurden. Angeboten werden dort mittlerweile hochwertige Lifestyle-Accessoires (Bilder). Auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite lässt sich die Ecke, in der Kinski aus dem Schatten tritt, noch gut nachvollziehen.



Wartezimmer zum Jenseits

Unmittelbar nach dem Vorspann trifft Don Micklem (George) seine Tante Helen (Seeck) laut Off-Sprecher „am Museum“. Ein geschicktes Tarnmanöver, denn bei dem angeblichen Museum handelt es sich in Wahrheit um das Hanseatische Oberlandesgericht am Sievekingplatz. Der monumentale Bau von 1912 ist gegenüber dem Zustand von 1964 unverändert – sogar einschließlich der alten vierstelligen Hamburger Postleitzahl am Briefkasten. In der letzten Einstellung ist außerdem der Giebel des benachbarten Strafjustizgebäudes des Landgerichts zu sehen.



Perrak

Kommen wir zu „Perrak“: Alfred Vohrers Kiez-Krimi ist gewissermaßen eine Liebeserklärung an die zwielichtigen und abgeranzten Ecken Hamburgs im Jahr 1970. Das bedeutet leider, dass einige atmosphärische Schauplätze mittlerweile so nicht mehr erhalten sind (vor allem den Hinterhöfen ist es ordentlich an den Kragen gegangen), doch eine Auswahl an Drehorten ließ sich noch ablichten: Beginnen wir mit dem bereits aus „Scotland Yard jagt Dr. Mabuse“ bekannten ehemaligen Polizeipräsidium, dem markanten Hochhaus am Berliner Tor. Seit 1962 war Perraks Büro darin zu finden, bevor das Präsidium 2001 an seinen heutigen Standort in Alsterdorf umzog. Die Zuwegungssituation zu den Fahrstühlen ist heute eine ganz andere, weil das ehemals offene Erdgeschoss umbaut wurde; gute Orientierung bieten aber die oberen Geschosse des Gebäudes, die Aufgänge des U-Bahnhofs Berliner Tor und einige Gebäude auf der anderen Straßenseite.



Die „grauen Nonnen“ bewohnen ein Haus, das ebenso harmlos-gesittet aussieht wie auch der Name des Ordens klingt. Dass sich hinter der Fassade – zumindest im Film – ein pikantes Bordell verbirgt, wissen die heutigen Bewohner des repräsentativen Baus am Kopfende der Rainvilleterrasse sicher nicht.



Die angesprochenen städtebaulichen Veränderungen seit 1970 sind am letzten Drehort ganz besonders deutlich zu bemerken: Von der damals aufgenommenen Bebauung am St. Pauli Fischmarkt steht heute fast nichts mehr – die Halle auf der elbzugewandten Seite ist in den Siebziger- oder Achtzigerjahren einer Staumauer gewichen, die den Häusern gegenüber Schutz vor Hochwasser bietet. Aber auch auf der Landseite steht nur noch ein Gebäude von damals, das Restaurant Fischerhaus, dessen ehemalige Ladefläche inzwischen auch umbaut wurde und für Restaurantbetrieb mitgenutzt wird.



Sieben Tage Frist

Für die Drehorte zu „Sieben Tage Frist“ muss man sich aus der Hansestadt herauswagen und eine Landpartie nach Schleswig-Holstein unternehmen. Das war für mich besonders einprägsam, weil die Temperaturen Ende März ebenso unwirtlich waren wie offensichtlich in „Sieben Tage Frist“, der Blick aus dem warmen Zugabteil aber immer wieder auf ganz leicht eingezuckerte idyllische Landschaften fiel. Zunächst fuhr ich in die Kleinstadt Tönning nahe der Eidermündung in die Nordsee. Das Städtchen wird auf einer beschaulichen Nebenbahnstrecke von Husum aus erreicht (die dann weiter nach St. Peter Ording führt – ebenfalls ein „Frist“-Drehort, der sich an diesem Tag aber nicht mehr unterbringen ließ). Der Innenhafen von Tönning zeugt von der Bedeutung, die das kleine Städtchen erlangte, als der Eiderkanal noch das damalige Pendant zum heutigen Nord-Ostsee-Kanal war und Hamburgs Hafen kurzzeitig von Napoleons Kontinentalsperre betroffen war. Heute geht es sehr beschaulich in Tönning zu; vor allem wenn man am Vormittag des Gründonnerstags dort aufschlägt (und sich die Stadt beim Bäcker am Markt versammelt; zugegeben, die Brötchen aus Wienerbrød sind allein schon die Reise wert).



Gewissermaßen auf der anderen Seite des Bundeslandes, nämlich eher in Ostseenähe halbwegs zwischen Lübeck und Kiel befindet sich Plön, dessen Stadtbild von den zahlreichen Seen der Umgebung sowie dem hoch über der Stadt liegenden Schloss bestimmt wird. Das Schloss wird heute von der Fielmann-Stiftung genutzt, die dort nach einer umfassenden Sanierung des Objekts Optiker aus- und weiterbildet, aber auch sehr sehenswerte Schlossführungen anbietet. Bis 2001 war im damals deutlich heruntergekommeneren Schloss das Landesinternat Schleswig-Holsteins untergebracht, in dem 1969 die Filmcrew für „Sieben Tage Frist“ aufschlug. Wo sich einst Schülerumkleiden und -duschen befanden, ließ Fielmann einen eleganten Salon mit Gemälden und Konferenzschreibtisch wiederauferstehen. Der Hauptschauplatz des Films wurde damals in zahllosen Szenen in ein sehr atmosphärisches Licht gerückt – fast alle davon ließen sich bei meinem Besuch nachstellen. Eine wirklich beeindruckende Location, die man gesehen haben muss und für deren so fantastischen Erhalt man nur dankbar sein kann. Fahrt unbedingt nach Plön, Leute!




Einige Einstellungen entstanden auch im Schlossgarten, der südlich und westlich des Schlosses ebenfalls über dem Plöner See thront.



Unten am Seeufer liegt der ehemalige Internatsbahnhof, der heute als privates Wohnhaus genutzt wird, aber von der Uferpromenade aus gut zu sehen ist. Der eigentliche Stadtbahnhof liegt einige Meter weiter östlich, ebenfalls sehr sehenswert am Seeufer. Die Seepromenade, die zwischen Gleisen und Wasser verläuft, ist von der Stadt aus durch mehrere Tunnel erreichbar, bei denen großgewachsene Besucher aber ihre Köpfe einziehen müssen – tlw. haben sie nur 1,50 Meter Höhe.

greaves Offline




Beiträge: 372

27.05.2018 18:42
#246 RE: Edgar Wallace Schauplätze Zitat · antworten

Ich danke dir für deine tollen Fotos Sieht noch viel aus wie vor 50 Jahren.

Humphrey Connery Offline




Beiträge: 44

28.05.2018 08:33
#247 RE: Edgar Wallace Schauplätze Zitat · antworten

Auch von mir "Danke" für die Fotos!

Josh Offline




Beiträge: 7.886

30.05.2018 23:12
#248 RE: Edgar Wallace Schauplätze Zitat · antworten

Danke für die Bilder, stark, was ihr beide da mal wieder alles gefunden habt

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