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Dieses Thema hat 49 Antworten
und wurde 6.210 mal aufgerufen
 Filmbewertungen
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Clifton Morris Offline



Beiträge: 116

19.01.2014 10:50
#46 RE: Bewertet: Stilverwandte - "Der Würger vom Tower" (6) Zitat · Antworten

Welcher Drehort ist das bitte? Das wäre eine interessante Info. Im Booklet wurde gar nicht erwähnt, dass noch heute tausende Menschen zu den Loactions strömen, nachdem sie damals in langen Schlangen an der Kinokasse campierten:)

greaves Offline




Beiträge: 519

19.01.2014 19:59
#47 RE: Bewertet: Stilverwandte - "Der Würger vom Tower" (6) Zitat · Antworten

Das war das schloss von alfred schlageter(weis den filmnamen nicht mehr vom schloss)Wo zuerst ellen schwiers zu ihm auf besuch kommt und später hans reiser dazu kommt.
Das steht in der schweiz im kanton aargau in hilfikon in der nähe von lenzburg.
Ich war heute kurz dort. Ca.eine halbestunde autofahrt von mir zuhause.
Ist glaub ich in privatbesitz.
Sieht noch ziemlich unverändert aus wie ano 1966.

Clifton Morris Offline



Beiträge: 116

19.01.2014 22:55
#48 RE: Bewertet: Stilverwandte - "Der Würger vom Tower" (6) Zitat · Antworten

Vielen Dank für die Drehort-Erläuterung! Beim Betrachten der DVD (ich habe mehrere Tage gebraucht, um den Film zu beenden) kam es mir so vor, als ob der Streifen in den 80igern auf ARD oder ZDF lief. Er kam mir bekannt vor, aber vielleicht täusche ich mich.

Gubanov Offline




Beiträge: 16.065

11.09.2017 07:25
#49 RE: Bewertet: "Der Würger vom Tower" (1966, Stilverwandte) Zitat · Antworten

„Der Würger vom Tower“ belegt im Edgar-Wallace-Epigonen-Grandprix 2017 Platz 48 von 48. Der Film erhielt von den Teilnehmern im Durchschnitt eine Bewertung von 2,74 von 5 Punkten.

zugrundeliegende Wertungen: 13 von 17 (7x „gut bekannt“, 6x „länger her“)
Top-10-Tipps: 0 von 8
Auswahlrunde: Platz 5 von 28 (12,4 Punkte)


mit 3,20 Pkt. Platz 46 in der Kategorie Schauspieler (+ 2)
mit 2,15 Pkt. Platz 48 in der Kategorie Inszenierung / Spannung (~ 0)
mit 2,43 Pkt. Platz 47 in der Kategorie Drehbuch / Logik (+ 1)
mit 2,35 Pkt. Platz 47 in der Kategorie Ausstattung / Wertigkeit (+ 1)
mit 2,70 Pkt. Platz 48 in der Kategorie Musik (~ 0)
mit 4,13 Pkt. Platz 16 in der Kategorie Epigonenfaktor (+ 32)
mit 2,23 Pkt. Platz 48 in der Kategorie freie Wertung (~ 0)

Edgar-Wallace-Epigonen-Grandprix 2017: Ergebnisse (#157) (11)

Percy Lister Online



Beiträge: 3.586

09.12.2018 13:55
#50 RE: Bewertet: "Der Würger vom Tower" (1966, Stilverwandte) Zitat · Antworten

BEWERTET: "Der Würger vom Tower" (Deutschland 1965)
mit: Hans Reiser, Charles Regnier, Kai Fischer, Ellen Schwiers, Christa Linder, Alfred Schlageter, Ady Berber, Ruth Jecklin, Lis Kertelge, Walter Kiesler, Inigo Gallo, Rainer Bertram, Gerhard Geisler, Gisela Lorenz u.a. | Drehbuch: Erwin C. Dietrich | Regie: Hans Mehringer

Die vermögende Witwe Mary Wilkins, Besitzerin eines von nur fünf existenten Parvati-Smaragden, wird eines Nachts ermordet. Kurz darauf wird ihre Tochter Jane von Mitgliedern der "Brüder der ausgleichenden Gerechtigkeit" entführt. Inspektor Harvey von Scotland Yard sucht den Juwelier Clifton auf und informiert sich über die Geschichte des wertvollen Steines, der aus einem indischen Tempel entwendet wurde und wie ein Heiligtum verehrt wird. Währenddessen verfolgt der unheimliche Würger die Spur des Smaragden und tötet jeden, der sich weigert, den Stein herauszugeben....



Im Zuge der populären Krimiwelle sahen mehrere Produzenten die Chance, sich mit einem stilverwandten Film an den Erfolg der Kollegen ran zu hängen und von der Mundpropaganda zu profitieren. Es wurde angenommen, dass der Zuschauer nicht zwischen A- und B-Ware unterscheiden würde, sondern sich von einem klingenden Filmtitel und einer reißerischen Geschichte ebenso ins Kino locken lassen würde wie bei der namhafteren Konkurrenz. Die bekannten Leinwandregisseure waren fast durchgehend ausgebucht, weswegen auch Männer aus dem Fernsehmetier engagiert wurden. Der Schweizer Schauspieler Hans Mehringer hatte bisher vor allem Unterhaltungssendungen für das Fernsehen seiner Heimat inszeniert, ebenso schrieb er die Drehbücher zu einem dreiteiligen Mitratefernsehkrimi mit Alfred Schlageter und Fred Tanner ("Wer ist der Täter?"). Sein Engagement als Kinoregisseur blieb ein Gastspiel und er wandte sich anschließend wieder dem Unterhaltungsfernsehen zu. Andreas Demmer oblag es, für eindrucksvolle Bilder zu sorgen, was ihm nur teilweise gelingt. Viel Potential wird liegengelassen, wenn die Kamera falsch positioniert ist und die herrlichsten Gruselszenen übereilt und emotionslos abgedreht werden. Es gelingt leider nicht, Ady Berber unheimlich in Szene zu setzen, die Morde sind schlecht ausgeleuchtet und geschehen teilweise im Off. Die Musik ist sehr beschwingt, unterstützt die Handlung also nur bedingt. Stellenweise hört man einzelne Töne aus dem Score zum "Unheimlichen Mönch" (Regie: Harald Reinl) heraus, der im Herbst des selben Jahres gedreht wurde. Die krude Philosophie der Kapuzensekte erhält breiten Raum. Kuttenträger sind im Allgemeinen beliebte Exoten in der Krimilandschaft, assoziiert man mit ihnen doch ein unberechenbares Verhalten, das keine Rücksicht zu nehmen braucht, weil die Tarnung die Identität der Person unsichtbar macht.

Leider gelingt es der Urania Film nicht, das erfolgreiche Muster der routinierten Konkurrenz stimmig zu kopieren. Alles wirkt wie ein billiges Plagiat, das den Zuschauer seltsam ungerührt lässt. Es stellt sich keine Verbindung zu den Figuren her, welche größtenteils fremd und schablonenhaft wirken. Selbst gute alte Bekannte wie Charles Regnier und Ellen Schwiers geben sich wenig Mühe, ihren Rollen Leben einzuhauchen und aus den grob gezeichneten Vorgaben mehr herauszuholen als eine müde Performance im Fall von Regnier und eine geradezu ironisch überspitzte Dialogwiedergabe im Fall seiner Kollegin Schwiers. Hans Reiser, der von Arnold Marquis synchronisiert wurde - während man bei dem Vorsitzenden des Geheimbundes leider auf eine Stimmencamouflage verzichtete - spult seinen Part lustlos herunter. Kai Fischer ist in diesem träge wirkenden Ensemble die erfrischende Ausnahme, sie besticht durch die für sie typischen Akzente von feinem Humor und charmanter Lebhaftigkeit. Positiv hervorzuheben ist auch der Wechsel der Schauplätze. Obwohl es natürlich obligatorische London-Aufnahmen aus der Konserve gibt, bietet man durch die Schweizer Connection einige neue Außendrehorte. Schloss Hilfikon im Schweizer Kanton Aargau diente als Hintergrund für den Ansitz des Pferdeliebhabers Alfred Schlageter. So konnte man den Berliner und Hamburger Drehorten der deutschen Kollegen wenigstens eine eigenständige Note entgegensetzen. Der geheime Versammlungsort der Kapuzenbrüder sorgt nur bedingt für eine furchteinflößende Atmosphäre, obwohl die junge Heldin Christa Linder dort bange Tage durchleben muss. Ihre Figur bleibt weitgehend passiv, weil sie im Rahmen ihrer Rollenvorgabe wenig Möglichkeiten hat, einen nachhaltigen Auftritt zu formulieren. In Erinnerung bleiben so vor allem ihre Angst und ihre Resignation.

Schale Kriminalproduktion mit einem verschenkten Schauspieler-Ensemble, das selbst nicht an einen Erfolg zu glauben scheint. 2 von 5 Punkten

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