Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Forum Edgar Wallace ,...



Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 69 Antworten
und wurde 6.113 mal aufgerufen
 Filmbewertungen
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5
Prisma Offline




Beiträge: 7.543

29.12.2007 15:37
#16 RE: Bewertet: L. Weinert-Wilton - "Die weiße Spinne" (2) Zitat · antworten

Ich habe jedes Mal unglaubliches Mitleid mit Mady Rahl

Mike Pierce ( gelöscht )
Beiträge:

29.12.2007 15:39
#17 RE: Bewertet: L. Weinert-Wilton - "Die weiße Spinne" (2) Zitat · antworten
Tja,wer die Vergangenheit nicht ruhen lässt....

Auch in "Das Wirtshaus von Dartmoor" war sie zu neugierig.

Blinde Jack Offline




Beiträge: 2.000

30.12.2007 20:51
#18 RE: Bewertet: L. Weinert-Wilton - "Die weiße Spinne" (2) Zitat · antworten

ja! die arme....dabei war sie immer so hübsch!

Grunge - The best Musicstyle ever...

teddy Offline



Beiträge: 1.001

30.12.2007 20:53
#19 RE: Bewertet: L. Weinert-Wilton - "Die weiße Spinne" (2) Zitat · antworten

Schönheit schützt halt nicht

Gubanov Offline




Beiträge: 15.570

01.02.2008 22:38
#20 RE: Bewertet: L. Weinert-Wilton - "Die weiße Spinne" (2) Zitat · antworten
Heute einmal wieder gesehen und folgende Meinung gebildet:

- Darsteller:
Aus der Darstellerriege, die wiederum hervorragend zusammengesetzt ist, ragt besonders DAS Paar des deutschen 1960er-Jahre-Krimis, Joachim Fuchsberger und Karin Dor, in seiner wohl klassischsten Struktur heraus. Beide Darsteller können hier bis zum Exzess zeigen, was in ihnen steckt, was dem Film natürlich mehr als zugute kommt. Weitere bekannte Gesichter wie Werner Peters, Dieter Eppler oder meine allerliebste Mady Rahl werden optimal durch typische Epigonen-Darsteller (Chris Howland - dieses Mal wesentlich angenehmer -, Gert Frickhöffer) und "neue", passende Personen (Paul Klinger, Horst Frank) unterstützt. Obwohl man auf Kinski, Arent und Schürenberg verzichten muss, übernehmen ihre jeweiligen "Ersatz"-Rollen die Parts (fast) völlig gleichwertig.

- Regie:
Dieser Film ist eindeutig Harald Reinls bester Kriminalfilm der 1960er Jahre. Keine einzige Wallace-Produktion erreicht jenes typische und vertraute Sehgefühl, auf den ersten Blick ein Paradoxon. Bei genauerer Betrachtung mag es aber durchaus sein, dass Reinl - je nach Produzenten - einmal als Erholung von Vohrer bei Rialto und einmal als Vertretung von Vohrer bei den Epigonen eingesetzt wurde und somit dessen Stil einmal zu vermeiden und einmal zu kopieren hatte, was sich sicher auch auf seine eigene Art, die Filme zu inszenieren, auswirkte. So bekommt man hier zum Beispiel den Sitz des Chefs im Theaterviertel zu sehen, der einem Vohrer-Gruselkabinett alle Ehre gemacht hätte.

- Drehbuch:
Das Drehbuch ist makellos geschrieben (man merkt abermals das unbeschreibliche Adaptionstalent Egon Eis') und kritiklos als perfekt anzuerkennen. Trotz der übermäßig langen Spielzeit von beinahe 100 Minuten kommen weder Langeweile noch Dehnungserscheinungen auf. Dass der Täter schon recht zeitig zu durchschauen ist - nicht aufgrund einer offensichtlichen Auflösung, sondern aufgrund der eigenen Kombination des Zuschauers -, gibt diesem auf der einen Seite das gute Gefühl, einmal selbst "dahinter gekommen" zu sein, auf der anderen Seite vermittelt es aber ein ganz besonderes, beinahe bereits in Richtung "Columbo" gehendes Gefühl der kommenden Auflösung. Nicht mehr das "Wer" steht im Mittelpunkt, sondern das "Wie". - Die Geschichte um die arme Karin Dor (sie hat aber auch immer zu kämpfen) gibt der Handlung zusätzliche Spannung.

- Kamera:
Solide Arbeit, die die sinistre Seite des Plots offen und erbarmungslos, auf der anderen Seite aber nicht zu relitätsbetont einfängt. Die Kooperation von Beleuchtung und Bewegung ist anzuerkennen, besonders in den Szenen mit Inspektor Conway und im Theaterviertel.

- Musik:
Peter Thomas Score ist leider eher mittelmäßig, kann aber mit einem einigermaßen einprägsamen Titelscore "noch überzeugen".

- Gesamtwirkung:
Von Handlung, Besetzung, Spannung und handwerklicher Leistung her ein weit überdurchschnittlicher Kriminalfilm und einer der wenigen Epigonen, die im Vergleich zu den echten Wallace-Filmen gut bestehen. Deshalb ein würdiger und verdienter Gewinner des Epigonen-Grand-Prix und tatsächlich der beste Vertreter seines Subgenres. Dafür kann es nur eine Punktwertung geben:

5 von 5 Punkten!

2. Edgar-Wallace-Grand-Prix: Übersicht / Epigonen-Grandprix: Übersicht
UND NOCH MEHR LINKS: Der Lümmel-Blog / Das Lümmel-Forum
/ JBV1 JBV2 / EWP1 EWP2 EWP3 / DVD-Cover
(letztes Cover: 11.01.2008)
teddy Offline



Beiträge: 1.001

02.02.2008 14:16
#21 RE: Bewertet: L. Weinert-Wilton - "Die weiße Spinne" (2) Zitat · antworten

@ Gubanov

Was soll man da noch hinzufügen?
Du hast gesagt, was gesagt werden mußte und das in alles Ausführlichkeit.

Auch von mir gibt es hier 6/5 Punkten

Dieser Film hat für mich die richtige Platzierung im Grand-Prix.

Markus Offline



Beiträge: 629

07.02.2008 16:20
#22 RE: Bewertet: L. Weinert-Wilton - "Die weiße Spinne" (2) Zitat · antworten
Hab mir den Film auch mal wieder angesehen. Es war einer der ersten "Wallace"-Filme, die ich auf Video mitschneiden konnte, und ich liebte diesen Film für sein Tempo und die skurilen Einfälle. Ne Zeit lang habe ich sogar, wenn ich Lust hatte, szenenweise hineingesehen.

Inzwischen wieder gelöscht und neu aufgenommen (DVD wäre wirklich nicht schlecht), fiel mir diesmal auch die Vohrer-typische Trashatmosphäre ins Auge, die man von Reinl sonst nicht kennt. Es wäre interessant, anhand des Drehbuchs zu überprüfen, was davon aufs Konto von Eis und was von Reinl geht. Der Film gefällt mir immer noch, obwohl mir jetzt schon die Logiklöcher stärker bewusst wurden. Allein schon, wie allgegenwärtig Falconetti ist: Er meuchelt die Rahl, spricht mit Fuchsberger, schießt auf Fuchsberger und ist dann wieder auf dem Dachboden, um Fuchsberger (auch schnell) aufzulauern - und das alles mit zig verschiedenen Gesichtern. Lustiger als Epplers Maskerade (den ich tatsächlich als Kind schon identifizieren konnte) fand ich aber die Szene mit der alten Frau - denn weder diese noch der Stuntman haben viel Ähnlichkeit mit Eppler (als Kommentar taugt die erste Szene aus "Austin Powers", wer die kennt).

Ein lustiges Detail fand ich, dass Eppler nicht ganz sicher war, wie "Father O'Reilly" auszusprechen sei: im Angebot sind Reilly, Really und Rilley - davon zwei kurz nacheinander in der ersten Szene mit Dor und Fuchsberger. Alle anderen haben sich auf Reilly geeinigt.

Eine schöne Nebensache ist die beeindruckende Garde an Synchronsprechern: Friedrich Schoenfelder, Paul Klinger, Horst Frank, Werner Peters on-screen; Klaus Miedel, Gerd Duwner, Heinz Petruo, Wolfgang Draeger offscreen .

Und der Auftritt von Chris Howland ist wirklich sehr lustig eingebaut - was beweist, dass auch ein Running Gag nicht nervig sein muss.

Mir geht es mit dem Film ähnlich wie mit dem "Mönch mir der Peitsche" - nach Logik sollte man nicht fragen, er macht Spaß wegen seiner Effekte.

Gruß
Markus
Mike Pierce ( gelöscht )
Beiträge:

20.10.2008 16:59
#23 RE: Bewertet: L. Weinert-Wilton - "Die weiße Spinne" (2) Zitat · antworten

Hier nochmal das Plakat des Films:
http://www.essenzposters.com/relaunch/sh...il.php4?id=8138

Kannte ich bis vor kuzem noch nicht.


Gruß
Mike

HorstFrank Offline



Beiträge: 697

23.05.2009 00:26
#24 RE: Bewertet: L. Weinert-Wilton - "Die weiße Spinne" (2) Zitat · antworten

Joachim Fuchsberger und Karin Dor überzeugen wieder einmal als Krimi-Traumpaar, wie schon in den
Wallace-Filmen "Zimmer 13" und "Die Bande des Schreckens". Chris Howland sorgt mit wohl dosiertem
Humor an passenden Stellen für gute Auflockerung. Werner Peters ist wie immer genial, genauso wie
Horst Frank in der Rolle des Ganoven Kiddie, die er grandios spielt. Dieter Eppler mit seinen ver-
schiedenen Verkleidungen ist brillant, und es macht Spaß ihn in den "Rollen" zu sehen.
Peter Thomas komponierte wieder mal einen Ohrwurm-Soundtrack, der seinem Wallace-Kompositionen in
nichts nachsteht.
Die Mordszenen mit der Drahtschlinge sind toll von Dr. Harald Reinl in Szene gesetzt wurden.

5/5 Punkten für einen der besten Wallace-Epigonen!

Drei Freunde brauchst du im Leben: Verstand, Glück und 'n Kaugummi!
(Horst Frank in "Das Geheimnis der chinesischen Nelke")

Sir Oliver Offline




Beiträge: 2.007

07.07.2009 10:28
#25 RE: Bewertet: L. Weinert-Wilton - "Die weiße Spinne" (2) Zitat · antworten

hier kann ich mich auch nur den kommentaren von gubanov, markus und horstfrank anschließen!!

klasse film... hab ihn übrigens früher sogar für einen echten wallace gehalten!! da war ich aber noch klein... vielleicht 8 oder 9...

naja, jedenfalls 5/5 punkten!!

obwohl mir ehrlich gesagt eppler mit dem strumpf auf dem kopf sowie auch als inder nicht gefällt... aber die anderen characktere!! toll!!

Count Villain Online



Beiträge: 3.954

07.07.2009 15:09
#26 RE: Bewertet: L. Weinert-Wilton - "Die weiße Spinne" (2) Zitat · antworten

Ich hab den Film letztens auch erst wieder gesehen. Also mein Fall ist der Film nicht wirklich. Die weiße Spinne ist halt ein Krimimärchen mit einem Mörder in tausend Masken und einem Inspektor, bei dem man sich wundert, dass der mit seinen unkonventionellen Methoden durchkommt. Ne, da sind mir trotz der Stärken des Films bodenständigere Filme lieber.

MrFinch Offline



Beiträge: 94

11.01.2010 07:14
#27 RE: Bewertet: L. Weinert-Wilton - "Die weiße Spinne" (2) Zitat · antworten

Habe ihn gestern zum ersten Mal gesehen und bin ein wenig zwiegespalten. Einerseits eine zu großen Teilen wirklich gelungene Besetzung, dazu eine recht spannende Story, im Vergleich zu anderen Stilverwandten (wenn ich nur an den schrecklichen "Fluch der gelben Schlange" denke). Die Musik von Thomas gefällt mir gut, auch wenn mich andere Werke von ihm schon mehr überzeugt haben.
Andererseits finde ich es schade, dass man so schnell erkennt, dass sich Dieter Eppler hinter den Masken versteckt, sein Gesicht ist einfach zu charakteristisch. Dazu kommt Chris Howland, der mich bisher noch nie überzeugen konnte, weil er einfach zu albern ist, mit dem werd ich nicht warm.
Daher meiner Meinung nach ein solider, wenn auch nicht überragender Film. 2,5/5

Mamba91 Offline



Beiträge: 745

11.01.2010 13:34
#28 RE: Bewertet: L. Weinert-Wilton - "Die weiße Spinne" (2) Zitat · antworten

Mir hat "Die weiße Spinne" ausgezeichnet gefallen. Der Film ist gut besetzt und erzählt eine, im Gegensatz zu den anderen Stilverwandten und manch anderem Wallace- Film, originelle Story. Originell finde ich auch, dass sich einer der besten Inspektoren ein so großes Geheimnis um seine Identität macht. Das dreht den Film total um. Die Aufenthaltsräume des Mörders wirken fast schon harmlos, während das in-Szene-setzen der Verhöre durch Conway fast schon dämonisch wirkt. Ich finde es bemerkenswert, wie Harald Reinl es geschafft die Spannung im Minutentakt immer wieder zu steigern. Mit dem Soundtrack ist Peter Thomas wieder ein echtes Sahnestückchen gelungen.
"Die weiße Spinne" ist für mich fast schon Wallace- typisch, zumindest im Vergleich mit den Romanen. Chris Howland nervt mich hier überhaupt nicht. Da fand ich ihn in "Der Henker von London" und "Winnetou I" wesentlich schlimmer.
Eine der besten Stilverwandten Epigonen die es locker mit einem echten Edgar Wallace der sechziger Jahre aufnehmen kann. Geniales Drehbuch, geniale Regie,
5 von 5 Punkten

ProfChallenger Offline




Beiträge: 60

11.07.2010 20:56
#29 RE: Bewertet: "Die weiße Spinne" (1963, LWW 2) Zitat · antworten

Habe mir gestern abend DIE WEISSE SPINNE angeschaut und war wirklich ganz angenehm ueberrascht. Ich hatte den Film zwar schon einmal vor Jahr und Tag gesehen, aber praktisch fast alles dazu vergessen. Der Film ist in der Tat in vieler Hinsicht eine sehr gelungene Wallace Kopie (angefangen von den Schauspielern, ueber die Musik, den Regisseur und das Drehbuch).
Zwar ist nichts daran wirklich mysterioes - die Masken taeuschen wirklich niemanden und gab es irgendjemand hier, der nicht sofort ahnte, dass Fuchsberger auch der Inspektor aus Australien war? - aber die Stimmung ist wirklich wahnsinnig spassig, dass keine Langeweile aufkommen kann. Die unterhaltsamste Szene ist in der Tat, die in der Fuchsberger Charakter sich mit der "alten Frau" pruegelt.

Nicht perfekt, aber 4/5

Holger
http://krimifilm.blogspot.com/

Markus Offline



Beiträge: 629

13.07.2010 14:44
#30 RE: Bewertet: "Die weiße Spinne" (1963, LWW 2) Zitat · antworten

Zitat von ProfChallenger
Die unterhaltsamste Szene ist in der Tat, die in der Fuchsberger Charakter sich mit der "alten Frau" pruegelt.



Und dazu noch die Anekdote aus seinem Buch "Ungeplante Abenteuer".

Gruß
Markus

Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5
 Sprung  
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen