wir recherchieren gerade in den Archiven den Zusammenhang zwischen Glasauge und Phantom (und Handschuhe). Dazu eine Frage: Gibt es eigentlich irgendeinen Bezug in Glasauge zu etwas von Edgar Wallace? Das wäre sehr interessant. Vielen Dank im Voraus für die Antwort!
Kurze Antwort: Nein. Die längere: Es gibt keinen Roman von Wallace mit einem Titel-gebenden Glasaugenträger. Möglicherweise tauchte irgendwo mal jemand mit einem Glasauge (als Nebenfigur?) auf, aber das müssten jetzt die eingefleischten Wallace-Leser beisteuern. Mädchenhandel tauchte hier und da natürlich auch mal auf, bzw. ich erinnere mich an einen Roman, wo es durchaus sogar das Hauptthema war. Ich hatte als Titel irgendwie "Der Mann aus Marokko" im Kopf, aber der ist es nicht. Vielleicht kann ja auch da jemand helfen? Aber die Bauchrednerpuppe beispielsweise dürfte eine "freie" Idee von Fodor gewesen sein. Der Auftrag an Fodor damals war ja klar: Er sollte zwei Bücher im Stile des erfolgreichen "Der unheimliche Mönch" schreiben. Weil die Reihe zwei Jahre später unter Vohrer längst wieder eine andere Entwicklung genommen hatte, dürfte Paul Hengges Auftrag gewesen sein aus diesen beiden eher ernst gehaltenen Büchern "Die lachende Leiche" und "Die grausame Puppe" etwas zu machen, was sich eher in den Vohrer-Stil fügte. Das erklärt die etwas "nachträglich aufgesetzten" Szenen mit Sir Arthur, Miss Finley und auch Sergeant Pepper in "Im Banne des Unheimlichen" und "Der Mann mit dem Glasauge". Viel "echter" Edgar Wallace ist nicht mehr drin. Irgendwo schrieb ich mal, dass mich das inhaltlich wie stilistisch (aber auch im Personal: Stichwort Fritz Wepper) sehr an die zeitgleich laufende St. Pauli-Krimi-Welle erinnert.