Als sich ständig durch's Spandauer Unterholz aka auf dem CCC-Gelände rumzuschlagen, wäre das ja hier für den einen oder anderen mal 'ne echte Alternative.
Zitat von Gubanov im Beitrag #131@Ray: Meine alten Besprechungen stimmen oft nicht mehr mit meinen aktuellen Sichtweisen überein (wäre mal wieder Zeit für ein Update), deshalb bitte nicht ernst nehmen. Alles im Fluss. Die Mönche und viele der Vohrer-Farbfilme allerdings eher im Abfluss.
Das beruhigt mich jetzt zumindest teilweise. Stimmt, die allermeisten Besprechungen liegen schon lange zurück, in manchen Bewertungsthreads habe ich sogar gar keine Besprechung von dir gefunden. Würde mich daher über ein "Update" in nächster Zeit freuen.
Ich halte die Kreation des Mönchs für einen der besten Einfälle aus der Serie, wobei ich noch immer nicht so ganz genau weiß, ob man mit so einer Peitsche und der Bleikugel am Ende wirklich jemanden mit dieser Präzision ins Jenseits befördern könnte. Spielt aber auch keine Rolle, denn der Effekt dieser Verbrecherfigur ist so groß, dass es wenig verwunderlich ist, ihn in gleich zwei Filmen zu sehen.
Kritik gibt's beim Farbmönch auch von mir an Uschi Glas, deren damalige Funktion als Kassenmagnet mir nach wie vor suspekt und unerklärlich ist. Ihr Auftritt im Gorilla ist zwar besser als hier; der Level, auf dem das aber in beiden Fällen zu bewerten ist, liegt nach meinem Dafürhalten nicht sonderlich hoch. Verglichen mit der weiblichen Hauptrolle im uMönch muss Uschi Glas leider passen, auch wenn man ihr zugute halten muss, dass die weibliche Hauptrolle im uMönch erheblich dankbarer war als ihre hier im Farbpendant.
Zitat von Mr. Krimi im Beitrag #134Der "Mönch", ob in s/w oder in Farbe, gehört für mich auch per se zu den besten und wirkungsvollsten Verbrechern der Wallace-Serie.
Der "Mönch" ist bei Wallace so ein bisschen das, was die "Roboter" bei "Mit Schirm, Charme und Melone" sind. Nicht zuletzt wegen der mehrfachen Auftritte.
An der Performance von Uschi Glas kann ich auch kein gutes Haar lassen, vor allem gegenüber Karin Dor im "unheimlichen Mönch" schmiert sie gnadenlos ab. Zum Glück ist ihre Präsenz im Film nicht allzu groß, so dass sich ihre Darbietung auf meinen Gesamteindruck nur unwesentlich auswirkt.
Ja, sowohl im Remake von "Die toten Augen von London", als auch im Remake von "Der unheimliche Mönch" spielte ja Uschi Glas die weibliche Hauptrolle.
Ja, und hier wie da, erreicht sie die Darstellung einer Karin Baal oder einer Karin Dor nicht mal im Ansatz...da war die Uschi Glas in ihren beiden noch folgenden Wallace-Filmen, wenn nicht in schauspielerischer Höchstform, doch zumindest für mich; "überzeugender".
Ich habe mir den Film gestern nach vielen Jahren wieder einmal angesehen und kann mich nur anschließen. Er ist weder besonders schlecht noch gut.Für mich ist das Werk im oberen Mittelfeld der Serie anzusiedeln.
Was den Film trägt sind Ideen wie der Giftmord, die Gruft des Verbrechers oder die Idee einen verurteilten Mörder als Serienkiller einzusetzen. Gerade den letzten Einfall finde ich genial. Schauspielerisch gibt es einige gute Leistungen hervorzuheben wie die von Konrad Georg oder Siegfried Rauch. Fuchsberger und Schürenberg agieren routiniert aber eben auch nicht mehr. Die Musik ist solide kommt aber für mich nicht an die Melodien aus "Der Zinker", "Der Hexer" oder meinem heißgeliebten Titelmotiv aus "Der unheimliche Mönch" heran.
Über Uschi Glas ist das Wichtigste gesagt worden. Sie agiert nicht schlecht, wirkt aber recht farblos. Es fehlt ihr und ihren Rollen im Gegensatz zu Kolleginnen wie Karin Baal oder Karin Hübner einfach an Tiefgang.
Wofür ich rigoros Punkte abziehen muss, ist das Mordmotiv.
Drei Mädchen müssen sterben,um die Aufmerksamkeit von einer vierten abzulenken. Mit Verlaub "Häää?". Das wirkt absolut unglaubwürdig. Es erscheint mir so, als ob hier jemand auf Biegen und Brechen eine Mordserie konstruieren wollte, da eine Tote zu wenig ist für 90 Minuten.
Wo genau befindet (oder befand) sich denn die Einfahrt zum Zuchthaus? In der Umgebung der JVA Moabit bin ich da bisher nicht fündig geworden. Die Einfahrt sieht mir auch mehr nach Spandau aus.
Zitat von Lord Low im Beitrag #141Wo genau befindet (oder befand) sich denn die Einfahrt zum Zuchthaus? In der Umgebung der JVA Moabit bin ich da bisher nicht fündig geworden. Die Einfahrt sieht mir auch mehr nach Spandau aus.
Diese Frage konnte ich jetzt selbst klären. Für die Einfahrt wurde Pforte VII der JVA Moabit verwendet. Leider ist das durch die Sicherheitsmaßnahmen nicht mehr so leicht erkennbar.
Hier der Drehortvergleich:
Außerdem hab ich noch Vergleichsfotos aus dem Berliner Aquarium:
Gubanov
(
gelöscht
)
Beiträge:
31.10.2017 20:41
#144 RE: Bewertet: "Der Mönch mit der Peitsche" (1967, 24)
Hier war es eine wirklich gute Tat, diese zwei bekannten Drehorte auch endlich einmal fotografisch festzuhalten. Gerade ins Aquarium sowie überhaupt in den Zoo bin ich kurioserweise in all den Jahren bisher noch gar nicht gekommen. Hast du dort auch die ausstehenden Vergleiche für "Der Fluch der gelben Schlange" aufgenommen?
Habe den Film jetzt zweimal gesehen und auf mich wirkt der Film wie eine Demontage seines eigenen geschaffenen Genres.Der alberne, übertrieben kaugummikauende Fuchsberger ist dafür das Paradebeispiel. EIne Parodie auf die Hochzeit der Serie. Das macht den Film für mich nicht mehr sehenswert und mich stellenweise sogar etwas wehmütig.
Zum Thema Uschi Glas und ihren fragwürdigen Einsätze in den Wendlandt-Produktionen sind sehr einfach zu beantworten, wenn man weiß das beide angeblich eine über professionelle Beziehungen hinaus gehende Bekanntschaft pflegten ;) Schauspielerisch ist das nicht anschaubar und übertrifft sogar ihre Rolle als Apnatschi im selben Jahr an blasser Schauspiel"kunst". Und noch heute weiss diese Dame nicht durch irgendeine Rolle schauspielerisch zu überzeugen.
Zitat von Cinemascope im Beitrag #148Schauspielerisch ist das nicht anschaubar und übertrifft sogar ihre Rolle als Apnatschi im selben Jahr an blasser Schauspiel"kunst". Und noch heute weiss diese Dame nicht durch irgendeine Rolle schauspielerisch zu überzeugen.
Kunststück, im May-Film hatte sie mit Marion Hartmann immerhin noch eine kompetente Synchronsprecherin, die wenigstens ein bißchen Schauspiel in die Rolle retten konnte. Ansehnlich war Frau Glas damals ja, aber ansonsten genauso talentfreie Zone wie heute.
Gubanov
(
gelöscht
)
Beiträge:
11.05.2019 10:20
#150 Wallace der Woche (27): Der Mönch mit der Peitsche (1967)
Schon dem Hexer waren zwei Filmauftritte in kurzer Folge vergönnt – warum sollte man bei der Rialto nicht also auch (ganz im Stil Wallace’scher Fortsetzungsgeschichten) den effektiven Mördermönch aus dem letzten Schwarzweißfilm wieder aufwärmen? In einer poppigen Kutte wandelt er nun durch Farbnebel, der auf der altvertrauten Pfaueninsel besonders wohlig daherkommt.
Es gibt vermutlich wenige Meinungsunterschiede darüber, welcher der beiden „Mönch“-Filme der bedeutsamere oder kreativere ist. In Hinblick auf den Unterhaltungswert kann man Reinls Klassiker aber in einem recht offenen Match gegen Vohrers Buntspektakel antreten lassen. Immerhin schnitt „Der Mönch mit der Peitsche“ im letzten Wallace-Grandprix als bester Farbfilm ab. Ein gerechtfertigtes Urteil?