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Dieses Thema hat 176 Antworten
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Gubanov Offline




Beiträge: 16.120

21.09.2016 20:41
#121 RE: Bewertet: "Der Mönch mit der Peitsche" (1967, 24) Zitat · Antworten

Ich mag beide Trailer. Erinnern mich daran, dass ich früher auch gern Wallace-Trailer zusammengeschnitten habe. Gern mehr davon!

Lord Low Offline




Beiträge: 652

22.09.2016 01:11
#122 RE: Bewertet: "Der Mönch mit der Peitsche" (1967, 24) Zitat · Antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #121
Ich mag beide Trailer. Erinnern mich daran, dass ich früher auch gern Wallace-Trailer zusammengeschnitten habe. Gern mehr davon!


Freut mich. Mehr sind in Arbeit.

Ray Offline



Beiträge: 1.320

15.10.2016 23:24
#123 RE: Bewertet: "Der Mönch mit der Peitsche" (1967, 24) Zitat · Antworten

Der Mönch mit der Peitsche (BRD 1967)

Regie: Alfred Vohrer

Darsteller: Joachim Fuchsberger, Uschi Glas, Siegfried Schürenberg, Claus Holm, Hans Epskamp, Tilly Lauenstein, Narziss Sokatscheff, Siegfried Rauch, Günter Meisner, Grit Böttcher, Harry Riebauer, Konrad Georg, Ewa Strömberg, Suzanne Roquette, Susanne Hsiao, Jan Hendriks, Heinz Spitzner, Bruno W. Pantel, Rudolf Schündler, Tilo von Berlepsch, Wilhelm Vorwerg u.a.



Anhand eines Vergleichs von "Der Mönch mit der Peitsche" mit "Der unheimliche Mönch" lassen sich die Gretchenfragen der Wallace-Reihe beispielhaft diskutieren: Schwarzweiß oder Farbe? Reinl oder Vohrer? (Auflösung unten).

Zudem ist das Verhältnis der beiden Filme äußerst interessant: Fortsetzung? Remake? Quasi-Remake? Zunächst mordet in beiden Filmen ein peitschenschwingender Mönch. Das Milieu - Mädchenheim - ist ebenfalls identisch. Bis auf Sir John treten allerdings allesamt neue Figuren auf. Darsteller, die in beiden Filmen dabei sind (z.B. Uschi Glas, Susanne Hsiao) spielen andere Rollen, wenn auch im Falle der beiden Damen gleiche "Typen". Aber auch das ist ja bei Wallace nichts Neues. Letztlich spricht vieles für eine (lose) Fortsetzung, nicht zuletzt der Umstand, dass Sir John den Vorgänger in einer Szene im Schwimmbad explizit anspricht.

Zurück zum Film selbst. "Der Mönch mit der Peitsche" dürfte der auf oberflächlicher Ebene am besten zu unterhalten wissende Beitrag der Reihe sein. Alfred Vohrer machte dies, was auch heute noch "Franchises" (z.B. die "Fast & Furious"-Reihe oder "Bad Boys II") tun, wenn ihnen die Ideen ausgehen: an der Action-, Tempo-, Spannungs- und Humorschraube drehen. Das Rezept geht hier voll auf.

Zur Action ist zu bemerken, dass die Auftritte des "Mönchs" spektakulärer und damit gelungener ausfallen als im Vorgänger. Sowohl die Morde des Mönchs können allesamt überzeugen als auch der spektakuläre Showdown im "Aquarium". Darüber hinaus macht man sich das Medium Farbfilm zunutze: ein Mönch mit knallroter Kutte überfällt im Wald Grit Böttcher im quietschgelben Outfit - das hätte in schwarzweiß eine ganz andere Wirkung gehabt. Doch begnügt sich der Film nicht allein mit "Mönchs"-Action, dazu treten noch habgierige Killer mit kreativen Mordinstrumenten (Bibeln, Giftgaspistolen).

Der Film legt gleich los wie die Feuerwehr. Im Grunde bekommt man hier eine doppelte Eröffnungssequenz geboten. Bis Scotland Yard aufschlägt, gibt es schon drei Leichen und der Zuschauer durfte mit Spannung beobachten, wie in der Organisation des "Chefs" ein Rädchen ins andere greift (heimlicher Transport Keeneys ins Aquarium, Mord, Rückkehr).

"Der Mönch mit der Peitsche" ist nicht zuletzt eine triumphale Rückkehr für Joachim Fuchsberger. Doch er kommt nicht zurück, ohne seiner Figur neue Facetten zu verleihen. So tritt er in diesem Film wesentlich cooler und abgebrühter auf als in den vorangegangenen Filmen, was durch sein Kaugummikauen plastisch unterstrichen wird. Higgins geht den Fall routiniert an, mit "klarem Kopf", möglicherweise auch deshalb, weil ihm diesmal niemand begegnet, der sein tieferes Interesse weckt, obschon kleinere Andeutungen in dieser Richtung gestreut werden. Vielleicht war man diesbezüglich zu der Überzeugung gelangt, dass es langsam unglaubwürdig erscheine, wenn sich ein "gestandener" Mann wie Fuchsberger in ein "Naivchen" von Uschi Glas verguckt.

Was den Film so herausragend macht, ist die hervorragende Chemie zwischen Fuchsberger und Schürenberg, denen man die gemeinsame Pause zu keiner Sekunde ansieht - im Gegenteil, das Buddy-Gespann zeigt sich in absoluter Höchstform! Da wäre auf der einen Seite Sir John, der sich dank eines Abendkurses auf "psychologische Methoden" verlegt hat, und Inspektor Higgins, den nur "Tatbestände" interessieren, auf der anderen Seite. Dieser Wettstreit ist so fabelhaft, dass es dem für derartigen Humor offenen Wallace-Fan die Tränen in die Augen schießen lässt. Ob die Verhöre im Mädcheninternat oder bei Scotland Yard, die Pointen fliegen einem nur so um die Ohren, dass man alleine mit Sir John-Zitaten Seiten füllen könnte. Beispielhaft sei die Szene genannt, in der er kläglich daran scheitert, aus Harry Riebauer alias Mr Denver ein Geständnis herauszukriegen ("Ach du lieber Himmel, mal ein kleiner Mord hier und da - das kommt doch überall vor, darüber kann man doch reden, nicht wahr? Na, wollen wir darüber reden?") und anschließend Higgins triumphierend mit der Schlussfolgerung entgegenschreitet: "Der Gärtner ist der Mörder". Sir John alias Siegfried Schürenberg auf seinem Höhepunkt, er war nie besser und sollte auch nie mehr dieses Niveau erreichen. Aber auch Fuchsberger lieferte insgesamt eine seiner besten Auftritte ab, eben weil er die Rolle etwas anders akzentuierte als sonst.

Angesichts dieses Gespanns und des allgemeinen Tempos haben es die anderen Darsteller naturgemäß schwer, der "Mönch" ist eben - mit Ausnahme von Fuchsberger und Schürenberg - kein Film, in dem sich Akteure sonderlich profilieren können. Insgesamt fällt die ungemeine Breite an bekannten Namen und Gesichtern auf, auch wenn eine Vielzahl sicherlich einen gewissen B-Movie-Charme ausstrahlt, was jedoch vorzüglich zu dem Film passt. Bei Uschi Glas und Grit Böttcher besteht das Problem, dass sie - gerade mit den Frisuren - optisch nicht viel hermachen und noch dazu schauspielerisch limitiert sind. Da hätte man besser die zweite Reihe gegen die erste getauscht, denn Suzanne Roquette und Susanne Hsiao sind in jeder Hinsicht vorzugswürdig. Susanne Hsiao spielt übrigens zum dritten und letzten Mal eine "Insassin" in einem Mädchenheim. Eine gute Figur machen die "Killer vom Dienst" Narziss Sokatscheff und Siegfried Rauch sowie der keine Miene verziehende treue Knecht des "Chefs", Greaves alias Günter Meisner. Auch Harry Riebauer, Jan Hendriks, Claus Holm und Heinz Spitzner machen ihre Sache ordentlich. Streitbare Darbietungen liefern hingegen Konrad Georg (arg überzogen, zudem in einigen Szenen unvorteilhaft musikalisch untermalt) und Tilly Lauenstein (da war einfach wesentlich mehr drin).

Interessant ist auch die "Lektüre" der Darsteller. Harry Riebauer blättert entspannt in einem "Männermagazin", während Suzanne Roquette ein undefinierbares Heft mit Bodybuildern "liest". Hier zeigt sich, dass man sich dem Zeitgeist anpasste, die Zeit, in der die Romane spielen, hatte man längst verlassen.

Alles in allem ist der Film derart gnadenlos unterhaltsam, dass man Logiklöcher oder unfreiwillige Komik ("Wer hat sie hier her verschleppt?" "Ein Mann!") gerne über sich ergehen lässt. Zum Nachdenken kommt man ohnehin kaum. Das Drehbuch ist trotz der zu verkraftenden Schwächen sehr ordentlich. Reinecker perfektionierte vor allem seine "Verbrecherpyramide". Der Score baut auf "Die blaue Hand" auf, ist zwar nicht so gut wie im "unheimlichen Mönch". Zur weiteren Unterstreichung des Tempos eignen sich die Klänge Martin Böttchers jedoch allemal.

Zur Ausgangsfrage: auch wenn die Schwarzweiß-Filme und die Werke Harald Reinls im Schnitt eine höhere Qualität aufweisen als die Farb-Filme und die Beiträge Alfred Vohrers, verdient hier "Der Mönch mit der Peitsche" gegenüber dem "unheimlichen Mönch" knapp den Vorzug.


Fuchsberger und Schürenberg als fulminantes Buddy-Gespann, ein hoher Bodycount, Action, Tempo und Spannung in Hülle und Fülle, dazu ein "typischer" Reinecker, der seine Verbrechenspyramide perfektioniert: "Der Mönch mit der Peitsche" ist einer der absolut besten Wallace-Filme überhaupt und räumt daher locker die Höchstwertung ab. 5 von 5 Punkten!

patrick Online




Beiträge: 3.129

15.10.2016 23:44
#124 RE: Bewertet: "Der Mönch mit der Peitsche" (1967, 24) Zitat · Antworten

1967 hatten die Wallace-Filme noch einiges zu bieten. Leider ging es danach sehr bald sehr steil bergab.

Gubanov Offline




Beiträge: 16.120

16.10.2016 00:31
#125 RE: Bewertet: "Der Mönch mit der Peitsche" (1967, 24) Zitat · Antworten

Von dieser Wertung bin ich, offen gesprochen, ziemlich geschockt. So ein oberflächlicher Film ... und dann ernsthaft das Prädikat "einer der absolut besten Wallace-Filme überhaupt"? Was eine Kapuze so alles bewirken kann ...

Marmstorfer Offline




Beiträge: 7.446

16.10.2016 00:37
#126 RE: Bewertet: "Der Mönch mit der Peitsche" (1967, 24) Zitat · Antworten

Zitat von Ray im Beitrag #123
"Der Mönch mit der Peitsche" ist einer der absolut besten Wallace-Filme überhaupt und räumt daher locker die Höchstwertung ab.



kaeuflin Offline




Beiträge: 1.259

16.10.2016 01:05
#127 RE: Bewertet: "Der Mönch mit der Peitsche" (1967, 24) Zitat · Antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #125
Von dieser Wertung bin ich, offen gesprochen, ziemlich geschockt. So ein oberflächlicher Film ... und dann ernsthaft das Prädikat "einer der absolut besten Wallace-Filme überhaupt"? Was eine Kapuze so alles bewirken kann ...




Da bin ich eindeutig bei dir - nene Schauspieler bis auf Glas ok - die aber grausam wie selten und der Rest ist Recyling der jede Stimmung killt,
da wurde es selbst danach noch einige male besser...

Aber natürlich alles Geschmacksache

Happiness IS the road ! (Marillion)

Count Villain Offline




Beiträge: 4.255

16.10.2016 01:18
#128 RE: Bewertet: "Der Mönch mit der Peitsche" (1967, 24) Zitat · Antworten

Ich geselle mich auch mal zur Pro--Fraktion.

Bestimmt nicht qualitativ der beste, aber aufgrund seiner verfluchten großen Unterhaltsamkeit auf jeden Fall einer der besten.

Ray Offline



Beiträge: 1.320

16.10.2016 09:40
#129 RE: Bewertet: "Der Mönch mit der Peitsche" (1967, 24) Zitat · Antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #125
Von dieser Wertung bin ich, offen gesprochen, ziemlich geschockt. So ein oberflächlicher Film ... und dann ernsthaft das Prädikat "einer der absolut besten Wallace-Filme überhaupt"? Was eine Kapuze so alles bewirken kann ...


Das war ich bei deinen Wertungen zu "Die Bande des Schreckens" und "Der unheimliche Mönch" auch. Keine Sorge, das geht vorüber.

Ich weiß zwar nicht, was es konkret mit deiner "Kapuzen-Allergie" auf sich hat, aber irgendwie fallen alle Filme mit Kapuzenträger bei dir durch. So unterschiedlich sie auch sein mögen. Das Kostüm spielt zwar auch eine (untergeordnete) Rolle, aber da gibt es noch ein besseres.

Meiner Meinung nach hat jede Phase seine eigenen Spielregeln, die Zeit der "Edel-Krimis" ist 1967 eben vorbei. Ich bin für alles offen. Wichtig ist, dass das Konzept in sich stimmig ist. (Das wird auch später bei den Gialli entscheidend sein.) Und das ist hier der Fall. Man erhebt nicht den Anspruch, hochwertige Kriminalfilmkost zu präsentieren, leistet sich im Gegenzug aber auch nicht so viele Patzer wie noch im "Buckligen". Ein "guilty pleasure", wie @Count Villain oben irgendwo mal schrieb.

Den "perfekten" Wallace-Film gibt es für mich ohnehin nicht. Aber hier ist man bei so vielen Aspekten im sehr guten Bereich, dass das in meinen Augen für die Höchstwertung und das Prädikat "einer der absolut besten Wallace-Filme" ausreicht.

greaves Offline




Beiträge: 522

16.10.2016 10:00
#130 RE: Bewertet: "Der Mönch mit der Peitsche" (1967, 24) Zitat · Antworten

Also ich bin auch Fan.von diesem Mönch hätte ich wirklich Angst wenn der mir nachts auf dem Friedhof begegnen würde.
Mir gefällt auch das es coole Szenen gibt wie die auf dem Friedhof.
Als ich vor ein paar Jahren auf der pfaueninsel war,sprach ich mit einem Gärtner der da so seit Anfang der 70 er Jahren auf der Insel arbeitete.Er erzählte mir das in der Meierei ein alter Mann wohnte,der die Dreharbeiten auf der Insel miterlebte.Auch erinnerte er sich das dieser ältere Mann ihm erzählte,das die Filmleute bei einem Film viele Kreuze aufstellten.ich nehme jetzt mal an,das es hier um den handelte.( hier meine Geschichte am Rande)

Gubanov Offline




Beiträge: 16.120

16.10.2016 10:25
#131 RE: Bewertet: "Der Mönch mit der Peitsche" (1967, 24) Zitat · Antworten

@Ray: Meine alten Besprechungen stimmen oft nicht mehr mit meinen aktuellen Sichtweisen überein (wäre mal wieder Zeit für ein Update), deshalb bitte nicht ernst nehmen. Alles im Fluss. Die Mönche und viele der Vohrer-Farbfilme allerdings eher im Abfluss.

Giacco Offline



Beiträge: 1.839

16.10.2016 10:27
#132 RE: Bewertet: "Der Mönch mit der Peitsche" (1967, 24) Zitat · Antworten

Zitat von Ray im Beitrag #129


Meiner Meinung nach hat jede Phase seine eigenen Spielregeln, die Zeit der "Edel-Krimis" ist 1967 eben vorbei. Ich bin für alles offen. Wichtig ist, dass das Konzept in sich stimmig ist.


Das sehe ich auch so.

Jan Online




Beiträge: 1.431

16.10.2016 11:06
#133 RE: Bewertet: "Der Mönch mit der Peitsche" (1967, 24) Zitat · Antworten

Zitat von Ray im Beitrag #129
"Kapuzen-Allergie"




Ich halte die Kreation des Mönchs für einen der besten Einfälle aus der Serie, wobei ich noch immer nicht so ganz genau weiß, ob man mit so einer Peitsche und der Bleikugel am Ende wirklich jemanden mit dieser Präzision ins Jenseits befördern könnte. Spielt aber auch keine Rolle, denn der Effekt dieser Verbrecherfigur ist so groß, dass es wenig verwunderlich ist, ihn in gleich zwei Filmen zu sehen. Dass der Farbmönch kein Aufguss des farblosen Kollegen ist, wird ja im Film durchaus erwähnt - es handelt sich eher um eine inhaltlich nicht in Zusammenhang stehende Fortsetzung. Dass es ziemlich unwahrscheinlich ist, dass Scotland Yard binnen kurzer Zeit nun schon zum zweiten Male mit einem solchen Typen konfrontiert wird - geschenkt. Hinsichtlich des viel beschworenen und einfach recht maßgeblichen Unterhaltungswertes übertrumpft der Farbkamerad seinen schwarzweißen Vorgänger definitiv. Wobei es in puncto Spannung durchaus auch in Reinls Film einige Momente gibt, die sich in dieser Intensität in Vohrers Film weniger finden. Insofern bin ich bezüglich des Farbmönchs nicht gar so frenetisch wie Ray, kann aber durchaus nachvollziehen, dass man dem Film ne ganze Menge abgewinnen kann. Er wirkt in sich rund und stimmig, nicht so versatzstückhaft wie die Hand und sicher auch nicht so polarisierend wie der Bucklige. Auch kann ich nicht erkennen, dass der Farbmönch nun oberflächlicher oder billiger daherkommen soll als übrige Beiträge der Reihe. Wäre Nelly Oaks Domizil an der Elbthemse in Farbe gedreht worden, sähe das vermutlich nicht viel anders aus als die Kulissen einiger Farbfilme. Alleine der hellblau schimmernde Atelierboden - in den Schwarzweißfilmen eher matt und natürlich farblos - trägt zu dem veränderten Gesamtbild bei.

Kritik gibt's beim Farbmönch auch von mir an Uschi Glas, deren damalige Funktion als Kassenmagnet mir nach wie vor suspekt und unerklärlich ist. Ihr Auftritt im Gorilla ist zwar besser als hier; der Level, auf dem das aber in beiden Fällen zu bewerten ist, liegt nach meinem Dafürhalten nicht sonderlich hoch. Verglichen mit der weiblichen Hauptrolle im uMönch muss Uschi Glas leider passen, auch wenn man ihr zugute halten muss, dass die weibliche Hauptrolle im uMönch erheblich dankbarer war als ihre hier im Farbpendant.

Auch der große Beifall für Joachim Fuchsberger kommt von mir nicht in dem Maße. Etwas zu lasch und zu desinteressiert, würde ich meinen. Seinen besten Auftritt in der Rolle des Inspektor Higgins hat er aber ja noch vor sich, denn auch im Hexer findet man wohl einiges an Kritik, wenn man suchen möchte.

Alles in allem findet sich der Farbmönch bei mir durchaus in der oberen Hälfte der Wallace-Filme wieder. Er ist temporeich, hat tolle und abwechslungsreiche Drehorte, bietet ein herrliches Farbspiel und einen in der Tat bestens aufgelegten Siegfried Schürenberg, der gerade so spielt, als habe er sich für anstehende Gagenverhandlungen noch einmal ins rechte Licht setzen wollen.

Gruß
Jan

Mr. Krimi Offline




Beiträge: 297

16.10.2016 12:22
#134 RE: Bewertet: "Der Mönch mit der Peitsche" (1967, 24) Zitat · Antworten

Der "Mönch", ob in s/w oder in Farbe, gehört für mich auch per se zu den besten und wirkungsvollsten Verbrechern der Wallace-Serie.

Beim direkten Vergleich, schneidert der 65er schwarze Kuttenträger um Längen besser ab, als sein roter Bruder von 1967!

Das betrifft den Film insgesamt, als auch die Regie, die Darsteller und die Locations, die Musik...

Lediglich bei der Grundidee; ein maskierter Verbrecher in einem Mädcheninternat, finde ich beide von der Storyline in etwa gleich stark.

Für mich ist "Der unheimliche Mönch" im Endprodukt mehr ein Gruselthriller, und "Der Mönch mit der Peitsche", eher ein "Gruselmärchen" für Erwachsene.

Der eine ist bei mir weit oben auf meiner Skala, der andere im guten Mittelfeld.

PS: Ach ja, ich möchte übrigens auch keinen der beiden überm Weg laufen...

DanielL Offline




Beiträge: 3.776

16.10.2016 12:45
#135 RE: Bewertet: "Der Mönch mit der Peitsche" (1967, 24) Zitat · Antworten

Zitat von Mr. Krimi im Beitrag #134


PS: Ach ja, ich möchte übrigens auch keinen der beiden überm Weg laufen...


Dann empfehle ich dringend, die "Semanta Santa", die Karwoche in Andalusien, zu meiden. :)

http://www.artencordoba.com/semana-santa..._OFICIAL_07.jpg

Gruß,
Daniel

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