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Dieses Thema hat 131 Antworten
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Edgar007 Offline




Beiträge: 2.278

01.10.2015 18:42
#121 RE: Bewertet: "Das Verrätertor" (1964, 18) Zitat · antworten

Zitat von Blinde Jack im Beitrag #120
Ich sage keineswegs, dass sie eine schwache Leistung abliefert, nur halte ich sie im Hexer für noch besser!

Absolute Zustimmung. Ihre Darstellung der Cora Ann ist einfach umwerfend....

Lord Low Offline




Beiträge: 563

17.08.2016 20:08
#122 RE: Bewertet: "Das Verrätertor" (1964, 18) Zitat · antworten

Hab ich mich verhört oder wird Klaus Kinski im Film als "Kinski" angesprochen?

Count Villain Offline



Beiträge: 3.846

17.08.2016 20:16
#123 RE: Bewertet: "Das Verrätertor" (1964, 18) Zitat · antworten

Zitat von Lord Low im Beitrag #122
Hab ich mich verhört oder wird Klaus Kinski im Film als "Kinski" angesprochen?


Nein, hast du nicht.

In der deutschen Synchro ist es tatsächlich "Kinski". In der englischen "Kane".

Lord Low Offline




Beiträge: 563

17.08.2016 20:20
#124 RE: Bewertet: "Das Verrätertor" (1964, 18) Zitat · antworten

Schon recht kurios. Weiss man, wie es dazu kam bzw. wer die Idee dazu hatte?

Peter Offline




Beiträge: 2.789

17.08.2016 20:32
#125 RE: Bewertet: "Das Verrätertor" (1964, 18) Zitat · antworten

Zitat von Lord Low im Beitrag #124
Schon recht kurios. Weiss man, wie es dazu kam bzw. wer die Idee dazu hatte?

Wer auch immer es war - die Idee war reiner Mist. Ein blöder Gag, der immerhin zur gelangweilten Darbietung einer relativ öden Rolle passte. Kein Wunder, dass sich Kinski in dieser Phase emotional von Wallace verabschiedete und nur aus Geldnot hin und wieder zurückkehrte.

patrick Offline




Beiträge: 2.773

17.08.2016 21:17
#126 RE: Bewertet: "Das Verrätertor" (1964, 18) Zitat · antworten

Zitat von Peter im Beitrag #125
Zitat von Lord Low im Beitrag #124
Schon recht kurios. Weiss man, wie es dazu kam bzw. wer die Idee dazu hatte?

Wer auch immer es war - die Idee war reiner Mist. Ein blöder Gag, der immerhin zur gelangweilten Darbietung einer relativ öden Rolle passte. Kein Wunder, dass sich Kinski in dieser Phase emotional von Wallace verabschiedete und nur aus Geldnot hin und wieder zurückkehrte.


Aber eins muss man ihm lassen. Sein Part im Verrätertor war toll.

Lord Low Offline




Beiträge: 563

20.09.2016 17:16
#127 RE: Bewertet: "Das Verrätertor" (1964, 18) Zitat · antworten

Ich hab mir mal wieder den Trailer angesehen und festgestellt, dass da irgendwas fehlt. Bei 0:47 wird der Erzähler plötzlich unterbrochen. Hat jemand den Trailer schon mal in der kompletten Fassung gesehen?

Havi17 Offline




Beiträge: 2.955

22.09.2016 18:37
#128 RE: Bewertet: "Das Verrätertor" (1964, 18) Zitat · antworten

Sorry, kann leider nicht helfen, Danke für diesen Link!
Fehlte noch in meiner Sammlung

Gruss
Havi17

Ray Online



Beiträge: 774

30.09.2016 22:40
#129 RE: Bewertet: "Das Verrätertor" (1964, 18) Zitat · antworten

Das Verrätertor (BRD 1964)

Regie: Freddie Francis

Darsteller: Albert Lieven, Margot Trooger, Gary Raymond, Catherina von Schell, Eddi Arent, Klaus Kinski, Heinz Bernard, Anthony James u.a.




"Das Verrätertor" steht stellvertretend für einige Wallace-Filme, die lange geplant, immer wieder verschoben und daher am Ende ganz anders wurden als geplant. Vergleicht man die endgültige Besetzungsliste mit dem "All-Star-Cast", mit dem man zwischendrin plante (Fuchsberger, Dor, Lowitz, Flickenschildt, Schürenberg u.a.), so fällt diese - zumindest in der Breite - doch recht unspektakulär aus. Ein überaus kluger Schachzug war es hingegen, die Hauptrollen Albert Lieven und Margot Trooger anzuvertrauen. Lieven war durch seinen Background für Co-Produktionen ohnehin prädestiniert, gleichsam passte er hervorragend in die Rolle des erfolgreichen Geschäftsmanns Trayne, der trotz Wohlstands dem Nervenkitzel eines spektakulären Raubes nicht widerstehen kann. Trooger hatte bereits im "Hexer" restlos überzeugt und durfte hier eine sogar noch anspruchsvollere Figur verkörpern. Gerade zu Anfang abermals distanziert, offenbart sie im Laufe des Films auch verletzliche Seiten, bleibt dabei in ihrem Spiel jedoch stets äußerst dezent. Es sind Blicke oder ein mildes Lächeln, mit dem sie ihren Gemütszustand mitteilt, keine großen Gefühlsausbrüche. Alles in allem hat der deutsche Film wohl nie ein eleganteres gemischtes Gangster-Duo gesehen.

Eddi Arents Rolle ist diesmal vergleichsweise geschickt in den Handlungsablauf integriert. Gerade seine Einführungsszene, in der er auf Nachfrage nach "besonderen Sehenswürdigkeiten" in ein Striptease-Lokal gelotst wird, lässt den Zuschauer mindestens schmunzeln. Demgegenüber leistet er sich gerade gegen Ende einige überzogene Einlagen. Klaus Kinski wird im Grunde abermals verschenkt, holt wie immer aber alles und noch viel mehr aus der recht überflüssigen Rolle heraus. Die Szenen, in denen er am Zeigefinger lutschend Mitwisser aus dem Weg räumt oder Geiseln in Schach hält, gehören zweifelsohne zu den Highlights des Films. Ein mehr als ordentliches Gastspiel gab schließlich Catherina von Schell, die Ende der 1960er einen Auftritt im James Bond-Film "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" erhalten sollte. Sie überzeugt durch eine natürliche, unaufdringliche Ausstrahlung und hätte gerne öfter besetzt werden dürfen, beispielsweise anstelle von Grit Böttcher in "Der schwarze Abt". Die englischen Darsteller sind sicher eher was für Kenner und dürften hier kaum Leuten bekannt sein. Wie so oft hatten sie aber zumindest teilweise Auftritte in damals populären Krimiserien (so z.B. Gary Raymond in "Simon Templar").

Dass der Film in der breiten Öffentlichkeit eher unbekannt und auch unter Fans überwiegend weniger beliebt ist, liegt einerseits an der weniger spektakulären Besetzung, andererseits an der ungewohnten inhaltlichen Herangehensweise. Heist-Movie statt Whodunit. Wie so viele Experimente (z.B. "Das Rätsel der roten Orchidee") kam dieses nicht besonders gut an. Der Unterschied zu Filmen wie "Zimmer 13" oder eben "Orchidee" besteht indes darin, dass man bei diesen noch - mehr oder weniger stimmig - einen Whodunit einbaute, hier jedoch gänzlich darauf verzichtete. Etwa bis zur Hälfte geht das Rezept auch gut auf. Die Flucht von Dartmoor ist ordentlich gefilmt und sehr atmosphärisch. Die zentralen Figuren werden frühzeitig und prägnant eingeführt. Die Story kommt schnell in Gang, der Zuseher weiß recht schnell, wohin die Reise gehen wird. Darüber hinaus wird die Planung kurzweilig an optisch reizvollen Orten erzählt. Komischerweise fehlt dem Film bei der Umsetzung des Coups und den anschließenden Verfolgungen dann allerdings ein wenig die Dynamik. Einige Szenen des Überfalls geraten langatmig, weil der Zuschauer aus den Ausarbeitungen, Proben und anfänglichen Szenen im Tower eben genau weiß, was passiert. Gerade in dieser Phase geht der Inszenierung zudem das Überraschende ab, alles wirkt routiniert wie der Coup selbst.

Die Musik von Peter Thomas wurde ja überwiegend über den Klee gelobt. Die Titelmusik ist sicher gut, gehört für mich aber keinesfalls zu den besten. Ich bin da auch eher bei denjenigen, welche die tempolastigen oder melancholischen Stücke von Thomas bevorzugen. Vor allem das "Aha" finde ich beim Hören der CD "Best Of Edgar Wallace" höchst nervig, zur Szene im Film passt es hingegen ganz gut.

Summa summarum dürfte der Film im hinteren Mittelfeld einzuordnen sein.


"Das Verrätertor" stellt mit seinem Ansatz, auf Heist-Movie statt Whodunit zu setzen, innerhalb der Reihe sicherlich ein Wagnis dar. Über weite Strecken geht die Idee auf, hinten raus fehlt es leider an Dynamik. Lieven und Trooger geben ein einmalig elegantes Ganoven-Duo ab und Catherina von Schell setzt mit ihrem Gastspiel ein kleines Ausrufezeichen. Last but not least bekommt man wohl in keinem Wallace-Film eine so hohe Frequenz an herrlich nostalgischen Postkartenmotiven aus der britischen Metropole präsentiert. Daher gerade noch 4 von 5 Punkten.

Havi17 Offline




Beiträge: 2.955

01.10.2016 00:16
#130 RE: Bewertet: "Das Verrätertor" (1964, 18) Zitat · antworten

Gerade die Tatsache, daß diese Produktion es aufgrund der Geschichte (kein WhoDoneIt) besonders schwer
hat sich mit den üblichen Wallace-Krimis messen zu lassen, was eigentlich ohne WhoDoenIt eigentlich
garnicht geht, zeigt gerade besonders, welch herausragende Leistung Freddie Francis hier vollbracht hat.

Im Vergleich mit jeglichen "Gaunerfilmen oder Gaunerkomödien" besticht dieser Film geradezu mit einer
atmosphärisch dichten Spannung und herausragenden Darstellern und wiederum dem Flair eines Edgar Wallace
Films mit den typischen Elementen und Kameraführungen. Und bei jedem erneuten wiederholten Anschauen wird
der Film immer besser. Während Wallace Filme wie Gräfin, Gruft und auch Gasthaus für diesen Fall bei mir
immer mehr an Wert verlieren, weil diese ihre meiste Spannung aus dem WhoDoneIt ziehen und man diesen kennt,
profitiert das Verrätertor gerade davon, daß es keinen WhoDoneIt gibt und verliert dabei nicht diese Spannung.
Vor diesem Hintergrund ist für mich nach vielen Jahren und ansehens "das Verrätertor" der beste Wallace Film.

Ganz dicht holt inzwischen "der unheimliche Mönch" auf, der gegenüber dem Verrätertor erst viele Jahre später
im TV gezeigt wurde. Wobei die Krimikomödie "der grüne Bogenschütze" beständig an Wert behält, wie das für viele
klassische Krimikomödien gilt.

Gruss
Havi17

patrick Offline




Beiträge: 2.773

01.10.2016 00:19
#131 RE: Bewertet: "Das Verrätertor" (1964, 18) Zitat · antworten

Zitat von Ray im Beitrag #129
Lieven und Trooger geben ein einmalig elegantes Ganoven-Duo ab und Catherina von Schell setzt mit ihrem Gastspiel ein kleines Ausrufezeichen. Last but not least bekommt man wohl in keinem Wallace-Film eine so hohe Frequenz an herrlich nostalgischen Postkartenmotiven aus der britischen Metropole präsentiert. Daher gerade noch 4 von 5 Punkten.[/b]


Ganz meine Meinung. Auch mir gefällt der Film rein optisch recht gut. Lieven, Trooger und Kinski sind klasse in einem Film den ich durchaus geniesse, wenn ich ihn mir selten ansehe.

Jan Offline




Beiträge: 1.219

01.10.2016 00:57
#132 RE: Bewertet: "Das Verrätertor" (1964, 18) Zitat · antworten

Überraschenderweise liegt mir gerade die fade Optik des Films in Erinnerung. Überraschend deswegen, weil Freddie Francis ja eigentlich aus dem Kamerafach stammte, hierfür in späteren Jahren auch hoch dekoriert wurde, jedoch in zumindest diesem, seinem eigenen Film nichts Vergleichbares zu den Löb- oder Angst-Produktionen ablieferte. Ganz im Gegenteil: Die Flucht aus Dartmoor erinnert eher an einen Lehrfilm der Bundeswehr im Manöver; der unmotiviert dahin wabernde Nebel erweckt den Anschein, dem Beleuchter brenne gerade sein Hauptkabel ab. Nach den Credits wurde es meiner Erinnerung nach besser - aber irgendwie doch sehr TV-mäßig nüchtern und zweckmäßig oder gar unlogisch (Verfolgung Hope Taylors mit dem Fernrohr). Hab' den Film allerdings lange nicht mehr gesehen, müsste ich vielleicht mal wieder auffrischen.

Gruß
Jan

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