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Dieses Thema hat 25 Antworten
und wurde 2.455 mal aufgerufen
 Edgar-Wallace-Forum
Seiten 1 | 2
Christopher Offline



Beiträge: 239

18.01.2005 20:02
#16 RE:Wallace-typisch, Wallace-Athmosphäre Zitat · Antworten

In Antwort auf:
deswegen bemühe ich mich, die Wallace-Filme möglichst nüchtern zu beurteilen und nicht mit den Augen eines Fans.

Auch ohne Wallace würden die Filme (Kreis,Tuch)usw bei mir ganz oben stehen auf der Liste,ich mag solche Art von Filmen wie auch die Sherlock Holmes Filme von (1939) mit Basil Rathbone.


Gruss
Chris

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.550

19.01.2005 07:03
#17 RE:Wallace-typisch, Wallace-Athmosphäre Zitat · Antworten

JEDE Filmbewertung ist SUBJEKTIV! Sonst würden ja auch alle Filmkritiken gleich lauten, oder? Ich persönlich finde z.B. ZIMMER 13 langweilig und DER SCHWARZE ABT ist einer meiner Lieblingsfilme. Woran das letztendlich leigt kann ich gar nicht mit Sicherheit sagen. Natürlich gefallen mir beim Abt die Kulisse besser als bei Zimmmer 13 (Abtei usw.). Es ist halt Geschmackssache!

KlausS Offline



Beiträge: 278

19.01.2005 07:34
#18 RE:Wallace-typisch, Wallace-Athmosphäre Zitat · Antworten

Ich kann mich da Edgar007 nur anschliessen. Jede Kritik ist subjektiv, ob ich diese nun "nur" in einem Forum poste oder daraus sogar ein Buch mache. Es ist und bleibt die persönliche Meinung des Autors. Welche Maßstäbe da anzusetzen sind bleibt im Ermessen des Betrachters, ebenso die Definition von "Spannung". Am Ende muss man ja doch feststellen, dass selbst der schwächste (s/w )-Wallace immer noch besser ist, als der meiste Müll den es da draussen gibt. Also, ob nun "Orchidee" oder "Gräfin", toll sind sie alle. Einige halt etwas weniger....

Viele Grüße
KLaus

ewok2003 Offline




Beiträge: 1.290

19.01.2005 17:20
#19 RE:Wallace-typisch, Wallace-Athmosphäre Zitat · Antworten


Ehrlich gesagt....
... ich habe keinen Wallace-Roman gelesen!

Und ich bewerte die Filme einfach für sich, natürlich SUBJEKTIV. Egal, ob sie was mit dem ROman zu tun haben oder nicht.
Und danach sind die besten Filme einfach "Hexer",, "Tuch" und "Gasthaus".
Und wie schon gesagt, "Narzissen" mag ich weniger, auch wenn der Film näher an der Vorlage ist!

Gruß, Ewok

lasher1965 Offline




Beiträge: 419

19.01.2005 23:46
#20 RE:Wallace-typisch, Wallace-Athmosphäre Zitat · Antworten

Reinhard schrieb:

In Antwort auf:
Ich wiederhole: Die Bewertungen von Joachim Kramp in seinem Buch sind fast ausnahmslos zutreffend, denn er hat Vergleiche zwischen Romanen und Filmen angestellt und die Filme als Filmkritiker wie für eine Zeitung objektiv und sachlich und nicht wie ein Fan beurteilt. Der ein oder andere sollte dieses Buch vielleicht noch einmal zur Hand nehmen.

Ich denke nicht, dass man die Qualität eines Films daran messen kann, ob er nun nahe an der Romanvorlage liegt oder nicht. Ein Film ist ein Film, ein Buch ist ein Buch. Beides sind eigenständige Werke, die man auch getrennt voneinander kritisieren und beurteilen kann oder sogar muss. Ein Filmkritiker kann sich deshalb sehr wohl darauf beschränken, lediglich den Film zu betrachten und nicht auch noch die literarische Vorlage in die Wertung einzubeziehen, denn im anderen Fall würde er Kriterien einbeziehen, die mit dem Film als eigenständigm Werk überhaupt nichts zu tun haben. Ich stelle daher hier durchaus die Gegenthese auf: Wer einen Film objektiv beurteilen möchte, sollte sich nicht von Vergleichen zu literarischen Vorlagen leiten lassen, sondern den Film als eigenständiges Werk akzeptieren. Der Film erfährt eine völlig eigene Rezeption beim Publikum, die nichts mit der Rezeption des Buches bei der Leserschaft zu tun hat. Wer Filme mit Büchern vergleicht, der vergleicht auch Äpfel mit Birnen. ;-)

Gruß Lasher

janericloebe Offline




Beiträge: 58

20.01.2005 02:12
#21 RE:Wallace-typisch, Wallace-Athmosphäre Zitat · Antworten

Hallo!

Ich muss Lasher in jeden Punkt rechtgeben. Wenn hier einige Leute von Wallace-typisch schreiben, meinen sie wohl vielmehr Wallace-Film-typisch. Die Wallace-Filme der 60er Jahren können als eigenständiges Subgenre bezeichnet werden. Insofern ist es legitim, einen Film nach einem frei erfundenen Stoff ("Der unheimliche Mönch", "Die blaue Hand" etc.) oder nach einem Stoff eines anderen Urhebers (Bryan Edgar Wallace, Weinert-Wilton etc.) als Wallace(-Film)-typisch zu bezeichnen. Andere Filme, die einer Originalvorlage zwar gerecht werden, mit dem Subgenre "Edgar-Wallace-Film" jedoch wenig zu tun haben ("Das Rätsel der roten Orchidee" etc.), passen weniger in diese (Film-)Gattung und enttäuschen deshalb u. U. die Erwartungen des Zuschauers.

Bei der Bewertung eines Films, der wie die Literatur eine völlig eigenständige Kunstgattung ist, zählt nicht dessen Entstehung oder Romanvorlage, sondern lediglich der Film als solcher. Bei den meisten Filmen handelt es sich um Literaturverfilmungen. Die Äußerung, dass Joachim Kramps Kritiken deshalb zutreffend seien, weil er Romane und Filme verglichen hat, ist geradezu absurd. Kaum jemand kennt beispielsweise die Romanvorlagen der Hitchcock-Klassiker "Psycho", "Die Vögel" oder "Der Mann, der zuviel wußte". Und niemand würde die Filme danach beurteilen, ob sie den Romanvorlagen gerecht werden? Dennoch gilt Hitchcock unbestritten zu den hervorragendsten Regisseuren aller Zeiten.

Gruß aus Berlin
Jan-Eric

http://www.deutscher-tonfilm.de

Reinhard Offline



Beiträge: 1.373

21.01.2005 18:35
#22 RE:Wallace-typisch, Wallace-Athmosphäre Zitat · Antworten

Eigentlich war das Thema abgeschlossen, aber was zuletzt geschrieben wurde muss ich doch widerrufen. Edgar Wallace-Athmosphäre und Qualität eines Films an sich richten sich keinesfalls nur nach Romannähe, aber bei den Filmen 1959 - 1962 sollte man sie wirlich mit einbeziehen, denn hier sind die Filme nun mal NACH DEN ROMANEN entstanden.

Natürlich ist keine Kritik rein subjektiv und natürlich fließt die eigene Meinung mit ein, aber ich habe ja auch geschrieben "so objektiv wie möglich".
Die beste Rezension, eine die wirklich frei von Fan-Verehrung oder Hass ist, ist eine Bewertung von Nicht-Wallace-Fans, die sich mit dem Thema nie auseinandergesetzt haben und die Filme nur auf Grund ihres Unterhaltungswertes anschauen. Und was den Unterhaltungswert betrifft, so haben Filme wie "DER SCHWARZE ABT", "DIE SELTSAME GRÄFIN" oder "DER GRÜNE BOGENSCHÜTZE" bislang bei solchen Personen, denen ich sie vorgeführt habe noch immer verloren. Genauso wie "ZIMMER 13", "DAS RÄTSEL DER ROTEN ORCHIDEE", "DAS GEHEIMNIS DER GELBEN NARZISSEN" oder "DER UNHEIMLICHE MÖNCH" noch immer gewonnen haben (ich habe diese Filme als stetes Beispiel verwendet, weil sie trotz meiner und der Meinung von etlichen Kritikern hochwertiger Qualität hier oft verrissen werden. Für mich ist unbegreiflich, wie man eine langatmige Gähnnummer einem fesselnden Thriller wie "Das Geheimnis der gelben Narzissen" vorziehen kann).

Gerade Filme die sich durch eine besondere oder außergewöhnliche Machart vom Rest abheben wie "ORCHIDEE" sind doch interessant.

Wie gesagt, die Kriterien für Wallace-Athmosphäre habe ich bereits erläutert, ganz einfach weil durch und durch wallacesche Filme hier schlecht bewertet werden mit der hanebüchenen Begründung, sie hätten keine Wallace-Athmosphäre.

Über Geschmack lässt sich nicht streiten, wohl aber über echte Qualität und Mittelmaß. Und echte Qualität wird hier meiner Meinung nach oft nicht erkannt, weil Offenheit gegenüber jedem einzelnen Film zu dünn gesät ist. Man sollte nach Möglichkeit die Filme untereinander nur so bedingt wie möglich miteinander vergleichen und jeden Film als eigenständig sehen. Mich persönlich hat z. B. eine strenge, aber gerechte Auflistung von Vorzügen und Schwächen des Films "DIE TÜR MIT DEN SIEBEN SCHLÖSSERN" (den ich immer gerne mochte) endgültig überzeugt, das es sich um einen der schwächsten Wallace-Filme handelt, ganz einfach weil hier die Stärken nur stellenweise hervortreten, die Schwächen den ganzen Film über zu spüren sind. Ich mag den Film immer noch sehr gerne, aber nüchtern und realistisch beurteilt ist es trotzdem kein guter Streifen. Deswegen lasse ich meinen eigenen Geschmack soweit wie möglich außen vor. So kommt es, das ich dem "ROTEN KREIS" echte Spitzenqualität bescheinigen muss, er aber meinem PERSÖNLICHEN Geschmack nach eher in der Mitte rangiert. Mir würde aber nie einfallen, dieses Gefühl zur Grundlage einer Kritik zu machen. Deswegen sage ich wenn mich jemand fragt "Ist dieser Film gut?" einfach: Ich finde ihn gut, aber nicht top, obwohl eigentlich nichts an ihm auszusetzen ist. Das ist eben Geschmackssache und das überlasse ich dann jedem selbst, aber ich gebe ehrlich zu: trotz allem ein eigentlich "perfekter Krimi". Diese Trennung von Geschmack und objektiver Beurteilung ist auch nicht optimal, das gute Mittelmaß ist aber eben nur selten zu erreichen, meiner Meinung nach ist dies Joachim Kramp sehr gut gelungen.

Soviel dazu, aber ich habe schon gemerkt, das dies ein brisantes Thema ist, bei welchem es kein Fazit geben wird. Es erscheint eben absurd, zu schreiben "Es gab aber auch schon vor den Farbfilmen in den frühen Sechzigern MINDERWERTIGE Filme wie "Das Geheimnis der gelben Narzissen"....


Mit besten Grüßen,

Christoph

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.550

24.01.2005 09:41
#23 RE:Wallace-typisch, Wallace-Athmosphäre Zitat · Antworten

Hallo,

das hört sich zwar alles recht schön an. Aber ehrlich gesagt, mir persönlich ist es völlig wurscht, was andere "Experten" oder "Kritiker" schreiben, ob die Kameraführung hervorragend ist, ob die Regie überzeugt usw. Mir muß ein Film gefallen! BASTA! Und er soll spannend sein, eine schöne Atmosphäre haben und die Darsteller müssen in ihren Rollen überzeugen. Und grundsätzlich kann man bei jedem Film etwas negatives finden, wenn man danach sucht.

Grüße
Wolfgang

Dennis M. Dellschow Offline



Beiträge: 598

24.01.2005 15:27
#24 RE:Wallace-typisch, Wallace-Athmosphäre Zitat · Antworten

Zitat von Reinhard:

In Antwort auf:
[...] sollte man sie wirlich mit einbeziehen, denn hier sind die Filme nun mal NACH DEN ROMANEN entstanden.

Schon wieder so ein Allgemeinplatz, der scheinbar gelten MUSS.

Du siehst das vielleicht so, aber akzeptier' doch bitte, dass MAN da unterschiedlicher Meinung sein kann...
...und MAN dann bitte auch selbst festlegen darf, was man SOLL und was nicht.


Dennis

Benny Offline




Beiträge: 2.451

24.01.2005 16:14
#25 RE:Wallace-typisch, Wallace-Athmosphäre Zitat · Antworten

Da gebe ich Dennis recht - man kann sie mit einbeziehen - man muss es aber nicht um den Film bewerten zu können. Und da kann es jeder machen wie er will.

Gez.:
H.

Arthur Milton Offline



Beiträge: 55

25.01.2005 00:57
#26 RE:Wallace-typisch, Wallace-Athmosphäre Zitat · Antworten


Hier findet man eine nicht uninteressante Analyse von Karl May- und Edgar Wallace-Filmen:

http://www.deutsches-filminstitut.de/soz...ichte/dt073.htm

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