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Dieses Thema hat 34 Antworten
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 James-Bond-007-Forum
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patrick Offline




Beiträge: 2.655

19.04.2015 11:31
#16 RE: Bewertet: "Liebesgrüsse aus Moskau" (2) Zitat · antworten

From Russia with Love (Liebesgrüsse aus Moskau)



Filmdaten:

Deutscher Titel: Liebesgrüße aus Moskau
Originaltitel: From Russia with Love
Produktionsland: Vereinigtes Königreich
Originalsprache: Englisch, Russisch, Türkisch
Erscheinungsjahr: 1963
Länge: 115 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16[1]

Stab:

Regie: Terence Young
Drehbuch: Richard Maibaum
Produktion: Albert R. Broccoli,
Harry Saltzman
Musik: John Barry,
Titelsong: Matt Monro
Kamera: Ted Moore
Schnitt: Peter R. Hunt


Besetzung:

Sean Connery: James Bond, Daniela Bianchi: Tatiana Romanova, Pedro Armendáriz: Ali Kerim Bey, Lotte Lenya: Rosa Klebb, Robert Shaw: Donald 'Red' Grant, Bernard Lee: M, Eunice Gayson: Sylvia Trench, Walter Gotell: Morzeny, Francis De Wolff: Vavra, George Pastell: Zugschaffner, Nadja Regin: Kerims Freundin, Lois Maxwell: Miss Moneypenny, Aliza Gur: Vida, Martine Beswick: Zora
Vladek Sheybal: Kronsteen, Anthony Dawson: Ernst Stavro Blofeld, Leila: Tänzerin im Zigeunerlager, Hasan Ceylan: Bulgare, Fred Haggerty: Krilencu, Neville Jason: Kerims Sohn/Fahrer, Peter Bayliss: Benz, Nushet Ataer: Mehmet, Peter Brayham: Rhoda, Desmond Llewelyn: Major Boothroyd, Jan Williams: Masseuse, Peter Madden: MacAdams, Muhammat Kohen: Reiseführer Hagia Sophia, Bill Hill: Nash, John Crewdson: Hubschrauberpilot


Handlung:

James Bond wird nach Istanbul beordert. Er sollte die wertvolle Dechiffriermaschine Lector für den britischen Geheimdienst gewinnen. Die für Russland arbeitende Tatiana Romanova ist Bedienstete der Dechiffrierabteilung und hat sich angeblich in Bond verliebt, nachdem sie ein Bild von ihm sah. Sie bietet ihre Hilfe an, die Lector bereitzustellen. Als Austausch dafür sollte Bond sie nach London mitnehmen. Das Ganze ist natürlich ein abgekartetes Spiel.
Was die im guten Glauben handelnde Tatiana allerdings nicht weis, ist, dass sie für SPECTRE (in der deutschen Fassung Phantom), und nicht für Mütterchen Russland arbeitet. Rosa Klebb, die sich von Russland ab- und SPECTRE zugewandt hat, beauftragt Tatiana in der Sache. Die Dechiffriermaschine sollte gestohlen und dann teuer an Russland zurückverkauft werden.

Bond wird ständig von dem, ebenfalls für SPECTRE arbeitenden, Donald Grant beschattet, der ihm sogar das Leben rettet, um zu gewährleisten, dass er die Lector in seinen Besitz bekommt. Mit Hilfe von Tatiana und seinem verbündeten Ali Kerim Bey gelingt es Bond tatsächlich, die Lector zu entwenden und im Orientexpress die erste Etappe der Rückreise nach England anzutreten. Dort gibt sich Grant als Captain Nash aus, der Bond unterstützen sollte. Es kommt zu einer gewaltsamen Konfrontation zwischen den Beiden, bei der Grant den Kürzeren zieht und getötet wird. Bond verlässt mit Tatiana, die sich mittlerweile tatsächlich in ihn verliebt hat, den Zug, um die ausgemachte Fluchtroute einzuschlagen. Doch sind dabei noch viele Hindernisse zu Land und zu Wasser zu überwinden, da SPECTRE nicht schläft…

Plot:

„From Russia with Love“ ist einer der besten Bondfilme überhaupt und hat eine flotte und spannende Geschichte, die einer Zeit entstammt, welche maßlose Übertreibungen und hanebüchene Albernheiten noch nicht nötig hatte. Geboten wird eine ernsthafte Agentengeschichte aus echtem Schrot und Korn, die eine ernstzunehmenden Story aufweist. Mit einem Augenzwinkern wird die Atmosphäre in Istanbul porträtiert, wo sich die Geheimdienste gegenseitig beschatten, ohne einen Hehl daraus zu machen.



Bösewichter:

Die Österreicherin Lotte Lenya (1898-1981) darf als alte Hexe Klebb so richtig unmenschlich böse und unattraktiv wirken. Obendrein ist sie auch noch deutschsprachig.

Noch besser gefällt mir aber Robert Shaw (1927-1978) als cooler und durchtrainierter Killer Donald Grant, mit dem sich Bond den legendären Zweikampf im Zugabteil liefert. Eine ähnliche Situation wurde in „Der Spion der mich liebte“mit dem legendären Beißer kreiert. Der leider viel zu früh verstorbene Robert Shaw hat hier, mit seinen kurzen blonden Haaren, ganz und gar nichts von seinem späteren Erscheinungsbild im Jahre 1974, wo er vom weißen Hai verspeist wird. Er ist einer meiner absoluten Lieblingsbösewichter. Vorübergehend darf er sogar Bonds „Schutzengel“ sein.

Der polnische Schauspieler Vladek Sheybal (1923-1992) spielt Kronsteen, Schachmeister und Stratege für SPECTRE. Wie er zu Beginn, während eines Schachturniers, eine dringende geheime Nachricht bekommt und dann lässig noch schnell den Gegner Matt setzt regt zum Schmunzeln an.



Gadgets:

Erstmals wird das für das Genre so typische Bond-Spielzeug präsentiert. Ein Wunderkoffer kommt zum Einsatz, in dem sich eine kleine Tränengasbombe und ein über einen Mechanismus ausgeworfenes verstecktes Messer befindet. Auch befindet sich darin ein zusammenbaubares Scharfschützengewehr mit Infrarotzielfernrohr. Zugegebenermaßen ist all dies aus heutiger Sicht wenig eindrucksvoll, wurde jedoch sehr gut in die Handlung integriert und übt nach wie vor seinen nostalgischen Charme aus. Weiters kommt Robert Shaws legendäre Würgeschnur zum Einsatz, welche er aus seiner Armbanduhr zieht. Ein besonderes "Schmankerl" ist der von SPECTRE kreierte Giftstachel im Schuh. All diese Dinge sind heute Bond-Kult. Desmond Lewelyn (1914-1999) hat seinen ersten Auftritt als Q. Allerdings sind er und Bond hier noch zurückhaltend mit ihren berühmten Sticheleien. Die Connery-Maske, welche ein in der Prätitelsequenz von Grant getöteter Mann bei einer "todernsten" Übung trägt, erinnert an den, ein Jahr später entstandenen, Wallace-Film "Der Hexer".



Bondgirls:

Eunice Gayson darf nach „Dr.No“als „alte Freundin“ ihren zweiten Auftritt absolvieren. Auch Martine Beswick (geb.1941) hat ihren ersten von 2 kleineren Auftritten. Sie darf in Feuerball nochmal in Erscheinung treten. Das Hauptaugenmerk ist aber auf die wunderhübsche Daniela Bianchi (geb.1942) als Tatiana gerichtet. Ihre attraktive Erscheinung und das entwaffnende Lächeln lassen über eine gewisse schauspielerische Mittelmäßigkeit hinwegsehen.



Schauplätze:

Gedreht wurde in Grossbritannien, Türkei, Serbien, Italien und Spanien. Ian Flemmings Lieblingsstadt Istanbul darf hier in voller Blüte glänzen. Auch Venedig und Yugoslawien sorgen für attraktive und abwechslungsreiche Schauplätze, die ich nie mehr missen möchte. Die Szenen im Zigeunerlager betonen die herbe Schönheit oseuropäischen Flairs. Erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang noch Francis de Wolff, einen britischen Schauspieler, u.a. bekannt aus seinen Hammer-Auftritten, aber auch aus vielen anderen Filmen. Mit seinem rustikalen und sinisteren Erscheinungsbild gibt er den idealen Zigeuner ab. Wer würde ihn auf den ersten Blick für einen Briten halten?



Titelmelodie:

„From Russia with Love“ von Matt Monro (1930-1985) ist im Vorspann instrumental und im Nachspann gesungen zu hören. Ein wunderschöner Evergreen, der vor meinem geistigen Auge automatisch diverse Szenen des Films heraufbeschwört.





Fazit:

Neben Goldfinger und Feuerball einer der besten und kultigsten Bondfilme überhaupt. 5 von 5.

Ray Offline



Beiträge: 580

17.02.2017 14:32
#17 RE: Bewertet: "Liebesgrüsse aus Moskau" (2) Zitat · antworten

Liebesgrüße aus Moskau (From Russia with Love)

Regie: Terence Young

Darsteller: Sean Connery, Daniela Bianchi, Robert Shaw, Lotte Lenya, Pedro Armendáriz, Bernard Lee, Eunice Gayson, Walter Gotell, Lois Maxwell, Vladek Sheybal, Desmond Llewelyn, Anthony Dawson u.a.




„Dr. No“ war ein großer weltweiter Erfolg geworden, so dass bereits ein Jahr später, 1963, der nächste James Bond-Film erschien: „Liebesgrüße aus Moskau“. Auch dieser beruhte auf einem Roman Ian Flemings, der zu den besten aus der Feder des Bond-Schöpfers gilt. Begeisterter Leser dieses Romans war u.a. John F. Kennedy.

Sean Connery hatte im ersten Film bewiesen, dass er die richtige Wahl für den britischen Geheimagenten war, so dass klar war, dass nur er auch in diesem zweiten Beitrag die Hauptrolle ausfüllen würde. Im Übrigen hatte er von vornherein für mehrere Filme unterschrieben. Aus deutscher Sicht noch bemerkenswert, dass er ab diesem Film von seiner „Standard-Stimme“ gesprochen wurde: Gert Günther Hoffmann. Hoffmann gehörte zu den beliebtesten und meist beschäftigten Synchronsprechern, so lieh er etwa Patrick MacNee in „Mit Schirm, Charme und Melone“ oder George Nader in den letzten drei Jerry Cotton-Filmen seine Stimme. Auch der „Rumpf“ des MI6 wurde weitgehend aus „Dr. No“ beibehalten, jedoch mit einer Ausnahme: Desmond Llewelyn verkörperte erstmals die Rolle des Q. In diesem Film wird er noch als „Waffenmeister“ bezeichnet. Zudem ist sein Auftritt noch recht klein, im Übrigen gibt es noch nicht die typischen freundschaftlichen Nickeligkeiten zwischen ihm und Bond zu sehen. Mit Llewelyn kamen auch die Gadgets in die Serie, jene technische Spielereien, die lange einen wesentlichen Teil der Faszination Bond ausmachen sollten. Diese sind vorliegend im Vergleich zu späteren Abenteuern zwar weitgehend überschaubar, der praktische Aktenkoffer, der ihm gegen Ende des Films das Leben rettet, bleibt dennoch in Erinnerung.

Als „unmittelbare Bösewichter“ fungierte diesmal ein Duo: die österreichisch-amerikanische Schauspielerin Lotte Lenya alias Rosa Klebb, die auch als Sängerin arbeitete, und der Brite Robert Shaw als „Red“ Grant. Shaw spielte in den 1970er-Jahren in bekannten Filmen wie „Der Clou“, „Stoppt die Todesfahrt der Pelham 123“ oder „Der weiße Hai“. Dieses ikonenhafte Duo ist mit Bestimmtheit einer der Gründe dafür, warum „Liebesgrüße aus Moskau“ heute vielerorts zu den besten Bond-Filmen gezählt wird. Lenya, als bitterböse Nr. 3 der Verbrecherorganisation S.P.E.C.T.R.E. (im Deutschen: PHANTOM), mit so unvergesslichen Szenen, wie der, in der sie Grant „testet“, indem sie ihm einen Schlag mit einem Schlagring in den Bauch gibt und sich so von seiner ausgezeichneten Form überzeugt oder dem finalen Showdown, in der sie Bond im Hotelzimmer überrascht und mithilfe eines mit einem mit Gift präparierten Messers, welches aus ihrem Schuh zum Vorschein kommt, nach Bond tritt. Grant sieht man erstmals in dem bekannten Vorspann, einem der wenigen, in dem der „echte“ Bond nicht selbst auftaucht. Dies sollte in „Der Mann mit dem goldenen Colt“ nochmal geschehen. In der ersten klassischen Pretitelsequenz der Reihe überwältigt Grant einen Mann unter der Maske von 007 auf beeindruckende Weise, so dass der Zuschauer von Anfang an weiß, was da auf Bond zukommt und insoweit zu einem „Suspense-Moment“ führt, wenn Grant getarnt als Captain Nash den Zug betritt und Bond seine Hilfe annimmt. Doch Grant verrät sich auf geradezu „dilettantische“ Art und Weise: er bestellt Rotwein zum Fisch. Das kann kein britischer Gentleman sein, folgert Bond goldrichtig. Als „mittelbarer Bösewicht“ wurde in diesem Film Ernst Stavro Blofeld eingeführt, der Bond von nun an auf lange Zeit begleiten und ihm noch einen schweren Schicksalsschlag zufügen sollte. In diesem Film ist er lediglich von hinten zu sehen oder bis zu seinem Schoß, auf dem stets seine weiße Katze liegt. Gespielt wurde er in diesem Film von Anthony Dawson, der bereits als Professor Dent in „Dr. No“ zu sehen war. Im britischen Original wurde er interessanterweise von dem Österreicher Eric Pohlmann synchronisiert, den Wallace-Fans aus „Das Rätsel der roten Orchidee“ kennen. Ein Akteur vor der Kamera, der schon „Wallace-Erfahrung“ aufwies, war der in Deutschland geborene Walter Gotell, der in der deutsch-britischen Co-Produktion „Das Geheimnis der gelben Narzissen“ den Inspektor Whiteside an der Seite von Joachim Fuchsberger und Albert Lieven verkörpert hatte. Hier mimt er einmalig das PHANTOM-Mitglied Morzeny, der Grant ausbildet und in der Mitte des Films erstmals den tödlichen Schuh an „Nr.5“ vorführen darf. Ab „Der Spion, der mich liebte“ erhielt Gotell gar eine feste Rolle als General Gogol, einem sowjetischen General und „Quasi-Pendant“ zu M. Der mexikanische Schauspieler Pedro Armendáriz spielte Kerim Bey, der Bond in Istanbul tatkräftig unterstützt. Armendáriz erfuhr während der Dreharbeiten, dass er Krebs hatte. Da sich sein Zustand verschlimmerte, drehte man zuerst die Szenen mit seiner Beteiligung zu Ende. Nach Drehschluss nahm er sich das Leben.

Daniela Bianchi, die Tatiana Romanova verkörperte, hatte es natürlich schwer, das „Erbe“ von Ursula Andress anzutreten, machte ihre Sache aber recht solide. Eunice Gayson, die bereits im Vorgänger mitgewirkt hatte, sah man hierzu Anfang des Films noch ein zweites und letztes Mal, bevor Bond zum Einsatz gerufen wird.

Auch in diesem zweiten Film gab es im Vorspann noch kein gesungenes Titellied. Statt dessen ertönte nur das Instrumental des von Matt Monro gesungenen „From Russia with Love“, welches dann aber wenigstens im Abspann zu hören ist und wohl zu den stärksten Bond-Liedern zählt. John Barry, der meistbeschäftigte Bond-Komponist, war in diesem erstmals für den ganzen Film in musikalischer Hinsicht verantwortlich und führte als Alternative zum bereits aus „Dr. No“ bekannten „James Bond-Theme“ das „007-Theme“ ein, welches von nun an bis „Moonraker“ regelmäßig ertönen sollte.

Zwar kommt auch das zweite Bond-Leinwandabenteuer vergleichsweise unspektakulär daher, wenngleich die Kampfszene im Zug zwischen Bond und Grant für die damalige Zeit ausnehmend roh geriet und auch die Hubschrauber-Sequenz noch heute durchaus beeindruckt. Demgegenüber kann der Film mit einer starken Story punkten. Wie schon angedeutet, jagt Bond diesmal nicht einen „Hauptbösewicht“, sondern wird von S.P.E.C.T.R.E-Anhängern gejagt. Der Zuschauer spürt geradezu, wie sich Grant und Bond näher kommen und so die Gefahr für 007 steigt. Vom Spannungsbogen gehört „Liebesgrüße aus Moskau“ deshalb zu den stärksten Vertretern der Reihe, weil man früh aus dem damals noch gar nicht so festgefahrenen „Schema F“ ausbrach. Der Schauplatz Istanbul bietet einige tolle Aufnahmen, auch ansonsten besticht der Film heute noch durch seinen Stil, der späteren Filmen nach und nach abging. Das Endprodukt wirkt in sich stimmig wie selten, Connery ist längst in der Figur aufgegangen und entwickelt eine ungemeine Präsenz, die den Film über kleinere Längen hinweg trägt.


Ähnlich wie sein Vorgänger bleibt „Liebesgrüße aus Moskau“ zwar relativ unspektakulär. Dies macht der Film jedoch durch seine spannend konstruierte Story, überzeugende Schurken und ein stilvolles Ambiente wieder wett. 5 von 5 Punkten.

patrick Offline




Beiträge: 2.655

17.02.2017 19:18
#18 RE: Bewertet: "Liebesgrüsse aus Moskau" (2) Zitat · antworten

Das waren noch Bond-Filme, die einen Charme ausstrahlen, wie es wohl nie mehr sein wird. Robert Shaw ist übrigens mein Lieblings (Neben)Bösewicht.

Giacco Offline



Beiträge: 1.394

17.02.2017 19:33
#19 RE: Bewertet: "Liebesgrüsse aus Moskau" (2) Zitat · antworten

Im Vorfeld zu "From Russia with Love" fand bekanntlich die erste große "Bond-Girl-Suche" statt. Etwa 200 der attraktivsten europäischen Darstellerinnen wurden begutachtet. In die engere Wahl für die Rolle der Tatiana kamen u.a. die in Frankreich lebende Deutsche Elga Andersen, die Polin Magda Konopka, außerdem Sylva Koscina, Marisa Mell, Margaret Lee, Virna Lisi und Tania Mallet, (die dann in "Goldfinger" die Rolle der Tilly Masterson erhielt).
Für Kerim´s Freundin bekam Nadja Regin den Zuschlag. Man hatte außerdem Dominique Boschero und die Britin Sally Douglas in Erwägung gezogen.

patrick Offline




Beiträge: 2.655

17.02.2017 19:42
#20 RE: Bewertet: "Liebesgrüsse aus Moskau" (2) Zitat · antworten

Sylva Koscina wäre auch nicht zu Verachten gewesen. Aber Daniela Bianchi war natürlich schon ok.

Ray Offline



Beiträge: 580

17.02.2017 20:10
#21 RE: Bewertet: "Liebesgrüsse aus Moskau" (2) Zitat · antworten

Marisa Mell und Dominique Boschero hätte ich mir auch gut vorstellen können.

Mir fällt spontan auch kein Darsteller ein, der eine solche Rolle im Rahmen der Bond-Reihe besser gespielt hätte als Shaw. Das hat schon große Klasse! Kinski hätte eine solche Rolle sicher auch gut spielen können. Schade eigentlich, dass er nie bei Bond aufgetreten ist.

patrick Offline




Beiträge: 2.655

17.02.2017 20:26
#22 RE: Bewertet: "Liebesgrüsse aus Moskau" (2) Zitat · antworten

Zitat von Ray im Beitrag #21
Marisa Mell und Dominique Boschero hätte ich mir auch gut vorstellen können.

Mir fällt spontan auch kein Darsteller ein, der eine solche Rolle im Rahmen der Bond-Reihe besser gespielt hätte als Shaw. Das hat schon große Klasse! Kinski hätte eine solche Rolle sicher auch gut spielen können. Schade eigentlich, dass er nie bei Bond aufgetreten ist.


Marisa Mell war nie mein Typ.

Also in Shaws Rolle hätte ich mir Kinski nicht vorstellen können, da er dessen körperliche Voraussetzungen nicht mitbrachte, welche Shaw so überlegen wirken ließen. Shaw war als Grant wirklich die perfekte Mischung aus Muskelprotz und intelligentem Psychopathen.

Ray Offline



Beiträge: 580

17.02.2017 20:58
#23 RE: Bewertet: "Liebesgrüsse aus Moskau" (2) Zitat · antworten

Das stimmt, das habe ich etwas ungenau formuliert. Mit "solcher Rolle" meinte ich, dass er generell die Rolle eines Handlangers des Haupt-Bösewichts gut hätte spielen können, so wie er es ja bei Wallace auch oft getan hat. Für Shaw wäre er hier konkret sicher kein guter Ersatz gewesen.

patrick Offline




Beiträge: 2.655

17.02.2017 21:18
#24 RE: Bewertet: "Liebesgrüsse aus Moskau" (2) Zitat · antworten

Als Vargas in "Thunderball" hätte ich ihn mir gut vorstellen können.

DanielL Offline




Beiträge: 3.669

23.02.2017 00:09
#25 RE: Bewertet: "Liebesgrüsse aus Moskau" (2) Zitat · antworten

(2) Neues von Wallace 007

- Walter Gotell (Morzeny) spielt Oberinspektor Whiteside im "Geheimnis der gelben Narzissen"
- In der Synchron-Sprecherkabine: Benno Hoffmann (Hier: Morzeny; Zimmer 13), Alice Treff (Hier: Rosa Klebb; Der schwarze Abt), Friedrich Joloff (Hier: Blofeld; 7 Schlösser) sowie die Wallace-Mehrfachgäste Heinz Petruo, Stanislav Ledinek und Siegfried Schürenberg (hier erneut als "M")
- Eine der ersten Rollen von "M" Bernhard Lee war die britische 1938er Wallace-Verfilmung "The Terror"

Gruß,
Daniel

Ray Offline



Beiträge: 580

23.02.2017 13:17
#26 RE: Bewertet: "Liebesgrüsse aus Moskau" (2) Zitat · antworten

Schöne Idee, das mit den Querverweisen. Ich beschränke mich ohnehin immer nur auf die ganz offensichtlichen, sprich Auftritte von Darstellern der deutschen Wallace-Reihe, wie es bei Gotell der Fall war. Die Stimmen hätte ich bestimmt nicht alle identifiziert. Mir war nur aufgefallen, dass Schürenberg in "Goldfinger" auf einmal nicht M, sondern den dritten Gesprächspartner bei dem Abendessen mit Bond sprach.

Was ich mich schon länger gefragt habe: Kennt hier vielleicht jemand den Hintergrund, warum man hierzulande aus "From Russia with Love" "Liebesgrüße aus Moskau machte?

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.265

23.02.2017 20:18
#27 RE: Bewertet: "Liebesgrüsse aus Moskau" (2) Zitat · antworten

Klingt vielleicht besser? Auch der Roman erschien seinerzeit schon unter ...Moskau

DanielL Offline




Beiträge: 3.669

23.02.2017 20:22
#28 RE: Bewertet: "Liebesgrüsse aus Moskau" (2) Zitat · antworten

Eine gewisse Freiheit nahm man sich beim Titel ja öfter, wobei ich insgesamt da sehr zufrieden bin (Was gab es da nicht im deutschen Markt für abwägige TItelverbrechen gerade in dieser Zeit).
So war der offizielle Titel vom Erstling ja auch in Deutschland "James Bond jagt Dr. No", im Original jedoch "Dr. No". Ansonsten ist man in der Folgezeit zum Glück oft behutsam umgegangen mit den Übersetzungen. "Liebesgrüße aus Russland", "Mit Liebe aus Russland" klingt aber einfach nicht so schön im Deutschen. Daher finde ich "Liebesgrüße aus Moskau" eine gute Entscheidung. Ist melodischer. Auch "Diamonds are forever" lässt sich nicht wirklich elegant übersetzen, daher finde ich "Diamantenfieber" okay. Etwas dämlich hingegen finde ich den Zusatz "...-Streng geheim" bei Moonraker. Für "For your eyes only" hätte man sich vielleicht etwas besseres ausdenken können als "In tödlicher Mission". Aus "The Living Daylights" wurde "Der Hauch des Todes" - Okay. Heute macht man sowas ja nur noch, wenn es gar nicht anders geht, weil "Quantum of Solace" für viele Deutsche wohl zu unaussprechlich ist. Früher hätte man wohl einen Film wie "SPECTRE" weder so belassen noch "GOFTA" gennant Sondern irgendwas in die Richtung "James Bond gegen Phantom" oder so. :)

Gruß,
Daniel

DanielL Offline




Beiträge: 3.669

23.02.2017 20:27
#29 RE: Bewertet: "Liebesgrüsse aus Moskau" (2) Zitat · antworten

Zitat von Edgar007 im Beitrag #27
Klingt vielleicht besser? Auch der Roman erschien seinerzeit schon unter ...Moskau


In diesem Fall erschien der Roman lt. Wikipedia allerdings in Deutschland erst nach dem Film.

Gruß,
Daniel

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.265

23.02.2017 23:11
#30 RE: Bewertet: "Liebesgrüsse aus Moskau" (2) Zitat · antworten

Zitat von DanielL im Beitrag #29
Zitat von Edgar007 im Beitrag #27
Klingt vielleicht besser? Auch der Roman erschien seinerzeit schon unter ...Moskau


In diesem Fall erschien der Roman lt. Wikipedia allerdings in Deutschland erst nach dem Film.

Stimmt nicht. FROM RUSIA WITH LOVE erschien im Original 1957 und wurde 1961 (also 2 Jahre vor dem Film) in deutsch unter dem Titel LIEBESGRÜSSE AUS MOSKAU veröffentlicht.

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