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Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 749 mal aufgerufen
 Film- und Fernsehklassiker international
Falk Ahnert Offline



Beiträge: 682

19.03.2004 19:15
In Beirut sind die Nächte lang (1965) Zitat · antworten

Hallo,

heute Vormittag kam in der ARD das Krimiaberteuer "In Beirut sind die Nächte lang" (GB 1965, mit Lex Barker, Mickey Rooney u.a.)! Hat einer von euch den Film gesehen oder kennt ihn jamand?

MfG
Falk

Dirk Offline



Beiträge: 2.788

19.03.2004 19:21
#2 RE: In Beirut sind die Nächte lang (1965) Zitat · antworten

Hallo,

den Film wollte ich eigentlich aufnehmen, aber das Programmieren meines neuen Videorecorders barg ein paar ungeahnte Tücken ...

Wolgang Lukschy und Hans Clarin wirkten übrigens auch in dem Film mit!

Ich vermute mal, dass der Film im Laufe des Jahres nochmal auf einem der dritten Programme wiederholt wird!

Gruß
Dirk

JackHes Offline



Beiträge: 46

20.03.2004 14:21
#3 RE: In Beirut sind die Nächte lang (1965) Zitat · antworten

Hab den Film nochmal auf DVD aufgenommen, weil meine VHS schlecht war. Der Film ist nicht übel. Man merkt nur, dass wegen des schlechten Wetters während des Drehs starker Zeitdruck enstand.

Und es gibt tatsächlich eine Wiederholung:

Samstag, 3. April, BR 3, 13.20 bis 14.45 Uhr: In Beirut sind die Nächte lang

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

20.03.2004 14:37
#4 RE: In Beirut sind die Nächte lang (1965) Zitat · antworten

Hallo,

der Film wurde im Original-CS-Format ausgestrahlt, aber ohne Constantin-Logo.

Der Film ist nicht schlecht und reiht sich gut in die Tower-Constantin-Produktionen von 1963 bis 1967 ein. Dennoch fehlt ihm ein gewisser Pfiff, den die beiden anderen Filme DIE VERDAMMTEN DER BLAUEN BERGE und BLONDE FRACHT FÜR SANSIBAR besitzen. Liegt meines Erachtens am Regisseur. Lynn war bei den anderen Filmen einfach sorgfältiger und unterhaltsamer.

Joachim.

Dennis M. Dellschow Offline



Beiträge: 598

28.03.2004 23:48
#5 RE: In Beirut sind die Nächte lang (1965) Zitat · antworten

Ich suche ihn schon lang - kann man da wohl irgendwie rankommen?

JackHes Offline



Beiträge: 46

29.03.2004 12:40
#6 RE: In Beirut sind die Nächte lang (1965) Zitat · antworten

Wie gesagt, am Samstag, 3. April, kommt der Film auf BR 3 (13.20 - 14.45 Uhr).

eastmancolor Offline



Beiträge: 2.337

19.04.2013 22:22
#7 RE: In Beirut sind die Nächte lang (1965) Zitat · antworten

Ich habe gerade die Fernsehjuwelen-DVD von IN BEIRUT SIND DIE NÄCHTE LANG angesehen. Wenn das so weitergeht werde ich noch zum echten Fan des Labels Fernsehjuwelen.

Schon wieder eine Filmperle aus den 60er Jahren. Wie lange habe ich auf diese Schätze gewartet und hatte die Hoffnung fast aufgegeben? Bis jetzt habe ich schon einige Fernsehjuwelen-Veröffentlichungen und wurde von den jeweiligen DVD-Umsetzungen nicht ein einziges Mal enttäuscht. Über die Bild- und Tonqualität des Films kann man nicht meckern. Wer realistisch ist, wird seine Freude am Original-Kinoformat, einer guten Schärfe und schönen Farben haben.

IN BEIRUT SIND DIE NÄCHTE LANG ist etwas unspektakulärer inszeniert als "Die Verdammten der blauen Berge" im Bezug auf Action, hier stellt sich die Geschichte in den Vordergrund vor einer wunderschönen Kulisse. Der Film ist eher ein Thriller mit "Abenteuer"- und "Fremde Länder"-Touch, was wunderbar nostalgisch rüberkommt und eine ganz eigene Qualität besitzt. Über die gesamte Lauflänge ist der Film unterhaltsam und ganz anders als die modernen Filme heutzutage. Dieser Film lebt von den wunderbaren Darstellern dieser Zeit, den unglaublich schönen Locations und dem farbigen Breitwand Kinofeeling der 60er Jahre.

In gewissen Nebenhandlungen erinnert mich der Film an die spätere Airport-Reihe.

Wer mit der richtigen Erwartungshaltung rangeht kann nichts falsch machen. 7,5 von 10 Punkten.

Es wurde Zeit, dass sich ein Label endlich mal dieser Filme annimmt und sie ordentlich veröffentlicht. Freue mich jetzt schon auf DIE GOLDENE GÖTTIN VOM RIO BENI, weil der Promo-Trailer richtig klasse ist.

Prisma Offline




Beiträge: 7.468

05.05.2013 20:01
#8 RE: In Beirut sind die Nächte lang (1965) Zitat · antworten



IN BEIRUT SIND DIE NÄCHTE LANG (1965)

mit Lex Barker, Mickey Rooney, Helga Sommerfeld, Helga Lehner, Wolfgang Lukschy, Michael Medwin, France Anglade, Hans Clarin, Maria Rohm und Walter Slezak
ein Film von Peter Bezencenet



Schäden an zwei Triebwerken der Maschine von Flugkapitän Faulkner (Lex Barker) zwingen die Crew und die Passagiere eine unplanmäßige Zwischenlandung in Beirut zu machen. Doch der Kurzurlaub im Libanon wird zu einer merkwürdigen Zerreißprobe für die Besatzung. Der Chefsteward Jones (Mickey Rooney) wird von der Bande des Gangsters Malouf (Walter Slezak) bedroht, doch er klärt seine Kollegen nicht über die wahren Hintergründe auf. Als immer mehr Beteiligte in große Gefahren geraten, verlangen die Besatzungsmitglieder Aufklärung, doch niemand will Licht in die dunklen Machenschaften bringen. Als die Hetzjagd bedrohlichste Formen annimmt, zeigt Faulkners Crew sich trotz aller Zweifel immer noch solidarisch mit ihrem Kollegen...

Dieser von Peter Bezencenet inszenierte Abenteuer-Krimi birgt eigentlich für jeden Zuschauer etwas von allem, jedoch in strenger Dosierung. Der Engländer hatte nicht gerade die größte Erfahrung auf dem Regie-Stuhl, und das macht sich an vielen Stellen eben auch bemerkbar, seine Ergebnisse wirken teils eckig, beziehungsweise bei Weitem nicht vollendet. Im gleichen Jahr inszenierte er "Scharfe Küsse für Mike Forster", der ebenfalls von Harry Alan Towers produziert wurde, und in dem sich Teile der hier versammelten Besetzung und Crew wieder finden lassen, und ebenso einige Aussetzer in der Inszenierung. "In Beirut sind die Nächte lang" stellte Bezencenets vierte, von fünf Regiearbeiten zwischen 1961 - 1965 dar. Der Film trumpft mit einer unschlagbar schönen Kulisse auf, und die Schauplätze leuchten in den sattesten Farben. Dies sind wenige der zahlreichen Vorteile einer Towers-Produktion, der sich in vielen Bereichen offenbar nicht lumpen ließ. Dazu gehört auch stets die Besetzung seiner Filme, die Ausstattung ist meistens satt, aber die Plots lassen ebenso häufig durchgehende Spannung und Action vermissen. Diese Geschichte kommt einem jedenfalls nicht gerade unbekannt vor und sie plätschert teilweise viel zu langsam vor sich hin, bis es zu Steigerungen kommt, die hier häufiger nötig gewesen wären. Aber wie gesagt, der Film bekam eine opulente Verpackung und kann sich daher von vielen Konkurrenten seiner Zeit in diesem Bereich abheben. Die Geschichte um die Bande, die dem Chefsteward der Maschine an den Kragen will liegt viel zu lange im Dunkeln, und da das lange Warten keineswegs mit einer spektakulären Story belohnt wird, schleichen sich mehr und mehr zähe und langatmige Passagen ein. Aber es sind die beteiligten, unterschiedlichst gefärbten Charaktere, die das aufmerksame Zuschauen durchaus rechtfertigen.

Mit Lex Barker hatte man einen Garanten für gute Unterhaltung an Bord, er wirkt agil und flexibel, so dass man ihm seinen sympathischen Piloten schnell abnimmt. Dabei wird er jedoch nicht so glatt dargestellt, wie es öfter der Fall war, er muss sich mit sehr alltäglichen, privaten Problemen auseinandersetzen, die oberflächlich thematisiert werden. Seine Partnerin Helga Sommerfeld, vermutlich die Beste für die weibliche Hauptrolle der dritten Reihe, zeigt wie immer Facetten ihrer natürlichen Fröhlichkeit, doch darf sich auch nachdenklich und resigniert geben. Es ist stets eine Freude, die attraktive Dame bei ihrem Handwerk zu verfolgen. Dies gilt auch für die charmante, leider viel zu selten Besetzte Helga Lehner, die tragische Titelfigur der Kommissar-Folge "Die Anhalterin", die allerdings auch hier wenig Spielräume zugetraut bekam. Mickey Rooney stellt das unsympathische Pendant innerhalb der Flug-Crew dar, in der sich ein Gauner, Spieler, Playboy und Sonstiges finden lässt, und es stellt sich als gelungener Kniff heraus, dass man sich als Zuschauer beinahe nicht entscheiden kann, ob er oder der fiese Gangster-Boss Walter Slezak auf der Sympathie-Stufe ganz weit unten steht. Diese Frage stellt sich bei einem beängstigend und aggressiv wirkenden Hans Clarin nicht, diese Leistungen sind allesamt schon als überdurchschnittlich einzustufen. Der Rest der Besetzung reiht sich in dieses Konzept ein, und Towers liefert erneut die halbe Miete alleine aufgrund seiner guten Schauspieler. Der Erzählfluss wirkt streckenweise etwas behäbig und schöne Aufnahmen sollen den Leerlauf immer wieder überlagern, was ja auch schließlich gelingt. Das Finale entschädigt glücklicherweise die Ausdauer des Zuschauers und man bekommt noch Erstaunliches geboten, denn man tat gut daran, augenscheinliche Gerechtigkeit walten zu lassen, die im Endeffekt fast nachdenklich stimmt, was auch alle beteiligten Personen wiederspiegeln. Als Unterhaltungsfilm funktioniert diese Produktion von 1965 allemal, doch es wird auch überdeutlich, dass nicht nur die Nächte, sondern auch die Filme in Beirut unter Umständen lang werden können. Insgesamt handelt es sich allerdings erneut um eine gelungene und lobenswerte Veröffentlichung in der Reihe "Filmjuwelen", bei der man im Falle von Interesse bedenkenlos zugreifen kann!

Ray Offline



Beiträge: 732

03.10.2017 12:48
#9 RE: In Beirut sind die Nächte lang (1965) Zitat · antworten

In Beirut sind die Nächte lang (Twenty-Four Hours To Kill) (GB 1965)

Regie: Peter Bezencenet

Darsteller: Lex Barker, Mickey Rooney, Helga Sommerfeld, Wolfgang Lukschy, Michael Medwin, Hans Clarin, Maria Rohm u.a.



Flugkapitän Faulkner (Barker) und seine Crew müssen auf dem Weg nach Athen unfreiwillig in Beirut zwischenlanden. Für die meisten zunächst ein netter, 24-stündiger Kurzurlaub, findet die „Urlaubsruhe“ schon bald ein jähes Ende: ein Crew-Mitglied hat einen in Beirut ansässigen Schmuggel-König um 40.000 Dollar geprellt...

Einen von der Story eher ungewöhnlichen, aber u.a. auch dadurch reizvollen Abenteuerkrimi markiert das Barker-Vehikel „In Beirut sind die Nächte lang“. So weiß der Zuschauer in den ersten Minuten nicht so recht, wohin sich der Film wohl hinbewegen wird. Im Gegenzug wird sich ungewöhnlich viel Zeit für die Einführung der Figuren gegeben, weswegen der das Werk in dieser Phase eher an einen Katastrophen-Film á la „Airport“ erinnert, wo sich ja zunächst auch stets viel Zeit für Figuren genommen wird, damit der Zuseher im Anschluss ordentlich mitfiebert. Dieser Effekt tritt im vorliegenden Film durchaus ein, sobald die Story an Fahrt gewinnt, ist das Publikum „mittendrin“. Das Ende des Films wird nicht jeden befriedigen, insgesamt bietet der Film aber rund 80 Minuten ordentliche Unterhaltung vor exotischer Kulisse.

Erkennbar auf verschiedene Märkte aus, verpflichtet Produzent und Drehbuchautor Harry Alan Towers für das deutsche Publikum neben Lex Barker Wolfgang Lukschy (spielt ein Crew-Mitglied), Helga Sommerfeld (gibt eine Flugbegleiterin und die Liebesaffäre Barkers) sowie Hans Clarin (spielt einen Handlanger der Schurken). Dazu gelang es dem gewieften Towers, mit Mickey Rooney einen Namen von Weltruf zu verpflichten, mit dem man – gemeinsam mit Barker – auch den amerikanischen Markt in Angriff nehmen konnte. Die Chemie zwischen Barker und Sommerfeld stimmt, zudem agiert Sommerfeld wesentlich natürlicher und nicht so schrecklich aufgesetzt wie Kollegin Smyrner. Optisch muss sie sich auch definitiv nicht verstecken. Barker meistert seine Hauptrolle souverän. Die Inszenierung von Peter Bezencenet ist passabel.

Filmjuwelen präsentiert den Film auf DVD im korrekten Bildformat. Die Qualität des Bildes geht soweit in Ordnung, obschon es z.T. ziemlich „grieselt“. Da hat man von Seiten des Labels schon bessere Qualität offerieren können. Als Bonus gibt es das übliche Booklet sowie das schon auf der DVD zu „Die Verdammten der blauen Berge“ enthaltene Interview mit Produzent Towers.


Ordentlich unterhaltender und solide gespielter Abenteuer-Krimi vor dem exotischen Schauplatz Beirut. 3,5 von 5 Punkten.


P.S.: Könnte man den Thread vielleicht zu den "Filmklassikern international" verschieben? Danke!

Gubanov Offline




Beiträge: 14.783

03.10.2017 13:48
#10 RE: In Beirut sind die Nächte lang (1965) Zitat · antworten

Zitat von Ray im Beitrag #9
P.S.: Könnte man den Thread vielleicht zu den "Filmklassikern international" verschieben? Danke!

Ist erledigt.

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