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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 613 mal aufgerufen
 Film- und Fernsehklassiker international
Dirk Offline



Beiträge: 2.788

02.07.2003 19:49
Spion zwischen zwei Fronten (1966) Zitat · Antworten

Hallo!

Am Dienstag, den 08.07.2003 läuft auf WDR um 22.10 Uhr das Agentenabenteuer Spion zwischen zwei Fronten.

GB/F 1966, mit Christopher Plummer, Romy Schneider, Gerd Fröbe, Yul Brynner, Claudine Auger, Trevor Howard u.v.a, Regie: Terence Young

Der Film zählt zu den weniger bekannten Klassikern!

TV-Movie meint:
Spaß: +
Action: + +
Spannung: + +
"Atmet den Geist der Bond-Klassiker."

... meine absolute Empfehlung!

MfG
Dirk

Jan ( Gast )
Beiträge:

08.07.2003 19:00
#2 RE: Spion zwischen zwei Fronten (1966) Zitat · Antworten

Ja, schließe mich an! Ein absolut sehenswerter Film. Legendär ist Gert Fröbes verbale Orchester-Einlage während des Saufgelages! Man achte dabei auf die am Rande des Bildes auftauchenden übrigen Schauspieler, die sich das Lachen wirklich nicht verkneifen können ...

Gruß
Jan

Dennis M. Dellschow Offline



Beiträge: 598

09.07.2003 21:03
#3 RE: Spion zwischen zwei Fronten (1966) Zitat · Antworten

Ein unglaublich guter Film. Am meisten haben mich Romy Schneider und Christopher Plummer beeindruckt. Ich habe Romy Schneider noch nie so gut gesehen. Da sieht man mal, was Terence Young konnte.

Dirk Offline



Beiträge: 2.788

12.07.2003 18:25
#4 RE: Spion zwischen zwei Fronten (1966) Zitat · Antworten

Ich fand den Film auch klasse! Nur ein bessere Bildqualität hätte ich mir gewünscht.

Ray Offline



Beiträge: 1.489

16.05.2020 23:35
#5 RE: Spion zwischen zwei Fronten (1966) Zitat · Antworten

Spion zwischen zwei Fronten (GB, F 1966)

Regie: Terence Young

Darsteller: Christopher Plummer, Romy Schneider, Gert Fröbe, Harry Meyen, Yul Brynner, Trevor Howard, Claudine Auger, Bernard Fresson, Howard Vernon u.a.



Safeknacker Eddie Chapman wird zu Beginn des Zweiten Weltkriegs auf Jersey inhaftiert. Als kurz darauf die Deutschen auf der Insel landen, nutzt der gewiefte Ganove seine Chance und bietet dem deutschen Geheimdienst seine Fähigkeiten an. Chapman wird zum Spion ausgebildet und anschließend mit einem Spezialauftrag betraut. Bald darauf läuft er jedoch zum britischen Geheimdienst über...

Terence Young ist nach seiner Zeit als Bond-Regisseur längst nicht jeder Film mit großer Starbesetzung gelungen („Mohn ist auch eine Blume“, „Blutspur“), „Spion zwischen zwei Fronten“ kann indes zu den besseren Filmen Youngs gezählt werden. Die Story, welche auf der Lebensgeschichte von Edward Arnold Chapman beruht, bietet eine solide Basis für einen Unterhaltungsfilm, Christopher Plummer stattet seinen Eddie Chapman mit einer Prise ironischer Distanz aus und agiert mitunter wie der britische Doppelnullagent, den Young zuvor erfolgreich auf die Leinwand gebracht hatte. Gert Fröbe und Yul Brynner (man beachte die Art und Weise, wie er seine Zigaretten hält) geben charismatische Wehrmachtsoffiziere. In der Rolle eines SS-Offiziers ist Harry Meyen mit an Bord, der während der Dreharbeiten Romy Schneider heiratete. Schneider ist als in deutschen Diensten stehende, schwedische „Komtess“ zu sehen, die Chapman schöne Augen macht. Vom „Feuerball“-Set nahm Young schließlich noch Claudine Auger mit. „Spion zwischen zwei Fronten“ ist rund eine Viertelstunde zu lang geraten, aufgrund der beschriebenen Stärken der Produktion bleibt man jedoch auch in diesen Phasen am Ball. Der deutsche TV-Film „Kein Geldschrank geht von selber auf – Die Eddie Chapman-Story“ aus dem Jahre 1971 mit Peter Vogel in der Hauptrolle erzählt – wie der Untertitel verrät – die gleiche Geschichte.

Die Blu-Ray von Studio Hamburg zeigt „Spion zwischen zwei Fronten“ in sehr guter Qualität.


Unterhaltsamer Spionagefilm mit großer Starbesetzung, dem man kleinere Längen verzeiht. 4 von 5 Punkten.

Dr. Oberzohn Offline



Beiträge: 330

17.05.2020 21:09
#6 RE: Spion zwischen zwei Fronten (1966) Zitat · Antworten

Spion zwischen zwei Fronten ist auch so ein guter Sixties-Agentenfilm. Die Story wirkt zwar ein wenig comic-haft, und man weiß nicht, wieviel der wahre Chapman großzügig in seinen Erinnerungen dazugedichtet hat, doch tut das der Unterhaltung keinen Abbruch. Vielleicht ist der Streifen ja wirklich ein bisschen zu lang geraten, doch das hat mich nie gestört.
Allerdings hinkt der Vergleich mit James Bond ein wenig. Eddie Chapman hat zwar die gleiche Vorliebe für schöne Frauen und alkoholische Getränke wie der Doppel-Null-Agent, doch eigentlich keine Ambitionen zu töten, von seiner erheblich schwächeren Vaterlandsliebe mal abgesehen, der mit großzügigen Geldspenden nachgeholfen werden muss. Er sieht das ganze eher als Spiel oder Abenteuer an, was natürlich moralisch fragwürdig ist, doch nun mal charakteristisch für diese Art Film - schließlich will man ja nicht endlose Probleme wälzen. Die anderen Schauspieler sind alle ausgezeichnet, besonders Trevor Howard als kühl kalkulierender britischer Geheimdienstchef und selbstverständlich auch Gerd Fröbe als Oberst Steinhäger, der sich um seine Zukunft nach dem Krieg keine Gedanken macht, denn Polizisten werden ja immer gebraucht... Fröbe war wirklich ein genialer Schauspieler, der Film macht schon alleine wegen ihm Spaß.
Die Hauptrolle des safeknackenden Lebemanns und Agenten wider Willen mit Christopher Plummer ist exzellent besetzt. Yul Brunner als harter, aber korrekter deutscher Oberst spielt in der für ihn wohl ungewohnten Darstellung erstaunlich gut, die Damen des Stückes selbstverständlich auch.
Interessant auch die Gadgets für den Geheimagenten, ein Gewehr, das um die Ecke schießt etwa. Da ging wohl die Phantasie doch irgendwie durch.
Ein wirklich unterhaltsamer und spannender Film, der auch mal kurz das relativ unbekannte Kapitel der deutschen Besetzung der im Kronbesitz befindlichen Kanalinseln anreißt.
Empfehlenswert.

Ray Offline



Beiträge: 1.489

18.05.2020 21:59
#7 RE: Spion zwischen zwei Fronten (1966) Zitat · Antworten

Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #6
[i]
Allerdings hinkt der Vergleich mit James Bond ein wenig. Eddie Chapman hat zwar die gleiche Vorliebe für schöne Frauen und alkoholische Getränke wie der Doppel-Null-Agent, doch eigentlich keine Ambitionen zu töten, von seiner erheblich schwächeren Vaterlandsliebe mal abgesehen, der mit großzügigen Geldspenden nachgeholfen werden muss. Er sieht das ganze eher als Spiel oder Abenteuer an, was natürlich moralisch fragwürdig ist, doch nun mal charakteristisch für diese Art Film - schließlich will man ja nicht endlose Probleme wälzen.


So weit wollte ich mit dem Vergleich auch gar nicht gehen, da hab ich mich vielleicht etwas ungenau ausgedrückt. Hatte vor allem die Szene in dem Damenschlafsaal im Kopf, in der Chapman auf die Auger-Figur trifft und diese ihm vor ihren Schlafgenossinnen sogleich verfällt. Da fehlt eigentlich nur noch das gehauchte "Oh James".

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