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  • Zitat von eastmancolor im Beitrag #4
    Sie haben eine neue Abtastung, während die ASCOT auf der französischen BD beruht...
    Wenn die DVD von Ascot auf einem französischen Master beruht (die Sprache Französisch ist als Tonspur anwählbar), dann ist das vielleicht der Grund für den neuen Vorspann: die Credits lagen dann bei Ascot wohl nur auf Französisch vor und man erstellte daher einen neuen Vorspann. Dennoch ärgerlich.
    Wenn die DVD zweimal erscheint, dann vielleicht, weil die Rechte auch bei beiden Produzenten (Dietrich und Hartwig) liegen?

  • Thema von Mark Paxton im Forum Film- und Fernsehklass...

    Zunächst die guten Nachrichten: der Film liegt im richtigen Bildformat vor und hat ein gestochen scharfes Bild. Menü etc. sind schön gestaltet:



    Ärgerlich ist aber, dass man drei Trailer über sich ergehen lassen muss, ehe man ins DVD-Menü einsteigen kann.

    Worüber ich aber wütend bin, ist, daß man einen neuen Vorspann am Computer gemacht hat!!!! Ich habe versucht, es hier unten gegenüberzustellen. Links der neue Vorspann, rechts der originale Kinovorspann, von meiner mittlerweile fast 20 Jahre alten Fernsehaufnahme:



    Grund dafür dürfte sein, daß Erwin Dietrich, der den Film ja auch herausgebracht hat, sich in den Vorspann schreiben wollte. So werden nun auch seine Frau als Kostümbildnerin und einige andere Crewmitglieder erwähnt, die im Kinovorspann fehlten. Es ist ja bekannt, dass Dietrich von Constantin abberufen wurde und Wolf C. Hartwig die Produktion fertig führte. Wie oben zu sehen, wird auch nur Hartwig unter "Gesamtleitung" aufgeführt. Nun steht da: "Produktionsleitung - Erwin C. Dietrich und Wolf C. Hartwig".
    Beide scheinen die Rechte daran zu haben und Dietrich wollte sich im Vorspann sehen. Das ist nicht unberechtigt, aber daß man deshalb den Originalvorspann gecancelt hat, ist wirklich ärgerlich. Warum denn dann diesen nicht wenigstens als Bonus? Für mich gehört der Originalvorspann zum Film ... Hätte ich das gewußt, hätte ich mir überlegt, die DVD zu kaufen.

    Außerdem wird der neue Vorspann einfach vor das erste Filmbild geknallt und läuft dann noch weiter, als der Film schon läuft. Oben sieht man auch sehr gut, daß der Big Ben im Kino ohne Credits zu sehen war.

  • Bonusmaterial bei den Wallace-BoxenDatum05.09.2014 15:44
    Thema von Mark Paxton im Forum Edgar-Wallace-Forum

    Weshalb kein Fuchsberger-Interview?
    Diesen fast schon 10 Jahre alten Thread habe ich gerade durchgelesen und dabei gesehen, dass man sich damals auch schon über das Bonusmaterial gewundert hat.
    Als ich neulich mal wieder einige Wallace-Filme in der Hand bzw. in meinem Player hatte, habe ich mich auch darüber gewundert, weshalb das Bonusmaterial damals so spärlich ausgefallen ist. Einem Label wie Universum dürfte es doch an Finanziellem nicht gemangelt haben? Das Interview mit Eva Ebner z. B. zieht sich bei einer Gesamtlänge von ca. einer Stunde über sechs Boxen, nochdazu ist in der 6. oder 8. Box zweimal das selbe zusehen, einmal wie Ebner eine Zettel in der Hand hat und davon abliest (schaut aus wie eine Probe) und danach alles nochmals ohne Handzettel erzählt.
    Es gibt ja jetzt diese Wallace-Doku die mal bei Arte gelaufen ist. Die macht ja einiges gut.
    Aber es ist wirklich schade, dass man sich damals nicht noch mehr Mühe gegeben hat. Viele Schauspieler waren damals ja noch am Leben, auch die Regisseure. Immerhin hat man Franz Josef Gottlieb bei der BEW-Box interviewt.
    Wenn ich mir ansehe, welchen Aufwand Studio Hamburg bei den für mich vergleichbaren Straßenfeger-Boxen gemacht hat, dann sind das schon einige Welten. Anscheinend hat man da wirklich versucht, zu jeder Box bzw. zu jedem Film eine damaligen Star oder Macher zu Interviewen. Und siehe da: sogar Blacky Fuchsberger war Interviewpartner zu dem Fünfteiler "Zuviele Köche".
    Am ablehnenden Verhalten der damaligen Beteiligten kann es also nicht gemangelt haben.
    Beispielsweise waren Eva-Ingeborg Scholz, Siegfried Rauch, Wolfgang Völz und Regisseur Helmuth Ashley für die Straßenfeger-DVDs verfügbar. Allzu schade, dass man sie z. B. auch nicht zu den Wallace-Filmen befragt hat.
    Auch sonstiges Bonusmaterial wäre noch da gewesen, z. B. die Doku "Der Hexer" über Horst Wendlandt, die im WDR mal Mitte der 90er lief...
    Nun gut, es ist zu spät zum Jammern, aber ich wollte mal

  • Ich muss vorausschicken, dass ich mit den technischen Eigenschaften und Bildformaten eines Films nicht so vertraut bin. Als ich mir neulich "Der Frosch mit der Maske" nochmals ansah, ist mir erstmals bewusst aufgefallen, dass dieser im 4:3 Format produziert wurde. Das hat mich ein wenig gewundert, zumal ich dachte, dass Kinofilme immer im Breitbild hergestellt wurden. War diese 4:3-Geschichte damals gängige Praxis? Wer bestimmte über das Filmformat?

  • Die Haferkamp-Tatorte sind übrigens bei Youtube abrufbar, ideal zum Schnuppern oder Wiedersehen. Habe mir den einen oder anderen auch für die nächsten Tage und Wochen vorgenommen, zumal ich das, was ich davon kenne als gute Unterhaltung in Erinnerung habe.

  • Im Namen des Teufels (1961)Datum27.08.2014 21:33
    Foren-Beitrag von Mark Paxton im Thema Im Namen des Teufels (1961)

    Ich bin durch die Besprechung neugierig geworden und habe den Film heute auch bei Saturn entdeckt. Muss sagen, habe angenehm spannende 1 1/2 Stunden damit verbracht. Christopher Lee fand ich auch eher etwas zu blass, aber gerade van Eyck, Koch und vor allem Albert Lieven haben mich wie das wirklich überraschende Ende überzeugt. Schöne Ausgrabung, guter Film!

  • Prima, wenn Du Dir der Film gefällt! Von der Machart her ist er ja wirklich aufwändig! Da kann ma nichts dagegen sagen. Nur kann ich auch im falschen Bildformat beurteilen, ob mir die Handlung zusagt oder nicht. Ich mag Kriminalfilme à la Wallace & Durbridge. Da wird man natürlich von so einem Film enttäuscht.

  • TV Termine im September 2014Datum18.08.2014 11:10
    Foren-Beitrag von Mark Paxton im Thema TV Termine im September 2014

    Oh prima, die ersten drei München-Tatorte sind ausgezeichnet, schön dass sowas mal wieder um 20.15 Uhr läuft. Ich mag ja vor allem den Oberinspektor Veigl mit seinem Hund. "Pension Tosca" von Michael Kehlmann ist auch sehenswert, wenn ich mich recht erinnere spielte da unter anderem Konrad Georg als alter Nazi mit?!

    Hat den jemand irgendwo eine Übersicht gefunden, was der Bayerische Rundfunk noch alles zum 50-Jahr-Jubiläum ausgräbt? "Gaslicht" ist ja eine kleine Sensation, die ich ohne den Hinweis hier übersehen hätte. Womöglich gehen mir sonst noch einige andere alte Sachen durch die Lappen.

  • Der Mann, der den Eiffelturm verkaufteDatum18.08.2014 11:07

    "Der Mann, der den Eifelturm verkaufte" hatte mir prima gefallen. Flott inszeniert von Michael Braun, einem sehr großen Könner auf diesem Gebiet und hervorragend besetzt. Dietmar Schönherr ist genial in seiner Rolle. Besonders hat mir natürlich auch noch Agnes Windeck gefallen, diese alte Dame muss man einfach mögen. Schließlich sind da noch zwei Lieblinge des Regisseurs mit dabei, Wolfgang Völz & Monika Peitsch, mit beiden hat er ja auch eine eigene Serie gedreht. Klaus Schwarzkopf bereichert jeden Film. Sehr freizügig für damals fand ich die Szene mit Dunja Rajter am Pool.
    Exquisit auch die vielen Außenaufnahmen in Frankreich. Ich denke doch, dass dieser Film in den nächsten Tagen nochmals in den Player wandern wird.

  • Schöne Beobachtung, ist sicherlich richtig, Herr Schönherr hat seine Frau wohl am Set besucht und spontan eine Rolle übernommen.

    Ich halte diesen Film für recht langweilig, wenn man ein Krimifan ist. Bei James-Bond-Liebhabern dürfte der Film sogar gut ankommen.

  • Eben entdeckt, dass Ein Sarg aus Hongkong zweimal in unterschiedlicehn Fassungen bei Filmjuwelen erscheint?! Warum das? Und was ist der Unterschied? Wurde das schon hier diskutiert? Zu welcher Version würdet ihr denn greifen?

    Ein Sarg aus Hongkong - Ungeschnittene HD-Neuabtastung vom 35mm-Original (Cinema Treasures) [Blu-ray]
    kommt am 9.9.

    Ein Sarg aus Hongkong - Filmjuwelen (ungekürzte HD-Neuabtastung vom Original-Negativ) [Blu-ray]
    kommt am 28.11.

  • Zusätzlich zu den beiden Ankündigungen der Agatha-Christie-Mehrteiler noch eben entdeckt:

    Am Tag als der Regen kam
    s/w-Krimidrama (1959) von Gerd Oswald mit Mario Adorf, Christian Wolff, Gert Fröbe, Corny Collins, Elke Sommer, Claus Wilcke, Ernst Jacobi, Gert-Günter Hoffmann, Wolf Richards
    kommt am 5.12.2014


    http://www.pidax-film.de/product_info.ph...joum2s1ki1m9453

    Epilog - Das Geheimnis der Orplid
    Laut Pidax-Homepage ein Film Noir von Helmut Käutner aus dem Jahre 1950 mit Horst Caspar, O. E. Hasse, Peter van Eyck und Paul Hörbiger
    erscheint am 2.12.2014


    http://www.pidax-film.de/product_info.ph...joum2s1ki1m9453

    Auf Wiedersehen - Drei gegen Amerika
    Harald Philipps 1961 gedrehter Film um drei Geheimagenten mit Gert Fröbe, Joachim Fuchsberger, Günter Pfitzmann, Werner Peters, Elke Sommer u. v. a.
    Erscheinungstermin ist der 19. 12. 2014


    http://www.pidax-film.de/product_info.ph...joum2s1ki1m9453

    Alle drei Produktionen scheinen aus dem Hause CCC/ Atze Brauner zu stammen.

  • Das Geheimnis der 7 Zifferblätter
    Krimizweiteiler nach Agatha Christie, erscheint am 05.12.2014


    http://www.pidax-film.de/product_info.ph...95lsm9kcqh598g5

    Warum haben Sie nicht Evans gefragt?
    Krimizweiteiler nach Agatha Christie, erscheint ebenfalls am 05.12.2014


    http://www.pidax-film.de/product_info.php?products_id=650

  • Bewertet TV: "Der Besuch" (1984, 13)Datum07.08.2014 09:51

    Wer "Der Besuch" jetzt bei ARD-VIDEO.de vorbestellt, zahlt nur 7,95 für die Scheibe!

  • Dämonen des Bösen
    aus der Reihe "Thriller"
    Originaltitel: "Possession"
    mit John Carson, Joanna Dunham, Hilary Hardiman, Athol Coats
    Buch: Brian Clemens
    Regie: John Cooper

    Auf eine Inhaltsangabe verzichte ich, da Percy Lister den Inhalt eben zusammen gefasst hat.

    Ich habe nun schon einige "Thriller"-Episoden im Original gesehen und "Possession" war der Einstieg in die synchronisierte Welt dieser Serie und damit auch die erste Geschichte, die ich mir aus der Pidax-Box zu Gemüte geführt habe. Die Synchro passt wie auch bei "Experten unter sich" (siehe unten), sehr gut, teils vertraute Stimmen.

    "Possession" ist mit Sicherheit jene Folge, die bis dato am langsamsten daher kommt. Clemens legt hier ein ganz anderes "Tempo" vor, als etwa in "Experten unter sich" (s. u.). Ganz langsam entwickelt sich die Spannung und man weiß lange nicht, ob es sich hier tatsächlich um etwas Übernatürliches handelt oder nicht. Auch wenn ich kein ausgesprochener Anhänger derartiger Geschichten bin, muss ich sagen, dass die Geschichte trotz (oder wegen) der wenigen handelnden Figuren und der beschränkten Schauplätze gut funktioniert. John Carson spielt überzeugend den Mann, der scheinbar von der Seele eines Mörders besessen ist.

    Percy Lister hat es schon erwähnt, der Film verzichtet auf jegliche Gewalt, aber dennoch kommt einem die Gänsehaut bei manchen Szenen. Gerade dass viele Sachen nur angedeutet werden, macht "Thriller" so interessant. Die Stimmung in dem einsamen Landhaus, die Greenleves-Melodie, das Schnippen mit den Fingern durch den Mörder, all dies bereitet einem 'ne "vergnügliche" Stunde mit guten Darstellern. Dass die Geschwindigkeit der Erzählung und die Dramaturgie ganz im Gegensatz zu anderen Folgen steht, macht klar, warum die Serie so erfolgreich gewesen ist: sie bietet für jeden Fan spannender Unterhaltung etwas und man bleibt auch mal (vielleicht auch wegen der Abwechslung) hängen. Wie sich hier am Ende zeigt, hat die Serie gerade durch ihre Unberechenbarkeit in der Personenanlage, ihren ganz großen Trumpf.



    Experten unter sich
    aus der Reihe "Thriller"
    Originaltitel: "The Next Scream You Hear"
    mit Christopher George, Dinsdale Landen, Marian Diamond, Richard Todd, Derek Bond
    Buch: Brian Clemens
    Regie: Robert D. Cardona

    Die Frau Bernard Peels erhält bei ihrer Mutter einen Anruf: ihr Mann betrügt sie! Sofort fährt die Dame nach Hause und wird in der mondänen Villa ermordet. Ihr Mann weilt einstweilen auswärts. Als er heimkehrt, glaubt er, seine Frau schlafe, nimmt einen Schluck und schläft ein. Als er aufwacht, konfrontiert ihn die Polizei mit der Anschuldigung des Mordes: schließlich findet sich im Kofferraum Peels auch die Leiche der Gattin. Peel wird verhaftet und Detektiv Earp versucht den Mann aus dem Teufelskreis zu bringen ...

    "The Next Scream You Hear" ist eine temporeiche Achterbahnfahrt voller Überraschungen. Im Zentrum steht dabei ein Mann, auf den alle Verdachtsmomente hindeuten, der aber scheinbar unschuldig ist. Brian Clemens konstruiert ganz offensichtlich eine Story mit Wendungen, die er wohl bei Francis Durbridge abgeschaut hat. In der Tat musste ich beim Betrachten der Folge ganz klar an den englischen Schriftsteller denken. Die Geschichte mit den vertauschten Wägen, mit der Dame, die Peel küsst, mit dem Schlaftrunk, mit den getauschten Kennzeichen und dem Baum, der die Straße versperrt und dann verschwindet, sind für mich eindeutige Indizien dafür.

    Besonders interessant gestaltet sich der Detektiv Matthew Earp, gespielt von Dinsdale Landen, der zuvor schon in der Folge "Echo of Theresa" mit dabei war und hier nochmals ausgetestet wurde. Er ist eitel, von seinen Fähigkeiten absolut überzeugt, nicht billig und eine wirklich originelle Ermittlerfigur, die ich noch gerne öfter beobachtet hätte. Ein früher "Sherlock".

    Besetzt ist "Experten unter sich" vorzüglich: neben Dinsdale Landen haben mich auch Christopher George als Mr. Peel und vor allem "unser" Wallace-Mime Richard Todd überzeugt.
    Die Auflösung dieser Whodunit-Episode ist wirklich überraschend und macht "Experten unter sich" zu einer wirklichen Toppfolge, in der der Autor sein ganzes Können unter Beweis stellt und alle Register zieht. Ein geniales Thrillervergnügen!

    P.S.: Was ich allerdings nicht verstanden habe, ist wie der englische Originaltitel zu der Handlung passt. Kann mir hier jemand helfen?

  • Ich habe mir die Box auch zugelegt und werde mir in den nächsten Wochen die Folgen ansehen, nachdem ich viel schon bei Youtube auf englisch genießen konnte. Ich bin auf die deutsche Synchro gespannt.

    Zwei interessante Reviews finden sich auch hier:

    "DVD-Veröffentlichung: Thriller (1973-1976)" bei Deepreds Kino
    DVD-Review (88%) bei DVD-Sucht.de

  • Schwarzer Markt der Liebe (1966)Datum12.07.2014 17:13

    Interessant! Dachte gar nicht, dass das so erfolgreich war. Die Werbung "Unser Sex-Knüller" ist jedoch reichlich übertrieben. In jeder Waschmittelwerbung gibt es heute mehr nackte Haut zu sehen. Wie sich die Zeiten ändern ...

    Dass Claus Tinney in den von dir genannten Sachen mit bei war, wusste ich. Ich dachte nur, es wäre schön gewesen, wenn er darüberhinaus noch in einigen Krimis mitgespielt hätte. Seine Sache machte er wirklich gut. Leider verkümmerte (?) er später in unzähligen Sexstreifen.

  • Schwarzer Markt der Liebe (1966)Datum11.07.2014 11:10
    Thema von Mark Paxton im Forum Film- und Fernsehklass...

    Schwarzer Markt der Liebe
    Gangsterfilm/ Krimi, BRD 1966 (schwarz/ weiß)
    Regie: Ernst Hofbauer

    mit Claus Tinney, Uta Levka, Tilly Lauenstein, Karin Field, Rolf Eden, Astrid Frank u. v.a.

    Harald (Claus Tinney) ist ein skrupelloser Mädchenhändler, der mithilft, dass deutsche Mädchen, die eine Stellung als „Tänzerinnen“ suchen, per Schiff vom italienischen Genua aus nach Übersee in Bordelle verfrachtet werden. Selbst wird er bald in einige Morde verwickelt und muss auch selbst eine lästige Leiche beseitigen. Er muss zurück nach Berlin, denn dort soll er für seine Auftraggeber frische Ware besorgen. 15 neue junge Damen müssen es sein. Als Ort der „Begegnung“ mit ihnen dient der Salon der Gräfin Lankowski (Tilly Lauenstein). In Wahrheit ist es das Hauptquartier der Bande …

    „FSK 18“ ist aus dem Cover zu lesen. Wenn man sich dieses harmlose Filmchen ansieht, fragt man sich schon warum. Sogar bei den Duschszenen tragen die Damen Bikini! Zwar sieht man mal, wie Harald & sein Kompagnon Rolf den Kopf eines Mannes mit dem Wagen überrollen, das dürfte aber nicht der Grund sein, wenn man bedenkt, dass jede Blut- und Gewaltorgie heute beinahe ab 12 freigegeben wird. Ausschlaggebend für dieses Urteil dürfte die Haschparty am Ende sein, in der die Damen per Drogen und deren Inhalation gefügig gemacht werden. Na ja, heute auch kein Aufreger mehr.

    Die Hauptrolle spielt Claus Tinney ganz passabel, an seiner Seite agiert der ewige Playboy Rolf Eden, der wohl nur mitspielt, damit man auch in seinen Clubs in Berlin filmen durfte. Edens Schauspielkenntnisse halten sich eher in Grenzen und er wurde daher sicherlich nicht umsonst von Gerd Martienzen synchronisiert. Die weiteren Rollen spielen Uta Levka (die nur eine kleine Rolle spielt, aber den Cast anführt) und sehr gut auch Tilly Lauenstein als Gräfin, die dazu beiträgt, dass unschuldige junge Mädchen per Schiff nach Südamerika in Puffs verfrachtet werden.

    „Schwarzer Markt der Liebe“ ist ein Gangsterfilm, spekulativ aber gut fotografiert und, das muss man Ernst Hofbauer lassen, eigentlich passabel inszeniert. Sicherlich kein Meisterwerk, basiert die Story doch auf einem Roman aus einem Boulevardblatt (Revue). Produzent Erwin C. Dietrich, wie Regisseur Ernst Hofbauer später auf Softpornos spezialisiert, versucht mit diesem Film immerhin nicht, irgendeine gerade beliebte Filmwelle zu kopieren. Dass die Produktion damals so viele Kinos gefüllt hat, ist für mich jedoch fraglich. Rolf Eden behauptet dies jedenfalls im für die DVD-Veröffentlichung aufgezeichneten Kommentar. Apropos DVD (von Pidax): das Bild ist wahnsinnig gut und scharf, so dass der Film in einer beachtlichen Qualität daher kommt. Als Extra ist außerdem eine Bildergalerie mit den Aushangfotos enthalten, eine kurze Einleitung von Rolf Eden und der Nachdruck der Film-Bühne.

    Bleibt als Urteil: „Schwarzer Markt der Liebe“ ist ein Gangsterfilmchen, das man wegen des Zeitgeistes mal gesehen haben kann, Tinney als Darsteller (warum hat er nicht öfter in Krimis mitgewirkt?) und Lauenstein als „Puff“mutter sind ganz gut, im Ohr bleibt der coole Soundtrack. Wenn ich wie Gubanov Punkte verteilen würde, dann gäbe es von mir drei von fünf Punkten.

  • Es sieht zumindest so aus. Hoffentlich kommt auch "Der elegante Dreh", der ja bisher nicht veröffentlicht wurde.

  • Bewertet TV: "Der Besuch" (1984, 13)Datum10.07.2014 17:27

    Dieser Film erscheint am 29. August 2014 auf DVD: http://www.amazon.de/Besuch-Judy-Winter/...ords=der+besuch

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